Gemeinsam gegen Armut - Arbeitskreis „Micha-Initiative“ der Deutschen Evangelischen Allianz gegründet

Frankfurt/Main | 24. Dezember 2007 | APD |

Frankfurt/Main, 24.12.2007/APD Rolf Zwick ist Vorsitzender des neu gegründeten Arbeitskreises „Micha-Initiative" der Deutschen Evangelischen Allianz. Der 51-jährige Jugendpfarrer und Leiter des Weigle-Haus in Essen wurde von den Mitgliedern des Arbeitkreises bei der konstituierenden Sitzung in Frankfurt am 20. Dezember gewählt. Zum Arbeitskreis gehören Wolfgang Büsing (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen), Dr. Andreas Kusch (Dozent an der Akademie für Weltmission), Berthold Messinger (Leiter des Referats für internationale Arbeit des CVJM-Gesamtverband), Friedbert Neese (Mitglied der Bundesgeschäftsführung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden), Timo Plutschinski (Unternehmer), Daniel Rempe (Koordinator der Micha-Initiative), Wilfried Reuter (Vorsitzender von World Vision Deutschland), Dietmar Roller (Vorstandsmitglied der Kindernothilfe), Stephan Volke (Direktor von Compassion Deutschland) und Michael Voss (Vorsitzender der Evangelischen Allianz in Wuppertal).

Die Micha-Initiative ist im Zusammenhang mit der Allianzgebetswoche 2006 in Deutschland gegründet worden. Sie nimmt Anliegen der internationalen Kampagne „Micah-Challenge" auf und will eine christliche Antwort auf den Beschluss der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) der Vereinten Nationen sein. Diese wurden im Jahr 2000 beim UN- Millenniumsgipfel in New York von 189 Regierungschefs unterzeichnet und stellen acht konkrete Ziele zur Halbierung der Armut bis ins Jahr 2015 vor.

„Christen aus nationalen Allianzen in ärmeren Ländern haben uns dringend gebeten, mehr Aufmerksamkeit auf die Armutsbekämpfung zu legen", begründet der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, die Gründung des entwicklungspolitischen Arbeitskreises. Die „Micha-Initiative" ermutige Christen, die weltweite Herausforderung der Armut zu erkennen und durch einen einfachen Lebensstil, großzügige Unterstützung von Mission und Entwicklungshilfe sowie durch Ermutigung und Ermahnung für die politisch handelnden Personen konkrete Hilfe zu leisten. Die Initiative sammelt auch Informationen, die zum Gebet für die Notleidenden, Politiker und Wirtschaftsführer anregen. Solches Beten ist laut Steeb „ein unverzichtbarer Dienst, zu dem gerade die Christen aufgerufen sind."

Der Arbeitskreis plant für das Jahr 2008 einen „Micha-Kurs" für Gemeinden, Haus- und Gesprächskreise sowie Jugendgruppen. Er ruft Gemeinden und christliche Gruppen dazu auf, wenigstens einmal jährlich in Gottesdiensten und Bibelstunden das Thema der weltweiten Armut aufzunehmen. Gelegenheit dazu bietet sich am internationalen „Micha-Sonntag" am 19. Oktober 2008. Dazu erstellt die Evangelische Allianz eine Informations- und Predigthilfe.
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