Zürich/Schweiz, 14.06.2013/APD   Die „Glückskette“ und die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz unterstützen 550 Flüchtlingsfamilien aus Mali, die im Norden Nigers bei einheimischen Familien untergebracht seien, mit Lebensmitteln, wie Reis und Mais, sowie mit Hygiene-Artikeln, teilte das Hilfswerk mit. Gleichzeitig werde Holzkohle für die Nahrungszubereitung verteilt, um die weitere Abholzung der wüstenartigen Zone zu vermeiden. Die Hilfe sei Dank der Finanzierung von anderen Landesbüros aus dem ADRA-Netzwerk um 450 Familien erweitert worden, sodass nun 1.000 Flüchtlingsfamilien aus Mali in Niger unterstützt würden.

Laut ADRA tobten die Kämpfe in Mali zwischen Islamisten und Regierungstruppen im Norden und Osten des Landes weiter. Damit bleibe die humanitäre Lage im Konfliktgebiet weiterhin prekär. Es werde von 430.000 Vertriebenen ausgegangen, wobei 170.000 ins nahe Ausland geflohen seien. Aufgrund der andauernden Unsicherheit im Norden und Osten Malis sei im Moment eine Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat nicht möglich. Die nach Osten geflohenen Malier hätten bei Familien in Niger Unterkunft gefunden. Die anhaltende Dürre in der Sahelzone schwäche aber deren Lebensgrundlage. Zudem würden mit der Aufnahme der Flüchtlinge die kaum vorhandenen Ressourcen noch weiter ausgedünnt, da die gastgebenden Familien in Niger keine Unterstützung erhielten, so das Hilfswerk.
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