North Efate/Vanuatu, 25.07.2013/APD   Adventistischen Schülern und Studenten in presbyterianischen Internatsschulen auf Vanuatu werde es künftig laut der australischen adventistischen Kirchenzeitschrift „Record“ nicht mehr erlaubt sein, am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag der Siebenten-Tags-Adventisten, auf dem Schulgelände ihren Gottesdienst zu feiern. Das habe die presbyterianische Kirchenleitung des südpazifischen Inselstaates beschlossen. Bemühungen der Adventisten um Rücknahme des Beschlusses, seien erfolglos geblieben, so „Record“.

In einem Schreiben an Willie Luen, dem zuständigen adventistischen Abteilungsleiter für Bildung, teilte die Presbyterianische Kirche mit, dass sie das Erziehungsministerium von Vanuatu gebeten habe, ab Schulbeginn 2014 keine adventistischen Schüler und Studenten mehr an das Onesua College und andere presbyterianische Schulen zu schicken.

Willie Luen wies darauf hin, dass es den adventistischen Eltern überlassen bleibe, ob sie weiterhin ihre Kinder an den Internatsschulen der Presbyterianer anmelden wollten. Laut Luen würden adventistische Studenten und Schüler dort künftig auch nicht mehr von Arbeitseinsätzen am Samstag auf dem Schulgelände befreit.

Die Aore Adventist Academy (Gymnasium) der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Santo/Vanuatu, eine Internatsschule mit mehr als 60 nicht-adventistischen Schülerinnen und Schülern, gestatte Mitgliedern anderer Kirchen, auch weiterhin den Gottesdienst am Sonntag auf dem Schulgelände durchzuführen, so „Record“. Sie seien zudem von Arbeitseinsätzen am Sonntag befreit und könnten ihre Arbeitsstunden an Wochentagen absolvieren.

Von den 246.000 Einwohnern auf Vanuatu sind 32 Prozent Presbyterianer, 13 Prozent Katholiken, 13 Prozent Anglikaner, elf Prozent Adventisten (mit Kindern und Familienangehörigen) und 14 Prozent gehören zu anderen christlichen Konfessionen. Zudem gibt es einheimische Glaubensrichtungen, wie die Cargo-Kulte.

Zu den Siebenten-Tags-Adventisten gehören auf Vanuatu 18.149 erwachsen getaufte Mitglieder in 58 Kirchengemeinden, die von 15 Pastoren betreut werden. Sie unterhalten zwei höhere Schulen, 25 Grundschulen und sechs Kliniken.

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