Zürich/Schweiz, 09.10.2012/APD   Das Tragische bei Naturereignissen oder von Menschen verursachten humanitären Katastrophen, wie Erdbeben, Kriegen und AIDS, seien nicht nur die Meldungen darüber, sondern bestehe in der Gewöhnung und Abstumpfung gegenüber solchen Berichten, betonte Pastor Günther Maurer, Präsident der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz, anlässlich der 25 Jahr-Feier des Hilfswerkes in Zürich. Maurer dankte allen, die sich gegen diese Gewöhnung wendeten und die Arbeit von ADRA Schweiz unterstützten sowie dazu beitragen würden, das ADRA-Motto zu verwirklichen: „Die Welt verändern – ein Leben nach dem anderen.“

Der Leiter für Projekte bei der „Glückskette“, Alain Geiger (Genf), wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die Spendensammelorganisation seit ihrer Gründung 1946 bereits eine Milliarde Franken für Hilfs- und Entwicklungsprojekte ausgegeben habe. In den Jahren der Zusammenarbeit mit ADRA Schweiz, das ein Partner-Hilfswerk sei, habe die Glückskette über 20 ADRA-Projekte mitfinanziert. Er hätte dabei die offene, transparente Kommunikation mit den ADRA-Verantwortlichen geschätzt, so Geiger. Die Projektarbeit entwickle sich immer weiter in Richtung Professionalisierung, was in Zukunft vor allem von kleinen Hilfswerken Anpassungen, Umstrukturierungen und Kooperation zur Folge habe.

Der amtierende Präsident von ADRA International, Robert Rawson (Silver Spring, Maryland/USA), würdigte in seiner Ansprache zur Jubiläumsfeier vor 50 geladenen Gästen den Direktor von ADRA Schweiz, Alexandre Gasser, der das Hilfswerk seit 2004 leitet. Rawson wies auf das weltweite ADRA Netzwerk von 120 Landesbüros hin, das vor allem bei Katastrophen ein schnelles, gezieltes und professionelles Eingreifen ermögliche, an dem sich ADRA Schweiz oft beteilige.

1942 gründet die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten unter dem Einfluss des Zweiten Weltkrieges das „Schweizerische Advent-Wohlfahrtswerk“. Die damalige Haupttätigkeit innerhalb der Schweiz wurde 1987 durch die Gründung der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz weitergeführt und durch internationale Entwicklungszusammenarbeit ergänzt. Was vor 25 Jahren in einer Garage an der Regensbergstrasse in Zürich-Örlikon mit einfachsten Mitteln begann, hat sich zu einem Hilfswerk mit einem Projektvolumen im Jahr 2012 von 4,1 Millionen Franken entwickelt.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. ADRA unterhält ein Netzwerk mit rund 120 regionalen und nationalen Landesbüros. Die Hilfe werde ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft geleistet.

Der Jahresbericht 2011 von ADRA Schweiz kann im Internet heruntergeladen werden: http://tinyurl.com/cs8nwqd.

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