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Theologische Hochschule Friedensau plant neuen Studiengang

Friedensau bei Magdeburg, 31.12.2007/APD Die Theologische Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg will ab Oktober 2008 einen neuen Studiengang anbieten, der mit dem Master of Theological Studies (M.T.S.) abschließt. Wie Dr. Stefan Höschele, Dozent für Systematische Theologie, in der Hochschulzeitschrift „Dialog“ mitteilte, hätte der englischsprachige Studiengang vor allem ausländische Studierende als Zielgruppe.

Der M.T.S., für den das Akkreditierungsverfahren bereits begonnen habe, sei ein akademisches Weiterbildungsprogramm. Es richte sich an Personen, die bereits einen ersten Hochschulabschluss erreicht hätten und mindestens ein Jahr Berufspraxis vorweisen könnten. Nach zwei Jahren Studium in Friedensau sei die Erlangung des M.T.S. möglich, der den Weg zur Promotion eröffne. Der Studiengang könne auch berufsbegleitend in vier Jahren absolviert werden. Dazu müssten zweimal jährlich dreiwöchige Intensivvorlesungen in Friedensau besucht und die sonstigen Studienleistungen zu Hause erbracht werden. Als Studiengangsleiter sei Dr. Rölf Pöhler, Dozent für Systematische Theologie beauftragt worden.

Beim Studiengang bestehe, laut Höschele, die Wahl zwischen „Adventist Studies“ und „Missions Studies“. Das Erstere bedeute eine intensive Auseinandersetzung mit adventistischer Theologie und Geschichte sowie der Entwicklung adventistischer Ethik und Lehren. Beim Schwerpunkt „Mission Studies“ gehe es um vertiefte Studien zur Geschichte und Theologie christlicher Mission, um Fragen gegenseitiger kultureller Beeinflussung (Inkulturation) und Kulturanthropologie sowie um religionswissenschaftliche und religionssoziologische Themenfelder.

Zu den beiden Schwerpunkten, die jeweils etwa die Hälfte des Studienganges ausmachten, kämen allgemeine theologische Studien aus den Bereichen Bibelwissenschaften, Kirchengeschichte und Systematische Theologie. Dadurch seien die Dozenten des gesamten Fachbereichs Theologie an der Vorbereitung und Durchführung des M.T.S. beteiligt. Dazu komme ein Wahlbereich, in dem auch Kurse aus dem englischsprachigen Angebot des Fachbereichs Christliches Sozialwesens belegt werden könnten.

„Der M.T.S. wird für viele Berufsgruppen von Interesse sein, beispielsweise für Lehrer, Hochschullehrer, Pastoren, kulturübergreifend Tätige, Verantwortliche in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und Mitarbeiter in Kirchenleitungen“, schreibt Höschele im „Dialog“. Von dem neuen Studiengang erhoffe sich die Hochschule neue Studenten aus aller Welt, die ohne Sprachbarrieren von den vielen Vorzügen eines Studiums in Deutschland und speziell in Friedensau profitieren wollten. Weitere Informationen sind im Internet unter www.thh-friedensau.de/mts zu finden.

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau umfasst die beiden Fachbereiche Sozialwesen und Theologie mit insgesamt elf wissenschaftlichen Instituten. Derzeit haben sich an der Hochschule 151 Studenten aus 29 Ländern eingeschrieben. Sie können die staatlich anerkannten akademischen Grade Bachelor und Master of Arts in Theology (Theologie), Bachelor und Master of Arts in Social Work (Soziale Arbeit), Master of Arts in Counseling (Beratungswissenschaften) sowie Master of Arts in International Social Sciences (Internationale Sozialwissenschaften) erlangen. Außerdem sind ein voruniversitäres Studium in Kirchenmusik sowie Deutsch als Fremdsprache mit den Abschlüssen „Zertifikat Deutsch“ (ZD) des Goethe-Instituts und „TestDaf“ für den Hochschulzugang möglich.
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50 Millionen Bibeln in China gedruckt

Nanjing/China, 30.12.2007/APD In der Druckerei der Entwicklungshilfe- und Diakoniestiftung „Amity“ (Freundschaft) im chinesischen Nanjing (Nanking) ist die 50-millionste Bibel hergestellt worden. Wie der Weltbund der Bibelgesellschaften (UBS) mitteilte, handelt es sich bei der Druckerei um die einzige staatlich anerkannte Produktionsstätte für biblische Schriften in China. Von den 50 Millionen Bibeln wurden etwa 42 Millionen in der Volksrepublik verbreitet und die restlichen acht Millionen in über 60 Länder exportiert.

Gegründet wurde die Druckerei 1987 vom Weltbund der Bibelgesellschaften und der chinesischen Entwicklungs- und Diakoniestiftung „Amity“. Laut dem Weltbund sei die Stiftung die größte nichtstaatliche religiöse Organisation der Volksrepublik. Sie engagiere sich vor allem in landwirtschaftlichen und medizinischen Projekten sowie Sozialprogrammen, aber auch in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Im Oktober 2006 wurde „Amity“ mit dem „Preis für Armutsbekämpfung“ ausgezeichnet, der in China alle zwei Jahre von der nichtstaatlichen „Stiftung zur Linderung der Armut“ verliehen wird. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem die Weltbank und das Entwicklungshilfeprogramm der Vereinten Nationen (UNDP).

In der Volksrepublik China gibt es keine eigene nationale Bibelgesellschaft. Zuständig für die Verbreitung der Bibel sind das Ständige Komitee der Patriotischen Drei-Selbst-Bewegung der protestantischen Kirchen in China und der Nationale Chinesische Christenrat (CCC). Beide arbeiten eng mit dem Weltbund der Bibelgesellschaften zusammen. Der Weltbund hat im Dezember mit der Amity Stiftung ein Abkommen über die Verlängerung der Zusammenarbeit um weitere zehn Jahre unterzeichnet.

Mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern ist China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Einer staatlich registrierten Kirche gehören offiziell etwa 18 Millionen Chinesen an. Die Zahl der Christen in nicht anerkannten Untergrundgemeinden wird auf bis zu 100 Millionen geschätzt. Von den etwa 20 Millionen Katholiken gehören rund sechs Millionen regimetreuen Kirchen an. Außerdem leben in der Volksrepublik China 100 Millionen Buddhisten, 30 Millionen Taoisten und 25 Millionen Muslime. Weit verbreitet ist auch der Konfuzianismus.
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Acht Millionen Euro für Projekte in aller Welt

Weiterstadt bei Darmstadt, 29.12.2007/APD Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt hat im letzten Jahr Projekte mit Fördermitteln von 4,3 Millionen Euro sowie Spenden und sonstigen Erträgen von 3,7 Millionen Euro durchgeführt. Wie aus dem Jahresbericht 2006 hervorgeht, waren die Geldgeber unter anderem das Amt für Humanitäre Hilfe der Europäischen Union ECHO, das Auswärtige Amt der Bundesregierung, das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Europäische Kommission und die „Aktion Deutschland Hilft“ (ADH). 80 Prozent der Einnahmen flossen direkt in die Projekte, zwölf Prozent waren Projektnebenkosten, sieben Prozent Personalaufwand und ein Prozent entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

In der kambodschanischen Region Stey Snom baute ADRA zusammen mit 1.000 Familien 337 Latrinen, 327 Brunnen, zwei Abwasserkanäle und ein Wasserreservoir, so dass 2.500 Hektar für den Reisanbau genutzt werden können und die Nahrungsmittelversorgung für diese Gegend gesichert ist. In Togo bekämpfte das Hilfswerk Augenerkrankungen. In der Mongolei half ADRA Nomaden, sich durch Vorratswirtschaft auf die immer kälteren Winter vorzubereiten. In Nepal wurden Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen und viele Freiwillige geschult, um das Risiko von Schwangerschaft und Geburt deutlich zu verringern. In Indien lernten 642 Familien, mit alternativen Möglichkeiten ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In Afghanistan halfen von einheimischen Frauen genähten Steppdecken und Lederschuhe Menschen im Norden des Landes den harten Winter besser durchzustehen.

In Äthiopien konnten 14.000 somalische Flüchtlinge, darunter eintausend Kinder, mit Nahrungsmitteln versorgt werden. In Kroatien übernahm ADRA die Instandsetzung und Ausstattung von 60 im Bürgerkrieg schwer beschädigten Häusern serbischer Familien. In Somalia sanierte das Hilfswerk 13 Brunnen, 24 Wassersammelbecken und zehn Wasserreservoirs. Im Sudan wurden zehn neue Brunnen gebaut und 17 beschädigte Handpumpen wieder instand gesetzt. In Uganda gab es regelmäßige Schulspeisungen für 19.000 Kinder und 600 Schulbedienstete. Auch der Bau von Häusern ging nach dem verheerenden Tsunami in Indien weiter.

Im letzten Jahr fand wieder die Aktion „Kinder helfen Kindern“ statt. 38.000 Weihnachtspakete und 5.398 Kartons mit Kleidung gingen an Waisen- und Heimkinder in neun Länder Osteuropas. Darüber hinaus führte ADRA 15 Transporte mit Hilfsgütern im Gesamtwert von 93.000 Euro in osteuropäische Empfängerländer sowie nach Äthiopien und Sierra Leone durch. Im Jahr 2006 feierte ADRA Deutschland sein 20-jähriges Bestehen.

ADRA-Vertretungen gibt es zur Zeit in 111 Ländern. ADRA Deutschland ist unter anderem Mitglied der „Aktion Deutschland Hilft“, bei „Gemeinsam für Afrika“, im Koordinierungsausschuss für humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes und im Verband Entwicklungspolitischer Nicht-Regierungs-Organisationen in Deutschland (VENRO). Als kirchliche Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten hilft ADRA Menschen, unabhängig ihrer politischen und religiösen Anschauung oder ethnischen Herkunft.
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„Weil ER lebt“ – Motto der Allianz-Gebetswoche 2008

Bad Blankenburg, 28.12.2007/APD Unter dem Motto „weil ER lebt“ lädt die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) vom 6. bis 13. Januar zu Gebetstreffen ein, die 1.096 örtliche Allianzgruppen gestalten. Laut dem Generalsekretär der DEA, Hartmut Steeb, werden sich in der Bundesrepublik voraussichtlich 350.000 Christen aus den verschiedensten Kirchen und Gemeinden zum gemeinsamen Gebet versammeln. Die Allianzgebetswoche finde in über 25 Staaten Europas sowie in Ländern anderer Kontinente statt. Zum 162. Mal lade die 1846 gegründete weltweite Bewegung der Evangelischen Allianz im Januar zu einer Woche des Gebets ein.

Das Gebetsprogramm 2008 sei von der Evangelischen Allianz Bulgariens thematisch vorbereitet worden. „Unter dem Motto ‚weil ER lebt’ wird der Grund der Hoffnung für Christen und der Grund ihrer Lebensweise mit diesen drei Worten auf den Punkt gebracht“, betonte Steeb. „Weil Jesus Christus nicht nur vor 2000 Jahren lebte, sondern nach seinem Tod am Kreuz von den Toten auferstand und in Ewigkeit bei Gott dem Vater lebt, macht Christsein Sinn.“

Im Gebetsheft würden, laut Steeb, auch die weiteren Initiativen der Deutschen Evangelischen Allianz im Hinblick auf das Gebet vorgestellt. Dazu gehörten, neben einer Vielzahl örtlicher Initiativen, das monatliche Allianzgebet zu bestimmten Themen, der Gebetstag für verfolgte Christen, das 30-Tage-Gebet für die Islamische Welt sowie der tägliche Gebetskalender mit Fürbitteanliegen aus dem In- und Ausland.

Die Evangelische Allianz ist eine weltweite Bewegung, in der sich seit über 160 Jahren Christen, unabhängig von ihrer Kirchenzugehörigkeit, zusammenfinden. Ihr Anliegen ist, die in Christus gegebene Einheit seiner Gemeinde zu gestalten, um die gemeinsame missionarische und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen zu können. Grundlagen der Zusammenarbeit sind, neben der Glaubensbasis, persönliches Vertrauen und Respekt vor dem anderen auch in seiner Andersartigkeit. Kern der gemeinsamen Aktivitäten sind das Gebet und die Evangelisation. Diakonische Einrichtungen, humanitäre Aktionen sowie gesellschaftspolitisch relevante Initiativen haben ihren Ursprung in der Evangelischen Allianz.

Gegenwärtig gibt es 123 nationale Allianzen. In Deutschland lebt die Evangelische Allianz vor allem in ihren derzeit 1.096 lokalen Gruppen. Auf Bundesebene gehören 19 eigenständige Werke dem Netzwerk der Deutschen Evangelischen Allianz an, wie etwa „ProChrist“, das Gemeinde-Ferien-Festival „SPRING“, die Gemeindeaufbaubewegung „Willow Creek“, der Evangeliums-Rundfunk und die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen; aber auch der Evangelische Pressedienst idea und der Christliche Medienverbund kep. Weitere 198 Werke arbeiten auf Grundlage der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz sowie 125 Werke und Verbände bezeichnen sich als „befreundete Werke“ der Evangelischen Allianz.

Vorsitzender der Deutschen Evangelischen ist der Direktor des Evangeliums-Rundfunks, Jürgen Werth, Wetzlar. Die Geschäftsstelle der DEA befindet sich im thüringischen Bad Blankenburg. Weitere Informationen zur Gebetswoche sind im Internet unter http://www.ead.de abrufbar.
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Lesen und Schreiben lernen in Mosambik

Maputo/Mosambik, 27.12.2007/APD Die Siebenten-Tags-Adventisten in Mosambik möchten in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen landesweit Erwachsenen Lesen und Schreiben beibringen, um die Analphabetenrate zu senken. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten der Direktor für Bildung der Freikirche, Pastor Miguel Simoque, und Bildungsministerin Maria da Conceicao Bila. Das Vorhaben soll im Januar 2008 beginnen. Dazu würden zunächst 20 Alphabetisierungszentren mit 700 Lehrerinnen und Lehrern eingerichtet. Bis 2010 sollen es 200 Zentren sein.

„Das Programm ist auch für unsere Kirche notwendig, denn wir haben in den letzten Jahren viele neue Mitglieder aufgenommen, die nicht lesen und schreiben können“, betonte Simoque. Während des Unabhängigkeits- und anschließenden Bürgerkrieges (1962-1992) habe es kein funktionierendes Schulwesen in Mosambik gegeben. „Davon sind zwei Generationen betroffen, und daher besteht über die Hälfte der 20 Millionen Einwohner aus Analphabeten.“

In Mosambik leben 217.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 976 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält ein theologisches Seminar, zwei Grundschulen, zwei Kliniken und ein Verlagshaus.
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Nahrungsmittelhilfe für Partneruniversität in Afrika

Silver Spring, Maryland/USA, 26.12.2007/APD Studenten adventistischer Hochschulen und Universitäten in Nordamerika sammeln Geld als Soforthilfe für eine Partneruniversität in Simbabwe, deren Vorrat an Nahrungsmitteln zur Neige geht. Die Solusi Universität der Siebenten-Tags-Adventisten in der Nähe von Bulawayo, im Süden des Landes, wäre ohne die Hilfe gezwungen, ihre rund 3.200 Studenten wegen der Versorgungskrise im Land nach Hause zu schicken. Seit Februar 2007 verschlechtert sich die Lage ständig durch Inflation und Dürre in weiten Teilen Simbabwes.

Laut Angaben der Solusi Universität würden rund 120.000 US-Dollar (83.000 Euro) benötigt, um genügend Lebensmittel für ein Jahr in Botswana, Mosambik und Südafrika einkaufen zu können. Die Felder im Süden des Landes seien ausgetrocknet. Wegen der Dürre könne auch nichts angepflanzt werden.

Die Solusi Universität wurde 1894 als Missionsschule gegründet und ist heute die größte private Hochschule in Simbabwe. An ihr sind 3.223 Studenten in Landwirtschaft, Betriebswirtschaft, Informatik, Mathematik, Englisch, Pädagogik, Soziologie, Umweltschutz, Geschichte und Theologie eingeschrieben. Auf dem Gelände befindet sich außerdem eine Grund- und eine Mittelschule.
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Adventistin von britischer Königin ausgezeichnet

London/Großbritannien, 25.12.2007/APD Die Adventistin Joan Saddler aus Chingford/England ist wegen ihres ehrenamtlichen Engagements von Königin Elizabeth II. zum „Officer of the British Empire“ (OBE) ernannt worden. Sie setzt sich seit Jahren für ethnische Minderheiten ein und publiziert Informationen über die Gesundheit. Saddler arbeitete in den Ausschüssen verschiedener lokaler und regionaler Wohlfahrtsorganisationen mit und gehört dem Ausschuss der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Großbritannien an. Sie gründete „Direct Consultancy“, eine Organisation, die sich für die Aus- und Fortbildung ethnischer Minderheiten einsetzt. Saddler ist auch Gründungsmitglied des „Haringey Women‘s Forum“, eines Beratungs- und Informationsdienstes für Frauen.
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Gemeinsam gegen Armut - Arbeitskreis „Micha-Initiative“ der Deutschen Evangelischen Allianz gegründet

Frankfurt/Main, 24.12.2007/APD Rolf Zwick ist Vorsitzender des neu gegründeten Arbeitskreises „Micha-Initiative“ der Deutschen Evangelischen Allianz. Der 51-jährige Jugendpfarrer und Leiter des Weigle-Haus in Essen wurde von den Mitgliedern des Arbeitkreises bei der konstituierenden Sitzung in Frankfurt am 20. Dezember gewählt. Zum Arbeitskreis gehören Wolfgang Büsing (Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen), Dr. Andreas Kusch (Dozent an der Akademie für Weltmission), Berthold Messinger (Leiter des Referats für internationale Arbeit des CVJM-Gesamtverband), Friedbert Neese (Mitglied der Bundesgeschäftsführung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden), Timo Plutschinski (Unternehmer), Daniel Rempe (Koordinator der Micha-Initiative), Wilfried Reuter (Vorsitzender von World Vision Deutschland), Dietmar Roller (Vorstandsmitglied der Kindernothilfe), Stephan Volke (Direktor von Compassion Deutschland) und Michael Voss (Vorsitzender der Evangelischen Allianz in Wuppertal).

Die Micha-Initiative ist im Zusammenhang mit der Allianzgebetswoche 2006 in Deutschland gegründet worden. Sie nimmt Anliegen der internationalen Kampagne „Micah-Challenge“ auf und will eine christliche Antwort auf den Beschluss der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) der Vereinten Nationen sein. Diese wurden im Jahr 2000 beim UN- Millenniumsgipfel in New York von 189 Regierungschefs unterzeichnet und stellen acht konkrete Ziele zur Halbierung der Armut bis ins Jahr 2015 vor.

„Christen aus nationalen Allianzen in ärmeren Ländern haben uns dringend gebeten, mehr Aufmerksamkeit auf die Armutsbekämpfung zu legen“, begründet der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, die Gründung des entwicklungspolitischen Arbeitskreises. Die „Micha-Initiative“ ermutige Christen, die weltweite Herausforderung der Armut zu erkennen und durch einen einfachen Lebensstil, großzügige Unterstützung von Mission und Entwicklungshilfe sowie durch Ermutigung und Ermahnung für die politisch handelnden Personen konkrete Hilfe zu leisten. Die Initiative sammelt auch Informationen, die zum Gebet für die Notleidenden, Politiker und Wirtschaftsführer anregen. Solches Beten ist laut Steeb „ein unverzichtbarer Dienst, zu dem gerade die Christen aufgerufen sind.“

Der Arbeitskreis plant für das Jahr 2008 einen „Micha-Kurs“ für Gemeinden, Haus- und Gesprächskreise sowie Jugendgruppen. Er ruft Gemeinden und christliche Gruppen dazu auf, wenigstens einmal jährlich in Gottesdiensten und Bibelstunden das Thema der weltweiten Armut aufzunehmen. Gelegenheit dazu bietet sich am internationalen „Micha-Sonntag“ am 19. Oktober 2008. Dazu erstellt die Evangelische Allianz eine Informations- und Predigthilfe.
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Zur Erklärung der römischen Glaubenskongregation über Mission und Evangelisation

Mit der am 14.12.2007 veröffentlichten „Lehrmäßigen Note über einige Aspekte der Evangelisierung“ erschien innerhalb eines halben Jahres das vierte lehramtliche Schreiben aus Rom. Das ökumenische Interesse an jener „Nota dottrinale“ ist verständlicherweise groß, da die darin angesprochenen Themen des Missionsauftrags, der Bekehrung und Evangelisierung, der Glaubens- und Religionsfreiheit wie der Verfolgungssituation für alle christlichen Kirchen und Konfessionsfamilien von größter Bedeutung und Aktualität sind.

Verwirrung in missionstheologischen Positionen?

Die Erklärung bemüht sich schon durch die vielen Zitate aus den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils und der lehramtlichen Äußerungen von Paul VI. bis Benedikt XVI. die Kontinuität der „gesamten katholischen Lehre über die Evangelisierung“ in Erinnerung zu rufen. Ihr erklärtes Ziel (Nr. 3) ist es, „einige Aspekte in der Beziehung zwischen dem Missionsauftrag des Herrn und der Achtung des Gewissens und der Religionsfreiheit aller Menschen zu klären“. Kritik geübt wird in erster Linie gegenüber „einer wachsenden Verwirrung“ in missionstheologischen Positionen, die das Bemühen um Überzeugung in religiösen Fragen als Einschränkung der Religionsfreiheit missverstehen, sich damit begnügen, „Gemeinschaften zu bauen, die fähig sind, für Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden und Solidarität zu arbeiten“ und die fordern, dass man das Evangelium Nicht-Christen „nicht verkünden und deren Zugehörigkeit zur Kirche nicht fördern sollte, weil es möglich sei, auch ohne ausdrückliche Kenntnis Christi und ohne formale Eingliederung in die Kirche gerettet zu werden“.

Gegen Indifferenz

Damit werden vor allem (wie bereits in der Erklärung „Dominus Iesus“ aus dem Jahre 2000) jene innerkatholischen Strömungen in die Schranken gewiesen, die „durch relativistische Theorien gefährdet“ einen religiösen Pluralismus theologisch rechtfertigen, der christlichen Wahrheit ihren „Exklusivcharakter“ absprechen und christliche Freiheit mit „Indifferenz“ (Gleichgültigkeit) verwechseln (Nr. 10). Gewürdigt werden hingegen der „Prozess der Inkulturation“ des christlichen Glaubens als Bereicherung der „Gesamtkirche“ in allen „Ausdrucksformen und Werten“ (Nr. 6) und der „ehrliche Dialog“ als Methode aller Evangelisierungsbemühungen, „der die Argumente und Empfingen des Anderen zu verstehen sucht“ (Nr. 8).

Wichtiger Beitrag, aber auch grundlegende Kritik

Da auch in den anderen christlichen Kirchen seit geraumer Zeit ähnliche Fragen heftig diskutiert werden, ohne dass dort allerdings ein mit besonderen Vollmachten ausgestattetes Lehramt Grenzen ziehen könnte, kann aus ökumenischer Sicht diese römische Note als wichtiger Diskussionsbeitrag mit klaren missionstheologischen Konturen gewürdigt werden.

Aus evangelischer und ökumenischer Sicht müssen aber auch grundlegende kritische Rückfragen gestellt werden:

In Nr. 11 wird an die Verfolgungen und Martyrien erinnert, die Christen seit der apostolischen Zeit erlitten und somit die Mission mitgeprägt haben. Hier wird erinnert, dass die Glaubenszeugen „nicht Macht oder Gewinn such(t)en“, aber verschwiegen werden die Grausamkeiten christlicher Mission in allen Erdteilen. Zumindest ein Hinweis auf das Schuldbekenntnis Papst Johannes Pauls II. vom März 2000 wäre nötig und hilfreich gewesen.

Nr. 12 erinnert an die Notwendigkeit von „Evangelisierung“ und „Neuevangelisierung“ „in Ländern, wo nicht katholische Christen leben, vor allem in Ländern mit alter christlicher Tradition und Kultur“. Ohne die damit verbundenen Schwierigkeiten mit den Ostkirchen direkt anzusprechen, wird an die Aussagen des Ökumenismusdekrets des Zweiten Vatikanischen Konzils erinnert. Wenn aber der Eckpfeiler des Dialogs so beschrieben wird, dieser sei nicht nur ein Austausch von Gedanken, „sondern von Gaben […], damit ihnen die Fülle der Heilsmittel angeboten werden kann“, ist die Sorge berechtigt, dass „Evangelisierung“ letztlich doch Re-Katholisierung zum Ziel hat. Mit gutem Grund können wir genau an dieser Stelle auf die „Charta Oecumenica“ vom April 2001verweisen, die ja auch von der römisch-katholischen Kirche unterschrieben worden ist. Hier wurden (in Nr. II.2) gerade wegen der Problematik unchristlicher Abwerbungsbemühungen (Proselytismus) Formulierungen gefunden, die von allen Konfessionsfamilien in Europa mitgetragen werden konnten. Welchen Stellenwert haben denn letztlich in Rom wichtige ökumenische Vereinbarungen?

Schließlich vermisst man bei den grundlegenden Fragen des christlichen Missionsverständnisses einen Hinweis auf die Besonderheit des Dialogs mit dem Judentum. Auch in dieser Hinsicht (Problem der sog. Judenmission) kann die evangelische Theologie Präzisierungen vornehmen, wie sie in den Dokumenten der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa / Leuenberger Kirchengemeinschaft“ zu finden sind.

Dr. Walter Fleischmann-Bisten
Leiter des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim
Referent für Freikirchen und Innerprotestantische Ökumene
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Erste Kasseler Weihnachtsbaumprämierung

Kassel, 21.12.2007/APD Über 100.000 Weihnachtsbäume werden in der Stadt Kassel und im Landkreis liebevoll nach traditioneller Art oder modisch gestylt geschmückt. Der Weihnachtsbaum ist ein typisches Symbol deutscher Weihnacht geworden.

In diesem Jahr greift das „Café der Kirche im Hof“ der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kassel-West diese Tradition auf und veranstaltet die „Erste Kasseler Weihnachtsbaumprämierung“. Die Mitarbeiter des Cafés laden am 27. Dezember ab 19 Uhr zur Prämierung ein. Dabei wird auch über den Hintergrund des Weihnachtsbaumes und des Weihnachtsfestes informiert.

In den Kategorien „Schönster Baum“ und „Fantasiereichster Baum“ sowie einem Auswärtspreis (für Einsendungen, die nicht aus Stadt und Landkreis Kassel kommen) gibt es Preise. Eingesandt werden können nur digitale Fotos per E-Mail (pastor@efg-kassel-west.org). Einsendeschluss ist der 27. Dezember, 12 Uhr. Die Prämierung findet im „Café der Kirche im Hof“, Friedrich-Ebert-Straße 102, in Kassel statt.
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Weitere Hilfe für Überlebende des Zyklons „Sidr“

Dakka/Bangladesch, 20.12.2007/APD Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA hat in Bangladesch ihre Hilfe für die Überlebenden des Zyklons „Sidr“ ausgeweitet. In acht Dörfern des Barguna Distrikts erhielten rund 20.000 Bedürftige eine zweiwöchige Lebensmittelration sowie Zeltbahnen für Notunterkünfte, Bettzeug, Küchengeräte und Saatgut. Die Kosten in Höhe von 172.000 Euro werden durch ADRA International und deren Schwesterorganisationen in Australien, Neuseeland, Japan, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Portugal, der Schweiz und Tschechien finanziert. ADRA hatte bereits zuvor etwa 5.000 Bewohner der Dörfer Chorpara und Sadagorpara mit Lebensmitteln und Trinkwasser versorgt.
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10 Millionen Dollar-Spende für adventistisches Krankenhaus

Orlando, Florida/USA, 20.12.2007/APD Das Florida Hospital der Siebenten-Tags-Adventisten in Orlando hat von der Walt Disney-Stiftung eine Spende in Höhe von zehn Millionen US-Dollar (6,9 Millionen Euro) erhalten. Der Betrag soll zur Modernisierung und zum Ausbau des Kinderkrankenhauses dienen, das bis zum Jahr 2010 von 155 auf 200 Betten erweitert werden soll. Das 1908 gegründete Florida Hospital verfügt gegenwärtig über insgesamt 1.781 Betten.
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Weihnachtsgottesdienste im Internet

Hannover, 19.12.2007/APD Wer auf der Suche nach Ort und Zeit der Christmette, von Messfeiern, Gottesdiensten, Andachten oder Krippenspielen während der Weihnachtsfeiertage ist, erhält auch in diesem Jahr unter www.weihnachtsgottesdienste.de Auskunft. Zahlreiche evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden haben ihre Messfeiern, Gottesdienste und Veranstaltungen zwischen Heiligabend und Neujahr eingetragen. Der Online-Dienst ist übersichtlich gestaltet und leicht zu bedienen. Die Suche läuft über Postleitzahl oder Ortsnamen.
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Neuer Textvorschlag für „Stille Nacht, heilige Nacht“

Würenlos/Schweiz, 18.12.2007/APD Die Schweizer Ordensschwester und Schriftstellerin Silja Walter hat für das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ mit der bekannten Melodie von Franz Gruber einen neuen Text entworfen. Der ursprüngliche Text von Joseph Mohr („… holder Knabe im lockigen Haar“) wird von manchen seit Jahrzehnten als Verniedlichung der Weihnachtsbotschaft bezeichnet.

Nach Angaben von „Kathpress“ lautet der Textvorschlag von Silja Walter wie folgt: „Stille Nacht, heilige Nacht, Hirten dort halten Wacht. Singt vom Himmel ein herrliches Lied, Engel künden: O fürchtet euch nicht. Christ der Retter ist da, Christ der Retter ist da.

Stille Nacht, heilige Nacht, Gott hat sich klein gemacht. Liegt als Kindlein im nächtlichen Stall, hat erschaffen die Welt und das All. Kommt, wir beten ihn an, kommt, wir beten ihn an.

Stille Nacht, heilige Nacht. Liebe hat Heil gebracht, kommt vom Himmel im göttlichen Wort, nun wird Erde zum himmlischen Ort. Christ, in deiner Geburt, Christ, in deiner Geburt.“

Silja Walter (Jahrgang 1919) ist eine Schweizer Benediktinerin (Ordensname: Schwester Hedwig) und Schriftstellerin. Sie ist die Tochter des Verlegers Otto Walter und die Schwester des Schriftstellers Otto F. Walter. Nach dem Besuch des Seminars in Menzingen und einem Literaturstudium an der Universität Fribourg veröffentlichte sie 1944 ihre ersten Gedichte. 1948 trat sie ins Kloster Fahr ein.

Neben zahlreichen lyrischen Werken schrieb sie auch Mysterienspiele und Theaterstücke. Ihr Schaffen wurde mehrfach durch Preise ausgezeichnet; so durch den Literaturpreis und Kulturpreis der Stadt Zürich, den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung und den Kunstpreis des Kantons Solothurn.
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„Nicht von jedem römischen Lehrschreiben verunsichern lassen“ - Walter Fleischmann-Bisten neuer Leiter des Konfessionskundlichen Instituts

Bensheim, 17.12.2007/APD Pfarrer Walter Fleischmann-Bisten (57) ist neuer Leiter des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim. Er amtierte von 1984 bis 2006 als Geschäftsführer des Bensheimer Ökumene-Instituts und ist seit 1997 für den Bereich Freikirchen und Innerprotestantische Ökumene zuständig. Die Leitung des größten evangelischen Ökumene-Instituts Europas hat er seit dem Frühjahr bereits kommissarisch inne. Als Nachfolger von Wolfgang Sucker, Joachim Lell, Reinhard Frieling, Jörg Haustein und Michael Plathow will der neue Leiter Bewährtes fortführen und neue Akzente auch aus seinem eigenen Arbeitsbereich der Freikirchen setzen: „Sie sind unsere nächsten Glaubensverwandten. In Deutschland haben sie zahlenmäßig kleine, aber meist recht aktive Gemeinden. Weltweit bilden sie große Konfessionsfamilien. Wir können etwa in der Frage des missionarischen Gemeindeaufbaus viel von einander profitieren.“

Die ökumenische Lage bewertet Pfarrer Fleischmann-Bisten nicht negativ: „Wir müssen dankbar sein für die vielen Gemeinsamkeiten, die wir in den letzten Jahrzehnten erreicht haben.“ Es gelte, unter Beachtung der kirchengeschichtlichen Bedingungen Verständigung über Gemeinsames und Trennendes in der Vergangenheit und Perspektiven für eine ökumenische Zukunft zu finden. Dabei täte den evangelischen Kirchen ein gesundes theologisches Selbstvertrauen gut. „Wir sollten uns aber auch nicht von jedem römischen Lehrschreiben verunsichern lassen, zumal wenn es an katholische Adressen gerichtet ist.“

Das Konfessionskundliche Institut sei nach seinem Umzug in das Gründungsgebäude, das „Wolfgang-Sucker-Haus“, und nach personellen Umstellungen der letzten Jahre für seine zukünftigen Aufgaben gut ausgestattet, so Fleischmann-Bisten: „Andere Institutionen und Kommissionen können nicht die konfessionskundliche Grundlagenarbeit leisten, wie sie in Bensheim getan wird. Die meisten ökumenischen und konfessionskundlichen Lehrstühle an den theologischen Fakultäten sind inzwischen gestrichen. Wir sind bemüht, gleichzeitig Forschungsinstitut, Dienstleister und verlässlicher Gesprächspartner zu sein. Mein Ziel ist ein evangelisches und ökumenisches Kompetenzzentrum, das in Deutschland unverzichtbar ist.“

Der gebürtige Nürnberger gehört als Pfarrer zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. Der Historiker und promovierte Theologe ist Schüler des Kirchenhistorikers und Konfessionskundlers Gottfried Maron. Nach seiner Assistentenzeit an der Kirchlichen Hochschule in Berlin-Zehlendorf (1973-1976) und pfarramtlichen Tätigkeit in Berlin-Neukölln (1977-1984) wurde er 1984 zum Generalsekretär des Evangelischen Bundes berufen. Walter Fleischmann-Bisten ist verheiratet und hat drei Kinder.

Der 1886 gegründete Evangelische Bund ist das Konfessionskundliche und Ökumenische Arbeitswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Seit 1947 unterhält er das Konfessionskundliche Institut Bensheim. Dem Evangelischen Bund gehören rund 6.000 Einzelpersonen und Kirchengemeinden an. Präsident ist seit 1997 der emeritierte Theologieprofessor Hans-Martin Barth (Marburg), Vizepräsident der hessen-nassauische Propst Sigurd Rink (Wiesbaden).
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Versalzene Hoffnung? - Kommentar zu „Spe salvi“, der zweiten Enzyklika von Papst Benedikt XVI.

„Verstehen Sie ‚Spes’?“, frotzelte Alexander Smoltczyk, als er im Anklang an die populäre Fernsehsendung „Verstehen Sie Spaß?“ die Enzyklika des Papstes im Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vorstellte. Spes ist das lateinische Wort für Hoffnung. Der Name eines päpstlichen Rundschreibens (Enzyklika) wird immer nach den ersten Worten der lateinischen Fassung bezeichnet. Der Name der Enzyklika „Spe salvi facti sumus“ bedeutet „auf Hoffnung hin sind wir gerettet“.

Wenn Papst Benedikt XVI. in seiner zweiten Enzyklika das Thema Hoffnung aufgreift, – bei der ersten „Deus caritas est“ vom 25. November 2005 stand die Liebe im Mittelpunkt –, geht es ihm natürlich um etwas ganz anderes als um einen Beitrag zur Spaßgesellschaft. Er reflektiert über den Grund der christlichen Hoffnung, es geht ihm um ihre Bedeutung für den einzelnen und die Welt, und schließlich wird auch die letzte Verantwortung vor Gottes Gericht nicht ausgelassen.

Das in 50 Abschnitten gegliederte Schreiben wurde der Öffentlichkeit am 30. November 2007 bekannt gemacht. Dieser Tag ist von der Kirche dem Apostel Andreas gewidmet, der besonders als Patron von Russland und Achaia (Griechenland) verehrt wird. Somit ist das Unterzeichnungsdatum auch als Geste der Verbeugung vor den orthodoxen Ostkirchen zu verstehen.

Zugegeben, ich lese die Äußerungen des Professors Ratzinger (meist) sehr gerne. Er schreibt verständlich. Wenn er Personen aus Kirche, Geistesgeschichte und Politik zitiert, wird deutlich, wie gebildet er ist. Und immer finde ich bei ihm, so auch in dieser Enzyklika, viele gute Sätze:

„Gott kennenlernen – den wahren Gott, das bedeutet Hoffnung empfangen.“ (Abschn. 3)

„Der Glaube gibt dem Leben eine neue Basis, einen neuen Grund, auf dem der Mensch steht, und damit wird der gewöhnliche Grund, eben die Verlässlichkeit des materiellen Einkommens relativiert.“ (Abschn. acht)

„Wenn dem technischen Fortschritt nicht Fortschritt in der moralischen Bildung des Menschen, im ‚Wachstum des inneren Menschen‘ (vgl. Eph 3,16; 2 Kor 4,16) entspricht, dann ist er kein Fortschritt, sondern eine Bedrohung für Mensch und Welt.“ (Abschn. 22)

„Beten bedeutet nicht, aus der Geschichte auszusteigen und sich in den privaten Winkel des eigenen Glücks zurückzuziehen. Rechtes Beten ist ein Vorgang der inneren Reinigung, der uns gottfähig und so gerade auch menschenfähig macht.““ (Abschn. 33)

„Eine Gesellschaft, die die Leidenden nicht annehmen und nicht im Mit-leiden helfen kann, Leid auch von innen zu teilen und zu tragen, ist eine grausame und inhumane Gesellschaft.“ (Abschn. 38)

„Das Gericht Gottes ist Hoffnung, sowohl weil es Gerechtigkeit wiewohl weil es Gnade ist. Wäre es bloß Gnade, … würde uns Gott die Frage nach der Gerechtigkeit schuldig bleiben – die für uns entscheidende Frage an die Geschichte und an Gott selbst. Wäre es bloße Gerechtigkeit, würde es für uns alle am Ende nur Furcht sein können. Die Menschwerdung Gottes in Christus hat beides – Gericht und Gnade – so ineinandergefügt, dass Gerechtigkeit hergestellt wird…“ (Abschn. 47)

Allerdings lese ich als Adventist anders als die direkten Adressaten des Papstes: die Bischöfe, Priester, Diakone, gottgeweihte Personen und katholische Christgläubigen.

Auch beim Thema „Hoffnung“ benutzt Benedikt XVI. den katholischen Salzstreuer. Wenn er beispielsweise die Taufe betont, denkt er selbstverständlich an die Säuglingsbesprengung und daran, dass das Kind keinen eigenen Glauben benötigt, sondern in den Glauben der Kirche hineingetauft wird. Wenn er relativ oft Heilige zitiert, liegt ihm natürlich seine Sichtweise von Tod und Heilsmitwirkung zugrunde. Wenn er davon ausgeht, dass nach dem Tode des Individuums jede Seele vor dem Angesicht Gottes erscheinen muss, macht er durchaus Anleihen bei Plato und dem „frühen Judentum“ [Ideen im Judentum, die sich zwischen dem Alten und Neuen Testament ergaben], die von einem Zwischenzustand nach dem Sterben sprechen, in dem die einen schon Strafe erfahren und die anderen vorläufige Seligkeit empfangen. (Abschn. 44)

Dazu schreibt der Papst: „Die frühe Kirche hat solche Vorstellungen aufgenommen, aus denen sich dann in der Kirche des Westens allmählich die Lehre vom Fegefeuer gebildet hat. Wir brauchen hier nicht auf die komplizierten historischen Wege dieser Entwicklung zu blicken; fragen wir einfach danach, worum es in der Sache geht. Die Lebensentscheidung des Menschen wird mit dem Tod endgültig – dieses sein Leben steht vor dem Richter.“ (Abschn. 45)

Es wäre dem interessierten Leser durchaus geholfen, zu erfahren, auf welchen Wegen und warum eine kursierende Idee aus dem Judentum einfach von der Kirche übernommen wurde. Richtig ist, dass die Lebensentscheidung mit dem Tod endgültig wird. Die Lehre vom Fegefeuer und dass die Gläubigen noch etwas für die Verstorbenen tun können, die ihrerseits wieder eine Verbindung zu den noch Lebenden haben, ist dem Alten und Neuen Testament fremd. Hier wird erneut beim Frühjudentum angeknüpft:

„Wiederum schon im Frühjudentum gibt es den Gedanken, dass man den Verstorbenen in ihrem Zwischenzustand durch Gebet zu Hilfe kommen kann (z. B. 2 Makk 12,38-45; 1. Jahrhundert v. Chr.). Die entsprechende Praxis ist ganz selbstverständlich von den Christen übernommen worden, und sie ist der Ost- und Westkirche gemeinsam… Den Seelen der Verstorbenen kann aber durch Eucharistie, Gebet und Almosen ‚Erholung und Erfrischung‘ geschenkt werden. Dass Liebe ins Jenseits hinüberreichen kann, dass ein beiderseitiges Geben und Nehmen möglich ist, in dem wir einander über die Grenze des Todes hinweg zugetan bleiben, ist eine Grundüberzeugung der Christenheit durch alle Jahrhunderte hindurch gewesen und bleibt eine tröstliche Erfahrung auch heute… Unsere Existenzen [die der Lebenden und Toten] greifen ineinander, sind durch vielfältige Interaktionen miteinander verbunden.“ (Abschn. 48) „Die Begegnung [nach dem Sterben] mit ihm [Gott] ist es, die uns freibrennt und umbrennt zum Eigentlichen unserer selbst.“ (Abschn. 47)

Was da „ganz selbstverständlich“ übernommen wurde und „eine Grundüberzeugung der Christenheit“ genannt wird, ist katholisch. Geht man nicht von der Lehre der Unsterblichkeit der Seele aus, kommt man zu einer ganz anderen Sichtweise. Die Heilige Schrift sagt, dass die Toten nichts wissen (Prediger 9,5ff), sie ruhen in den Gräbern bis zur Auferstehung (Johannes 5,28.29). Und wechselseitige Beziehungen zwischen Lebenden und Toten hat Gott schon seit früher Zeit verboten (5. Mose 18,11).

Im letzten Abschnitt des päpstlichen Rundschreibens findet sich ein langes Gebet an Maria, die nach katholischer Lehre „zur lebendigen Bundeslade“ (Abschn. 49) und „Mutter für alle“ Gläubigen wurde (Abschn. 50). Dadurch und mit den über das Fegefeuer geäußerten Bemerkungen wird die christliche Hoffnung, mit der sich die Enzyklika befasst, versalzen.

Josef Butscher

(Hinweis der Redaktion: Josef Butscher, Bietigheim-Bissingen, ist Pastor i. R. der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.)
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Adventisten in Lettland staatlich anerkannt

Riga/Lettland, 15.12.2007/APD Bereits 2004 hatten die Siebenten-Tags-Adventisten in Lettland und die dortige Regierung eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der die Freikirche die staatliche Anerkennung als eigene Rechtsperson erlangt. Mit dem Staatsvertrag, der erst in diesem Jahr vom Parlament, der Seimas, durch eine Gesetzesänderung ratifiziert wurde, werden die Eigenständigkeit und freie Religionsausübung der Freikirche garantiert sowie deren Sozialarbeit geregelt.

Laut dem Präsidenten der Adventisten in Lettland, Pastor Viesturs Rekis, beinhalte das neue Gesetz ein Reihe von Rechten für die jetzt staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft. Dazu gehörten die freie Regelung innerkirchlicher Angelegenheiten, Druck und Verbreitung von Literatur, Durchführung von Evangelisationen auch mit Personen aus dem Ausland sowie die staatliche Anerkennung der von adventistischen Pastoren vorgenommenen Trauungen. Geistliche der Freikirche dürfen als Seelsorger in Krankenhäusern, Gefängnissen und beim Militär tätig werden. Die Freikirche habe das Recht, ihre Pastoren selbst auszubilden und an öffentlichen Schulen Religionsunterricht zu erteilen. Das Seelsorgegeheimnis der Geistlichen werde ausdrücklich gewahrt. Sollte ein Adventist aufgrund seines Glaubens, etwa am Arbeitsplatz oder bei Behörden, auf Probleme stoßen, könne er staatlichen Rechtsbeistand in Anspruch nehmen.

In Lettland sind die Evangelisch-Lutherische, römisch-katholische und Russisch- Orthodoxe Kirche sowie die Altgläubigen, Methodisten, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten und die jüdische Glaubensgemeinschaft staatlich anerkannt. Von den 2,3 Millionen Einwohnern sind 500.000 katholisch, 450.000 lutherisch und 350.000 orthodox. Im Land leben rund 4.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 52 Gemeinden. Die dortige Freikirche gründete ihre erste Gemeinde 1896 in Riga.
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„Tierisch gute“ Wohlfahrtsbriefmarken

Hannover, 14.12.2007/APD Haustiere, wie Meerschweinchen, Pferde, Hunde und Kaninchen, sind die Motive der neuen Wohlfahrtsbriefmarken, die ab 27. Dezember zu den Werten 45, 55 und 145 Cent mit Zuschlägen zwischen 0,20 und 0,55 Euro erhältlich sind. Das Motiv „Pferde“ wird zusätzlich als selbstklebende Marke im 10er-Set und als 100er-Box angeboten. Seit November gibt es die diesjährigen Weihnachtsmarken mit zwei von Professor Ernst und Lorli Jünger gestalteten farbenfrohen Szenen „Geburt Christi“ zu 45 Cent und „Anbetung der Könige“ zu 55 Cent mit Aufschlag in Höhe von 0,20 beziehungsweise 0,25 Euro. Aus den Zuschlagserlösen werden alle Bereiche gefördert, in denen die Wohlfahrtsverbände tätig sind. Schwerpunkte sind die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, die Gesundheits- und Familienhilfe sowie soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke.

Die Sondermarken sind bei allen Postämtern, Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und beim Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Straße 426, 30519 Hannover, Telefon (0511) 971 77-300, Telefax (0511) 971 77-399, E-Mail: mail@aww.info, erhältlich.
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Bücher effizienter als moderne Medien

Friedensau bei Magdeburg, 13.12.2007/APD „Es gibt nichts effizienteres als ein Buch“, sagte der Leiter der adventistischen Hochschulbibliothek in Friedensau bei Magdeburg, Ralph Köhler, anlässlich eines Rundgangs durch die Bibliotheksräume. „Man braucht dazu nur das Auge und das Licht“. Ein gedrucktes Werk könne auch nach über 400 Jahren noch gelesen werden, demonstrierte Köhler an dem ältesten Buch der Bibliothek, den „Leychpredigten, darinnen viel schoene troestliche Sprueche aus dem alten und newen Testament erkleret werden“, welche der Leipziger Superintendent Heinrich Salmuth im Jahr 1588 veröffentlichte. Disketten, Cds und DVDs könnten nur mit technischen Hilfsmitteln gelesen werden, wobei die Hard- und Software oft wechsle, so dass alte Speicherungen schon nach relativ kurzer Zeit nicht mehr lesbar seien. Dennoch komme heute keine moderne Bibliothek mehr ohne audiovisuelle Medien aus.

Auch in der Friedensauer Bibliothek mit den Sammlungsschwerpunkten Theologie, Sozialwissenschaften und Kirchenmusik gebe es PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang. Etwa 4.500 Online-Zeitschriften könnten eingesehen und rund 400 Cds und Videos ausgeliehen werden. Doch die 85.000 Bücher stünden immer noch im Mittelpunkt, betonte der Bibliotheksleiter. Dazu kämen 15.000 Partituren und Gesangbücher sowie die etwa 3.000 Bände der Bibliothek des Vereins für Freikirchenforschung. Außerdem lägen 320 Zeitschriften im Abonnement auf. „Was nicht vorhanden ist, kann online per Fernleihe von anderen Bibliotheken bezogen werden.“

In Friedensau habe es 1947 einen Buchbestand von 4.000 Bänden gegeben, der bis 1988 auf 15.000 angewachsen sei. Seit der staatlichen Anerkennung des Seminars als Theologische Hochschule im Jahr 1990 habe sich der Buchbestand rasant erweitert, so dass die Bibliotheksräume längst nicht mehr ausreichten. Köhler freut sich daher auf den dreistöckigen Bibliotheksneubau, der mit 2.750 Quadratmetern Nutzfläche einmal insgesamt rund 230.000 Medieneinheiten Platz bieten soll. Die Einweihung der neuen Hochschulbibliothek ist für den 14. Mai 2008 vorgesehen.
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Wechsel in der gesamtdeutschen Leitung der Adventisten

Freudenstadt, 12.12.2007/APD Pastor Günther Machel (58), Präsident des Süddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten in Ostfildern bei Stuttgart, ist für die nächsten fünf Jahre der neue Vorsitzende der Freikirche in Deutschland. Er löst turnusmäßig Pastor Klaus van Treeck (54), Präsident des Norddeutschen Verbandes in Hannover, ab, der nun Machels Stellvertreter ist. Der in Freudenstadt tagende und aus 50 stimmberechtigten Mitgliedern bestehende Ausschuss der deutschen Adventisten beschloss außerdem den Namen „Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten“ in „Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten“ in der Verfassung und der Geschäftsordnung zu ändern. Er folgte damit dem Nord- und Süddeutschen Verband, die während ihrer Delegiertentagungen im April beziehungsweise Mai ebenfalls die Namensänderung vornahmen. In der deutschsprachigen Schweiz heißt die Glaubensgemeinschaft bereits seit 1993 Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In Österreich trägt sie ebenfalls seit 1993 den Namen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Neue Impulse für die missionarische Arbeit der Freikirche erhofft sich der Ausschuss von dem Konzept „Integrative Evangelisation“, das vom neuen Abteilungsleiter für Mission und Evangelisation im Süddeutschen Verband, Pastor Bojan Godina, angekündigt wurde. Es soll nicht nur interdisziplinär aufgebaut werden und damit verschiedene Arbeitsbereiche vernetzen, sondern auch durch wissenschaftliche Begleitung stärker als bisher unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigen.

Mit den Veränderungen in der Gesellschaft, deren Einfluss auf adventistische Gemeinden einschließlich Chancen und Risiken, befasst sich die vom Ausschuss beschlossene Studie „Die Gemeinde und der gesellschaftliche Wandel – Denkanstöße“, die vom Beirat der deutschen Adventisten „Perspektive Zukunft“ erarbeitet wurde und als „Handreichung“ für die Ortsgemeinden vorbereitet wird. Dort heißt es in der Zusammenfassung unter anderem: „Die Zukunft – auch der Gemeinde – liegt in Gottes Hand, aber das bedeutet nicht, dass wir tatenlos zusehen dürfen, wenn sich Entwicklungen zeigen, die unser Eingreifen erfordern. Das Mönchsmotto ,Bete und arbeite‘ zeigt uns den Weg. Wir vertrauen der Führung Gottes und beten darum, aber wir wollen das uns Mögliche tun.“
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Sorgerechtsentzug bei Verletzung der Schulpflicht

Karlsruhe, 11.12.2007/APD Eltern, die ihre Kinder aus religiösen Gründen nicht in die Schule schicken, darf in Deutschland das Sorgerecht entzogen werden. Das hat der für Familienrecht zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) in Karlsruhe im Fall von zwei den Baptisten angehörenden Familien aus Paderborn bestätigt, die zwei ihrer Kinder trotz hartnäckiger Versuche der Behörden von der Grundschule ferngehalten hatten.

In beiden Fällen waren die Eltern als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen. Sie hatten der Schule mitgeteilt, dass sie künftig zwei jüngere ihrer Kinder zu Hause unterrichten würden, da deren Erziehung und Bildung in der öffentlichen Grundschule mit ihren Glaubensüberzeugungen nicht vereinbar seien. Die Mitglieder der konservativen Glaubensgemeinschaft lehnen vor allem den Sexualkundeunterricht als zu freizügig ab. Weder Gespräche mit der Schulleitung, der Bezirksregierung und dem Integrationsbeauftragten noch die Verhängung eines Bußgeldes führten dazu, dass die Eltern ihre Kinder zum Unterricht brachten.

Das Familiengericht Paderborn entzog daraufhin im Wege der einstweiligen Anordnung den Eltern die elterliche Sorge in Schulangelegenheiten und das Recht zur Bestimmung des Wohnortes der Kinder. Es bestellte das Jugendamt der Stadt Paderborn zu deren Pfleger. Mit dessen Einwilligung brachten die Eltern die Kinder in ein Dorf in Österreich, behielten aber ihren Wohnsitz in Deutschland. Der Pfleger erwirkte in der Folgezeit, dass die Mutter den Kindern nach österreichischem Recht Hausunterricht erteilen dürfe. Seither werden die Kinder in der Alpenrepublik von ihrer pädagogisch nicht vorgebildeten Mutter unterrichtet. Im Hauptsacheverfahren bestätigte das Familiengericht seine zuvor getroffene Regelung. Die von den Eltern eingelegte Beschwerde wies das Oberlandesgericht Hamm zurück.

Im Hinblick auf den Wohnsitz der Eltern in Deutschland hat der Bundesgerichtshof die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte ebenso bejaht wie die Frage, ob die Kinder weiterhin der deutschen Schulpflicht unterliegen. Der BGH bestätigte die Auffassung der Vorinstanzen, dass der Besuch der staatlichen Grundschule dem legitimen Ziel der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsauftrages diene. Die Allgemeinheit habe ein berechtigtes Interesse daran, der Entstehung von religiös oder weltanschaulich geprägten „Parallelgesellschaften“ entgegenzuwirken und Minderheiten zu integrieren. Integration setze voraus, dass religiöse oder weltanschauliche Minderheiten sich nicht selbst abgrenzten und einem Dialog mit Andersdenkenden verschlössen. Eine wichtige Aufgabe der Grundschule sei es, eine solche „gelebte Toleranz“ einzuüben und zu praktizieren.

Der BGH sehe deshalb die beharrliche Weigerung der Eltern, ihre Kinder in die öffentliche Grundschule oder eine anerkannte Ersatzschule zu schicken, als Missbrauch der elterlichen Sorge an. „Eltern sind auch dann nicht berechtigt, ihre Kinder der Schulpflicht zu entziehen, wenn einzelne Lehrinhalte oder -methoden der Schule ihren Glaubensüberzeugungen entgegenstehen,“ heißt es in der Urteilsbegründung (Az: XII ZB 41/07 und 42/07 – Beschlüsse vom 11. September 2007).

Die Karlsruher Richter hoben die Bestellung des Jugendamtes Paderborn als Pfleger auf. Es habe sich „offenkundig als in diesen Fällen ungeeignet erwiesen, den Gefahren für das Kindeswohl effektiv zu begegnen“. Das Verfahren wurde an das Oberlandesgericht Hamm zurückverwiesen, „damit dieses durch die Auswahl eines geeigneten Pflegers oder durch gerichtliche Weisungen sicherstellt, dass die Kinder ihrer Schulpflicht nachkommen“.
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Christinnenrat fordert Paradigmenwechsel in der Ökumene

Fulda, 11.12.2007/APD Der „Christinnenrat – Ökumenische Arbeitsgemeinschaft in Deutschland“, ein Zusammenschluss von konfessionellen und ökumenisch arbeitenden Frauenorganisationen, Netzwerken und Gremien in Deutschland, hat angesichts verstärkter konfessioneller Profilierung der Kirchen nach außen und Identitätsvergewisserung nach innen sowie im Blick auf die aktuelle ökumenische Entwicklung zehn „ökumenische Leitsätze“ formuliert. Der deutsche Christinnenrat, dem zwölf Organisationen auf Bundesebene angehören, verabschiedete diese Leitsätze während seiner Mitgliederversammlung am 7. Dezember in Fulda. Das Strategiepapier sei „eine Selbstvergewisserung der Mitgliedsorganisationen des Christinnenrates und zugleich ein Impuls in die christlichen Kirchen in Deutschland“, schreibt die Organisation in einer Pressemitteilung.

„Ökumenische Ausrichtung und Praxis bedrohen nicht das je eigene konfessionelle Profil. Sie sind im Gegenteil dessen notwendiger und unaufgebbarer Bestandteil“, heißt es im zweiten von zehn Leitsätzen.

Im neunten Leitsatz wird mit zwölf konkret formulierten Impulsen ökumenischen Denken und Handeln auf eine bewusst gepflegte ökumenische Spiritualität hingewiesen.

Etappen auf dem „Weg zur Einheit der Kirche in der versöhnten Vielfalt der Kirchen“ fasst der zehnte Leitsatz zusammen. Ein lebendiger Prozess gemeinsamen ökumenischen Lernens umfasse: „Gegenseitige Besuche, Begegnungen, gemeinsames Beten und gottesdienstliches Feiern der in Christus bereits geschenkten Einheit, Zusammenarbeit für Frieden, Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit schaffen Verständnis und Respekt füreinander.“ Daraus wachse Vertrauen zueinander, das die Grundlage für ein authentisches und glaubwürdiges Zeugnis des Glaubens sei, so der Christinnenrat.

Die einstimmig verabschiedeten ökumenischen Richtlinien betonen ferner, dass zur wirkungsvolleren Gestaltung der ökumenischen Arbeit ein seit Jahren geforderter Paradigmenwechsel nötig sei. „Es muss nicht im Einzelfall begründet werden, dass und warum ökumenisch gehandelt wird, sondern warum nicht. Dabei ist nach Überzeugung der Frauen in der christlichen Ökumene prinzipiell die multilaterale Zusammenarbeit der Kirchen anzustreben. Zudem sehen die christlichen Frauenorganisationen sich selbst und ihre Kirchen dringend herausgefordert, in ihren ökumenischen Aktivitäten zur Gestaltung der Welt im Sinne von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung kirchliche Grenzen zu überschreiten und mit Menschen anderer Weltanschauungen und Religionen zu kooperieren“, schreibt der Christinnenrat.

Die Absicht der „ökumenischen Leitsätze“, einen Impuls in die christlichen Kirchen in Deutschland zu geben, passe gut damit zusammen, dass die Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) im Oktober dem Christinnenrat den Beobachterstatus in der ACK zuerkannt habe. Damit seien auch die strukturellen Voraussetzungen für die oft erklärte Absicht der christlichen Frauenorganisationen gegeben, die Erfahrungen, Sichtweisen und Kenntnisse aus ihrer ökumenischen Praxis und Reflexion in den offiziellen Prozess zur Einheit der Kirchen einzubringen. Zur Vertreterin des Christinnenrates in der ACK-Mitgliederversammlung wurde Irmentraud Kobusch, Mitglied im erweiterten Bundesvorstand der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ernannt. Zur Stellvertreterin wählte die Mitgliederversammlung Irmtraut Streit, vom Frauenwerk im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden und Mitglied im Vorstand des Christinnenrates.
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Evangelische Kirchengemeinde am Persischen Golf

Hannover, 11.12.2007/APD Erstmals wird in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine evangelische Gemeinde für die deutschsprachigen Ausländer aufgebaut. Mit diesem Projekt betritt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Neuland, denn sie engagiert sich in einer Region, der jegliche christliche Tradition und Geschichte fehlt. Die rund 5.000 in den Emiraten lebenden Deutschen und die jährlich etwa sechs Millionen deutschsprachigen Touristen wurden bisher durch den Pfarrer der Gemeinde in Teheran betreut, der viermal im Jahr an den Golf reiste. Auf Wunsch der dortigen evangelischen Christen wurde im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald, dem Teheraner Pfarrer und der EKD mit dem Aufbau einer eigenen Gemeinde begonnen. Seit September dieses Jahres ist die bayerische Theologin Heidi Wolfsgruber ehrenamtlich von der EKD dorthin entsandt. Voraussichtlich Anfang 2008 wird die Gemeinde sich vertraglich an die EKD binden. Ab September 2008 soll ein hauptamtlicher Pfarrer von der EKD in die Gemeinde entsandt werden.

Bei den am Persischen Golf lebenden Deutschen zeige sich, dass vor allem der hohe Leistungsdruck, aber auch die fremde Kultur vor Ort oft Sinn- und Glaubensfragen aufbrechen ließen, so der EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte. „Es entsteht ein Bedürfnis nach kirchlicher Begleitung, und dies häufig in vertrauter, also deutschsprachiger und evangelischer Form.“

Der Aufbau einer evangelischen Kirchengemeinde deutscher Sprache in den Vereinigten Arabischen Emiraten sei möglich, weil in den Golfstaaten eine Politik der Toleranz gegenüber Menschen anderer Religion praktiziert werde, erläuterte der Auslandsbischof. Ausländer könnten ihre eigene Religion ausüben, sofern sie nicht missionarisch aktiv würden. In den Golfstaaten gebe es islamische Glaubensgemeinschaften, die selbst Ausgrenzung und Verfolgung erlitten hätten und daher bereit seien, Andersgläubige zu akzeptieren. Außerdem versuchten die Golfstaaten, die bis vor wenigen Jahrzehnten ein „Schattendasein“ führten, sich in der islamischen Welt zu etablieren, indem sie sich durch eine relative Dialogbereitschaft profilierten. So kam es, dass in den letzten Jahren in den Emiraten zahlreiche christliche Gemeinden gegründet und mehrere Kirchengebäude errichtet wurden.

Seit 1986 werden die Vereinigten Arabischen Emirate von der EKD pastoral versorgt: bis 1997 von Zypern aus, danach durch zweimal jährlich aus Deutschland anreisende Pfarrer, seit 2004 durch den Pfarrer der deutschen Gemeinde in Teheran. Unter den evangelischen Deutschen vor Ort ist aber der Wunsch nach einer intensiveren kirchlichen Begleitung gewachsen und so wurde 2006 in Zusammenarbeit mit dem Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung der Universität Greifswald eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die unter anderem eine Gemeindesatzung entwickelt und sich um die offizielle Zulassung der Gemeinde in den Emiraten bemüht. Die geplante Entsendung eines Pfarrers durch die EKD ab September 2008 hat Projektcharakter, erklärte Martin Schindehütte: „In den anvisierten drei Jahren soll die Gemeinde stabilisiert werden und in der Lage sein, ihre Arbeit einschließlich des entsandten Pfarrers zumindest teilweise selbst zu finanzieren.“
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Fundamentalismus-Vorwurf gegenüber Freikirchen unangemessen

Berlin, 10.12.2007/APD Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), zu der in Deutschland 14 Mitglieds- und Gastkirchen mit insgesamt rund 260.000 Mitgliedern gehören, hat sich in der Kreationismus-Debatte gegen eine Gleichsetzung mit religiösem Fundamentalismus gewandt. Die vereinfachende Einordnung dieses und anderer Themenkomplexe unter dem Begriff „evangelikaler Fundamentalismus“ sei den Freikirchen gegenüber unangemessen und in der Sache nicht zutreffend.

Die Frage nach der Entstehung der Welt sei für die in der VEF vertretenen Freikirchen nur ein Thema unter anderen. Darauf wies der Beauftragte der VEF am Sitz der Bundesregierung, der Baptistenpastor Peter Jörgensen (Berlin), bei der Vorstellung der von der VEF-Mitgliederversammlung beschlossenen Erklärung „Kreationismus/Intelligentes Design“ hin. Darin heißt es: „So, wie wir die Religionsfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche positiv werten, halten wir grundsätzlich auch die Trennung von Glaube und Wissen wissenschaftstheoretisch für überzeugend.“ Die VEF halte es für unangemessen, aus religiöser Haltung heraus die Wissenschaft zu diskreditieren. Jedoch reklamiere sie auch, dass es umgekehrt ebenso unangemessen sei, für wissenschaftliche Überzeugungen eine areligiöse Haltung zur Vorbedingung zu machen.

In den Gemeinden der VEF hätten Vertreter der Evolutionstheorie und auch Anhänger des Intelligenten Designs und des Kreationismus nebeneinander ihren Platz. Kreationisten seien davon überzeugt, dass Gott die Welt, wie die Bibel es berichtet, in sechs Tagen geschaffen habe. Anhänger des Intelligenten Designs würden die Anschauung vertreten, dass sich die Entstehung des Leben nur durch eine intelligente Planung erklären lasse, während Vertreter der auf Charles Darwin (1809-1882) zurückgehenden Evolutionstheorie daran glaubten, dass das Leben auf der Erde sich im Laufe von Millionen Jahren immer höher entwickelt habe.

Laut Jörgensen werde um den Wahrheitsanspruch der sich einander ausschließenden Deutungsmodelle in den Gemeinden zum Teil heftig gerungen. Die jeweils anderen wegen ihrer Sichtweise nicht zu verurteilen, sei dabei eine gegenseitige innerkirchliche Herausforderung. Weitgehende Einigkeit herrsche jedoch darin, „die Existenz Gottes ‚weder so noch anders’ beweisen zu können“. Aber es sei auch nicht möglich, „die Nicht-Existenz Gottes beweisen zu wollen“.

In der Erklärung wird betont, dass die in der VEF vertretenen Freikirchen aus der evangelisch-reformatorischen Tradition hervorgegangen seien. „Sie sind evangelische Kirchen und ein wichtiger und gewichtiger Teil des weltweiten Protestantismus.“ Sie verzichteten weitgehend auf eine kirchliche Hierarchie und betonten die Unabhängigkeit von Personen und Ämtern. Deshalb sei die Vielfalt des gelebten Glaubens in den Freikirchen so lebendig und groß. Daher werde eine pauschale Einordnung unter Begriffe wie „evangelikal“ oder sogar „fundamentalistisch“ der Situation nicht gerecht.
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Evangelische Kirchen Europas begrüßen EU-Reformvertrag und Charta der Grundrechte

Wien/Bern, 10.12.2007/APD Der Rat der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) begrüßt den neuen EU-Reformvertrag, den die Staats- und Regierungschefs am 13. Dezember in Lissabon unterzeichnen wollen. Die GEKE wertet den neuen EU-Vertrag als einen weiteren Schritt im europäischen Einigungsprozess. „Wir sehen, dass der neue Vertrag den Menschen in Europa mehr Möglichkeiten zur politischen Mitwirkung gibt. Das ist ein Schritt vorwärts“, erklärte der Präsident der GEKE, der reformierte Schweizer Pfarrer Thomas Wipf. „Hierzu gehört die Bereitschaft der EU zu einem ‚offenen, transparenten und regelmässigen Dialog’ mit den Kirchen und religiösen Gemeinschaften, wie er im neuen Vertrag festgeschrieben wird.“ Gleichzeitig mahnt das Präsidium der Dachorganisation der evangelischen Kirchen Europas die Europäische Union zu mehr Engagement in der Friedenssicherung.

Die evangelischen Kirchen in Europa hätten sich in der Debatte um eine EU-Verfassung wiederholt für die Weiterentwicklung der EU zu einer Wertegemeinschaft eingesetzt. Die GEKE begrüße daher ausdrücklich, dass die Charta der Grundrechte dieselbe Rechtsverbindlichkeit erhält wie die Verträge und hofft, dass dem in Zukunft auch Großbritannien und Polen dem zustimmen werden. In beiden Ländern soll die Grundrechtecharta aufgrund eines Zusatzprotokolls nur in beschränktem Maße gelten.

Die Charta der Grundrechte der EU wird bereits am 12. Dezember, also einen Tag vor der Unterzeichnung durch die Staats- und Regierungschefs, vom Parlamentspräsidenten Hans-Gert Pöttering, dem Präsidenten der Europäischen Kommission José Manuel Barroso und dem Ratsvorsitzenden José Socrates in einer feierlichen Zeremonie proklamiert werden.

Für die evangelischen Kirchen sei die europäische Einigung nach dem Zweiten Weltkrieg ein überaus erfolgreicher Beitrag zur Friedenssicherung. „Dieser Prozess muss weiter gehen. Europa darf sich nicht auf seinen Erfolgen ausruhen. Hier hätten wir uns vom neuen EU-Vertrag ein deutlicheres Bekenntnis zu gewaltfreien Methoden der Konfliktbearbeitung gewünscht“, so Wipf.

Aus evangelischer Sicht stelle der neue Vertrag trotz mancher Kritikpunkte eine verbesserte Grundlage für das Zusammenleben der Menschen und Staaten in Europa dar. Die Kirchen hofften deshalb auf eine erfolgreiche Ratifizierung des Vertrags in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. „Wir wünschen uns, dass während der Ratifizierung tatsächlich die Zukunft Europas im Mittelpunkt steht und nicht nur nationale Fragen“, erklärte Wipf in einer Pressemitteilung. Die GEKE ermutige ihre 105 Mitgliedskirchen, sich an der Debatte über die Zukunft Europas aktiv zu beteiligen.

Der Reformvertrag von Lissabon, ursprünglich auch EU-Grundlagenvertrag genannt, soll der Europäischen Union eine einheitliche Struktur und Rechtspersönlichkeit geben und den abgelehnten Vertrag über eine Verfassung für Europa (VVE) ersetzen. Beim EU-Gipfel in Lissabon am 18. und 19. Oktober 2007 einigten sich die Staats- und Regierungschefs auf den endgültigen Vertragstext. Bis Mitte 2009 soll der Reformvertrag durch alle Mitgliedstaaten ratifiziert sein.
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Zufluchtsort für Mädchen in Kenia

Weiterstadt bei Darmstadt, 09.12.2007/APD Hört man sich die Geschichte der achtjährigen Randy an, schwanken die Gefühle zwischen Mitleid mit dem Mädchen, Wut über bestimmte Riten und Abscheu gegenüber der Grausamkeit einer weiblichen Genitalverstümmelung. Randy stammt aus einer stolzen Massai-Familie, die in der Steppe von Kenia lebt. Ihr Lebensraum erstreckt sich südlich der Hauptstadt Nairobi bis hin zur Grenze nach Tansania. In vielen Sippen wird bis heute noch die Beschneidung an Mädchen durchgeführt: ein Ritus, der in weiten Teilen Afrikas, meist in den muslimischen Gesellschaften, aber auch in christlichen Kreisen, fortbesteht.

In diesem Umfeld wuchs Randy auf. Sie hat bei einigen Altersgenossinnen erlebt, unter welchen Schmerzen, die oftmals lange anhielten, sie diese Misshandlung über sich ergehen lassen mussten. Sie weiß, dass einige den Eingriff nicht überlebten. „Nein, das wollte ich nicht. Ich hatte nur eine Chance, der Prozedur zu entkommen: durch die Flucht in eine große Stadt. Ich dachte, irgendwie werde ich schon weiterkommen, aber beschneiden lasse ich mich nicht“, sagt Randy heute.

So brachte sie sich mehr schlecht als recht in Nairobi mit Betteln durch. Fast ein ganzes Jahr lebte sie mit anderen Kindern auf der Straße, bis sie eines Tages von einer Frau angesprochen wurde. Sie bot ihr an, zu ihr zum Essen zu kommen und lud sie herzlich ein. Die Frau brachte Randy zum Kinderheim Kajiado, wo sie Aufnahme fand.

Heute kann Randy wieder lachen. Sie fühlt sich im „Kajiado Rehabilitations- und Schulungszentrum“ gut aufgehoben. Genauso wie die 92 anderen Mädchen, die alle das gleiche Schicksal teilen. Das Heim quillt schon fast über, alle sind auf engstem Raum untergebracht. Aber die kleinen Einbußen nehmen die Mädchen gern in Kauf. Hier haben sie nichts zu befürchten und können ohne Angst vor drohender Beschneidung oder Zwangsverheiratung ihre Kindheit und Jugend erleben. Und sie dürfen endlich die Schule besuchen, um später einen Beruf zu erlernen.

„Es ist schon schwer, die Geschwister und die Eltern zu verlassen, um diese grausame Prozedur der Beschneidung nicht erleben zu müssen“, meint Randy. Aber sie freut sich, weil sie jetzt eine Zukunft für sich sieht.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland hat der Kajiado-Schule Computer geschickt, damit die Mädchen in ihrer Ausbildung den Anschluss an die heutige Welt finden können. Die erste Ausbildung erhalten sie in diesen Tagen durch einen Mitarbeiter von ADRA Deutschland. Später wird die Schulung von einheimischen Kräften fortgesetzt. Gleichzeitig dient ein Internet-Café als Einnahmequelle zur Deckung der laufenden Kosten.

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ADRA Kenia im Kampf gegen Aids

Nairobi/Kenia, 08.12.2007/APD „Als ich im Jahr 2002 meine Arbeit in Kenia aufnahm, hatten wir jeden Tag 200 bis 300 Aids-Tote im Land zu beklagen“, sagte der Direktor der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Kenia, George Baiden (Nairobi). „Inzwischen können wir feststellen, dass die Aids-Rate sinkt und auch die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgegangen ist. Darüber sind wir sehr glücklich, doch der Weg vor uns ist noch lang und beschwerlich.“

Armut und Arbeitslosigkeit seien die Basis, auf der sich Prostitution und Promiskuität mit allen ihren Folgen, auch Aids, ausbreite. Es treffe besonders junge Menschen in dem Alter, wo sie begännen, sexuell aktiv zu werden. Schlimm sei dabei auch die Ausdünnung der tragenden Altersschicht „Es sind die Eltern, die arbeitenden Männer und Frauen, die den Unterhalt ihrer Familie sichern. Sie hinterlassen dramatische Lücken in der Gesellschaft“, betonte Baiden. Minderjährige Kinder stünden alleine da, Alte und Hilfsbedürftige entbehrten der Unterstützung durch ihre Familien. So entstünden völlig neue Wohn- und Lebensgemeinschaften, in denen man sich gegenseitig helfe, das Leben irgendwie zu meistern. „Eine alte Frau hat 35 Waisenkinder bei sich aufgenommen. Ihre Enkel und Urenkel sind darunter. So ist es zu verstehen, dass wir in jedem Haushalt durchschnittlich 41 Prozent HIV-Infizierte haben.“

ADRA habe deshalb mit der Beratung und Betreuung in den Privathäusern begonnen, denn Aids sei ein Tabu-Thema. Doch wenn die Kranken Medikamente erhielten und lernten, wie und womit sie sich ernähren müssten, gewönnen sie Vertrauen zu den Helfern. „Natürlich können die Kranken ihre spezielle Nahrung und Arznei nicht bezahlen. Das erhalten sie von uns. Aber sie müssen aktiv mitmachen und zeigen, dass sie ihre Krankheit soweit wie möglich in den Griff bekommen wollen“, berichtet der ADRA-Direktor. Ganz wichtig sei es Trainer auszubilden, die diese Arbeit als Multiplikatoren fortführten.

Die enge Zusammenarbeit mit der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und ihrer Diakonie sei bei diesen Programmen eine große Hilfe. Das Thema „Schuld“ und „Strafe Gottes“ bewege viele Gemüter in ihrer Not. Längst werde daher diese Problematik auch in den Kirchen thematisiert. Hier spielten Jugendliche als Aufklärer eine große Rolle. Sie veranstalten Diskussionsrunden, seien bei Sportveranstaltungen präsent und machten auf ihre Aktionen aufmerksam. „Diese Arbeit ist sehr erfolgreich, denn sehr offen sprechen diese Jugendlichen Fragen der Sexualität an: Schutz vor Missbrauch im Kindesalter, Sexualverhalten in der Pubertät, Fragen der sexuellen Enthaltsamkeit und der Hygiene“, hob Baiden hervor. Dazu gehöre auch die Aufklärung über den Gebrauch von Kondomen. Zwar würden sie nicht kostenlos verteilt, weil dadurch eine missverstandene Aufforderung zu freizügigem Geschlechtsverkehr gesehen werden könnte, aber ihre Verwendung werde empfohlen.

Die Erwachsenen erreiche ADRA „indem wir den Eltern helfen, mit ihren Kindern Fragen zur Sexualität überhaupt offen zu besprechen“. Das sei keine einfache Arbeit. Sie erfordere viel Einfühlungsvermögen. „Eine zweite Gruppe sind die Lehrer in den öffentlichen Schulen, die ebenfalls auf diese Aufgabe vorbereitet werden müssen“, hob Baiden hervor. Inzwischen gehöre diese Aufklärungsarbeit an vielen Schulen zum Lehrplan. Über die Lehrerschaft gelange die Thematik in die Vereine, Ämter und öffentliche Einrichtungen.

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Ernährungswissenschaftler entwickelt Menüs für Shangri-La Hotels

Peking/China, 07.12.2007/APD Die Luxushotelgruppe im asiatisch-pazifischen Raum „Shangri-La Hotels and Resorts“ will künftig ihre Gäste mit gesunden und nährstoffreichen Gerichten versorgen. Dazu arbeitet sie mit dem Ernährungswissenschaftler Wong Chi Wing zusammen, der Menüs entwickeln soll, die ernährungswissenschaftliche und dem Lebensstil der Gäste entsprechende Bedürfnisse erfüllen. So werde berücksichtigt, dass jeder Mensch, vom Geschäftsreisenden über aktive, gesundheitsbewusste Urlauber bis zu Konferenzteilnehmern, einen ganz individuellen Nährstoffbedarf habe. Die neuen Menüs sollen den Gästen die Wahl aus einer Vielfalt von Gerichten anbieten, die sich genau auf ihre persönlichen Anforderungen abstimmen ließen.

Der Ernährungsberater Wing leitet die Verpflegungs- und Diätabteilung des renommierten „Hong Kong Adventist Hospital“. Er studierte an der adventistischen Loma Linda Universität in Kalifornien Ernährungswissenschaften und verfügt über eine zehnjährige Berufserfahrung. Shangri-La hat bereits mit 21 seiner Hotels die HACCP-Zertifizierung (Hazard Analysis and Critical Control Point System) im Bereich der Lebensmittelsicherheit erlangt. Bis 2008 sollen auch alle anderen Häuser die gefragte Beglaubigung der Lebensmittelbranche bekommen.

„Shangri-La Hotels and Resorts“ mit Sitz in Hongkong verfügt unter den Hotelmarken „Shangri-La“ und „Traders“ derzeit über 54 Häuser mit über 27.000 Zimmern. Es handelt sich um Fünf-Sterne-Anlagen mit Standorten in Australien, China, auf Fidschi, in Hongkong, Indonesien, Malaysia, im Oman, auf den Philippinen, in Singapur, auf Taiwan, in Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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Medienbibliothek beim „Hope Channel“

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 06.12.2007/APD Seit kurzem gibt es auf der Internetseite des adventistischen Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ www.hopechannel.de eine Medienbibliothek, aus der Fernsehsendungen „on demand“ abgerufen werden können. Das bedeutet: Der Nutzer kann diese Beiträge anschauen, wann immer er möchte. Den Anfang in dieser neuen Medienbibliothek bildet die Sendereihe „Auserlesen“, in der Titus Müller prominente Autoren aus der christlichen Literaturwelt zu ihrem Glauben und ihren Werken interviewt. Neu ist auch die sogenannte „Syndicationseite“. Hinter dem gewöhnungsbedürftigen Begriff verbirgt sich ein Service für jene, die viel mit dem Internet zu tun haben. Um auf dem Laufenden zu bleiben, können dabei die „Hope Channel News“ als RSS-Feed abonniert werden. Außerdem ist es möglich, das aktuelle „Hope Channel“ TV- und Radioprogramm sowie die News in die eigene Website oder als Lesezeichen in den eigenen Browser einzubinden.

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„Wenn wir uns kennenlernen, ändert sich das Bild gewaltig“

Nowosibirsk/Russland, 05.12.2007/APD „Früher gehörten die meisten von uns derselben Gemeinschaft an. Doch während der Perestroika fielen wir auseinander. Jede Konfession gründete eine Organisation, und wir verloren uns aus den Augen. Doch nun merken wir, dass wir wieder miteinander ins Gespräch kommen müssen“, sagte der baptistische Superintendent in Westsibirien, Eduard Genrich, bei der Eröffnung des Regionaltreffens der Russischen Evangelischen Allianz (REA) in Nowosibirsk. Anwesend waren etwa 50 Vertreter der Adventisten, Baptisten, Charismatiker, Pfingstler, Messianische Juden und Reformierte. An einer vorhergehenden Regionalkonferenz in einer Pfingstgemeinde im europäischen Izhewsk nahmen auch Lutheraner teil. Es handelte sich dabei um die ersten offiziellen Regionaltreffen der 2003 auf nationaler Ebene gegründeten REA.

In Nowosibirsk berichtete der baptistische Superintendent Alexander Popov, dass es Allianzkreise in 20 Dörfern im Umkreis von Izhewsk gebe. Bei rechtlichen Fragen, Transportfragen und bei der Sanierung von Gemeindezentren und Fahrzeugen sei eine interkonfessionelle Unterstützung höchst nützlich. Die Anfänge einer Allianzarbeit gingen in Izhewsk auf das Jahr 1996 zurück. Offen sprachen Teilnehmer aber auch die Ängste ihrer Gemeinden vor der konfessionellen Zusammenarbeit an. Ein Omsker meinte, interkonfessionelle Kontakte könnten das Konfliktpotential erhöhen. Baptisten berichteten von ihrer Befürchtung, Pfingstler könnten sich vor staatlichen Stellen mit fremden Federn, nämlich dem Autoritätsvorsprung der Baptisten, schmücken. Doch hegten manche Lutheraner denselben Verdacht gegenüber Baptisten. Es bestehe die Angst, im zwischenkirchlichen Dialog das eigene konfessionelle Profil zu verlieren. Ein Pastor aus Barnaul gestand: „Wir reden gerne übereinander. Doch wenn wir uns kennenlernen, ändert sich das Bild gewaltig.“

Das russische Gebetsheft zur Allianz-Gebetswoche ist im November erschienen. Es kann auch auf der Allianz-Webseite www.rea.org.ru als PDF-Datei heruntergeladen werden. Die nächste nationale Jahreskonferenz der Russischen Evangelischen Allianz findet vom 26. bis 27. Februar 2008 in einer Moskauer Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten statt. Gegenwärtige Hauptkontaktperson für die REA ist der Baptistenpastor Alexander Feditschkin (Moskau).
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In Italien leben bereits eine Million orthodoxe Christen

Rom/Italien, 04.12.20078/APD Die starke Zuwanderung aus Ost- und Südosteuropa hat dazu geführt, dass die orthodoxe Kirche in Italien heute eine Million Gläubige zählt. Das berichtet das Magazin „Panorama“ auf Grundlage von Daten, die von der italienischen Caritas veröffentlicht wurden. Allein im Vorjahr seien 259.000 orthodoxe Christen nach Italien eingewandert, in der Hauptsache Rumänen, Moldawier, Ukrainer und Albaner.

Unter den Immigranten sind insgesamt ungefähr gleich viel orthodoxe Christen wie Muslime. Experten schätzen, dass bei einem Wachstum in der jetzigen Stärke die Orthodoxie in Kürze Italiens zweitstärkste Glaubengemeinschaft sein werde. So besuchten bereits 117.000 nichtitalienische orthodoxe Kinder und Jugendliche in Italien die Schule; dies seien 23 Prozent aller ausländischen Schüler.

Keine einheitlichen Kirchenstrukturen
Nach Angaben der Agentur „Kathpress“ gibt es in Italien, wie in den meisten Ländern der orthodoxen Emigration, keine einheitliche orthodoxe Kirchenstruktur. Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel ist durch den Metropoliten von Italien vertreten, der seinen Sitz in Venedig hat. Seine Kathedrale San Giorgio dei Greci ist eine der schönsten orthodoxen Kirchen der Welt. Aber auch die Patriarchate von Moskau, Bukarest, Belgrad sind mit eigenen Strukturen in Italien vertreten.

Zwar gilt Italien mit 80,2 Prozent Katholiken und 16,2 Prozent Konfessionslosen als ein römisch-katholisch geprägtes Land. Nur 3,6 Prozent der Einwohner gehören anderen Religionen an, darunter 231.000 Zeugen Jehovas, 35.000 Juden und über 50.000 Protestanten.

Islam derzeit zweitstärkste Religion
In Italien ist der Islam seit fast 1.300 Jahren mit einer Unterbrechung von rund 600 Jahren präsent. 250 Jahre stand Sizilien unter muslimischer Herrschaft, Sardinien noch länger. Im 9. und nochmals im 13. Jahrhundert gab es auch in Apulien eine muslimische Minderheit. Nach neuen Schätzungen leben heute, vor allem in Norditalien, über eine Million Muslime, was etwa 1,7 Prozent der 58 Millionen Einwohner Italiens entspricht.

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Kinderbibelkurs sehr gefragt

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 03.12.2007/APD Frank-Michael Wittwer, Betreuer des neuen Kinderkurses „YES! Du wirst geliebt“ am Internationalen Bibelstudien-Institut des adventistischen Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“, ist nach eigenen Angaben voll ausgelastet. Seit Kursbeginn im Mai diesen Jahres hätten sich über 1.000 Kinder angemeldet, manche mit ihren Lehrern und Klassenkameraden. Die Kinder stellten sehr viele Fragen, die es ehrlich und ermutigend zu beantworten gelte. Wittwer beantwortet täglich mindestens 30 Briefe. Der kostenlose Bibelkurs umfasst 14 Themenhefte. In jedem Heft gibt es Rätsel, Spiele und Fragen.
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Erstmals Afroamerikaner Rektor des adventistischen Columbia Union College

Takoma Park, Maryland/USA, 02.12.2007/APD Als erster Afroamerikaner ist Dr. Weymouth Spence Rektor des Columbia Union College der Siebenten-Tags-Adventisten in Takoma Park, Maryland/USA. Spence, der in berufsbezogener Pädagogik an der Nova Southeastern University in Ft. Lauderdale/Florida promovierte, arbeitete zuvor als Dekan an der Baptist Health System School of Health Professions in San Antonio/Texas und am Anne Arudel Community College in Arnold/Maryland. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Am 1904 gegründeten Columbia Union College sind rund 1.100 Studenten eingeschrieben. 52 Dozenten lehren an der Hochschule Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Informatik, Kommunikation, Journalismus, Jura, Englisch, Geschichte, Musik, Pädagogik, Krankenpflege, Physiotherapie, Atemtherapie, Psychologie, Sozialarbeit und Theologie.

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Friedensauer Ringvorlesung zur Wertediskussion

Friedensau bei Magdeburg, 01.12.2007/APD Die Theologische Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg lädt im Dezember und Januar zu einer öffentlichen Ringvorlesung zum Thema „Werte: Wandel und Beständigkeit“ ein. Die jeweils montags, 19 Uhr, in Friedensau stattfindende Veranstaltung richtet sich an Studierende und interessierte Bürger, die sich mit einer zentralen Frage des Menschseins auseinandersetzen wollen.

Die Ringvorlesung beginnt am 3. Dezember mit dem Thema „Wertekonstanz und Normenwandel“ von Professor Dr. Winfried Noack (Friedensau), gefolgt am 10. Dezember von Dr. Rolf Pöhler (Friedensau) „Die Rolle der Religion bei der Begründung und Vermittlung von Werten“. Sie schließt am 28. Januar mit den Erörterungen von Professor Dr. Hans-Georg Ziebertz (Würzburg) „Religionsunterricht und Werteorientierung von Schülern“.

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