Herzogenbuchsee/Schweiz, 05.03.2013/APD   Die „American Leprosy Mission“, Schwesterorganisation der Lepra-Mission, habe ein Test-Schnellverfahren zur Lepradiagnose entwickelt, das so einfach wie ein Schwangerschaftstest anzuwenden sei und weniger als einen US-Dollar kosten soll, meldet die Evangelische Lepra-Mission. Damit könnten bis zu einem Jahr vor Auftreten erster Symptome gravierende Folgeschäden eingedämmt werden.

Bisher hätte Gewebe entnommen, eingefärbt und unter dem Mikroskop ausgewertet werden müssen. Beim neuen Testverfahren reichten laut Angaben der Lepra-Mission ein Blutstropfen und ein wenig Reagenz-Flüssigkeit, das Resultat stehe in nur zehn Minuten fest. Die neue Vorgehensweise sei ein entscheidender Schritt im Kampf gegen Lepra. Zu den von der schweren Krankheit am stärksten betroffenen Ländern gehörten Brasilien, Indien, Indonesien, die Philippinen und die Demokratische Republik Kongo.

Das Bakterium, welches Lepra verursacht, kann mit einer rund sechs bis zwölfmonatigen Antibiotika-Behandlung vollständig aus dem Körper entfernt werden. Lepra ist heilbar, die Folgeschäden aber nicht, bereits vorhandene Behinderungen bleiben. Bei einem geschädigten Nervensystem kommt das verlorene Gefühl in den Händen oder Füßen nicht mehr zurück. In Zentren der Lepra-Mission erlernen die Betroffenen ihr Leben neu, auch, einen heißen Topf immer mit einem Schutz für die Hände anzufassen, da sie mit ihren gefühllosen Fingern nicht bemerken würden, dass sie sich verbrennen.

Die Lepra-Mission engagiert sich als christliche Entwicklungsorganisation im Kampf gegen die Ursachen und Folgen von Lepra. Sie unterstützt seit mehr als 100 Jahren Krankenhäuser, Ausbildungszentren, Präventions-, Selbsthilfe- und Rehabilitationsprojekte und ist in rund 30 Ländern aktiv, vorwiegend in Indien, Südostasien und Afrika. Ihre Hilfe erreicht mehrere Millionen Menschen in Armut, bringt ihnen Hoffnung und verändert ihr Leben. Die Schweizer Lepra-Mission mit Sitz in Herzogenbuchsee setzt ihren Schwerpunkt auf die Arbeit in Indien, Bangladesch, Nepal, Demokratische Republik Kongo und Niger. Die Alpenrepublik unterstützte im Vorjahr die Projektarbeit mit rund einer Million Schweizer Franken.

Mehr Infos zur Lebensgeschichte von Khusboo in Indien: http://tinyurl.com/cvv3yqj

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