Berlin, 06.04.2014/APD   Seit 20 Jahren ruft die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Zehlendorf Menschen zu Tisch, die zu den Bedürftigen in unserer Gesellschaft zählen: Hartz IV-Empfänger, Obdachlose, Geringverdiener, Armutsrentner. Für einen symbolischen Preis von 50 Cent erhalten sie von November bis März jeweils dienstags und donnerstags ein warmes Mittagessen. An den anderen Werktagen deckt die evangelische Paulusgemeinde den Tisch. Das Essen für beide Ausgabestellen kommt aus der Küche des adventistischen Krankenhauses „Waldfriede“. Zum Essen wird Kaffee oder Tee serviert. Brot und Brötchen stellt ein Bäcker kostenlos zur Verfügung – nicht verkaufte Ware vom Vortag.

„Etwa 30 bis 35 Leute kommen zum Essen zu uns“, berichtet Gerhard Schuster, einer der Initiatoren der Suppenküche Zehlendorf. Anfangs sei gar nicht sicher gewesen, ob es im besser gestellten Zehlendorf überhaupt einen solchen Bedarf gebe, erzählt er. Die Erfahrung in der ein Jahr zuvor geöffneten Ausgabestelle der Paulusgemeinde hätte jedoch gezeigt, dass Armut überall anzutreffen sei. Nicht wenige Gäste seien über das Essen hinaus dankbar für ein Gespräch oder eine Beratung, so Schuster. Dafür stünden Pastoren sowie ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Adventgemeinden Zehlendorf, Wilmersdorf und Waldfriede zur Verfügung.
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