ACK Deutschland wird 60 Jahre alt

Mainz | 16. Januar 2008 | APD |

Mainz, 16.01.2008/APD Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wird 60 Jahre alt. Die Festveranstaltung zu diesem Jubiläum findet am 18. Januar in Mainz statt. Den Festvortrag hält Professor Dr. Jörg Urban (Paderborn) zum Thema „Aufgabe und Mandat der ACK". Zum Jubiläum gibt es eine CD mit Kirchenmusikbeiträgen aus allen Mitglieds- und Gastkirchen der ACK.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen wurde am 10. März 1948 in Kassel gegründet. Das geschah noch vor der Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) am 23. August 1948, damit die Kirchen Deutschlands bei der anstehenden Vollversammlung des ÖRK in Amsterdam gemeinsam auftreten konnten. Gründungsmitglieder der ACK waren 1948 die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten), die Vereinigung der deutschen Mennonitengemeinden, das Katholische Bistum der Alt-Katholiken, außerdem die Methodistenkirche in Deutschland und die Evangelische Gemeinschaft in Deutschland, die sich später zur Evangelisch-methodistischen Kirche zusammenschlossen. Erster Vorsitzender der ACK war Pfarrer Martin Niemöller.

1970 teilte sich die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in die ACK (West) und die AGCK (Ost). Im Westen wurden 1974 die römisch-katholische Kirche und die Griechisch-Orthodoxe Metropolie Mitglieder. Nach der Wiedervereinigung erfolgte 1991 die Neugründung der ACK in Deutschland. Inzwischen gehören ihr 20 Kirchen (16 Mitglieder und vier Gastmitglieder) und drei Beobachter an. Außerdem gibt es in der Bundesrepublik 14 regionale und 250 lokale ACKs.

In den vergangenen 60 Jahren habe sich das Miteinander der Kirchen in Deutschland so verfestigt, „wie es niemand bei der Gründung der ACK vermuten konnte" hob die Geschäftsführerin der ACK Deutschland, Pfarrerin Barbara Rudolph (Frankfurt/Main), hervor. Dennoch falle bei aller Freude über das Jubiläum auch ein Schatten auf die Feierlichkeiten: die ACK und ihre Geschäftsstelle, die Ökumenische Centrale in Frankfurt am Main, seien hinsichtlich Finanzierung und Personalbesetzung in einer äußert schwierigen Lage, welche die Handlungsfähigkeit in einem existentiellen Maße einschränke. Finanziert werde die ACK durch Beiträge aller Kirchen. Die beiden größten Beitraggeber, die EKD und die römisch-katholische Kirche, hätten ihre Zuwendungen aufgrund von Sparmaßnahmen in erheblichem Maße verringert. „Vorstand und Mitgliederversammlung der ACK sehen aber auch in Zukunft die Notwendigkeit und Bedeutung der ACK, die darum trotz der tiefen Krise gefeiert wird", betonte Rudolph.
_____________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD" gestattet!


Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe „APD“ gestattet!