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ADRA startet Ausbildung für ehrenamtliche Katastrophenhelfer in Südamerika

„Wenn eine Katastrophe über uns hereinbricht und unsere humanitäre Organisation aufgefordert wird, zu reagieren, gibt es eine Reihe von Verfahren, die wir befolgen müssen, um unsere Hilfe zu ermöglichen und wirksam zu machen“, sagte Eric Leichner, ADRA-Notfallmanager für Südamerika. „Da wir von den Ehrenamtlichen erwarten, dass sie diese Verfahren befolgen, hat die Hilfsorganisation ADRA beschlossen, ihre hauptamtlich und ehrenamtlich Mitarbeitenden zu schulen, damit sie für den Einsatz bei Ereignissen bereit sind, die als umfassende Notsituationen eingestuft werden können.“

„Ehrenamtliche sind von unschätzbarem Wert“

In den vergangenen Jahren seien diese Schulungen hauptsächlich von den Notfallkoordinatoren der Länder durchgeführt worden, erklärte Leichner. „Dabei haben wir eine wichtige Gruppe von Menschen übersehen“, räumte er ein und verwies auf die fast 3.000 Freiwilligen, die ADRA bereits jetzt in den acht südamerikanischen Ländern der Kirchenregion hat. „Die Ehrenamtlichen sind von unschätzbarem Wert für uns“, fügte Leichner hinzu. „Sie helfen uns bei der Zusammenstellung von Lebensmittelkörben sowie Hygienekits und unterstützen uns bei der Verteilung an die Bedürftigen. Die Freiwilligen besuchen die betroffenen Gebiete, sprechen mit den Opfern, um sich über ihre Bedürfnisse zu informieren, und bieten psychosoziale Unterstützung an. Wir fanden es wichtig, dass sie die Verfahren kennen, die die Agentur in solchen Fällen anwendet.“

Ehrenamtliche mit wesentlichen Aspekten der Katastrophenhilfe bekannt machen

Bei der Schulung geht es darum, die Ehrenamtlichen mit den wesentlichen Aspekten vertraut zu machen, die für die humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt gelten, und herauszufinden, welche Rolle ADRA in diesem Zusammenhang spielt. „Es handelt sich um einen Kurs für Menschen, die bereits als ehrenamtliche ADRA-Helfer tätig sind, aber auch für Menschen, die in Zukunft zu unserem Team gehören möchten“, sagte Silvia Tapia, Kommunikationsdirektorin von ADRA Südamerika. „Wir hoffen, dass in den kommenden Monaten mindestens 5.000 Menschen die erste Schulung absolvieren.“

Es wird erwartet, dass der Schulungskurs zwei weitere Kurse umfasst, die später im Laufe des Jahres 2022 beginnen sollen, so die ADRA-Leiter.




Kampagne der Adventisten in Brasilien gegen häusliche Gewalt

Dieser Aktionstag wird jährlich in acht südamerikanischen Ländern, darunter Brasilien, organisiert. Die Kampagne fördert auch Diskussionsforen, Bildungsmessen, einmalige Veranstaltungen und Anti-Gewalt-Programme während des ganzen Jahres. Auch wenn die Kampagne jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt hat, soll sie stets darauf aufmerksam machen, dass Frauen, Kinder und ältere Menschen respektiert und geschätzt werden sollen.

Anny Gill, Leiterin der Abteilung Frauen der Adventisten in Zentralbrasilien, teilte mit, dass mehrere Initiativen geplant sind, darunter Diskussionsforen, Elternschulen und Veranstaltungen zur Aufklärung gegen Gewalt. „In dieser Zeit müssen wir mehr denn je Menschen unterstützen, die unter Gewalt und Missbrauch leiden“, sagte Gill.

„Das Schweigen brechen“

Zur von der adventistischen Kirche getragene Kampagne, die weltweit unter dem Namen „Breaking the Silence“ (das Schweigen brechen) bekannt ist, gehören auch Vorträge von Fachleuten sowie Vorträge an Schulen und in Vereinen. „Wir ermutigen die Menschen, mit Seelsorgern zu sprechen. Wir geben Zeugnisse von Menschen weiter, die eine ähnliche Situation durchgemacht haben und denen geholfen wurde“, so Gill. Betroffene werden ermutigt, Missbrauch zu melden. Dabei werden sie von Mitarbeiterinnen der Kampagne unterstützt.

Die Kampagne nutzt ebenfalls Zeitschriften, gedrucktes Material und soziale Netzwerke, um die Gewaltprävention in Familien zu fördern. Gill betonte, dass das Hauptziel des Projekts darin besteht, den Betroffenen zu helfen, über Gewalt zu sprechen und sie zu überwinden. „Wir wissen, dass Betroffene, wenn sie ihre Stimme erheben und protestieren, die Angreifer bremsen. Wenn die Betroffenen aufhören zu schweigen, ist es leichter, den Missbrauch zu beenden.“

Adventisten in Südamerika

Das Gebiet der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten in Südamerika (Südamerikanische Division, SAD) umfasst die Länder Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, die Falklandinseln, Paraguay, Peru und Uruguay. In dieser Region mit ca. 345 Millionen Einwohnern leben 2,5 Millionen Adventisten, die sich samstags in über 14.000 örtlichen Kirchengemeinden versammeln.




Südamerikanische Adventisten wollen künftig Frauen als Älteste in örtlichen Kirchengemeinden ordinieren

Die Umstände der Corona-Pandemie hätten es nötig gemacht, die Rolle der Gemeindeleitungen zu bekräftigen, so die dortigen Kirchenleiter. Zuvor hatte ein Ad-hoc-Ausschuss seit Dezember 2020 daran gearbeitet, Studien, Diskussionen und Umfragen durchzuführen und auszuwerten. In dieser Zeit sammelte das 19-köpfige Komitee Daten und befragte 1.800 lokale Kirchenleiter in der Region.

Zwei Schwerpunkte des beschlossenen Papiers

Das beschlossene Papier enthält zwei inhaltliche Schwerpunkte. Zum einen soll die Rolle der Kirchengemeindeältesten als geistliche Leiter gestärkt werden. Im Unterschied zu den hauptamtlich tätigen Pastoren fungieren Gemeindeälteste ehrenamtlich als Leiter einer örtlichen Kirchengemeinde. Das Papier schlägt auch Wege vor, wie Kirchengemeindeälteste unterstützt werden, damit sie ihre Rolle besser erfüllen können. Der zweite Schwerpunkt ist die Empfehlung, die Beteiligung von Frauen an der Leitung der örtlichen Kirchengemeinde zu bekräftigen, indem anerkannt wird, was sie bereits tun. Ein Teil dieser Anerkennung besteht darin, dass künftig Frauen als Kirchengemeindeälteste eingesetzt und gesegnet (ordiniert) werden dürfen.

Die SAD hat länger gebraucht als die meisten anderen teilkontinentalen Kirchenleitungen der Adventisten, um Frauen in der Kirchengemeindeleitung zuzulassen und zu ordinieren und sie damit den Männern in dieser Funktion gleichzustellen. In Nordamerika geschieht das seit 1975. Der Exekutiv-Ausschuss der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten, das höchste Entscheidungsgremium zwischen den Vollversammlungen (Weltsynoden), beschloss 1984, Frauen als Kirchengemeindeälteste grundsätzlich zuzulassen, stellte es aber den teilkontinentalen Kirchenleitungen frei, diesen Beschluss für ihre Region zu übernehmen. Dies geschah nun durch die SAD.

Anerkennung von Frauen als geistliche Leiterinnen

Der Leiter der Abteilung Pastorendienste der SAD, Lucas Alves, teilte mit, dass Frauen noch eine Minderheit in den örtlichen Kirchenvorständen bilden, obwohl Tausende von ihnen wichtige Ämter innehaben und fast 54 Prozent der neuen Bereichsleiter in örtlichen Kirchengemeinden Frauen sind. Durch die Ordination zur Kirchengemeindeältesten soll ihre geistliche und administrative Leitungsfunktion anerkannt werden, so formulierten es SAD-Kirchenleiter. Auch Lucas Alves hält dies für eine positive Entwicklung. „Das Ergebnis der Ausweitung der Rolle von Frauen als Gemeindeleiterinnen wird zu einer Stärkung dieses Amtes führen.“

Adventisten in Südamerika

Das Gebiet der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten in Südamerika (Südamerikanische Division, SAD) umfasst die Länder Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, die Falklandinseln, Paraguay, Peru und Uruguay. In dieser Region mit ca. 345 Millionen Einwohnern leben 2,5 Millionen Adventisten, die sich samstags in über 14.000 örtlichen Kirchengemeinden versammeln.




Neuer Präsident für adventistische Christen in Südamerika gewählt

Das Exekutivkomitee der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz – GC EXCOM) stimmte während einer virtuellen Sondersitzung der Empfehlung des Exekutivkomitees der südamerikanischen Kirchenleitung (SAD EXCOM) zu, Pastor Stanley Arco die oberste Führungsposition in Südamerika zu übertragen. Die südamerikanische Kirchenregion umfasst die Länder Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru und Uruguay. Pastor Arco tritt die Nachfolge von Erton Köhler an, der nach 14 Jahren als Präsident kürzlich zum Exekutivsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung gewählt wurde. Das Exekutivkomitee der südamerikanischen Kirchenleitung (SAD EXCOM) dankte Erton Köhler für seinen Dienst für die Adventisten in Südamerika.

Erton Köhler, der Vorgänger, empfahl Stanley Arco als erfahrene und ausgewogene Führungspersönlichkeit mit einer weitreichenden Vision für die adventistische Kirche in Südamerika: „Er ist ein Leiter, der offen ist für Dialog, respektvoll, vermittelnd und vor allem auf die Mission fokussiert.“ Arcos Vision sei die einer „gesunden Kirche, die nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität wächst“, so Köhler.

Nach seiner Wahl sagte Pastor Arco: „Diese Aufgabe ist eine Freude, ein Privileg und eine große Verantwortung …. Ich bitte um die Gebete aller Kirchenmitglieder, aller Menschen, die sich wünschen, dass Jesus bald kommt. Bitte betet für mich, für alle Leiter und für die Mission der Adventisten in Südamerika und auf der ganzen Welt“.

Werdegang
Arco wurde im Süden Brasiliens geboren und schloss 1987 ein Theologiestudium am adventistischen Lehrinstitut (heute brasilianische adventistische Universität) in São Paulo ab. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Gemeindepastor in Brasilien diente Arco 17 Jahre lang als Leiter der Jugendarbeit in mehreren Kirchenregionen. Er arbeitete auch als Sekretär der Süd-Parana-Konferenz in Südbrasilien und später als Assistent des Präsidenten der südamerikanischen Kirchenleitung (SAD).

Im Jahr 2011 wurde Arco zum Präsidenten der adventistischen Kirchenleitung in Bolivien gewählt und 2015 wurde er Präsident der Kirchenleitung in Chile. Von 2019 bis 2020 diente Arco als Präsident der ostbrasilianischen Kirchenleitung. Im August 2020 wurde er zum Vizepräsidenten der südamerikanischen Kirchenleitung (SAD) gewählt. Arco ist verheiratet. Das Paar hat drei Töchter.

Diese Meldung erschien ursprünglich bei Adventist Review.