"Zürcher Bibel" 2007

25. August 2007

"Zürcher Bibel", einspaltige Ausgabe, Genossenschaft Verlag der Zürcher Bibel beim Theologischen Verlag, Zürich, 2007, Hardcover, ca. 1.500 Seiten, 15,80 Euro, ISBN 978-3-85995-242-3.

Die Zürcher Bibel geht auf die Reformation von Huldrych Zwingli (1484-1531) zurück. Sie verstand sich im Besonderen als "Übersetzungsbewegung". Der Glaube an Jesus Christus sollte in Wort und Tat neu in die Herzen der Menschen und der Gesellschaft übersetzt werden. Darum war Zwingli auch die Übersetzung der Bibel aus dem Hebräischen und Griechischen in die Volkssprache ein zentrales Anliegen. Die erste vollständige deutsche Bibelübersetzung der Reformationszeit erschien daher 1531 in Zürich.

Schon damals wurde darauf hingewiesen, dass Bibelübersetzung kein einmaliger Vorgang sei, sondern dass eine "klarere Interpretation" immer neu gefunden werden müsse. So erschienen durch alle Jahrhunderte hindurch immer wieder neue Ausgaben der Zürcher Bibel, zuletzt 1931. Seitdem sind über 70 Jahre vergangen. In dieser Zeit haben die Geschichts-, Sprach- und Bibelwissenschaften neue Erkenntnisse gewonnen. Erheblich verändert hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aber auch die deutsche Sprache. Manches von dem, was in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts problemlos verständlich war, wirkt heute veraltet oder führt zu Missverständnissen.

Die neue Zürcher Bibel will eine zeitgemäße Übersetzung sein. Das heißt allerdings nicht, dass sie sich unmittelbar an der heutigen Alltagssprache orientiert. Die Sprache der biblischen Bücher war auch zur Zeit ihrer Niederschrift alles andere als alltäglich, sondern hatte einen religiösen und literarischen Anspruch. Wie es der Tradition der auf die Zürcher Reformation zurückgehenden Bibel entspricht, bemüht sich auch die neue Übersetzung um größtmögliche Nähe zu den jeweiligen Sprachen der Ausgangstexte. Die Eigenheiten des Hebräischen und Aramäischen im Alten Testament und des Griechischen im Neuen Testament bleiben erkennbar, und die kulturelle Differenz zwischen der damaligen Welt und der heutigen wird nicht eingeebnet.

Die vorliegende Ausgabe wurde 1987-2007 im Auftrag der Synode der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich nach dem Grundtext aufs Neue übersetzt. Die neue Zürcher Bibel möchte einen möglichst unverstellten Zugang zu den biblischen Texten eröffnen. Es gehört zu ihrer Tradition, dass die Übersetzung so wenig wie möglich interpretieren soll und in Bezug auf Erläuterungen und Kommentare zurückhaltend ist. Die Einleitungen zu den einzelnen biblischen Büchern, die eingefügten Überschriften, die Anmerkungen, die Hinweise auf Verweisstellen und ein ausführliches Glossar wollen Leserinnen und Lesern helfen, sich die biblischen Texte selbständig zu erschließen.

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