Adventistische Klinik zum dritten Mal mit BUND-Urkunde ausgezeichnet

Berlin, 19.11.2013/APD   Das adventistische Krankenhaus „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf erhielt am 30. Oktober bereits zum dritten Mal nach 2002 und 2007 vom „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland“ (BUND) die Auszeichnung als „Energie sparendes Krankenhaus“. Das Gütesiegel wird für das herausragende Engagement im Bereich der Energieeinsparung und des Klimaschutzes in Krankenhäusern verliehen. Hierbei müssen bei der Erstzertifizierung gemäß Kyoto-Protokoll mindestens 25 Prozent Energie- und Kohlendioxid (CO²) eingespart werden. Bei jeder Folgezertifizierung (alle fünf Jahre) müssen weitere Energie- und CO²-Einsparungen nachgewiesen werden.

Im Bereich der Energieversorgung von „Waldfriede“ seien seit 2001 über 500.000 Euro in neue, hocheffiziente technische Anlagen investiert worden, um den Energieverbrauch zu reduzieren, teilte Geschäftsführer Bernd Quoß mit. „Der Schwerpunkt lag in der Erneuerung der gesamten Heizungsanlage, einschließlich des hydraulischen Abgleichs aller Heizkörper, sowie der Umstellung von Heizöl auf Gasbetrieb“, so der Technische Leiter des Krankenhauses, Jan Peters. Zudem seien alle Klima-, Lüftungs- und Heizungsanlagen über eine Gebäudeleittechnik (GLT) vernetzt worden. „Dadurch ist eine schnelle und effiziente Überwachung der Anlagen möglich. Alle im Krankenhaus vorhandenen Kühlanlagen wurden von Wasser- auf Luftkühlung umgestellt.“

Seit Beginn der Energiesparmaßnahmen im Jahr 2001 und der erstmaligen Verlängerung des BUND-Gütesiegels im Jahr 2007 hätten die CO²-Emissionen bereits um 40 Prozent gesenkt werden können, informierte Quoß. Das entspreche einer jährlichen Einsparung von 1.280 Tonnen CO². Nach erneuter Zertifizierung betrage die Verringerung des CO²-Ausstoßes weitere 64 Tonnen pro Jahr.

Bei der Verleihung des Gütesiegels betonte das Vorstandsmitglied des BUND-Landesverbandes Berlin, Dr. Andreas Faensen-Thiebes, dass von den derzeit 2.017 Akutkrankenhäusern in Deutschland erst 42 als Energie sparendes Krankenhaus hätten ausgezeichnet werden können. „Waldfriede“ sei bundesweit das zweite Krankenhaus, welches zum dritten Mal die BUND-Urkunde erhalten habe. Es baue damit seine Vorreiterrolle im Klimaschutz weiter aus.

Das seit 1920 in Berlin-Zehlendorf bestehende Akutkrankenhaus „Waldfriede“ verfügt über 170 Betten. Es versorgt mit den Fachabteilungen Allgemeinchirurgie, Anästhesie, Brustzentrum, Gynäkologie und Geburtshilfe, Hand- und Fußchirurgie, Innere Medizin, Interdisziplinäres Beckenbodenzentrum, Intensivmedizin, Radiologie und den Zentren für Darm- und Beckenbodenchirurgie (Koloproktologie) sowie Diabetes und Diabetisches Fuß-Syndrom jährlich etwa 13.000 Patienten stationär und 48.000 ambulant. Die Klinik ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Einrichtungen Berlin-Brandenburg, im Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflegerische Dienste (EVAP) sowie Teil des weltweiten „Adventist Health System“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!