Neuer Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gewählt

Salt Lake City, Utah/USA | 6. Februar 2008 | APD |

Salt Lake City, Utah/USA, 06.02.2008/APD Der 80-jährige Thomas Monson ist zum 16. Oberhaupt der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ gewählt worden, teilte ein Sprecher der Religionsgemeinschaft mit. Monsons Vorgänger Gordon Hinckley war eine Woche zuvor im Alter von 97 Jahren verstorben. Tausende Mormonen nahmen am 2. Februar an seiner Beerdigung in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah teil, darunter auch der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney. Hinckley hatte das Amt des Präsidenten und „Propheten“ seiner Glaubensgemeinschaft seit März 1995 inne.

Thomas S. Monson wurde am 21. August 1927 in Salt Lake City geboren. Der studierte Betriebswirtschaftler war im Druck- und Verlagswesen tätig. Zum Zeitpunkt seiner Berufung in das Kollegium der Zwölf Apostel im Jahr 1963 leitete er die Deseret News Press, eine der größten gewerblichen Druckereien im Westen der USA. Im Laufe seines Lebens wurde er mit drei Ehrendoktorwürden und der weltweit höchsten Pfadfinderauszeichnung, dem „Bronzenen Wolf“, geehrt. 1998 zeichnete ihn die National Conference of Community and Justice (vormals National Conference of Christians and Jews) für „ein engagiertes Leben im Dienste des Bundesstaats Utah und der Sache der Menschlichkeit“ aus. Am 7. Oktober 1948 heiratete Thomas S. Monson Frances Beverly Johnson. Die beiden haben drei Kinder und acht Enkelkinder.

Die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ wurde 1830 von Joseph Smith in den Vereinigten Staaten gegründet. Sie erkennt neben der Bibel das „Buch Mormon“ als Heilige Schrift an. Daher stammt auch der häufig erwähnte Beiname „Mormonen“. Das Buch berichtet von Menschen aus dem Raum Jerusalem, die im sechsten Jahrhundert vor Christus übers Meer nach Amerika gekommen seien. Ihren Nachkommen sei Jesus nach seiner Auferstehung erschienen. Weltweit gehören der Religionsgemeinschaft rund 13 Millionen Mitglieder an. Etwa sechs Millionen leben in den USA.
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