Deutsche Autobahnkirchen – Rastplätze für die Seele

Gescher im Münsterland | 8. März 2008 | APD |

Gescher im Münsterland, 08.03.2008/APD Die Mehrzahl der Besucher von Autobahnkirchen in Deutschland ist religiös und engagiert sich auch in der Heimatgemeinde. Das geht aus einer Untersuchung des Zentrums für kirchliche Sozialforschung (ZeKIS) der Katholischen Fachhochschule Freiburg und des Versicherungsunternehmens „Akademie Bruderhilfe" in Kassel hervor. Deutschland ist das einzige Land der Welt, in dem ein Netz von Autobahnkirchen existiert.

Die Studie zum Besucherprofil der deutschen Autobahnkirchen wurde in Gescher den Medien vorgestellt. Demnach sei der typische Besucher männlich, katholisch, verheiratet und über 50 Jahre alt, so der Leiter der Untersuchung, Professor Michael Ebertz. Befragt wurden rund 400 Besucher in 23 von deutschlandweit 32 Autobahnkirchen.

Einige Ergebnisse der nicht repräsentativen Studie seien überraschend, erläuterte Ebertz. Bisher sei man davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Besucher der Autobahnkirchen kirchenfern und „auf der Suche" sei. Es habe sich jedoch ergeben, dass die Besuchermehrheit mit der Kirche stark verbunden sei, an einen Gott als persönliches Gegenüber glaube, und den Lebenssinn aus dem Glauben beziehe, so die Autoren. Daher könnten die Autobahnkirchen nicht als „missionarische Vorposten" bezeichnet werden. 60 Prozent der Befragten hätten angegeben, regelmäßig am Gottesdienst teilzunehmen.
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