Bonn, 19.12.2012/APD   Am 26. Dezember begehen die Katholiken in Deutschland einen „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“. Nach einem Beschluss der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz im Juni 2012 soll dieser Tag künftig jährlich in den Kirchengemeinden stattfinden. Als Termin wurde der 26. Dezember gewählt, da die Kirche an diesem Tag das Fest des heiligen Stephanus feiert, des ersten Märtyrers des Christentums.

In den Gottesdiensten am zweiten Weihnachtstag solle der Verbundenheit mit den Mitchristen, die vielerorts in der Welt Opfer von Ausgrenzung und Unterdrückung seien, vor allem in den Fürbitten Ausdruck verliehen werden. Auch wären die Gläubigen zum persönlichen Gebet für dieses Anliegen aufgerufen.

Der „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“ knüpfe an den „Gebetstag für die verfolgte Kirche“ an. Dieser sei bis 1994 in Deutschland begangen worden und habe damals vor allem die Situation in den kommunistischen Ländern im Blick gehabt. Auf die in verschiedenen Teilen der Welt seither angewachsene Bedrohung von Christen hätten die Bischöfe bereits 2003 mit einer „Initiative für verfolgte und bedrängte Christen weltweit“ reagiert. Sie umfasse ein jährlich herausgegebenes Informationsheft, Gespräche mit politisch Verantwortlichen in Deutschland, Besuche von Bischöfen aus bedrängten Ortskirchen, ein Fürbittformular sowie die Bereitstellung von vierteljährlich wechselnden Gebetsanliegen. Themenschwerpunkt in diesem Jahr sei die Lage in Ägypten nach der Revolution. Darüber hinaus unterstützten die kirchlichen Hilfswerke bedrängte christliche Minderheiten überall auf der Welt.

Mit der Erklärung des Stephanustages zum „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“ möchten die römisch-katholischen Bischöfe diese Aktivitäten verstärken und das Anliegen der Solidarität mit den Mitchristen in der Verfolgung stärker in den Kirchengemeinden und unter den Gläubigen verankern.

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