Deutsche Hilfswerke verstärken Engagement in Kenia

Bonn | 18. Januar 2008 | APD |

Bonn, 18.01.2008/APD Angesichts der wieder verstärkt aufflammenden Gewalt und der zunehmenden Flüchtlingsströme haben die Bündnispartner der „Aktion Deutschland Hilft" ihr Engagement in Kenia verstärkt. So hätten die deutschen Johanniter ihren kenianischen Kollegen 20.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Davon seien Medikamente, Decken und Zusatznahrung gekauft worden. 60 ehrenamtliche kenianische Johanniter arbeiteten derzeit in vier Flüchtlingscamps und behandelten dort bis zu 600 Menschen pro Tag. Laut Eva Mwai, Koordinatorin von „St. John Ambulance Kenya", bestehe das größte Problem darin, dass die Menschen nicht wüssten wohin sie gehen sollten: „Ihre Häuser sind oftmals vollkommen zerstört. Hinzu kommt, dass es im Moment regnet und sich die hygienische Situation in den Camps zunehmend verschlechtert." Dadurch seien vermehrt Malaria, Durchfall-, Haut- und Erkältungserkrankungen aufgetreten.

„Unser Haus wurde niedergebrannt und mit ihm alle meine Schulbücher", erzählte die 15-jährige Rispa Irungu einem Mitarbeiter von CARE. „Ich wünschte, jemand könnte mir helfen, da ich sonst um meinen Schulabschluss fürchten muss." Nach offiziellen Angaben sind allein in der westlich gelegenen Provinz Rift Valley mindestens 100.000 Menschen auf der Flucht. Viele von ihnen haben Unterschlupf in Kirchen, Polizeistationen und Schulen gefunden. World-Vision-Mitarbeiter berichten von immer wieder aufkeimenden Unruhen in Slum-Gebieten. World Vision ist genauso wie die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA weiterhin mit Projekten im Land aktiv.

Die „Aktion Deutschland Hilft" ist das 2001 gegründete Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen, die bei großen Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Auslandshilfe zusammen, um so die Arbeit noch zu optimieren.
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