Udo Worschech, „Vom Steinaltar zum Gemeindehaus. Der Wandel der Gottesverehrung und des Gottesdienstes von Abraham bis zur Entstehung der Siebenten-Tags-Adventisten“, Saatkorn-Verlag, Lüneburg, 2012, 367 Seiten, kartoniert, 29,80 Euro, ISBN 978-3-8150-1404-¬2.

Ostfildern bei Stuttgart, 27.01.2013/APD   In 15 Kapiteln geht der langjährige Rektor der adventistischen theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, der Archäologe und Alttestamentler, Udo Worschech, dem Wandel der Gottesverehrung von Abraham bis zur Entstehung der Siebenten-Tags-Adventisten nach. Die sorgfältige Behandlung des Themas wird durch zwei kurze Resümees abgeschlossen, bei denen einmal die rechte Art der Gottesverehrung als „gegenwärtige Wahrheit“ zur Sprache kommt und zum andern sich Herausforderungen für die heutigen Siebenten-Tags-Adventisten bezüglich der Gottesverehrung und des Gottesdienstes ergeben. So sei eine geistliche Erweckung und Reformation, ähnlich, wie sie der Pietismus hervorbrachte, dringend erforderlich.

Professor Worschech beginnt seine Ausführungen mit der Gottesverehrung der Patriarchen, setzte sie mit der Verehrung Jahwehs durch sein Bundesvolk fort und beschäftigte sich mit den Kultstätten Israels nach der Landnahme. Zu den weiteren Themen gehören die entstellte Gottesverehrung während der Richterzeit, der Tempel in Jerusalem, die Kritik der Propheten am Gottesdienst und die Gründe für den Götzendienst der Israeliten. Der Autor lässt auch den Gottesdienst sowie die Gesetzesauslegung und die religiösen Parteien zur Zeit des zweiten Tempels nicht außer acht und hebt zum andern die Gottesverehrung, die Jesus vorlebte und lehrte, hervor.

Ein weiteres Anliegen des Autors ist der Gottesdienst und die Mission der ersten judenchristlichen Gemeinde in Jerusalem, die Entstehung, Struktur und Gottesdienstpraxis der heidenchristlichen Gemeinde sowie die Gemeindepraxis, Gottesdienstgestaltung und die Abkehr vom Sabbat in nachapostolischer Zeit. Hier führt der Autor zahlreiche Aussagen damaliger Kirchenväter zur Einführung des Sonntags anstelle des Sabbats an.

Worschech erläutert auch die Herausbildung der Sakramente, die Entstehung der Ämterhierarchie und die volkstümliche Gottesverehrung. Bei der Reformation geht er vor allem auf die Lutheraner, Reformierten und Täufer näher ein und widmete sich besonders den Reformbewegungen der Presbyterianer, Puritaner, Baptisten, Methodisten und Pietisten. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit dem Gottesdienst und der Gottesverehrung der frühen Siebenten-Tags-Adventisten. Die leicht verständliche Lektüre eignet sich nicht nur für Theologen, sondern für jeden an dieser Thematik Interessierten.

Dr. Wolfgang Tulaszewski
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