Weiterstadt bei Darmstadt, 09.09.2013/APD   Nach dem politischen Umsturz in Mali im März 2012 flohen über 46.000 Bewohner aus ihrer Heimat in das westafrikanische Nachbarland Burkina Faso. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland habe daher laut Mirjam Greilich (Weiterstadt), Mitarbeiterin des Hilfswerkes, über 2.900 Flüchtlingsfamilien in den Camps Damba, Mentao und Saag Nionogo mit Haushalts- und Lebensmittelpaketen versorgt.

Weil noch immer Tausende Malier in Burkina Faso wohnten und auf Hilfe von außen angewiesen seien, weite ADRA die Hilfe aus und habe auch in diesem Jahr mit einem Hilfsprojekt begonnen. Von März 2013 bis Januar 2014 versorge es Flüchtlinge in den Provinzen Houet, Kadiogo, Soum und Séno im Bereich Wasser, sanitäre Unterstützung und Hygiene. Die Hilfe komme vor allem schwangeren und alleinerziehenden Frauen, Witwen und älteren sowie behinderten Menschen zugute.

Besonders in den Flüchtlingscamps von Mentao und Goudebo benötigten die Menschen Unterstützung, so Greilich. In Mentao müssten sich über 1.500 Flüchtlinge einen Brunnen teilen. So könnten sich die Familien nicht ausreichend mit Wasser versorgen. In Mentao und Goudébo baue ADRA daher jeweils zwei große Brunnen auf. Zusätzlich errichte es 300 Toiletten und 300 Duschen in Mentao, um auch die Hygiene der Menschen sicherzustellen und dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen.

Selbst im Bereich der Nahrungsmittelversorgung werde ADRA aktiv. Von vielen Hilfsorganisationen erhielten die Bedürftigen Reis und Bohnen, doch könnten die Familien mit diesen, ihnen ungewohnten Nahrungsmitteln nicht viel anfangen. ADRA versorge die Bewohner der Flüchtlingscamps daher mit regionaler Nahrung wie Hirse. Insgesamt verteile das Hilfswerk an 35.000 Flüchtlinge in Menato, Saag Nioniogo und Bobo jeweils 15 Kilogramm Hirse. Um langfristig die Nahrungsversorgung der Flüchtlinge zu sichern, lege ADRA mit Hilfe von Campbewohnern und Bewohnern der umliegenden Dörfer drei Gemüsegärten an, zwei in Mentao und einen in Saag Nionogo. Zusätzlich erhielten Frauen in den Camps eine Anleitung, wie sie die Nahrungsmittel am besten zubereiten könnten.

Die meisten Flüchtlinge seien nur mit einem Rucksack nach Burkina Faso gekommen und lebten jetzt in Flüchtlingscamps, berichtete Mirjam Greilich. ADRA unterstütze die Flüchtlinge daher zusätzlich mit insgesamt 5.000 Matten und Decken zum Schlafen. Diese würden im Lager in Bobo verteilt. Insgesamt profitierten über 15.000 Familien von diesem Projekt, das vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziell gefördert werde.

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