Magdeburg, 08.04.2014/APD   Vor 20 Jahren gründeten sozial engagierte Siebenten-Tags-Adventisten in Magdeburg einen Helferkreis des Advent-Wohlfahrtswerkes (AWW). Sie richteten eine Suppenküche ein und bauten eine Kleiderkammer auf. Das sei eine ideale Kombination gewesen, sagte Gerlinde Lentzsch, Mitbegründerin des Helferkreises, denn die Besucher der Suppenküche bekamen nicht nur eine warme Mahlzeit, sie erhielten darüber hinaus auch wärmende Kleidung. Manche der überwiegend männlichen Gäste hätten damals in Abrisshäusern gewohnt und seien froh gewesen, wenn sie sich im Adventhaus waschen, rasieren und frisch einkleiden konnten.

Die Suppenküche sei nach zehn Jahren eingestellt worden, so Lentzsch. Auch deshalb, weil in der Zwischenzeit in Magdeburg mehrere Ausgabestellen für Lebensmittel und Suppenküchen mit täglichen Öffnungszeiten entstanden seien. Die Kleiderkammer bestehe jedoch noch immer und werde derzeit überwiegend von Menschen in Anspruch genommen, die aus dem Ausland nach Magdeburg kämen, etwa aus Syrien, dem Irak, von den Philippinen oder aus Russland. Aber auch junge deutsche Familien und Rentner seien dankbare Abnehmer gut erhaltener Kleidung. Diese werde zum großen Teil vom Helferkreis direkt bei den Spendern abgeholt, sortiert und gegen einen kleinen Spendenbetrag an Bedürftige abgegeben.
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