Anglikanischer Theologe neuer ÖRK-Direktor von „Glauben und Kirchenverfassung“

Genf/Schweiz | 27. November 2007 | APD |

Genf/Schweiz, 27.11.2007/APD Der Exekutivausschuss, das Leitungsgremium des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), stimmte anlässlich seiner letzten Tagung vom 25.-28. September in Etschmiadsin (Armenien) der Wahl von Kanonikus Dr. John Saint Helier Gibaut zum neuen Direktor der Programmeinheit „Glauben und Kirchenverfassung" zu. Er wird ab Januar 2008 die Leitung des „Sekretariats für Glauben und Kirchenverfassung" übernehmen.

Dr. Gibaut ist Mitglied der Anglikanischen Kirche von Kanada und Spezialist für liturgische und historische Theologie. Er verfügt nach ÖRK-Angaben über breite ökumenische Erfahrungen, insbesondere auf dem Gebiet bilateraler Kirchengespräche auf nationaler und internationaler Ebene. Zurzeit unterrichtet er an der Theologischen Fakultät der St.-Paul-Universität in Ottawa/Kanada.

Gibaut wird Nachfolger von Pfarrer Dr. Thomas F. Best, der Ende November 2007 in den Ruhestand geht. Best, Geistlicher der Christlichen Kirche (Jünger Christi) in den USA, ist seit 23 Jahren im ÖRK tätig und leitet das Programm von „Glauben und Kirchenverfassung" seit 2004.

Die Arbeit von „Glauben und Kirchenverfassung", die auch weiterhin darauf ausgerichtet sei, „die getrennten Kirchen zur Heilung und Versöhnung aufzurufen, ist heute noch genauso faszinierend und anspruchsvoll für die ökumenische Bewegung wie in den 1920er Jahren und danach", sagte Gibaut über seinen neuen Tätigkeitsbereich. „Eine andauernde Herausforderung besteht darin, den Dialog über Fragen von Glauben und Kirchenverfassung und die daran interessierten Kreise ständig zu erweitern."

„Glauben und Kirchenverfassung" ist eine der historischen Gründungsbewegungen des ÖRK. Die „Kommission für Glauben und Kirchenverfassung" hat den Auftrag, Studien zu Fragen des Glaubens, der Kirchenverfassung und des Gottesdienstes im Zusammenhang mit der Einheit der Kirche durchzuführen und sich mit gesellschaftlichen, kulturellen, politischen, ethnischen und anderen Faktoren zu befassen, die sich auf die Einheit auswirken.

Die 120 Mitglieder zählende Kommission, der Vertreter und Vertreterinnen von ÖRK-Mitgliedskirchen sowie auch von Nicht-Mitgliedskirchen, etwa der römisch-katholischen Kirche und der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, angehören, gilt als das repräsentativste kirchliche theologische Forum der Welt.

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