Zürich/Schweiz, 17.04.2014/APD   Anfang Dezember 2013 eskalierte die Gewalt zwischen rivalisierenden Gruppen in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR). Marodierende Banden hätten Kinder entführt und von den Eltern Lösegeld erpresst, sodass diese gezwungen gewesen seien, ihr ganzes Vieh zu verkaufen, um ihre Kinder auslösen zu können, teilte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz mit. Oft seien die bewaffneten Söldner wieder zurückgekehrt und hätten ganze Dörfer in Brand gesetzt. Bei der überstürzten Flucht der Bewohner hätten sich viele Familienmitglieder aus den Augen verloren und auch in den Flüchtlingstrecks nach Kamerun, das im Westen der Zentralafrikanischen Republik liegt, nicht mehr gefunden. Im Camp schliefen die teils traumatisierten Flüchtlinge am Boden, hätten wenig zu essen und besäßen nur noch das, was sie auf dem Leib trügen, so das Hilfswerk.

ADRA Schweiz unterstütze ZAR-Flüchtlinge gemeinsam mit dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und dem Roten Kreuz in zwei Lagern nahe der Grenze in Kamerun. Es würden solide Unterkünfte sowie Latrinen für die Flüchtlinge gebaut und zur Sicherheit in der Nacht Solarlampen verteilt. Zehn Abfallcontainer, die von den Flüchtlingen selbst geleert würden, dienten dazu, das Camp sauber zu halten.

Das Projekt, von dem 10.500 Personen profitieren sollten, wird von den ADRA Regional- und Länderbüros der USA, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Kamerun und der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Kamerun finanziert.
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