Kooperation zwischen Krankenhaus „Waldfriede“ und Florida Hospital Kette

Berlin | 20. März 2008 | APD |

Berlin, 20.03.2008/APD Das Krankenhaus „Waldfriede" in Berlin-Zehlendorf und die Florida Hospital Kette, beides Einrichtungen der weltweiten Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, wollen enger zusammenarbeiten. Der Kooperationsvertrag wurde unter Anwesenheit der amerikanischen Botschaft und des Bezirksbürgermeisters Norbert Kopp von dem Präsidenten der Florida Hospital Gesellschaft, Lars Houmann, und der Geschäftsleitung des Krankenhauses Waldfriede, Edwin Scharfschwerdt und Bernd Quoß, in Berlin unterzeichnet. Inhalt der Partnerschaft sind unter anderem der Ärzteaustausch, die wechselseitige Fort- und Weiterbildung des medizinischen Personals und der Krankenhausseelsorger, medizinische Vorträge, Lernen von Operationstechniken via Telemedizin, Austausch von Behandlungsmethoden, Durchführung gemeinsamer Behandlungs- und Forschungsprojekte sowie der Austausch von Werbematerialien und -broschüren.

Die Florida Hospital Kette besteht im US-Bundesstaat Florida aus 17 Krankenhäusern mit allen medizinischen Fachrichtungen, annähernd 3.000 Betten und 16.000 Mitarbeitern. Allein in der Stadt Orlando befinden sich sieben Krankenhäuser. Die Hospitalkette ist neben „Disney World" der zweitgrößte Arbeitgeber mit der zweithöchsten Wirtschaftskraft in Florida und gehört zu den größten gemeinnützigen Gesundheitseinrichtungen der USA. 1908 gegründet, wurden 2007 in den Krankenhäusern der Florida Hospital Kette 109.000 Patienten stationär und 300.000 ambulant behandelt sowie 56.000 chirurgische Eingriffe vorgenommen. Die Gesundheitseinrichtung erhielt in den letzten neun Jahren von dem „U.S. News & World Report" die Auszeichnung als eines der besten Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten.

Das seit 1920 bestehende Akutkrankenhaus „Waldfriede" hat 180 Betten sowie 620 Angestellte und versorgt mit den Fachabteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie, Radiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe jährlich 9.000 Patienten stationär und 12.000 ambulant. Dort kamen im letzten Jahr 928 Babys zur Welt. Die Gesundheitseinrichtung ist eines von sieben Brustzentren in Berlin und besitzt Zentren für Hand- und Fußchirurgie, Darm- und Beckenbodenchirurgie, Minimal-invasive-, Endokrine- und Viszeralchirurgie, Diabetes Mellitus sowie Diabetischer Fuß. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse zählt „Waldfriede" zu den zehn besten Krankenhäusern Deutschlands. Zur Klinik gehören eine Krankenpflegeschule, eine Sozialstation zur Nachsorge und häuslichen Pflege für entlassene Patienten, eine Kurzzeitpflegestation sowie ein Gesundheitszentrum zur Förderung der medizinischen Prävention und einer gesunden Lebensführung. Außerdem gibt es dort einen „International Medical Service" zur Betreuung von Botschaftsangehörigen und ausländischen Touristen, eine ambulante Physiotherapie und niedergelassene Arztpraxen.

„Waldfriede" richtete im Jahr 2000 als erste Klinik in Deutschland eine Babyklappe ein. Das akademische Lehrkrankenhaus der Freien Universität Berlin erhielt von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung das Zertifikat in Silber als „Rauchfreies Krankenhaus". Es wurde mit dem sogenannten KTQ-Zertifikat für seine hohen Qualitätsstandards ausgezeichnet. Das Kürzel KTQ bedeutet „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen". Ziel der Zertifizierung ist die Verbesserung und Optimierung von Prozessen und Ergebnissen innerhalb der medizinischen Versorgung einer Klinik. „Waldfriede" gehört seit 1996 zum „Deutschen Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser" der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (BUND) verlieh dem Hospital das Gütesiegel „Energiesparendes Krankenhaus". „Waldfriede" ist Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband sowie Teil des weltweiten „Adventist Health System" der Siebenten-Tags-Adventisten.

Anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages betonte Bezirksbürgermeister Norbert Kopp, dass „Waldfriede" mit der Florida Hospital Kette den richtigen Partner zum wissenschaftlichen Austausch gewählt habe. Die Leiterin der Gesundheitsabteilung der US-Botschaft, Jaqueline Levesque, erinnerte an die gute Partnerschaft mit dem Berliner Krankenhaus bei der Behandlung von Botschaftsangehörigen. Uwe Slama, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft, hob hervor, dass „Waldfriede" zwar ein kleines Krankenhaus sei, sich aber durch medizinische und finanzielle Qualität auszeichne. Es würden alle Möglichkeiten über den stationären Bereich hinaus in der Vor- und Nachsorge ausgeschöpft. Seinem wesentlich größerem US-Partner könne „Waldfriede" auf „Augenhöhe" begegnen, denn beide hätten ihre Stärken.

Der Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhausverbandes Berlin/Brandenburg, Detlef Albrecht, sagte, dass er schon viele positive Entwicklungen in „Waldfriede" erlebt habe, aber noch keine internationale Kooperation. Es gebe wenige Krankenhäuser, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit solch einer Qualifizierung böten. Die Berliner Klinik sei durch ihre fachliche Qualität, wobei auf der Grundlage christlicher Nächstenliebe der Mensch im Mittelpunkt stehe, ein würdiger Partner für die Florida Hospital Kette.
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