Weiterstadt bei Darmstadt, 20.08.2013/APD   „Wenn es irgendwo auf dieser Welt eine Naturkatastrophe gibt, dann ist oft auch Papua-Neuguinea betroffen“, teilte Fritz Neuberg, Mitarbeiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, mit. Der „Pazifische Feuerring“, in dem sich Papua-Neuguinea befinde, sei ein Gebiet, in dem es immer wieder zu einer großen Anzahl von Erdbeben und Vulkanausbrüchen komme. Die Bezeichnung „Feuerring“ leite sich von einem 40.000 Kilometer langen Gebiet ab, das die Form eines Hufeisens habe und aus einer Reihe fast kontinuierlicher ozeanischer Gräben, vulkanischer Bögen und vulkanischen Gürteln bestehe. Papua-Neuguinea zähle zu jenen Ländern, die im pazifischen Raum am meisten für Naturkatastrophen anfällig seien. Allein zwischen 1992 und 2011 seien 44 große Katastrophen registriert worden. „Dabei kamen 3.113 Menschen ums Leben, über 1,3 Millionen Menschen wurden von den Folgen betroffen. Der Sachschaden betrug etwa 121 Millionen Euro“, so Neuberg.

Aus diesem Grund habe die Regierung von Papua-Neuguinea 2010 begonnen, einen sogenannten strategischen Katastrophen-Vorsorgeplan (Disaster Risk Management – DRM) auszuarbeiten. In dem Plan gehe es darum, Vorkehrungen zu treffen, um die Katastrophenrisiken zu mindern. Beteiligte Partner seien unter anderem ADRA, die Weltgesundheitsorganisation WHO, der UN Children’s Fund und OXFAM. Im Rahmen des Vorsorgeplans gebe es eine Reihe von Kursen, welche die Bewohner Papua-Neuguineas dabei unterstützen sollten, sich selbst im Falle einer Naturkatastrophe besser helfen zu können, wie Erste-Hilfe, Gartenbau, Schutz für Kinder und Erwachsene sowie Gesundheitsvorsorge.

ADRA unterstütze auch durch finanzielle Mittel des Europäischen Amtes für humanitäre Hilfe (ECHO) den Disaster-Risk-Management-Plan in der Provinz Morobe im Nordostteil von Papua-Neuguinea unter anderem durch Projekte im Bereich „Wasser und Sanitäranlagen“, durch Kurse zum Thema Wasserversorgung, AIDS-Vorsorge und „Leadership“ (Wie leite ich Teams und Gruppen). Ein gut aufgebautes System der Wasserversorgung biete den Einwohnern die Möglichkeit, während der Regenzeit Wasser zu speichern, um darauf in Zeiten der Dürre zurückgreifen zu können. Das ADRA-Maßnahmen-Paket sei ein wertvoller Beitrag, um den Einwohnern Papua-Neuguineas zu helfen, eigenständig, selbstbewusst und gut vorbereitet durch schwierige Situationen zu kommen, betonte Fritz Neuberg.

__________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!