Silver Spring, Maryland/USA, 14.12.2012/APD   Im Rahmen einer Umstrukturierung der adventistischen Zentren für interreligiöse und -kulturelle Studien ernannte die Leitung der Abteilung „Adventist Mission“ der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten auch neue Direktoren, wie Adventist News Network (ANN) mitteilte.

Zurzeit bestünden weltweit sechs „Global Mission“-Studienzentren, die Leitern und Kirchenmitgliedern einen Zugang zu Menschen nicht-christlicher Religionen und Kulturen vermitteln sollten, sagte Pastor Rick McEdward (Silver Spring, Maryland/USA), Direktor der Studienzentren. Das Ziel dieser Zentren bestünde darin, Modelle und Materialien zu entwickeln, um Adventisten beim Versuch zu begleiten, das Evangelium von Christus in einer ganzheitlichen und kulturell angepassten Weise weiterzugeben. „Adventisten waren in der Regel sehr gut, wenn es darum ging, ihren Glauben anderen Christen zu vermitteln. Was wir aber jetzt brauchen, ist ein warmherziger Zugang zu Menschen, die Christus noch nicht kennen“, betonte McEdward.

Pastor Gerson Santos wurde zum Direktor des neuen „Urban Ministry Study Center“ in New York City ernannt. Er bleibt gleichzeitig Exekutivsekretär der regionalen adventistischen Kirchenleitung der Metropolregion New York. Nach der Entscheidung der adventistischen Weltkirchenleitung, das Evangelium vermehrt in den Großstädten der Welt zu verkünden, sei dieses Studienzentrum zur Unterstützung der Kirchenleitungen bei der Planung von Angeboten an die Großstadtbevölkerungen gegründet worden, so ANN. 2013 sei mit „NY13“ eine erste große Kampagne in New York City geplant.

Das Jüdisch-Adventistische Freundschaftszentrum sei von Jerusalem nach Paris verlegt worden. Neben Israel und den USA lebe in Frankreich die drittgrößte jüdische Population. Das Zentrum werde weiterhin von Pastor Richard Elofer geführt, dem früheren adventistischen Kirchenleiter in Israel.

Das Studienzentrum für Hinduismus sei nach Angaben von McEdward von Hosur/Indien auf die karibische Insel Trinidad verlegt worden, wo eine große indische Diaspora lebe. Koordinator des Zentrums sei Cliffmond Shameerudeen, der selbst aus Indien stamme.

Das „Zentrum für Ostasiatische Religionen und Traditionen“, früher „Buddhistisches Studienzentrum“, werde seit September von Pastor Gregory Whitsett geleitet, einem Missionar mit zehnjähriger Erfahrung in Südostasien. Das Zentrum ist seit der Gründung 1992 in Nakhon Luang/Thailand beheimatet.

Das Studienzentrum für den postmodernen sowie säkularen Menschen sei von Orlando/Florida nach São Paulo/Brasilien verlegt und das Zentrum für adventistisch-muslimische Beziehungen von Zypern auf drei Standpunkte aufgeteilt worden: Berrien Springs, Michigan/USA, Nairobi und London.

Die 1990 in Indianapolis/USA tagende Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Adventisten beschloss das Programm „Globale Mission“. Da zwei Drittel der Weltbevölkerung keiner christlichen Konfession angehörten, wolle die Freikirche auch mit diesen Menschen ins Gespräch kommen. Ziel sei es, den Glauben anderer besser zu verstehen und die Dialogpartner zu informieren, wer die Adventisten seien und welche Werte sie vertreten würden. Dazu habe die Freikirche Studienzentren eingerichtet, um sich intensiv mit den verschiedenen Religionen und Weltanschauungen vertraut zu machen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!