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Wechsel im Aufsichtsrat der Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V.

„Wir danken Joao Martins und Mario Brito für die langjährige und tatkräftige Unterstützung, sie haben im Aufsichtsrat die Entwicklung von ADRA Deutschland e.V. geprägt. Mit ihrer internationalen Erfahrung und Vernetzung haben sie geholfen, ADRA Deutschland e.V. auf europäischer Ebene als verlässlichen Partner zu etablieren. Wir danken ihnen von ganzem Herzen“, kommentiert der geschäftsführende Vorstand Christian Molke den Wechsel im Aufsichtsrat.

Neu im Aufsichtsrat

Neu in den Aufsichtsrat wurden Vanessa Schulz und Johannes Naether berufen. Schulz ist Marketingleiterin des Advent-Verlags in Lüneburg und Fachfrau in Kommunikation und digitale Medien. „Vanessa Schulz ist die erste Frau im Aufsichtsrat von ADRA Deutschland. Wir engagieren uns in der Initiative „FAIR SHARE of Women Leaders“ und haben uns 2019 selbst dazu verpflichtet, den Frauenanteil in unseren Gremien zu steigern. Im operativen Geschäft sind bei uns bereits 40 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt, die Berufung von Frau Schulz ist nur ein weiterer Schritt hin zur Geschlechterparität“, erläutert Molke.

Johannes Naether war bis Mai im Vorstand von ADRA Deutschland als zweiter Vorsitzender aktiv. Er ist Pastor und stellvertretender Vorsitzender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (KdöR). „Ich freue mich sehr, dass Johannes Naether uns auch weiterhin mit seinem Fachwissen und seiner Leidenschaft unterstützt“, freut sich Christian Molke.

ADRA Deutschland e.V.
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine internationale Nichtregierungs-Organisation (International Nongovernmental Organization). ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto „Gerechtigkeit | Mitgefühl | Liebe“ arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros (Stand: 1. Januar 2018) partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

Mehr über ADRA: www.adra.de




Stellungnahme der adventistischen Freikirchenleitung zur aktuellen Corona-Krisensituation

Kontaktbeschränkungen
Die Freikirchenleitung weist darauf hin, dass die bisher geltenden Kontaktbeschränkungen weiter ihre Gültigkeit haben. Dazu gehört die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern bei Begegnungen mit Personen. Die Empfehlung zum Tragen sogenannter (nicht-medizinischer) Alltagsmasken oder Community-Masken in öffentlichen Räumen, in denen der Mindestabstand regelhaft nicht gewährleistet werden kann, etwa beim Einkauf oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bewältigung der dienstlichen Aufgaben im Home-Office (Heimarbeit) wird so weit wie möglich weiter fortgesetzt. Die Umsetzung eines noch in Arbeit befindlichen Hygienekonzepts, mit dem Ziel, Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu minimieren.

Nachverfolgungs-App
Die Freikirchenleitung unterstützt die Bemühungen der Bundesregierung um eine Nachverfolgungs-App (tracing-app) für Smartphones und empfiehlt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, diese App bei Verfügbarkeit und nach einer abschließenden datenschutzrechtlichen Prüfung und Freigabe auf den Dienstgeräten zu installieren.

Veranstaltungen
Alle „Großveranstaltungen“ sind bis einschließlich 31. August 2020 untersagt. Um Planungssicherheit zu gewährleisten, empfehlt die Leitung für den Bereich der Freikirche und den mit ihr verbundenen Jugendverbänden dringend, alle für diesen Zeitraum geplanten Maßnahmen wie Gruppenreisen, Freizeiten, Pfadfinderlager und ähnlich gelagerte Veranstaltungen abzusagen. Für die Zeit in den ersten Septemberwochen können noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden, es wird aber empfohlen, auch hier eher Stornierungen einzuplanen.

Gottesdienste
Gottesdienste und gottesdienstliche Versammlungen und Zusammenkünfte sollen bis
auf Weiteres auf mediale Wege beschränkt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt könnten keine Angaben darüber gemacht werden, wann Gottesdienste in den Adventgemeinden wieder regulär stattfinden können. Informationen dazu würden im Zuge der aktuellen Gespräche der Bunderegierung mit Vertretern der Religionsgemeinschaften erwartet.

Privates Reisen und Besuche
Um eine weiträumige Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern, gelte auch weiterhin die Aufforderung, generell auf private Reisen und Besuche, auch von Verwandten, zu verzichten. Das betreffe auch Inlandsreisen und überregionale tagestouristische Ausflüge.

Dauer der Maßnahmen
Diese Maßnahmen gelten für den Bereich der Freikirche ebenfalls bis 3. Mai 2020. Eine Ausnahme bilden die erwähnten Veranstaltungen, die bis zum 31. August 2020 untersagt sind.

Die Vorstände des Nord- und Süddeutschen Verbandes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten wollen alle zwei Wochen die Maßnahmen evaluieren und zeitnah nach weiteren Veröffentlichungen der Bundesregierung und der Bundesländer die für die Freikirche wichtigen Verordnungen und Empfehlungen bekannt geben.

Diese Stellungnahme ist auch auf dem neu eingerichteten Blog unter
https://blog.adventisten.de zu finden.

Die Lockerungsbeschlüsse der Bundesregierung im Wortlaut:
https://www.bundesregierung.de/resource/blob/973812/1744226/bcf47533c99dc84216eded8772e803d4/2020-04-15-beschluss-bund-laender-data.pdf?download=1

Die Ansprache von Pastor Johannes Naether kann hier angeschaut werden:
https://youtu.be/5bl1TJCISOk

In Deutschland gibt es rund 35.000 mündig getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 555 örtlichen Adventgemeinden. Weitere Informationen unter www.adventisten.de.




Adventisten: Fernseh-Gottesdienst zum Jahresanfang

Der Titel „Versuchung.Heute.“ entspringt der sechsten Bitte im Vaterunser „… und führe uns nicht in Versuchung …“, die im Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 13 zu finden ist. Sie ist das Jahresmotto der Adventisten für das Jahr 2020 und fügt sich an die vorangegangenen Bitten an, die bereits als Jahresmotto dienten. Naether widmete sich den Fragen „Versucht uns Gott?“ „Ist das nur eine Frage der „richtigen“ oder „falschen“ Übersetzung?“ „Ist es von unserem Gottesbild abhängig?“

In seiner Predigt lud er dazu ein, sich auf einen Gott einzulassen, dem man offen und vertrauensvoll begegnen kann. Auch nach einer Versuchung. Auch heute.

Verkündigung
Für Naether komme durch „Versuchen“ Fortschritt in unser Leben. Jeder kenne Versuchung. Er wolle den Zuhörern auch Theologie zumuten, weil sich an der Frage, ob Gott tatsächlich in die Versuchung führt, viel entzünde. „Dürfen wir IHN durch unsere Bitte davon abhalten?“ so der Kirchenmann. Das „Vaterunser“ sei nicht oberflächlich, sondern tiefgründig. Das ihm zu Grunde liegende Gottes- und Menschenbild berühre die Entscheidung, ob der Mensch überhaupt den Weg des Glaubens einschlagen solle oder nicht.

Am Beispiel der biblischen Personen Abraham und Hiob machte Naether das Bedeutungsspektrum des Begriffes „Versuchung“ deutlich, das eben auch „Prüfung“ und „Erprobung“ ohne böse Absicht meinen kann. In der Bibel gebe es zahlreiche Szenen, „wo fromme und gerechte Menschen ihre Gottesbeziehung, ihre Gottesliebe, auf eine harte Probe gestellt“ sähen. Der Gedanke der Bewährung sei gar nicht so weit weg von uns Menschen und gehöre zum alltäglichen Erleben, denn das „Durchstehen von Krisen“ stärke uns. Gott führe in die Freiheit und damit in die Herausforderung, sich auf Gott einzulassen.

Umfrage zu Versuchung
Im Rahmen der Verkündigung wurde auch eine Umfrage zum Thema Vertrauen ausgewertet. So antworteten von den 1.365 Teilnehmern 77,52 % auf die Frage „Macht dir das Thema Versuchungen Angst?“ mit NEIN. 86,06 % sahen in Versuchungen auch Chancen?“. Bei der Frage, ob das Motto „… und führe uns nicht in Versuchung …“ noch in das persönliche Gottesbild passe, hielten sich die Antworten der Teilnehmer die Waage zwischen JA und NEIN.

Live-Schaltung zu zwei Kirchengemeinden
Während der Gottesdienstübertragung gab es auch Live-Schaltungen zu zwei Kirchengemeinden mit ihren aktuellen Projekten. Die Adventgemeinde auf der Ostseeinsel Rügen berichtete von ihrem Kirchenneubauprojekt, das auch vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert wird. Vilshofen stellte mit dem Café Welcome einen Treffpunkt für Migranten und interessierte Mitbürger vor.

Übertragung im HopeTV
Der Gottesdienst „Versuchung.Heute.“ wurde vom großen TV-Studio des adventistischen Medienzentrums „HopeMedia“ in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt im Rahmen des Fernsehprogramms „HopeTV“ ausgestrahlt. Rund 200 Adventgemeinden in Deutschland hatten angegeben, die Ausstrahlung in ihren Gottesdienst am 11. Januar zu integrieren. Der Gottesdienst kann über die Mediathek des „Hope Channel“ abgerufen werden:
https://www.hopechannel.de/tv/mediathek/episode/ml/atem-der-hoffnung/versuchung-heute/