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Adventisten in der Ukraine leiden, hoffen, helfen und beten

Der am 24. Februar von Russland begonnene Angriffskrieg auf die Ukraine hat laut „statista“ bis Anfang Mai zu 5,5 Millionen Geflüchteten in andere Länder und laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zu 7,7 Millionen Binnenflüchtlingen geführt. Das sei die größte Flüchtlingskrise in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

„Ein Drittel der Adventisten wurde vertrieben oder ist geflüchtet“

Maksym Krupskyi, Direktor der Hope Media Group, dem Medienzentrum der Adventisten in der Ukraine sowie der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Kirchenleitung in der Ukraine, wies auf die Auswirkungen des Krieges hin. „Ich kenne die genauen Zahlen nicht, aber ich gehe davon aus, dass mehr als 30 Prozent unserer Kirchenmitglieder Vertriebene oder Flüchtlinge sind.“ Bei einer Gesamtmitgliederzahl von 43.307 bedeutet dies, dass etwa 13.000 ukrainische Adventisten ihre Heimat verloren haben oder gezwungen sind, sie zu verlassen.

In vom russischen Militär besetzten Gebieten ist die Versorgungslage prekär

„Die Menschen, die in Gebieten leben, in denen keine militärischen Auseinandersetzungen stattfinden, kommen bislang gut zurecht“, sagte Nosov. Die Situation in den besetzten Gebieten sei jedoch anders. „Den Kirchenmitgliedern dort gehen die Lebensmittel, das Wasser und die Möglichkeiten, zu heizen, aus. Es ist eine humanitäre Krise“, so der Kirchenleiter.

Zerstörte adventistische Kirchengebäude, andere dienen Obdachlosen

Einige Kirchengebäude seien zerstört worden. Unbeschädigte Gebäude dienten als Unterkünfte für Obdachlose.

Alle adventistischen Schulen sind geschlossen – sie bieten online Unterricht an

Von den 40 Schulgebäuden, die der adventistischen Kirche in der Ukraine gehören, seien zwischenzeitlich alle geschlossen und der Unterricht werde online angeboten. Das Ukrainian Adventist Center of Higher Education (UACHE) in Butscha habe nur geringe Schäden erlitten und sei ebenfalls geschlossen. Studierende und Mitarbeitende seien rechtzeitig evakuiert worden. Ein Teil von ihnen ist auf dem Campus der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg untergebracht.

Nothilfe und Evakuierungen

Die adventistische Kirche sei damit beschäftigt, sowohl ihren Mitgliedern als auch der Gesellschaft zu dienen. „Pastoren und Leiter helfen bei der Evakuierung von Menschen aus den Kampfgebieten“, berichtet Nosov. „Sie stellen Unterkünfte, Medikamente, Lebensmittel, Informationen zur Verfügung und beten für sie.“ (Siehe auch die APD-Meldung https://www.apd.info/2022/04/14/adventistische-kirche-in-der-ukraine-organisiert-evakuierungen/)

Neue Dienstroutine für Pastoren

80 Prozent der adventistischen Pastoren seien noch im Land. Krupskyi beschrieb die neue Dienstroutine der adventistischen Pastoren: „Unsere Partner und Freunde liefern Hilfsgüter in die westlichen Regionen des Landes. Von dort aus bringen die Pastoren die Hilfsgüter in kleinen Autokonvois in die umkämpften Gebiete und evakuieren die Menschen auf dem Rückweg aus diesen Gebieten.“

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Hope Media Ukraine und dem Büro der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) in Rumänien erhalten die Binnenvertriebenen außerdem Hygieneartikel, Lebensmittel, Wasser, Kleidung und Medikamente.

Menschen fragen nach Gott

„In der Dunkelheit von Tod und Zerstörung suchen die Menschen Gott“, sagte Nosov. „Sie fragen nicht, warum Gott diesen Krieg zulässt, sondern suchen die Verbindung zu ihm.“ Überraschenderweise nimmt die Zahl der Kirchenbesucher zu. „Es sind jetzt mehr Menschen in unseren Kirchen als früher. Die Kirchengemeinden, deren Gebäude nicht beschädigt oder zerstört wurden, arbeiten normal weiter und bieten Gottesdienste für eine wachsende Zahl an Menschen an.“

„Hope Channel Ukraine, das adventistische Fernsehen, sendet von Montag bis Freitag um 11:00 und 18:00 Uhr, am Samstag um 11:00 Uhr und am Sonntag um 18:00 Uhr und macht trotz der Herausforderungen weiter“, so Krupskyi. (Siehe auch APD-Meldung https://www.apd.info/2022/04/01/ukraine-menschen-suchen-schutz-und-hoffnung-in-kirchen/)

Trotz allem Grund zur Hoffnung

„Wir wissen nicht, was als nächstes passieren wird. Alles liegt in Gottes Hand. Aber wir wissen, dass seine Hände uns gesegnet haben, und das gibt uns Grund zur Hoffnung“, so Kirchenleiter Stanislav Nosov. Er danke Gott für dessen Barmherzigkeit inmitten der Tragödie.




Zum Neuen Jahr 2021

Das zu Ende gehende Jahr hat der gesamten Welt auf dramatische Weise gezeigt, wie Resolutionen, Pläne und Vorhaben zunichte gemacht werden können. Ein kleines Virus war dazu in der Lage.

Wir wissen nicht, wie das Jahr 2021 verlaufen wird. Was wir uns vornehmen, könnte im Bruchteil einer Sekunde zunichte gemacht werden. Wie könnten wir uns überhaupt darauf einstellen?

Die Jahreslosung legt uns mit einem Jesuswort zwei Möglichkeiten vor: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lukas 6,36) Zum einen ist da der Hinweis, dass es da jemanden gibt, der einfach da ist – auch in der Krise. Zum anderen wird der Empfänger dieses Wortes eingeladen, barmherzig zu sein. Gelassen zu sein und Gutes zu tun gibt dem eigenen Leben Sinn, Hoffnung, Wohlbefinden und Freiheit.

Als christliche Nachrichtenagentur wünschen wir vom APD-Team diese Erfahrung allen unseren Leserinnen und Lesern im Neuen Jahr 2021. Wir wollen auch im kommenden Jahr „informieren und verstehen helfen“ und wünschen von Herzen

Ein frohes und gesegnetes Neues Jahr 2021!




Adventisten studieren weltweit in Bibelkreisen das Bibelbuch Jesaja

Geschichtliche Einbettung der Wirkungszeit des Propheten Jesaja
In der Einführung zum Thema wird im Studienheft der geschichtliche Hintergrund der Wirkungszeit des Propheten Jesaja in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts vor Christus und jener Texte aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., im zweiten Teil seines Buches, beschrieben. In die Zeit des 8. Jahrhunderts v. Chr. fällt die vollständige Niederlage des Nordreiches Israel, das sich an antiassyrischen Koalitionen beteiligte und die Verschleppung der Bevölkerung in verschiedene Länder. Das Südreich Juda unterwarf sich freiwillig den Assyrern, baute dann, um die Eigenständigkeit zurückzugewinnen, auf die Unterstützung Ägyptens, blieb jedoch nur durch Gottes Eingreifen verschont.

Der Prophet Jesaja war „innen- und außenpolitisch gut informiert“
Der Prophet Jesaja habe im Südreich Juda, ausschließlich in Jerusalem gewirkt, heißt es in der Einführung zum Studienheft. Er sei „innen- und außenpolitisch gut informiert“ gewesen, was auf gute Beziehungen mit dem Königshof schließen lasse.

Jesaja’s Botschaft: Vertraut auf Gott, nicht auf menschliche Bündnisse
Seine Botschaft habe darin bestanden, nicht auf „kluge Bündnispolitik“ zu vertrauen, „sondern allein auf das unbedingte Vertrauen auf Gott“. Die Hoffnung leuchte dank der Bundestreue Gottes trotz der Gerichtsbotschaften des Propheten immer wieder auf, heißt es in der Einführung weiter. Jesaja beschreibe auch die messianische Zeit sowie das künftige Gottesreich mit einem neuen Himmel und einer neuen Erde, wo Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden für alle herrsche.

Titel einiger Wochenthemen
Einige Titel der Wochenthemen: „Immanuel – Gott mit uns“; „Der Fürst des Friedens“; „Hochmut kommt vor dem Fall“; „Wer auf Gott vertraut…“; „Tröstet mein Volk!“; „Träger der Hoffnung“; „Siehe, ich mache alles neu!“.

„die BIBEL. das LEBEN.“ – der Talk zum Wochenthema bei HopeTV
Der adventistische Fernsehsender HopeTV strahlt in seiner Sendereihe „die Bibel. das Leben.“ jede Woche eine Gesprächsrunde mit Moderator Dr. Winfried Vogel zum gleichnamigen Thema aus: http://www.diebibel-dasleben.de/.

Bibelstudienhefte als Großdruck und in diversen Ausgaben und Sprachen
Die „Standardausgabe“ ist eine ungekürzte, inhaltlich unveränderte Wiedergabe der von der Weltkirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (Generalkonferenz) herausgegebenen amerikanischen „Standard Edition“. Sie erscheint als Ausgabe für Gesprächsteilnehmende sowie als ausführlicheres Heft mit zusätzlichem Inhalt für Gesprächsleiter und Gesprächsleiterinnen.

Das „STUDIENHEFT ZUR BIBEL“ ist eine im Auftrag der Freikirche in Deutschland (FID) von einem Arbeitskreis für den deutschsprachigen Raum bearbeitete Fassung der Standardausgabe. Die Wochenthemen behandeln dasselbe Thema, nur die Aufbereitung des Stoffes unterscheidet sich.

Versionen in Großdruck und im PDF-Format werden ebenfalls herausgegeben. Die unterschiedlichen Ausgaben sind über den Advent-Verlag Lüneburg erhältlich: www.advent-verlag.de/studienmaterial.




Brasilianische Adventisten liefern Bücher per Drohne

Die Aktion war Teil eines länderübergreifenden Projektes „Impact Hope“, das jährlich Bücher in acht Ländern Südamerikas verteilt. Dabei habe ein Teammitglied Einheimische und Touristen gefragt, ob sie ein Geschenk annehmen würden. Wenn sie einwilligten, warf ihnen eine Drohne ein Exemplar des Buches zu.

Immer wieder starrten neugierige Menschen auf das über ihnen fliegende Objekt. An der Aktion nahmen Kinder, Jugendliche und Erwachsene teil. „Ich habe soeben Hoffnung erhalten, und ich glaube, dass ich sie jetzt brauche. Ich bin gerade erst hier angekommen und bin bereits vom Himmel über Fortaleza beschenkt worden,“ sagt Ivane Diógenes, eine beeindruckte Pädagogin.

Wie „Notícias Adventistas“ weiter berichtet, seien die Vorschriften der Nationalen Zivilluftfahrtbehörde (ANAC) während der Aktion eingehalten und die Drohne von einem zertifizierten Piloten geflogen worden. „Da ich schon seit einiger Zeit mit der Drohne arbeite, dachte ich, dass viele es interessant finden, die Drohne überfliegen zu sehen. Viele Menschen hatten noch nie die Gelegenheit, die Ausrüstung aus der Nähe zu betrachten. Also dachten wir uns, eine Drohne mit einem Buch fliegen zu lassen. Das würde die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich ziehen. Und genau das ist passiert. Gerne habe ich mit dieser Aktion Hoffnung gebracht“, betont Antonio Souza, der Pilot der Drohne.

„Die größte Hoffnung“ ist einer der Titel der „Impact-Hope-Initiative“ der Adventisten in Südamerika. Wegen der Beschränkungen der COVID-Pandemie hatten die Koordinatoren der Aktion nach kreativen Wegen zur Verbreitung von Literatur Ausschau halten müssen.




Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nimmt zur aktuellen Pandemielage Stellung

Krisenzeit und Fehlverhalten
„Krisenzeit trägt auch immer das Stigma des Fehlverhaltens in sich“, gaben die Pastoren Werner Dullinger (Ostfildern bei Stuttgart) und Johannes Naether (Hannover), Präsident und Vizepräsident der Freikirche in Deutschland, zu bedenken. Konkret bedeute das, dass wir im Nachhinein mit Fehlern und Unzulänglichkeiten bei bereits getroffenen Entscheidungen sowie bei zukünftigen Entscheidungen leben müssten. Das betreffe gleichermaßen Entscheidungen der Politik wie auch der Kirche. Weil immer noch kein hinreichendes Maß an Gewissheit über Inhalt und Umfang der Gefahren sowie über die Eignung und Erforderlichkeit der ergriffenen Maßnahmen bestehe, könne auch niemand beweisen, dass die angeordneten Beschränkungen unverhältnismäßig waren oder sind. „Diese Erkenntnis sollte uns vor Besserwisserei bewahren und demütig machen.“

Die Krise suspendiere jedoch nicht das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung. „Dieses Recht gilt auch innerhalb der eigenen Kirche und es schließt die kontroverse Diskussion über unterschiedliche Meinungen ausdrücklich ein“, stellen die beiden Kirchenleiter in einer Stellungnahme zur aktuellen Pandemielage fest.

Keine Verharmlosung oder Verschwörungsglaube
Allerdings distanzierten sich Dullinger und Naether ausdrücklich und entschieden von jeglicher Verharmlosung der Covid‐19 Pandemie, wie sie in verschiedenen schriftlichen oder digitalen Beiträgen zum Ausdruck käme. „Wir sehen darin ein verantwortungsloses Handeln, das zur Gefährdung der Bevölkerung beiträgt und unsolidarische Züge trägt. Wir begegnen dem deutlich und in der Klarheit der sachlichen Auseinandersetzung.“ Die aktuelle Entwicklung der Neuinfektionen und die zahlreichen Toten sprächen eine eigene Sprache, die wenig Raum gebe für alternative Deutungen.

Ebenso distanzierten sich die adventistischen Kirchenleiter von solchen Äußerungen, welche die Pandemie als eine systematisch und willentlich herbeigeführte Krise identifiziere, die durch eine bestimmte Gruppe mächtiger Persönlichkeiten auf geheimem Weg initiiert worden sei. „Hier wird die Wirklichkeit ad absurdum geführt und die komplexen Zusammenhänge einer ernsten weltweiten Krise auf eine nicht beweisbare ‚Alternative‘ reduziert.“ Die Freikirchenleitung habe sich entschieden, solchem Verschwörungsglauben in ihrem Verantwortungsbereich keinen Raum zu geben. „Das betrifft unsere Kirchengebäude, Institutionen und Medienanstalten.“

Dabei handele es sich laut Dullinger und Naether aber nicht um einen „Maulkorb“ für Mitglieder der Freikirche, oder eine „Zensur“, sondern um das in der adventistischen Gemeindeordnung klar festgelegte Verfahren, wer im Namen der Freikirche auftreten dürfe und wer nicht.

Leid mindern, Hoffnung verbreiten

Christen seien gerade in der Krise herausgefordert, Menschen zu begleiten und ihnen Hoffnung zuzusprechen. Das geschehe durch das Evangelium von Jesus Christus, weil in ihm die Nähe Gottes zu jedem einzelnen Menschen zum Ausdruck komme. „Jesus zeigte sich solidarisch und hatte keine Scheu, den Kranken und Hilflosen zu begegnen, um sie zu heilen“, gaben die beiden Freikirchenleiter zu bedenken. Christen sollten sich am Beispiel Jesu orientieren und ehrlich reflektieren, wie sie sich persönlich in der Krise verhalten, um sich selbst und damit andere zu schützen, sodass Hilfe und das Gute von ihnen aus weitergegeben werden könne.

Darüber hinaus habe Jesus klare Worte gefunden, indem er Krisen, Konflikte und schwere Krankheiten als Kennzeichen einer Welt beschreibe, die der Erlösung bedarf. Adventisten würden die Hoffnung auf eine Welt ohne Leid und Tod in ihren Herzen tragen, so wie es die Bibel beschreibe. Bis zu deren Verwirklichung durch Gott seien sie aufgerufen, sich „engagiert, wachsam und verantwortungsvoll in unsere Gesellschaft einzuweben, Leid zu mindern und Hoffnung weiter zu tragen“.

Die Stellungnahme zur aktuellen Pandemielage im Wortlaut:

https://bit.ly/STA_Pandemielage_11_2020.




ADRA: Hoffnung für Albanien während der Corona-Krise

Das Erdbeben, das das Land im November 2019 erschütterte, tötete 51 Menschen, verletzte etwa 3.000 weitere und zerstörte zahlreiche Gebäude, so dass Tausende Familien ohne Unterkunft blieben. Als der landesweite Lockdown im März 2020 begann, lebten viele dieser Menschen in Zelten oder Schiffscontainern, weil ihre Häuser noch immer unsicher und unbewohnbar waren.

Eines der am härtesten betroffenen Gebiete sei die Region Kruja, nördlich der albanischen Hauptstadt Tirana, so ADRA Albanien. Hier konzentriere das adventistische Hilfswerk seine Bemühungen während der Pandemie und unterstütze Familien, die noch immer unter den Auswirkungen des Erdbebens litten. „Es waren schwierige Monate, weil die Bevölkerung, mit der wir arbeiten, außerhalb der Stadt in Zelten ohne angemessene Infrastruktur und ohne grundlegende Lebensbedingungen lebte“, sagt Kristi Qendro, Programmdirektorin für ADRA in Albanien. „ADRA begann seine Intervention direkt nach dem Erdbeben im November 2019 und arbeitet immer noch daran, Familien während der COVID-19-Pandemie mit Lebensmittel- und Hygienepaketen, Einzel- und Gruppenberatung, psychosozialer Online-Unterstützung und zusätzlichen Klassen für Kinder, die Gefahr laufen, die Schule abzubrechen, zu unterstützen.“

Hilfe für die Schwächsten
ADRA in Albanien führe seit mehr als zehn Jahren Bildungsprojekte in den betroffenen Regionen durch, aber ihre Bemühungen hätten sich während dieser doppelten Krise intensiviert. Unmittelbar nach dem Erdbeben versorgte ADRA über 100 Familien mit Hilfsgütern. Die Hilfe umfasste Zelte und anderes Material für Unterkünfte, Öfen, Waschmaschinen, tragbare Toiletten, Duschen und solare Warmwasserbereiter sowie Hygiene-Kits und warme Mahlzeiten. Darüber hinaus erhielten etwa 3.500 Kinder und Erwachsene psychosoziale Unterstützung durch Einzelberatungen, Gruppentherapiesitzungen, Exkursionen und ergänzenden Unterricht.

„Unsere Intervention zielte speziell auf die Bedürfnisse der Roma und der ägyptischen Minderheiten ab, da diese Gruppen weiterhin ausgegrenzt werden“, sagt Altin Rexhepi, Exekutivdirektor von ADRA in Albanien. Trotz politischer Rhetorik betrachteten die Regierung und staatliche Institutionen die humanitäre Hilfe für diese Roma und Ägypter nicht als Priorität.

Als die Pandemie zusätzliche Entbehrungen mit sich brachte, sicherte ADRA die Finanzierung der Versorgung von 40 Roma- und ägyptischen Familien mit Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln für zwei Monate. Dreißig weitere Familien in den Dörfern Thumane und Bubq erhielten während dieser Zeit Hygienematerial.

Fürsorge für beunruhigte Menschen
Während der Pandemie vergrößerte sich der Bedarf an psychologischer Unterstützung, doch die Möglichkeiten stießen an ihre Grenzen. ADRA in Albanien richtete in Zusammenarbeit mit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten eine landesweite telefonische Beratungshotline ein, um Menschen mit psychischen Bedürfnissen zu unterstützen. Die Anrufer konnten mit den Psychologen und Sozialarbeitern von ADRA sprechen, um persönliche Beratung zu erhalten. Drei Pastoren der Freikirche standen für diejenigen zur Verfügung, die ein spirituelles Interesse bekundeten.

Bereitstellung von Bildungsmöglichkeiten
Für ADRA in Albanien habe es höchste Priorität, Kindern aus einkommensschwachen Familien zu einer qualitativ hochwertigen Ausbildung zu verhelfen. Schüler aus diesen Familien seien besonders betroffen, seit die Schulen während der Pandemie geschlossen wurden. In Zusammenarbeit mit Schulmitarbeitern in der Region Tirana identifizierte ADRA Kinder, die Gefahr liefen, die Schule abzubrechen, und bot ergänzenden Unterricht an, um ihnen zu helfen, ihren Online-Unterricht besser zu bewältigen. ADRA arbeite mit einem Lehrer zusammen, um erklärende Videos zu erstellen, und teile die erklärenden Video-Lektionen mit den Kindern über eine WhatsApp-Gruppe.

Begegnungszentren
Im Juli 2020 wurde das Begegnungszentrum von ADRA im Dorf Bubq wiedereröffnet, und im Dorf Borizane wurde ein neuer Treffpunkt eingerichtet. Diese Begegnungsstätten böten Unterricht, Gruppenberatungen und Freizeitaktivitäten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Da die Risiken von COVID-19 weiterhin bestünden, klärten diese Zentren die Öffentlichkeit über geeignete Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung des Virus auf und ermutigten die Anwohner, sich um ihre körperliche und geistige Gesundheit zu kümmern. Die Zentren seien ein Ort der Heiterkeit und des Trostes für Menschen, die durch ihre Verluste bei dem Erdbeben und der Pandemie litten.

ADRA Albanien
ADRA‘s COVID-19-Einsatz in Albanien ist Teil seiner weltweiten Bemühungen, das durch die Pandemie verursachte Leid zu lindern. Als der globale humanitäre Arm der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterstützt ADRA während der Pandemie etwa 2,7 Millionen Familien in mehr als 70 Ländern. Zu den Nothilfemaßnahmen von ADRA gehören die Verteilung von Nahrungsmitteln, Hygieneprodukten und Bargeldgutscheinen an Bedürftige sowie die Ausbildung von Frontarbeitern und die Bereitstellung von medizinischem Material für Krankenhäuser, die gefährdete Bürger versorgen.

Mehr über ADRA unter www.adra.org




Deutsche Bibelgesellschaft mit besonderen Angeboten in der Corona-Krise

„Wir erleben eine Krisen-Situation, in der die biblische Botschaft vielen Menschen in besonderer Weise Trost und Zuversicht spendet“, so der DBG-Generalsekretär Christoph Rösel. „Deshalb wollen wir die Kraft und den Zuspruch der Bibel so einfach wie möglich zugänglich machen.“

Ostertexte gelesen von Rufus Beck
20 biblische Ostertexte gelesen von Schauspieler und Hörbuchsprecher Rufus Beck stehen kostenlos auf der Website der Deutschen Bibelgesellschaft zur Verfügung. Die Audio-Dateien können sowohl für Rundfunk-Beiträge als auch online ohne vorherige Anfrage verwendet werden. Es genügt ein entsprechender Rechte-Nachweis. Die Texte sind der Gesamtausgabe „Die Bibel. Gelesen von Rufus Beck“ entnommen und erzählen die Ostergeschichte nach Lukas. Außerdem stehen die verschiedenen Evangelientexte für die Gottesdienste rund um Ostern als Hörfassung zur Verfügung. Informationen unter: https://www.die-bibel.de/bibeln/bibelkenntnis/themen-im-kirchenjahr/ostern/ostertexte-gelesen-von-rufus-beck/

Vereinfachte Nutzungsbedingungen
Ab sofort können bis auf Weiteres Verse, Abschnitte oder einzelne Kapitel aus der Lutherbibel, Gute Nachricht Bibel und BasisBibel ohne vorherige Anfrage verwendet werden. Das gilt sowohl für kostenlose Veröffentlichungen wie Gemeindebriefe, als auch für Rundfunkbeiträge und digitale Veröffentlichungen wie Websites, Newsletter, Blogs, Online-Gottesdienste und Videoandachten. Diese Regelung gilt für Kirchengemeinden, Werke, Verbände und Privatpersonen. Lediglich ein Copyright-Vermerk ist an geeigneter Stelle anbringen. Informationen unter: https://www.die-bibel.de/ueber-uns/verlag/lizenzen/




Virales Video: Enkelkinder weltweit grüßen ihre Großeltern

Ein internationales Video-Projekt
Die Eltern der beteiligten Kinder sind von dem Endergebnis beeindruckt. Ein Eintrag auf Facebook lautete: „Meine Kinder waren glücklich, dass sie daran teilhaben konnten. Sie vermissen ihre Großeltern und senden jeden Tag virtuelle Umarmungen und Küsse.“ Jemand anders schrieb: „Mir kamen Tränen in die Augen und ich bin nicht einmal eine Großmutter… die Großeltern werden es sicher lieben. Vielen Dank!“ Das Video wurde bereits unzählige Male auf Facebook geteilt.

Dies ist das zweite in einer Reihe von #dearcoronavirus-Videos, die vom Global Internet Network Europe (GAiN) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten erstellt wurden. Ziel ist es, ein weltweites Publikum zu ermutigen, Hoffnung in einer Art und Weise zu vermitteln, die das Publikum versteht und mit dem es sich identifizieren kann.

Das erste Video, wurde bereits vor einer Woche veröffentlicht und war ein herausfordernder persönlicher Brief über das Virus von Teilnehmern aus 40 Ländern und 32 Sprachen. Passend dazu begann es auf Chinesisch und zog dann über alle Kontinente der Welt, mit Ausnahme der Antarktis und bewies dem #dearcoronavirus, dass auch etwas Positives verreitet werden kann.

Ein Video an Großeltern geht um die Welt
Adrian Dure von HopeTV Deutschland ist der verantwortliche Produzent. Er sei so aufgeregt, dass er in den letzten zwei Wochen kaum geschlafen habe. „Wir wissen, dass das Video läuft und in mindestens 30 Ländern eingesetzt wird“, sagt er. Einige Regionen, wie Europa und Inter-Amerika, hätten das Video auf Twitter und Facebook veröffentlicht. „Wir haben ermutigende Berichte aus vielen Ländern in Mittelamerika, Asien, Europa, den USA und Südamerika“, fügt er hinzu.

Dan Weber, Kommunikationsdirektor der Freikirche in Nordamerika (NAD) hat das Video auf dem NAD-Vimeo-Feed gepostet und den Link an alle seine nationalen Kirchenleitungen geschickt. Sie seien von dem Video-Clip so beeindruckt gewesen, dass die meisten von ihnen den Link weiter geteilt hätten, berichtet Weber.

Auch die Weltkirchenleitung unterstützte die Verbreitung des Videos und unterrichtete alle Kommunikationsabteilungen weltweit über die Produktion. Die jeweiligen Verantwortlichen hätten positiv reagiert und viele sich bereiterklärt, an dem aktuellen und an zukünftigen Vorhaben mitzuwirken. Auch die Kirchenzeitschrift Adventist Review und die Fernsehsender der Hope Channel Gruppe hätten sich beteiligt und damit das Video zu einem wirklich globalen Netzwerkprojekt werden lassen.

Hashtag #dearcoronavirus wird zum Trend
Der Hashtag #dearcoronaviurs wurde am vergangenen Samstag zu einem Trend, vor allem im Englischen und in den hispanischen Ländern. Dure berichtet: „Sogar einige Nachrichtenplattformen haben den Hashtag veröffentlicht und über den Hashtag und die Initiative berichtet. Influenzer auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken hätten den Clip geteilt, darunter auch einige christliche Musiker

Es sei schwierig, die Auswirkungen in Zahlen zu benennen, da das Video in so vielen Formen und Sprachen veröffentlicht wurde. Doch Zahlen spielten keine so große Rolle, obwohl sie im Bereich von Hunderttausenden lägen. Entscheidend sei, dass eine Botschaft der Hoffnung vermittelt werde, so das GAIN-Leitungsteam. Trotz zeitlicher und finanzieller Grenzen wollten sie weitermachen.

Zum Video-Clip: https://youtu.be/SbY7Ik3MCYE