„Christival“ in Bremen eröffnet

Bremen, 30.04.2008/APD Unter dem Motto „Jesus bewegt Bremen“ wurde am Mittwochabend das „Christival“ auf der Bremer Bürgerweide eröffnet. Zu dem Kongress junger Christen vom 30. April bis 4. Mai haben sich 16.000 Dauerteilnehmer angemeldet. Einige Tausend mehr werden als Tagesgäste in der Hansestadt erwartet.

Das „Christival“ will nach Veranstalterangaben bewusst Glaubensimpulse in die heutige Lebenswelt junger Christen tragen. Daher finde ein großer Teil der Veranstaltungen außerhalb kirchlicher Räume statt. Das Tagesprogramm beginnt mit dem „Wortwechsel“; gemeint sind morgendliche Bibelarbeiten zum Johannes-Evangelium, die begleitet von Musikern und Künstlern in Kinosälen, den Hallen des CCB-Messegeländes oder im Konzerthaus „Glocke“ stattfinden. An den Nachmittagen schließen sich über 200 Seminare, Workshops und Foren an. Die Bandbreite der Themen reicht von „Die Bibel – Buch fürs Leben“ über den „Fairen Handel mit Fußbällen“ bis zum „Evangelium in der Postmodernen“.

Ein „Jesus-Weg“ im Bremer Dom lädt zu Gebet, Meditation und Nachdenken über das eigene Leben ein. Abends schließen sich zehn über die Stadt verteilte Festivals mit einer Mischung aus geistlicher Verkündigung, Musik und Talk an. Ein Nachtprogramm mit Kleinkunst, Comedy und Lesungen rundet das „Christival“ kulturell ab. Beim „Gruß in die Stadt“ sollen am Freitag die Bremer Bürger informiert werden, wofür das „Christival“ sich einsetzt. Den Kongress junger Christen beendet am Sonntag-Vormittag ein Gottesdienst mit Gesang, Tanz, Verkündigung und Gebet auf der Bremer Bürgerweide, dem Platz zwischen Hauptbahnhof und Messegelände.

1976 fand in Essen das erste „Christival“ mit über 12.000 Teilnehmern statt. Zwölf Jahre dauerte es bis zum zweiten Kongress 1988 in Nürnberg. 1996 gab es in Dresden das erste gesamtdeutsche „Christival“ mit 30.000 jungen Christen. 2002 folgte in Kassel ein weiterer Kongress. Wie bereits in Kassel führt auch in Bremen der Marburger Sprachwissenschaftler und Theologe Dr. Roland Werner den Vorsitz beim „Christival“.
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Tausende adventistische Insulaner feiern jetzt Gottesdienst unter einem Dach

Wahroonga/Australien, 30.04.2008/APD Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in den letzten Monaten im südlichen Pazifik auf Fidschi, Vanuatu, den Salomonen, Tonga, Neukaledonien und Papua-Neuguinea 26 Kirchen gebaut. Die Kosten in Höhe von 193.000 Euro wurden von Glaubensangehörigen aus aller Welt gespendet. Wie der Präsident der Freikirche im südlichen Pazifik, Pastor Laurie J. Evans (Wahroonga/Australien), mitteilte, steige die Mitgliederzahl auf den Pazifikinseln ständig. Gegenwärtig lebten dort über 321.000 erwachsen getaufte Adventisten in 1.289 Gemeinden. Durch die Neubauten könnten jetzt einige tausend von ihnen ihre Gottesdienste unter einem Dach und nicht mehr im Freien feiern, hob Evans hervor.
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Kirchenleitung der Adventisten in Österreich wiedergewählt

Wien/Österreich, 29.04.2008/APD Die Delegierten der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich, die vom 24. bis 27. April 2008 in Wien tagten, bestätigten die bisherige Leitung in ihrem Amt. Als Präsident wurde Pastor Herbert Brugger (52), als Generalsekretär Pastor Christian Grassl und als Schatzmeister Pastor Christian Gerer für die nächsten fünf Jahre wiedergewählt. Neben den Vertretern der 49 Adventgemeinden Österreichs nahmen als Gäste unter anderem Pastor Ted Wilson (Silver Spring, Maryland/USA), einer der Vizepräsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), und Pastor Gabriel Maurer, Generalsekretär der europäischen Kirchenleitung der Adventisten mit Sitz in Bern, teil.

In Österreich leben 3.823 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten. Sie unterhalten das Theologische Seminar und Oberstufen Realgymnasium Schloss Bogenhofen bei Braunau am Inn, insgesamt fünf Grundschulen in Wien, Linz, St. Peter/Hart, Herrnberg und Lustenau, das Altenheim „Haus Stefanie“ auf dem Semmering, den „Wegweiser-Verlag“ in Spillern und das Internationale Bibelstudien-Institut in Wien. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Österreich führt humanitäre Maßnahmen in aller Welt durch.
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Zwei Adventistische Schulen ausgezeichnet

Lincoln/Nebraska, 28.04.2008/APD Das Union College im US-Bundesstaat Nebraska und die La Sierra Universität in Kalifornien, Einrichtungen der Siebenten-Tags-Adventisten, wurden mit insgesamt 140 Hochschulen der Vereinigten Staaten für die außergewöhnlichen Leistungen im sozialen Bereich mit dem „Higher Education Community Service Honor Roll“ des US-Präsidenten ausgezeichnet. Über 80 Prozent der Studenten der beiden adventistischen Bildungsstätten sind ehrenamtlich sozial tätig, etwa bei der sonntäglichen Speisung Obdachloser oder durch Hilfseinsätze im Ausland. Am Union College sind 982 und an der La Sierra Universität 1.896 Studenten eingeschrieben.
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Erstmals Afro-Amerikaner Präsident der Adventisten im mittleren Westen der USA

Lincoln/Nebraska, 27.04.2008/APD Erstmals wurde mit Pastor Roscoe J. Howard ein Afro-Amerikaner zum Präsidenten der rund 60.000 erwachsen getauften Siebenten-Tags-Adventisten in 455 Kirchengemeinden im mittleren Westen der USA gewählt. Sein Verantwortungsbereich umfasst neun US-Bundesstaaten und reicht im Norden von der Grenze Kanadas bis Oklahoma im Süden und westlich des Mississippi bis Utah. Howard war zuvor Generalsekretär der Freikirche in Nordamerika. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seine theologische Ausbildung erhielt er am Pacific Union College und an der Andrews Universität, Einrichtungen der Adventisten. Gegenwärtig promoviert er am Fuller Theological Seminary. Sein Vorgänger, Pastor Dennis N. Carlson, war seit 2002 Präsident und wird künftig im Bereich Studentenförderung an der adventistischen Walla Walla Universität im US-Bundesstaat Washington tätig sein.
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Seminar für Popularmusik in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 26.04.2008/APD Das 7. Seminar für Popularmusik, welches an der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg vom 30. April bis 4. Mai 2008 stattfindet, bietet Musikern und Musikinteressierten die Möglichkeit, die musikalischen Fähigkeiten als Sänger, Instrumentalist oder Tontechniker in Workshops unter professioneller Anleitung zu schulen. Außerdem stellt das Seminar eine Plattform zum reflektierenden Austausch über aktuelle Trends der Musik dar. Im Vordergrund steht hierbei die Auseinandersetzung mit dem Thema „Popularmusik und Kirche“.
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Deutsche Adventisten spenden fast 47 Millionen Euro

Hannover, 25.04.2008/APD Fast 47 Millionen Euro spendeten die 36.022 deutschen Siebenten-Tags-Adventisten im letzten Jahr für den Unterhalt ihrer Freikirche. Laut Christian Goltz (Hannover), Schatzmeister des Norddeutschen Verbandes der evangelischen Freikirche, habe sich das Spendenaufkommen im Vergleich zum Vorjahr um rund 58.000 Euro erhöht. Jeder Adventist gab durchschnittlich 1.303 Euro. Allerdings sei die Wirtschaftskraft in der Bundesrepublik unterschiedlich verteilt, wie das Spendenverhalten zeige. Während ein Adventist in Ostdeutschland durchschnittlich 1.114 Euro und in Norddeutschland 1.292 Euro gab, waren es in Süddeutschland 1.495 Euro pro Mitglied.

Von den 47 Millionen Euro gingen 3,4 Millionen Euro in die Außenmission, 7,5 Millionen Euro verblieben bei den Ortsgemeinden. Die Adventisten erheben keine Kirchensteuer, sondern unterhalten ihre Pastoren und Institutionen durch freiwillige Gaben, zu denen auch der biblische Zehnten gehört. Viele Mitglieder geben neben zehn Prozent ihres Einkommens weitere Spenden für besondere Projekte.
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Rund 350 Millionen Orthodoxe und Altorientalen feiern Ostern

Moskau/Russland, 25.04.2008/APD Rund 350 Millionen orthodoxe und altorientalische Christen weltweit feiern am Sonntag, dem 27. April, das Osterfest. Die mitgliederstärksten Kirchen mit diesem Ostertermin sind die russisch-orthodoxe (110 Millionen Mitglieder) und die äthiopisch-orthodoxe Kirche (45 Millionen Mitglieder). Zur Konfessionsfamilie der Altorientalen zählen die Koptische, Äthiopische, Syrische und Armenische Orthodoxe Kirche.

Auf Grund unterschiedlicher Kalender und Berechnungsmethoden feiern die Christen in Ost und West das Osterfest zu unterschiedlichen Terminen. In der Orthodoxie wird der Ostertermin nach dem Julianischen Kalender berechnet. So kommt es im Vergleich zu den Christen westlicher Tradition zu Terminverschiebungen, die sich aus den jährlich differierenden Abweichungen von julianischer Zeitberechnung und astronomischem Sonnen- und Mondlauf ergeben.

Die unterschiedliche Konzeption zwischen westlicher und östlicher Christenheit wird in der Liturgie sichtbar, die in der orthodoxen Kirche den Charakter eines „Mysterienspiels“ hat, das in ganzheitlicher Weise – weit über das rationale Verstehen-Wollen hinaus – den Gläubigen die Geheimnisse der Erlösung durch Christus vermitteln möchte. Möglichst alle Sinne der Mitfeiernden sollen angesprochen werden: Sie sehen den mehrmaligen feierlichen Ein- und Auszug der Priester und Diakone, sie hören die Chöre, riechen die Kerzen und den Weihrauch und schmecken beim Ausgang das gesegnete Brot (Antidoron).
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Kündigung unerwünschter Klingelton-Abos

Düsseldorf, 24. April 2008/APD Wie wird man Klingelton-Abos wieder los? Oft ist die Anzahl bestehender Abos bei Klingeltonanbietern wie Jamba, Zed und Co. unübersichtlich und eine Kündigung schwierig. Das Internetportal www.handysektor.de erklärt an einem praktischen Beispiel Schritt für Schritt, wie per SMS Klingelton-Abos gekündigt werden können.

Hintergrund ist eine von fast 30 Klingeltonanbietern getroffene Vereinbarung. Teil der Vereinbarung sind gleichlautende SMS-Befehle für die Verwaltung und Kündigung von SMS-/MMS-basierten Abos.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Loswerden ungewollter Klingelton-Abos erklärt Handysektor auch in einem Beitrag in der 14. Folge von Netzcheckers TV, die unter anderem auf dem Jugendportal www.netzcheckers.de oder bei youtube unter www.youtube.com/watch?v=sa-xjs7AR94 angeschaut werden kann.

Das Projekt Handysektor ist eine Kooperation der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs). Handysektor (Leitung: Martin Pinkerneil) informiert Jugendliche aber auch Eltern und Pädagogen über Risiken der mobilen Kommunikation und Mediennutzung, erklärt technische Begriffe und gibt Tipps, wie Handys sicher genutzt werden können. Durch die altersgerechte Aufbereitung und Vermittlung von aktuellen Informationen werden Jugendliche in ihrer Nutzung der mobilen Netze unterstützt und beraten, aber auch auf mögliche Gefahren hingewiesen.
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Gottes Wort für jeden Tag – auch für 2011

Herrnhut, 24.04.2008/APD Am Donnerstag, dem 24. April, wurden in Herrnhut (Oberlausitz) die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für das Jahr 2011 gezogen. Sie werden jeweils zweieinhalb Jahre im Voraus aus einer rund 1.850 alttestamentliche Sprüche umfassenden Sammlung für jeden Tag des Jahres gezogen. Diesem Losungsvers wird ein Wort aus dem Neuen Testament zugeordnet. Beide Bibelworte (Losung und Lehrtext) werden mit einem Liedvers oder einem Gebet ergänzt.

Die Losungen sind das am weitesten verbreitete Andachtsbuch in Deutschland. Sie werden von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine seit 1731 herausgegeben. Für 2008 liegt somit die 278. Ausgabe in ununterbrochener Reihenfolge vor. Die Losungen erscheinen in deutscher Sprache in verschiedenen Ausgaben in einer Gesamtauflage von etwa einer Million Exemplaren. Weltweit erscheinen sie in etwa 50 Sprachen.

Für das Jahr 2009 gibt die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine eine neue zusätzliche Ausgabe der Losungen heraus: „Die Losungen für junge Leute“. Die 400 Seiten starke, durchgehend farbige Ausgabe will mit ihrer zeitgemäßen Sprache und der modernen grafischen Gestaltung insbesondere junge Christen ansprechen. Anliegen dieser Losungsausgabe ist es, Jugendlichen über die Losungen Bibeltexte zu vermitteln und sie zum eigenen Bibellesen anzuregen.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Verständlichkeit der Bibeltexte gelegt. Abweichend zur Originalausgabe der Losungen wurden teilweise andere Bibelübersetzungen – zum Beispiel „Die Gute Nachricht Bibel“, „BasisBibel“, „Hoffnung für Alle“ oder „Neue Zürcher Bibel“ – gewählt. Losung und Lehrtext wurde ein Impuls (Text, Bild, Cartoon) gegenübergestellt, der einen weiteren Zusammenhang zwischen den Texten herstellt. Außerdem findet sich ein kurzes Gebet.

„Die Losungen für junge Leute“ erscheinen ab dem Jahrgang 2009 regelmäßig. Die Erstauflage startet mit 20 000 Exemplaren. Die Auslieferung beginnt im Juli 2008.
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Präsident der weltweiten Adventisten für Kriegsdienstverweigerung

Silver Spring, Maryland/USA, 23.04.2008/APD „Krieg, Frieden und die Beteiligung am Militärdienst sind keine wertneutralen Angelegenheiten“, betonte der Präsident der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung), der norwegische Pastor Dr. Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), in der internationalen Zeitschrift der Freikirche „Adventist World“. „Jeder Mensch ist, unabhängig vom gewählten Lebensweg und Verhalten, unendlich wertvoll für Gott“. Auch die christliche Gemeinde dürfe nie vergessen: „Der Gott, dem wir dienen, ist ein Heiler und Erlöser.“ Heilen und retten seien auch für die Kirche die wichtigste Aufgabe.

Paulsen erinnerte an die Resolution des Generalkonferenz-Ausschusses aus dem Jahr 1867, welche aufgrund der Erfahrungen mit dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) gefasst wurde: „Das Tragen von Waffen oder die Teilnahme am Krieg ist eine direkte Verletzung der Lehre unseres Erlösers sowie von Geist und Buchstaben des Gesetzes Gottes.“ Wer eine Waffe in die Hand nehme, sei auch bereit, sie zu gebrauchen, um einem anderen das Leben zu nehmen, hob der Kirchenpräsident hervor. Ein Geschöpf Gottes zu töten, und sei es ein „Feind“, widerspreche dem, was die Freikirche für heilig und recht ansehe.

Diese Erkenntnis habe das Verhalten von Adventisten im Frieden und im Krieg geprägt. Viele hätten sich für den waffenlosen Sanitätsdienst in den Streitkräften entschieden. Gegenüber den Militärbehörden erklärten sie: „Ich kann nicht eingesetzt werden, um Leben zu nehmen. Dadurch würde ich meine eigene Persönlichkeit zerstören. Aber ich kann Menschen helfen, die in diesem Krieg verwundet werden. Ich kann als Christ Heiler sein.“

Heute gebe es glücklicherweise in den meisten Ländern die Möglichkeit, statt des Militärdienstes einen waffenlosen Alternativdienst zu leisten. Wo dies nicht der Fall sei, rät Paulsen: „Die Strafe für die Kriegsdienstverweigerung, vielleicht sogar eine Gefängnishaft, auf sich zu nehmen, kann die Entscheidung sein, die du einfach deshalb triffst, weil du deinen Glaubensüberzeugungen und deinem Gott treu sein willst.“

Paulsen schließt seinen Aufruf mit der Bitte an die Mitglieder der Freikirche, keinen Adventisten fallen zu lassen, der sich entschieden habe, Kriegsdienst zu leisten, sondern für jeden da zu sein. Er gestehe ein, dass es sich um kein einfaches Thema handele und ermutigt alle Mitglieder, „sich im Geist der Demut in unseren Familien, Gemeinden und Schulen mit dem Thema zu befassen.“ Der adventistische Kirchenpräsident nahm mit seinem Artikel indirekt Bezug auf das Verhalten von Adventisten in den USA.

„Etwa 7.500 Mitglieder der Freikirche dienen zur Zeit als Soldaten in den Streitkräften der Vereinigten Staaten“, teilte Pastor Gary R. Councell, stellvertretender Leiter der Militär-, Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), mit. Sie würden von rund 50 Militärgeistlichen der Freikirche betreut. „Doch wo bleiben die Nichtkämpfer, wie beispielsweise der Adventist Desmond Doss, der sich im Zweiten Weltkrieg weigerte, eine Waffe in die Hand zu nehmen, und dennoch als Sanitäter von US-Präsident Harry S. Truman die Ehrenmedaille des Kongresses als höchste Auszeichnung der Vereinigten Staaten für die Rettung von 75 verwundeten Kameraden auf Okinawa erhielt?“, fragte Councell. Als die Freikirche im 19. Jahrhundert gegründet wurde, hätten keine Zweifel bestanden, dass Adventisten Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen seien.

Noch in den 1970er Jahren sei es für fast alle Siebenten-Tags-Adventisten in den USA undenkbar gewesen, sich freiwillig zum Militärdienst zu melden. Doch das habe sich inzwischen geändert, beklagte Douglas Morgan (Silver Spring, Maryland/USA), Vorsitzender der 2001 gegründeten privaten Adventist Peace Fellowship (Adventistische Friedensgemeinschaft). Ein Wendepunkt sei nach dem Rückzug der USA aus dem Vietnamkrieg die Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 1973 gewesen. Seitdem habe die adventistische Kirche in den Vereinigten Staaten kaum noch Seminare für junge Leute zum Thema Militärdienst durchgeführt. Auch verfüge sie dort nur noch über sehr wenige Experten, die Jugendliche zu diesem Thema fachkundig beraten könnten. „Über Kriegsdienstverweigerung wird in adventistischen Schulen, Kirchengemeinden und Elternhäusern eigentlich nicht mehr gesprochen, da die Wehrpflicht schon zu lange zurückliegt. Aber wie sollen Jugendliche dann eine Orientierungshilfe bekommen?“, gab Morgan zu bedenken. Daher sei es nicht verwunderlich, dass die Armee in die berufliche Planung mit einbezogen werde.

Laut Pastor Councell sei der Wehrdienst für junge Adventisten durchaus attraktiv. So wäre ein Hochschulbesuch in den USA sehr teuer. Hier biete die Regierung nach dem Motto „Gehst du zu den Streitkräften, finanziere ich dein Studium“ Hilfe an. Arbeitslose ohne Perspektive fänden in der Armee ein geordnetes Dasein, wüssten, was von ihnen erwartet werde, und könnten eine Berufsausbildung absolvieren. Vielen stelle sich nicht mehr die Frage, ob die Ausbildung zum Töten ethisch zu verantworten sei. Sie sähen in den Streitkräften die Möglichkeit, später als Zivilisten bessere Berufschancen zu haben. In den USA leben rund eine Million erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 4.821 Gemeinden.

„In Deutschland leisten fast alle wehrpflichtigen Adventisten Zivildienst“, teilte Pastor Martin Knoll (Hannover), Jugendabteilungsleiter des Norddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten, mit. Selbst in der früheren DDR hätten etwa 90 Prozent der wehrpflichtigen Mitglieder der Freikirche den waffenlosen Dienst als Bausoldaten gewählt, obwohl er mit Schikanen und beruflichen Nachteilen verbunden gewesen wäre.
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Hochschulbibliothek Friedensau umzugsbedingt geschlossen

Friedensau bei Magdeburg, 23.04.2008/APD Die Bibliothek der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg stellte am Freitag, dem 18. April, ihren Betrieb im Hauptgebäude der Hochschule, wo sie seit 1993 untergebracht war, ein. In den kommenden zwei Wochen sorgt eine auf Bibliotheksumzüge spezialisierte Fachfirma dafür, dass der Buch- und Medienbestand in einem Neubau, der nach rund einjähriger Bauzeit entstand, wieder zur Verfügung steht. Während der Umzugszeit hält eine Notbibliothek wichtige Lehrbücher und Standardlexika bereit. Zur Eröffnung der neuen Hochschulbibliothek findet am 14. Mai ein Festakt mit Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt, statt.
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Adventistische Missionarsfamilie überlebt Flugzeugunglück

Goma/Kongo, 22.04.2008/APD Bei dem Flugzeugunglück am 15. April 2008 im Osten des Kongo haben nach Agenturmeldungen alle Insassen überlebt, darunter eine adventistische Missionarsfamilie. Die mit 85 Passagieren besetzte DC-9 schoss beim Start in Goma über die Landebahn hinaus, raste in ein belebtes Marktviertel und tötete 44 Menschen. Alle Insassen konnten von der Besatzung und von herbeieilenden UN-Soldaten gerettet werden, bevor das Flugzeug zerbrach und in Flammen aufging.

An Bord der Maschine, die sich auf dem Weg von der Provinzhauptstadt Goma in die Hauptstadt Kinshasa befand, war auch eine adventistische Missionarsfamilie aus Minnesota/USA. Barry und Marybeth Mosier, die 14-jährige Tochter und deren 3-jähriger Bruder wollten ihren ältesten Sohn Keith (24) besuchen, der Laienmissionar in Kisangani ist. Das Ehepaar Mosier selbst arbeitete unter anderem acht Jahre lang in Tansania.

Die 14-jährige April kroch durch ein Loch aus dem Flugzeugwrack heraus und rannte davon. Erst im Krankenhaus trafen alle Familienmitglieder zusammen. Bis zu diesem Zeitpunkt dachte April, ihre Familie hätte das Unglück nicht überlebt. „Wir loben den Herrn einfach für seine Güte uns gegenüber. Wir sind so froh, am Leben zu sein. Anscheinend hat Gott mit uns noch einiges vor“, sagten die Mosiers nach ihrer glücklichen Bewahrung.

Ob ein geplatzter Reifen, eine zu kurze Landebahn oder etwas anderes das Unglück ausgelöst hat, ist noch nicht geklärt. Der kongolesischen Fluggesellschaft Hewa Bora Airways war erst kürzlich von der Europäischen Union die Landeerlaubnis für deren Mitgliedstaaten wegen Sicherheitsbedenken entzogen worden.
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Oberhaupt der katholischen Kirche fordert an Grundlagen des Glaubens festzuhalten

New York, N.Y./USA, 22.04.2008/APD Die Christen müssen an den Grundlagen ihres Glaubens festhalten. Das betonte Papst Benedikt XVI. bei einer ökumenischen Begegnung mit 250 Repräsentanten der christlichen Kirchen in New York. Christen stünden in der Verantwortung, ein „klares Zeugnis für den Grund ihrer Hoffnung“ zu geben, sagte Benedikt XVI.

Der Papst widersprach der Annahme, das Lehramt der römisch-katholischen Kirche vertiefe eher die Wunden der Kirchentrennung als sie zu heilen. Ein klares christliches Bekenntnis setze eine normative Lehre voraus, hielt er dem entgegen. Nur so sei auch ein gemeinsames Zeugnis in ethischen Fragen möglich. Glaubenstreue tue not, betonte Benedikt XVI. Angesichts von Zersplitterung und Individualismus in der globalisierten Welt suchten vor allem junge Menschen nach einer authentischen Form von Gemeinschaft.

Benedikt XVI. warnte vor einer innerchristlichen Relativierung der Religion unter dem Einfluss säkularistischer Ideologien. Dabei wandte er sich gegen die Auffassung, dass nur Wissenschaft objektiv sei und Religion in die subjektive Sphäre persönlicher Gefühle gehöre. Christen dürften diese Sichtweise nicht akzeptieren. Sie führe zu der Vorstellung, dass die Darstellung objektiver Wahrheiten in der Glaubensverkündigung nicht nötig sei. Schon hätten sich einige Gruppen von der Bibel sowie von grundlegenden christlichen Überzeugungen und Traditionen entfernt.

Die heutigen Christen haben nach Worten des Bischofs von Rom dieselbe Pflicht wie die ersten Christen: ein transparentes Zeugnis für das abzulegen, was ihre Hoffnung beseele, so dass die Augen aller Menschen guten Willens aufgehen könnten, um wahrzunehmen, dass Gott sein Gesicht zeigt und es dem Menschen erlaubt, durch Jesus Christus Zugang zu seinem ewigen Leben zu finden: „Er allein ist unsere Hoffnung“, so der Papst.

Bei dem Treffen mit den prominentesten Kirchenvertretern aus dem Bereich New York in der Kirche St. Joseph’s of Yorkville unterstrich Benedikt XVI. die zentrale Bedeutung des Gebets für die ökumenische Begegnung. Denn so der Papst: „Ohne Gebet wären die ökumenischen Strukturen, Institutionen und Programme ihres Herzens und ihrer Seele beraubt.“
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Anmelderekord für Evangelischen Posaunentag in Leipzig

Leipzig, 22.04.2008/APD Vom 30. Mai bis zum 1. Juni 2008 findet unter dem Motto „OhrenBlickmal“ in Leipzig der Deutsche Evangelische Posaunentag (DEPT) statt. Das Musiktreffen steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsidenten Horst Köhler.

Knapp sechs Wochen vor Beginn der Großveranstaltung freuen sich die Veranstalter über einen ersten Rekord: Bei Anmeldeschluss am 18. April hatten sich 19.257 Teilnehmende angemeldet, insgesamt werden sich 2.015 Posaunenchöre auf den Weg nach Leipzig machen. Der jüngste Teilnehmer sei 5 Jahre alt, die älteste Bläserin 84, so ein Sprecher vom Evangelischen Posaunendienst in Deutschland e.V. (EPID), dem Dachverband der 30 deutschen Posaunenwerke und -verbände. Zum EPID gehört auch das Posaunenwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Neben den aktiven Teilnehmern wurden auch Kirchgemeinden, Musikliebhaber und Gäste zum Posaunentag eingeladen. Ein vielseitiges Angebot, von der Eröffnungsfeier auf dem Augustusplatz, den Serenaden auf 25 Einzelbühnen der Mitgliederverbände, den 25 Abendkonzerten in den Leipziger Kirchen bis zum Höhepunkt des Posaunentages, dem großen Fernseh-Abschlussgottesdienst im Zentralstadion, bei dem alle Teilnehmenden den größten Posaunenchor der Welt bilden und damit den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde suchen. Die Predigt wird der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, halten, die vom MDR-Fernsehen live übertragen wird.

Weitere Informationen über den Posaunentag 2008 sind im Internet unter www.ohrenblickmal.de zu finden.
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Bischöfin Wenner neue Präsidentin der Vereinigung Evangelischer Freikirchen

Kassel, 21.04.2008/APD Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat eine neue Leitung. Bei der Mitgliederversammlung am 16. April in Kassel wurde die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche, Rosemarie Wenner (Frankfurt/Main), zur neuen Präsidentin gewählt, Stellvertreter ist Baptistenpastor Friedrich Schneider (Oldenburg), der zur Bundesgeschäftsführung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) gehört. Dem insgesamt fünfköpfigen Vorstand gehören ferner der neue Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting (Witten), der Bundessekretär des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Hartmut Knorr (Erzhausen), und der Leiter der Heilsarmee in Deutschland, Kommandeur Horst Charlet (Köln), an. Das neue Leitungsgremium übernimmt die Amtsgeschäfte zum 1. Juli. Nur Bischöfin Wenner war Mitglied des bisherigen Vorstandes.

Der bisherige Präsident, Baptistenpastor Siegfried Großmann (Seesen), und die Vorstandsmitglieder Ingolf Ellßel (Tostedt), Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, der frühere Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Mennonitengemeinden, Werner Funk (Enkenbach), und der frühere Präses des Bundes Freier evangelischen Gemeinden, Peter Strauch (Witten), traten nicht mehr an, weil sie, bis auf Ellßel, innerhalb ihrer jeweiligen Freikirche keine Leitungsämter mehr bekleiden. Auch Ellßel will im Laufe dieses Jahres sein Amt als Präses aufgeben. Wenner dankte vor allem Großmann, der das Amt seit Ende 2003 inne hatte. Er habe den Umgestaltungsprozess der VEF von einem eher informellen Kontaktgremium in einen inzwischen eingetragenen Verein maßgeblich begleitet. Es sei vor allem ihm zu verdanken, dass die Freikirchen heute mit ihrem eigenen Profil wahrnehmbarer geworden seien. Für die VEF sei der 70-Jährige „ein großes Geschenk“ gewesen.

Die Delegierten beschlossen ferner, die Tätigkeit von Baptistenpastor Peter Jörgensen (Berlin), dem Beauftragten am Sitz der Bundesregierung, auszuweiten. Er nimmt dieses Amt zusätzlich zu seiner Funktion als Seelsorger der Baptistenkirche in Berlin-Wedding wahr. Jörgensen betonte, dass er die freikirchlichen Anliegen „nicht laut, sondern leise und entsprechend den diplomatischen Gepflogenheiten in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen“ wolle. „Profil zu entwickeln muss nicht zwingend damit einhergehen, lautstark und wortgewaltig aufzutreten.“

Dies sei etwa bei der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Volker Beck hinsichtlich des christlichen Jugendtreffens „Christival“ Anfang Mai in Bremen der Fall gewesen. Jörgensen bedauerte in dem Zusammenhang, dass der Streit um das Jugendtreffen öffentlich ausgetragen wurde: „Es wäre erheblich besser gewesen, das Thema seelsorgerlich und diplomatisch zu verhandeln.“ Beck hatte gegen das geplante „Christival“-Seminar „Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung“ protestiert, das daraufhin vom Anbieter zurückgezogen wurde. Durch den Streit seien das „Christival“, die Betroffenen und nicht zuletzt die Homosexuellen selber „geschädigt“ worden, meinte Jörgensen. Zugleich bedauerte er, dass die Verantwortlichen von „Christival“ nicht auf das Angebot von Beck eingegangen seien, im Rahmen der Veranstaltung nicht übereinander, sondern miteinander zu reden.

Eine mit dem VEF-Vorstand abgestimmte Erklärung Jörgensens, in der er sich im Februar gemeinsam mit dem mennonitischen Friedenszentrum in Berlin gegen die Aufstockung von Kampfverbänden der NATO in Afghanistan und für eine gründliche Analyse der Afghanistan-Strategie ausgesprochen hatte, wurde von der breiten Mehrheit der Delegierten begrüßt – mit einer Ausnahme. Die Heilsarmee wies darauf hin, dass sie sich aufgrund eines internationalen Sonderstatus’ grundsätzlich niemals zu außenpolitischen Fragestellungen äußere. Einig waren sich die Delegierten, dass das Anliegen der Heilsarmee bei künftigen Erklärungen berücksichtigt werden solle, etwa durch eine kurze redaktionelle Ergänzung.

Zur 1926 gegründeten Vereinigung Evangelischer Freikirchen gehören 14 Mitglieds- und Gastkirchen mit insgesamt über 260.000 Mitgliedern.
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Die Freikirchen sind stärker geworden

Kassel, 21.04.2008/APD Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) sei als Kirchenverband stärker geworden. Davon ist der scheidende Präsident, Baptistenpastor i.R. Siegfried Großmann (Seesen), überzeugt. Der heute 70-Jährige hatte das Amt im November 2003 übernommen. Seine Amtszeit endet am 30. Juni dieses Jahres. Wie er am Rande der jüngsten Mitgliederversammlung am 16. April in Kassel sagte, sei die Stärkung eine Folge der neuen Struktur als eingetragener Verein. Zuvor hätten sich die Vertreter der Freikirchen zweimal im Jahr getroffen, heute gebe es neben diesen Treffen die zusätzliche Arbeit des VEF-Vorstandes. Durch sie sei das Vertrauen gestärkt worden. „Trotz Meinungsunterschiede ist es gelungen, Schwierigkeiten gemeinsam zu lösen.“

Als vorrangiges Ziel der Arbeit der VEF bezeichnete es Großmann, darauf hinzuwirken, dass „evangelisch sein in Deutschland“ nicht nur auf die Mitglieder der Landeskirchen, „sondern auch auf die Freikirchen“ bezogen werde. Dies sei eine „bleibende Baustelle“, bei der man sich mit der Evangelischen Kirche in Deutschland im Gespräch befinde. Großmann würdigte darüber hinaus die Arbeit des Freikirchlichen Beauftragten am Sitz der Bundesregierung in Berlin. Er hoffe, dass dessen Tätigkeit den einzelnen VEF-Mitgliedskirchen helfen könne, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Als „wünschenswert“ nannte Großmann ferner, die Zusammenarbeit der Freikirchen nicht nur auf Bundesebene, sondern er hoffe auf stärkere Kooperationen auch auf Landesebene und vor Ort. Denn nicht immer sei ein solches Miteinander im Rahmen einer örtlichen Evangelischen Allianz oder Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ausreichend. Großmann bedauerte, dass es ihm in seiner Amtszeit nicht mehr möglich war, ein „Freikirchliches Forum“ zu organisieren. Dieses Forum sollte für jene unabhängigen freikirchlichen nicht mit der VEF verbundenen Gemeinden eine Möglichkeit zum Gespräch bieten. Die VEF wolle gerne mit den vielen unabhängigen Gruppen ins Gespräch kommen, um die Kontakte und damit die Einheit im freikirchlichen Bereich zu stärken. Ein solches Forum soll 2009 stattfinden. Datum und Ort stehen noch nicht fest.
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Adventisten in Kenia wollen auch künftig den arbeitsfreien Samstag für Beamte

Nairobi/Kenia, 20.04.2008/APD Die Siebenten-Tags-Adventisten kritisieren Pläne der kenianischen Regierung, dass Beamte auch am bisher arbeitsfreien Samstag Dienst leisten sollen. Laut dem Präsidenten der Freikirche in Kenia, Pastor Musyoka Paul Muasya, lebten im Land 583.849 erwachsen getaufte Adventisten, die am Sabbat (Samstag) ihren Feiertag hätten. Doch gebe es unter den 34,2 Millionen Einwohnern Kenias fast drei Millionen Gläubige, die ihren Gottesdienst am Sabbat feierten und an diesem Tag nicht arbeiten würden. Von den Plänen der Regierung wären etwa 15 Prozent der Beamtenschaft betroffen. „Wir sind von dem Vorhaben des Ministeriums für öffentliche Dienstleistungen überrascht, denn es scheint für eine nicht unerhebliche Zahl von Beamten das Grundrecht auf den Besuch des Gottesdienstes nicht berücksichtigt“, sagte Pastor Muasya in einer Pressekonferenz.
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Zwei Zeichen des Vertauens

Lentigny/Schweiz, 19.04.2008/APD Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz ist erneut bis 2012 mit dem ZEWO-Gütesiegel ausgezeichnet worden. Erstmals sei das Hilfswerk 2002 von der Schweizer Fachstelle für gemeinnützige Spenden (ZEWO) geprüft und zertifiziert worden, teilte ADRA-Geschäftsführer Alexandre Gasser (Lentigny/Kanton Freiburg), mit. Das Gütesiegel zeichnet gemeinnützige Organisationen für den gewissenhaften Umgang mit den ihnen anvertrauten Geldern aus. Es bescheinigt den zweckbestimmten, wirtschaftlichen und wirkungsvollen Einsatz von Spenden und steht für transparente und vertrauenswürdige Organisationen mit funktionierenden Kontrollstrukturen, die ethische Grundsätze in der Spendenwerbung wahren. Spenden an ADRA Schweiz können dank dem ZEWO-Gütesiegel bei den Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern in Abzug gebracht werden.

Auch die „Glückskette“ hat ADRA Schweiz erneut ihre Partnerschaft bis 2011 zugesichert. Die „Glückskette“ ist eine Stiftung, um Geld für humanitäre Maßnahmen zu sammeln. ADRA-Projekte können von der Stiftung bezuschusst werden.
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Massentaufe im protestantenfeindlichen Chiapas

Tuxtla Guitierrez, Chiapas/Mexiko, 18.04.2008/APD Nach einer achttägigen, per Satellit übertragenen Evangelisationsveranstaltung von Pastor Mark Finley, einem der Vizepräsidenten der adventistischen Generalkonferenz, wurden in Tuxtla Guitierrez im mexikanischen Bundesstaat Chiapas 420 Menschen getauft und schlossen sich der Freikirche an. Der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten im Süden Mexikos, Pastor David Javier Perez, sprach das Weihegebet für die 20 Geistlichen, welche die Erwachsenentaufen durch Untertauchen vornahmen. Mark Finley hielt seine Bibelvorträge in einem Sportstadion in Kingston/Jamaika. Sie wurden per Satellit in 15 Länder Mittelamerikas übertragen. Zum Schluss der Veranstaltung ließen sich dort über 40.000 Menschen taufen und wurden Adventisten.

Wie Perez mitteilte, gebe es in Chiapas, und dort besonders im Bezirk San Juan de Chamula, immer wieder religiöse Spannungen, die von fundamentalistischen Katholiken ausgelöst würden. Diese tolerierten keine andersgläubigen Christen und verhinderten den Bau protestantischer Kirchen. Vor einigen Jahren hätten sie auch die Beziehung zu ihrem Diözesanbischof von San Cristobal de las Casas abgebrochen, der die Extremisten aufforderte, die lang andauernde und gewalttätige Verfolgung evangelischer Christen zu beenden. Er habe an seine Gemeindeglieder appelliert, weder Vertreibungen, Zerstörungen, das Niederbrennen von Häusern noch handgreifliche Auseinandersetzungen und Blutvergießen zu üben.

„Die katholischen Fundamentalisten hatten vor etwa 35 Jahren systematisch begonnen, evangelische Christen, wie Presbyterianer, Adventisten und Pfingstgläubige, mit dem Argument zu vertreiben, dass sie die Gesellschaft mit der Einführung ausländischer Glaubenslehren in die einheimische Tradition spalten würden“, beklagte Pastor Perez. Seitdem seien etwa 35.000 Protestanten gezwungen gewesen, ihre Häuser und Äcker zu verlassen. Im Bundesstaat Chiapas mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern leben 122.600 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 397 Gemeinden. Etwa 35 Prozent der Bevölkerung sollen nach einer Statistik protestantisch sein.
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Evangeliumsverkündigung in Sportstadion auf Kuba

Santiago/Kuba, 17.04.2008/APD Erstmals fand auf Kuba eine Evangelisationsveranstaltung der Siebenten-Tags-Adventisten in einem Sportstadion statt. Zu den achttägigen per Satellit übertragenen Vorträgen von Pastor Mark Finley, einem der Vizepräsidenten der adventistischen Weltkirchenleitung, kamen jeden Abend über 2.500 Besucher ins Polivalento Stadion von Santiago. Zum Abschluss der Evangeliumsverkündigung erhielt die Freikirche die Genehmigung, eine Tauffeier im Schwimmstadion von Santiago durchzuführen, bei der sich 235 Menschen der Freikirche anschlossen. Weitere 565 Besucher der Satellitenevangelisation wurden an anderen Orten Kubas getauft. Auf der Karibikinsel leben etwa 28.000 erwachsen getaufte Adventisten in 272 Gemeinden, die von 53 Pastoren betreut werden. Die dortige Freikirche unterhält in Santiago de las Vegas, nahe der Hauptstadt Havanna, ein theologisches Seminar.

Seit 1904 gibt es auf Kuba Siebenten-Tags-Adventisten. 1905 entstand die erste Gemeinde in La Lisa, einem Vorort von Marianao bei Havanna. 1932 zählte die Freikirche 1.000 Mitglieder. 1922 gab es bereits mehrere adventistische Grundschulen. Eine höhere Schule entstand 1922 auf der San Claudio Farm bei Cabañas. Aus ihr gingen ein Gymnasium und ein theologisches Seminar hervor, die 1940 nach Santa Clara verlegt wurden. 1935 sendete in Havanna eine Radiostation unter dem Namen „La Voz del Atalaya“ (Die Stimme des Wächters) das erste adventistische Rundfunkprogramm.

Nach Anbruch der kommunistischen Herrschaft im Jahr 1959 durften religiöse Aktivitäten nur noch in Kirchengebäuden ausgeübt werden. Die Radiosendungen mussten eingestellt werden. Das Gymnasium und das theologische Seminar in Santa Clara wurden 1967, die 40 Grundschulen bereits 1961 enteignet. 1992 lebten auf der Karibikinsel 11.235 erwachsen getaufte Adventisten in 112 Gemeinden mit 48 Pastoren.

Die Verfassungsänderung von 1992, in der die Religionsfreiheit verankert wurde, brachte manche Erleichterungen. 1993 bekamen die Adventisten zum ersten Mal nach 30 Jahren die Erlaubnis, wieder Studienanleitungen zur Bibel zu drucken. Seit 1994 durfte zu Evangelisationsvorträgen in Kirchen und zu Bibelkreisen in Privathäusern eingeladen werden. 1995 konnte die Freikirche 250.000 Broschüren mit dem Titel „Der Weg zu Christus“ für Evangelisationsveranstaltungen drucken. 1996 weihte sie ein neues theologisches Seminar in Santiago de las Vegas, nahe der Hauptstadt Havanna, ein. 1998 erhielten die Adventisten die Genehmigung, in Haftanstalten religiös tätig zu sein. 2001 führten sie nach 42 Jahren wieder eine Evangelisation in einem öffentlichem Saal, dem 1.500 Plätze fassenden Mella Theater in Vedado bei Havanna, durch. Seit 1994 wurden mit ausländischer Hilfe 190 Gemeindezentren auf Kuba saniert oder neu gebaut.
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Ein Zuhause für 80 Waisenkinder in Äthiopien

Lentigny/Schweiz, 16.04.2008/APD Das Wukro-Kinderdorf liegt in der ehemaligen äthiopischen Hauptkriegszone Tigray und gab in den letzen 18 Jahren Kriegswaisen ein neues Zuhause. Jetzt sterben immer mehr Eltern an Aids und lassen ihre Kinder hilflos sowie ohne Aussicht auf ein würdiges Leben zurück. Deshalb hat ADRA Schweiz das „Elshadai Wukro Waisenhausprojekt“ für die nächsten drei Jahre in sein Programm aufgenommen. 80 Kinder erhalten nicht nur ein liebevolles Zuhause, sondern zusammen mit den Kindern der umliegenden Dörfer auch eine Grundschulbildung, um später weiterführende Schulen besuchen zu können. Das Waisendorf ist ein unverzichtbarer Arbeitgeber für die Bewohner der umliegenden Gebiete, denn es entstanden Arbeitsplätze für Waisenmütter, in der Küche und im landwirtschaftlichen Bereich.
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Wohnungsbau für Roma-Familien im bulgarischen Kyustendil

Wien/Österreich, 15.04.2008/APD Ende März begann die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich mit dem Bau weiterer Wohneinheiten im Roma-Viertel der westbulgarischen Stadt Kyustendil. Die zukünftigen Bewohner wurden von einer örtlichen Kommission, zu der Sozialstellen, Bürgermeister, Bezirksvorsteher und Bürgervertretung gehören, ausgewählt. Die künftigen Bewohner werden selbst am Bau ihrer Heime mitwirken. Die Wohneinheiten bestehen aus einem Wohnzimmer mit Küchenzeile und Essplatz, einem Schlafzimmer und einem Waschraum mit WC. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) hat die Räumlichkeiten in einer Studie aus dem Jahr 2005 als vorbildlich bezeichnet. Die Wohnungen sollen voll möbliert und mit Haushaltsgeräten versehen noch im Sommer 2008 übergeben werden.

Die Stadt Wien und österreichische Firmen fördern das Projekt finanziell. Auch die Stadt Kyustendil unterstützt das Vorhaben mit ihrem Bürgermeister Dr. Petar Paunov. Seit 2000 führt ADRA Österreich Projekte in Bulgarien mit dem Schwerpunkt Gesundheit und soziale Hilfe durch. So konnte in den letzten Jahren in Kyustendil ein medizinisches Zentrum mit vier Ärzten und 21 Wohneinheiten für Roma-Familien übergeben werden. Bildungsmaßnahmen für die Bewohner und Medikamentenspenden von österreichischen Pharmafirmen runden die Hilfe ab.
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Wiederaufbau von Lager „VIER“ in Somalia

Weiterstadt bei Darmstadt, 14.04.2008/APD Wer jemals überhaupt nach Somalia kommen würde, könnte in Garowe, einer Stadt in der nördlichen Provinz Puntland, Erstaunliches wahrnehmen. So sieht es im Lager „VIER“ am Ufer des Garowe-Fluss „erbarmungswürdig“ aus: Wohin man blickt, Schmutz, Müll, Gestank. Eine notdürftig zusammengeflickte Behausung aus rostigen Blechen und Plastikbahnen quetscht sich an die andere und beherbergt dennoch fast einhundert Flüchtlingsfamilien, die sich hier vor den Unruhen in den umliegenden Landesteilen in Sicherheit bringen wollten.

Anfang des Jahres hatte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) hier begonnen, den Menschen Werkzeuge und Gerät in die Hand zu geben, damit sie das Lager sauber halten konnten. Auch in der Stadt halfen die Flüchtlinge bei der Straßenreinigung und der Müllabfuhr. Für diese Arbeit erhielten sie ihre Mahlzeiten. Doch am Morgen des 27. März brach im Lager ein Feuer aus, das alles niederbrannte. Von Brandstiftung wurde gemunkelt, was aber nicht zu belegen war. Von der gesamten Slum-Siedlung samt vier gemauerten Gebäuden, die außerhalb standen, ist nichts übrig geblieben.

Dass nur eine Frau erhebliche Verbrennungen an ihren Armen erlitt, ist allein aufmerksamen Augenzeugen zu verdanken. Denn zu der Tageszeit waren die Erwachsenen schon in Garowe bei ihrer Arbeit. Einige der zurückgebliebenen Kinder waren in den Hütten angebunden worden, weil für die Beaufsichtigung der Kleinen kein Geld vorhanden ist und sie am Herumstreunen gehindert werden sollten. Durch das beherzte Eingreifen der Helfer konnten alle Kinder befreit und gerettet werden.

ADRA und andere Hilfsorganisationen standen den Familien bei. Ein Verbleib an diesem Ort war ihnen nicht mehr zuzumuten. So errichtete ADRA an einer von der Stadtverwaltung zugewiesenen Stelle neue Toilettenanlagen, verteilte Wasserkanister, Kannen und Schubkarren und half beim Wiederaufbau. Doch letztlich ist es eine „Rekonstruktion der Armut“, denn die Herausforderungen angesichts der Regenzeit und ständig nachströmende Flüchtlinge aus dem Hinterland erfordern bedeutend mehr Mittel, die aber nicht vorhanden sind.

Lager „VIER“ ist eines von insgesamt sechs Lagern in Garowe, die in ähnlich schlechter Verfassung sind. Die Spannungen unter den Menschen steigen, und auch hier sind Frauen und Kinder die Leidtragenden von Übergriffen jeglicher Art. Doch angesichts der zahlreichen Naturkatastrophen und der gewaltsamen Konflikte im Lande sind solche Lager für sie die einzige Zuflucht.
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Leiter der Adventisten in Sambia plötzlich verstorben

Lusaka/Sambia, 13.04.2008/APD Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Republik Sambia hat eine ihrer leitenden Persönlichkeiten verloren. Pastor Cornelius M. Matandiko (48), seit 2004 Präsident der Freikirche in dem südafrikanischen Land starb nach kurzer Krankheit am 2. April 2008 in der Hauptstadt Lusaka. Er war außerdem Kanzler der Adventistischen Universität von Sambia und Fernsehevangelist. „Als Kirche verlieren wir nicht nur einen begeisternden und visionären Mann, sondern auch einen Pastor, dessen Herz für die Evangelisation schlug“, betonte der Pressesprecher der sambischen Adventisten. Erst vor kurzem hatte Matandiko 400 Gemeindemitglieder zu „Laienevangelisten“ ausgebildet.

An der Trauerfeier am 6. April nahmen 20.000 Personen teil, darunter die Gattin des Staatspräsidenten Maureen Mwanawasa, der Gesundheitsminister Brian Chituwo und Sambias erster Präsident Kenneth David Kaunda. Matandiko hinterlässt seine Frau Patience und zwei Töchter.

Sambia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Infektionsrate. Es leben dort rund zwölf Millionen Menschen. 87 Prozent sind Christen, hinzu kommen Anhänger von Naturreligionen, Muslime und Hindus. Von den Christen sind 60 Prozent römisch-katholisch, 20 Prozent Protestanten und 20 Prozent neuapostolisch. Die 546.367 erwachsen getauften Siebenten-Tags-Adventisten Sambias versammeln sich in 1.704 Kirchengemeinden.
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Türkisches Religionsamt gestattet Übertritt vom Islam

Ankara/Türkei, 13.04.2008/APD Das türkische Amt für religiöse Angelegenheiten (Diyanet Isleri Baskanligi), das dem Büro des Ministerpräsidenten angegliedert ist, hat nach Angaben von Kathpress Übertritte vom Islam zu anderen Religionen offiziell für erlaubt erklärt. Neben der göttlichen Strafe sehe der Islam keine weltliche Strafe für den Abfall vom Glauben vor, heißt es in einer am 11. April in der Monatszeitschrift der Behörde „Diyanet“ veröffentlichten „Fatwa“, einem islamischen Rechtsgutachten. Die „Fatwa“ könnte die Lage der Christen im Land erheblich erleichtern.

„Der Prophet (Mohammed) hat niemandem seinen Glauben aufgezwungen; er hat gegen Andersgläubige nie Gewalt angewendet“, heißt es in dem Gutachten. Davon gebe es „keinerlei Ausnahmen, auch nicht für Konvertiten vom Islam“. Das Religionsamt tritt in der Türkei als oberster Glaubenshüter des Islam auf. Derzeitiger Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten ist der islamische Rechtsprofessor und Großmufti Dr. Ali Bardokoglu.

Christen, die vom Islam übergetreten sind, werden in der türkischen Öffentlichkeit oft angefeindet oder bedroht. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder tätliche Angriffe auf Christen, denen Missionstätigkeit vorgeworfen wurde. Unter anderem wurden im vergangenen Jahr im osttürkischen Malatya drei Protestanten brutal ermordet. Die evangelischen Kirchen in der Türkei forderten daher seit langem eine öffentliche Erklärung des Religionsamtes, dass Mission und Konversion nicht verboten sind.

Die „Fatwa“ des türkischen Religionsamtes beschäftigt sich insbesondere mit Vers 137 der Nisa-Sure im Koran. „Siehe, diejenigen, welche glauben und hernach ungläubig werden, dann wieder glauben und dann noch zunehmen an Unglauben, denen verzeiht Allah nicht, und nicht leitet Er sie des Weges“, heißt es dort. Die verbreitete Annahme, dass der Koran eine Todesstrafe für den Abfall vom Glauben vorsehe, werde damit klar widerlegt, so das Rechtsgutachten. Ansonsten wäre es ja unmöglich, dass jemand zum Glauben zurückkehrt und ein zweites Mal davon abfällt, wie in dem Vers beschrieben.
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Malaysische Regierung will Nichtmuslimen per Gesetz entgegenkommen

Kuala Lumpur/Malaysia, 13.04.2008/APD Die Regierung in Malaysia plant ein Gesetz, das Übertritte zum Islam neu regeln soll. Damit will sie Spannungen unter den ethnischen Gruppen des südostasiatischen Landes entschärfen. Kern der Reform wird laut malaysischen Medienberichten vom 11. April eine Verpflichtung, wonach Konvertiten ihre Ehepartner und Familien offiziell über die Annahme des Islam informieren müssen.

Mit der Reform reagiert die Regierung den Berichten zufolge auf mutmaßliche Fälle von Leichendiebstahl durch islamische Behörden. Diese hatten jeweils behauptet, der Verstorbene sei noch auf dem Sterbebett zum Islam konvertiert und müsse entsprechend bestattet werden. Klagen von Angehörigen mussten vor Sharia- Gerichten verhandelt werden und endeten stets mit einer Abweisung der Klage. Der Islam ist in Malaysia Staatsreligion.

Hindus, Buddhisten und Christen sahen vor diesem Hintergrund die Religionsfreiheit in dem südostasiatischen Land gefährdet. Im jüngsten Fall war im Januar ein Chinese nach islamischem Ritus beerdigt worden, nachdem die Familie eine Klage vor einem Sharia-Gericht verloren hatte. Obwohl der Mann geraume Zeit vor seinem Tod nach mehreren Schlaganfällen geistig und körperlich behindert war, ging das Gericht von einer rechtmäßigen Konversion zum Islam aus.

Bei den Wahlen Anfang März hatte die regierende Parteienkoalition Barisan Nasional (BN) erstmals seit 1969 ihre Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament verloren. Politische Beobachter sehen darin ein Votum für eine von ethnischen und religiösen Faktoren unabhängigere Politik. Die ethnischen Malaien genießen bei Bildung, Arbeitsplätzen und der Vergabe von Staatsaufträgen gesetzlich garantierte Privilegien gegenüber ihren chinesisch- und indischstämmigen Mitbürgern. Da die Bevorzugten per Verfassung dem Islam angehören, werfen die nichtislamischen Minderheiten der Regierung immer wieder unzulässige Förderung des muslimischen Glaubens vor.

Malaien stellen 58 Prozent der Bevölkerung, Chinesen 26 Prozent und Inder sieben Prozent. Von den rund 26 Millionen Einwohnern sind 60,5 Prozent Muslime (vor allem Sunniten), 20 Prozent Buddhisten, 9,1 Prozent Christen und 6,3 Prozent Hindus. Knapp fünf Prozent gehört chinesischen Volksreligionen an oder sind religionslos.
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Einladung zur Mitwirkung am Kirchentag 2009

Fulda, 12.04.2008/APD Zur aktiven Mitgestaltung am Programm lädt der Deutsche Evangelische Kirchentag ein, welcher vom 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen stattfinden wird. Gruppen und Einzelne aus Kirche und Gesellschaft können sich mit Informationsständen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ sowie mit Musik, Theater, Kleinkunst, Gottesdiensten und kirchenmusikalischen Darbietungen oder als Bläser- und Gesangschöre beteiligen. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2008; Bläser- und Sängerchöre haben bis zum 30. November Zeit. Genauere Informationen finden sich in einem Prospekt, der in einer Auflage von 120.000 Exemplaren deutschlandweit verbreitet wird, oder im Internet unter www.kirchentag.de/mitwirken.

Der Kirchentag ist im kommenden Jahr zum ersten Mal in Bremen zu Gast. „Kirchentage leben vom Mitmachen“, betonte Kirchentagspräsidentin Prof. Dr. Karin von Welck. Dazu seien „jede und jeder eingeladen – nicht nur evangelische Christen“. In der Stadt an der Weser würden 100.000 Dauerteilnehmer zu einem „großen Fest des Glaubens“ erwartet. Der Deutsche Evangelische Kirchentag 2009 steht unter dem Motto „Mensch, wo bist du?“
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Evangelischer Theologe hat Zweifel an Schreibweise des Gottesnamens „Jahwe“

Bonn, 11.04.2008/APD Der Theologe Wolfram Kinzig bezweifelt, dass der Gott der Juden und Christen wirklich „Jahwe“ ausgesprochen wurde. Diese Aussprache werde zwar in modernen Bibelübersetzungen überall genannt, sei aber keinesfalls sicher, heißt es in einer am 9. April veröffentlichten Untersuchung des evangelischen Bonner Kirchenhistorikers.

Der Gottesname in der hebräischen Bibel setzt sich aus den Konsonanten JHWH zusammen. Wie dieses sogenannte „Tetragramm“ ausgesprochen wurde, können Forscher aus der Buchstabenfolge bis heute nicht sicher rekonstruieren. Hintergrund ist, dass Hebräisch bis ins frühe Mittelalter ohne Vokalzeichen geschrieben wurde.

Kirchenhistoriker seien bislang davon ausgegangen, so Professor Kinzig, die Aussprache „Jahwe“ aus griechischen und lateinischen Umschriften der Kirchenväter rekonstruieren zu können. Als wichtigste Quelle hätten sie eine Passage aus dem Werk „Teppiche“ (Stromateis) des griechischen Theologen Klemens von Alexandrien (gestorben um 220) herangezogen. Eine Überprüfung der handschriftlichen Überlieferung zeige jedoch, dass die griechische Wiedergabe des „Tetragramms“ in den Handschriften uneinheitlich sei.

„Schon zur Zeit der Kirchenväter war alles andere als klar, wie der Gottesname überhaupt geschrieben wurde“, betonte der Theologe. Nach seinen Worten kursierten damals konkurrierende Schreibweisen und sorgten für Verwirrung.

Im Judentum werde der Gottesname seit dem frühen Mittelalter aus Ehrfurcht nicht verwendet und nur umschrieben. Auch evangelische Theologen diskutierten darüber, ob der Gottesname ausgesprochen werden solle oder nicht. Nach Meinung Kinzigs stehe der Verwendung von „Jahwe“ aus christlicher Sicht nichts im Weg, auch wenn die Aussprache unsicher bleibe. Im jüdisch-christlichen Dialog sollte man aber aus Rücksicht auf die jüdischen Gesprächspartner darauf verzichten.
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Erinnerung an die Verfolgung der Täufer in Augsburg – Susanna Daucher vor 480 Jahren aus der Fugger-Stadt ausgetrieben

Augsburg, 10.04.2008/APD Die Mennonitengemeinde Augsburg erinnert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mennonitischen Friedenskomitee (DMFK) an die Verfolgung der Täufer vor 480 Jahren in der Fugger-Stadt. Eine Gedenkfeier findet am 21. April um 19 Uhr in Augsburg, Schleifergasse 10, statt.

Am 21. April 1528 wurde Susanna Daucher, geb. Spitzmacher, in Augsburg unter dem Rathauserker an den Pranger gestellt und nach Verlesung des Urteils aus der Stadt getrieben. Weil sie schwanger war, wurde ihr „aus Gnaden erlassen, mit einem Brand auf die Backen“ gezeichnet zu werden; was jedoch bei zwei anderen Verurteilten geschah. Lebenslang aus der Stadt verwiesen, musste sie ihre beiden Kinder im Alter von drei und sechs Jahren zurücklassen.

Ihr „Verbrechen“ war, dass sie ihr Haus für Versammlungen der Täufergemeinde geöffnet und sich selbst dieser Gemeinde angeschlossen hatte. Am Ostersonntag, dem 12.4.1528, ließ der Stadtrat das Haus umstellen und verhaftete 88 Versammlungsteilnehmer. Wer kein Bürger Augsburgs war, wurde sofort ausgewiesen, Einheimische kamen in Haft. An den wochenlangen Verhören beteiligte sich auch Stadtschreiber Dr. Conrad Peutinger. Unter Folter sollten die Taufgesinnten gezwungen werden, ihrem Glauben abzuschwören. Zu den Verhafteten gehörten Susanna Daucher und ihre Schwester Maxentia Wissinger. Sie waren sich keiner Schuld bewusst, denn in den Versammlungen, die sie trotz Verbot besucht und beherbergt hatten, sei nur „das Wort Gottes vorgelesen und gelehrt worden“.

In Augsburg soll es 1528 etwa 1.000 „Wiedertäufer“ gegeben haben. In ihren Versammlungen wurde aufgerufen, Jesus Christus nachzufolgen. Die Täufer wollten sich unabhängig von staatlichen Zwängen als Gemeinde organisieren. Zum Konflikt mit Kirche und Obrigkeit kam es, weil sie die Kindertaufe ablehnten und nach Jesu Gebot der Feindesliebe die Teilnahme an staatlicher Gewalt verweigerten.

Am 25.4.1528, drei Tage nach der Austreibung Susanna Dauchers, wurde der Vorsteher der Augsburger Täufer, Hans Leupold, „aus Gnaden“ mit dem Schwert hingerichtet. „Aus Gnaden“ deshalb, weil man ihm den grausameren Feuertod ersparen wollte. Als ihm vor dem Rathaus als Urteil verlesen wurde, dass er mit dem Schwert vom Leben zum Tod gerichtet werden solle, rief er aus: „Nicht also Ihr Herren von Augsburg, sondern aus dem Tod zum Leben!“, worüber sich die zuschauende Menge verwunderte. 2005 gab es ein Gedenken an seine Hinrichtung am damaligen Richtplatz, dem heutigen Eisstadion.

In Augsburg fand bisher keine öffentliche Erinnerung an diese täuferischen Opfer politisch-religiöser Verfolgung statt. Zum 480. Jahrestag wird deshalb zu einem öffentlichen Gedenken eingeladen. Inzwischen besteht eine Initiative für die Anbringung einer Gedenktafel am Daucherhaus.
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Guter Start für zurückkehrende Bauern im Sudan

Weiterstadt bei Darmstadt, 09.04.2008/APD Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland unterstützt seit Januar in einem zweijährigen Projekt 1.000 Flüchtlingsfamilien im Südsudan, die in ihre Heimat in verschiedenen Provinzen der oberen Nilregion zurückkehren wollen. Dabei wurden 1.000 arme Bauern ausgesucht. ADRA zeigt ihnen, wie sie effektiv Felder bestellen sowie ertragreiche Lebensmittel anbauen könnten und wann diese zu ernten seien. Jede Familie erhält Saatgut und Werkzeug, um den Boden zu bearbeiten. Um zu vermeiden, dass die Menschen sich vom Saatgut ernähren, werden außerdem Lebensmittelrationen ausgegeben, die insgesamt 5.000 Menschen zu Gute kommen.

Die Familienbande sind im Sudan stark. Daher wurden die Flüchtlinge im Südsudan von Verwandten aufgenommen. Um auch ihnen zu helfen, verteilt ADRA-Deutschland an weitere 1.000 Familien und deren Angehörige Lebensmittel. Die Finanzierung des Projekts hat mit rund 1,1 Millionen Euro die Europäische Union übernommen.
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Bibeltexte in 2.454 Sprachen

Reading/England, 08.04.2008/APD „Einzelne Bücher oder Teile der Bibel gibt es seit dem 31.12.2007 in 2.454 Sprachen, die gesamte Bibel ist in 438 Sprachen übersetzt.“ Das teilte der Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) in Reading/England in seinem aktuellen „Scripture Language Report“ (Bibelsprachenbericht) mit. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der übersetzten vollständigen Bibeln um neun erhöht, die der einzelnen übersetzten biblischen Bücher um 28. Die Bibel ist damit das am häufigsten übersetzte und am meisten verbreitete Buch der Welt.

Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es mit 703 die meisten Bibelübersetzungen, zehn mehr als im Vorjahr. Trotz der jährlich steigenden Zahlen weist der Report darauf hin, dass bei den geschätzten 6.900 Sprachen weltweit es nur in 438 Sprachen eine komplette Bibelübersetzung und in 1.168 weiteren Sprachen ein Neues Testament gebe. Zwar hätten 95 Prozent der Weltbevölkerung die Bibel in einer Sprache zur Verfügung, die sie verständen, aber gerade beim Bibellesen könne der Text seine Leser in seiner ganzen Tiefe nur dann erreichen, wenn sie ihn in ihrer Muttersprache verstehen könnten. Die Botschaft der Bibel in allen Sprachen zugänglich und verständlich zu machen sei seit mehr als 200 Jahren „das Herz“ der Aufgabe von Bibelgesellschaften weltweit.

Im Weltbund der Bibelgesellschaften arbeiten 145 nationale Bibelgesellschaften zusammen. Zurzeit führen der Weltbund oder nationale Bibelgesellschaften über 560 Übersetzungsprojekte durch. Die Übersetzungsarbeit des Weltbundes wird in Deutschland durch die „Aktion Weltbibelhilfe“, einer Initiative der Deutschen Bibelgesellschaft, gefördert.
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Zahl der Katholiken nimmt weltweit zu

Rom/Italien, 07.04.2008/APD Die Zahl der Katholiken ist zwischen 2005 und 2006 weltweit um 1,4 Prozent von 1,115 auf 1,131 Milliarden gestiegen. Wie aus der neuesten Ausgabe des „Annuario Pontificio 2008″ (Päpstliches Jahrbuch) hervorgeht, leben 49,8 Prozent der Katholiken in Nord- und Lateinamerika, ein Viertel in Europa sowie 10,5 Prozent in Asien. Die Zahl der Diözesan- und Ordenspriester hat im Berichtszeitraum um 0,21 Prozent von 406.411 auf 407.262 zugenommen. Die Zahl der Geistlichen stieg vor allem in Afrika und Asien. Weltweit gibt es 2.923 Diözesen. Die Zahl der Bischöfe betrug Ende 2006 genau 4.898.
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Gospelmusik boomt: 4. Internationaler Gospelkirchentag 2008 in Hannover

Hannover, 06.04.2008/APD Der 4. Internationale Gospelkirchentag, das wohl größte Gospelevent Europas, findet vom 5. bis 7. September 2008 in Hannover statt. Auf Einladung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover werden in der niedersächsischen Landeshauptstadt über 100 Chöre, 4.000 Sängerinnen und Sänger sowie mehr als 40.000 Besucher aus ganz Europa zum gemeinsamen Singen und Feiern erwartet.

Nationale und internationale Stars der Gospelszene stehen auf dem Programm, darunter Tore W. Aas (Gründer, Songwriter und Dirigent des „Oslo Gospel Choir“), Melonie Daniels, Dieter Falk (Juror von Popstars bei ProSieben) und Hans Christian Jochimsen (Leiter eines 1.000-köpfigen dänischen Gospelchors) sowie der schwedische Jugendgospelchor Afro Choir.

Der größte zeitgenössische Gospelkünstler, US-Gospelstar Kirk Franklin, wird am Samstagabend (6.9.) beim Gospelkirchentag-Galakonzert seinen ersten Live-Auftritt in Deutschland haben. Franklin werde das Eventzentrum „AWD-Hall“ mit seiner Mixtur aus Gospel, Rap, Soul und Dance zum Tanzen bringen und mit seiner Bühnenshow zeigen, dass Gospel und dessen Botschaft nichts Verstaubtes sei und Menschen begeistern könne, so die Veranstalter. Gospelmusik sei eines der Beispiele, wie biblische und christliche Traditionen in der Bevölkerung lebendig geblieben seien.

Auf dem Kirchentagsprogramm stehen ferner Impuls-Workshops rund um das Thema Gospel und Masschoir-Proben, wo neue Lieder gemeinsam gelernt werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Chor einem großen, begeisterungsfähigen Gospelpublikum zu präsentieren. Auf über 30 Bühnen in Kirchen, Gemeindehäusern und Open-Air werden verschiedene Chöre und Formationen den Facettenreichtum der Gospelmusik präsentieren und Hannovers Innenstadt zum „gospeln“ bringen.

Höhepunkt und Abschluss des Gospelkirchentages bildet am Sonntag (7.9.) ein ganz besonderer Gospelgottesdienst in der „AWD Hall“ mit Beteiligung aller Sängerinnen und Sängern, Künstlerinnen und Künstlern und der Landesbischöfin Bischöfin Margot Kässmann.

Der Internationale Gospelkirchentag findet alle zwei Jahre statt und wird 2008 von der Evangelisch- lutherischen Landeskirche Hannovers in Kooperation mit der „Creativen Kirche“ aus Witten veranstaltet. Weitere Informationen und Anmeldung sind im Internet unter www.gospelkirchentag.de zu finden.

Der Gospelkirchentag Hannover ist eine Plattform der immer stärker wachsenden und facettenreichen Gospelszene in Deutschland. Mittlerweile sind weit über 1.500 Gospelchöre im Internet gelistet; die Gesamtzahl der Gospelchöre liegt insgesamt aber bei mehr als 3.000 Chören mit über 100.000 Sängerinnen und Sängern deutschlandweit.

Im Jahr 2010 soll der fünfte Internationale Gospelkirchentag in Karlsruhe stattfinden.
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Glaubensangehörige um über vier Millionen Euro betrogen

London/Großbritannien, 06.04.2008/APD Drei Siebenten-Tags-Adventisten wurden von einem Londoner Gericht für schuldig befunden, Mitglieder ihrer Freikirche um 3,2 Millionen britische Pfund (4,26 Millionen Euro) betrogen zu haben. Das Gericht in Southwark verurteilte den Leiter der Gruppe, Lindani Mangena (24), wegen betrügerischen Handels, Geldwäsche und Betreiben von illegalen Investmentgeschäften zu sieben Jahren Gefängnis. Mangena gab sich als Makler der Londoner Börse aus und versprach rund 1.000 Adventisten überdurchschnittliche Gewinne auf ihre Einlagen innerhalb von sechs Monaten. Seine beiden Komplizen, Dean Hinkson (29) und Curtis Powell (31), wurden zu jeweils 15 Monaten Haft verurteilt. Die Polizei konnte 900.000 Pfund (1,2 Millionen Euro) sicherstellen.

Pastor Victor Hulbert, Pressesprecher der britischen Adventisten, sagte: „Wir sind sehr traurig darüber, dass das Vertrauen unserer Mitglieder derart missbraucht wurde. Die Betrogenen glaubten den Versprechungen, da sie von Angehörigen ihrer eigenen Kirche gemacht wurden. Diese Begebenheit sollte Christen in allen Glaubensgemeinschaften mahnen, in finanziellen Angelegenheiten sehr vorsichtig zu sein und zuverlässigen Rat einzuholen.“
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„Gesundheit – höchstes Gut?“ Woche für das Leben in Würzburg eröffnet

Würzburg, 05.04.2008/APD Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Dom St. Kilian in Würzburg haben heute der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber (Berlin), und der stellvertretende Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff (Aachen), die bundesweite Woche für das Leben eröffnet. Vom 5. bis 12. April richten kirchliche Gruppen, Verbände und Einrichtungen zahlreiche Veranstaltungen zum diesjährigen Thema „Gesundheit – höchstes Gut?“ aus.

„Kommt Gesundheit wirklich ‚vor allem‘? Ist das alles, worauf es im Leben ankommt?“, fragte Bischof Huber, der zu Beginn des Gottesdienstes in das Thema der diesjährigen Woche für das Leben einführte. Wo es früher um das Heil der Seele gegangen sei, gehe es heute nur noch um den heilen Körper. Wenn dies nicht klappe, fordere man ein schnelles Ende, so der Ratsvorsitzende. Doch dem sei zu widersprechen: „Leiden und Tod gehören zu unserem Leben. Wer das leugnet, verfehlt die Wirklichkeit. Es gibt keine Garantie ewiger Jugend. Und kein Mensch ist immerwährend gesund.“

In seiner Predigt wies Bischof Mussinghoff am Beispiel der Heilung des blinden Bartimäus (Markus 10,46-52) darauf hin, dass Gesundheit mehr bedeute als nur Fitness und Wellness. Die biblischen Heilungsgeschichten „zeigen, dass Jesus die Menschen durch die Heilungen in die Mitte der Gesellschaft zurückführt“, so der Aachener Bischof. Soziale Aspekte spielten eine wichtige Rolle. Als Blinder sei Bartimäus nur der Platz eines Bettlers geblieben, er war vollständig auf das Entgegenkommen seiner Mitmenschen angewiesen. Es gehöre zu den zentralen Aufgaben, diejenigen Menschen, die nicht dem propagierten Bild von körperlicher und mentaler Fitness entsprechen, in die Mitte zu nehmen und sich um sie zu sorgen. Wenn Gesundheit in diesem umfassenden Sinn als Heilung verstanden werde, dann bekämen auch Krankheiten und Handicaps einen anderen Stellenwert.

Rund um den Dom St. Kilian präsentierten sich am Samstag über 40 Gruppen sowie kirchliche Beratungs- und Serviceeinrichtungen und informierten über ihre Angebote zum Thema Gesundheit. Von heute an bis zum 12. April werden in allen Bistümern und Landeskirchen zahlreiche Veranstaltungen dazu stattfinden.

Die diesjährige Woche für das Leben bildet den Auftakt des auf drei Jahre angelegten Schwerpunktthemas „Gesund oder krank – von Gott geliebt“. Weitere Informationen sind im Internet unter www.woche-fuer-das-leben.de zu finden. Die Woche für das Leben ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der EKD.
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Beste Predigt für das Jahr 2008 gesucht

Bonn, 04.04.2008/APD Der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG (Bonn) hat erneut den ökumenischen „Predigtpreis“ ausgelobt. Bis zum 30. Juni 2008 können Predigten von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Kirchen, Freikirchen und Landeskirchlichen Gemeinschaften eingesandt werden, die innerhalb der letzten zwei Jahre gehalten wurden. Die Auszeichnung wird wieder in den Kategorien „Lebenswerk“ sowie „Beste Predigt 2008″ verliehen. In der Kategorie „Beste Predigt“ sind auch Predigten und Andachten außerhalb der Perikopenordnung und der Texte im Kirchenjahr willkommen. Zusätzlich vergibt die Jury in diesem Jahr einen Sonderpreis in der Kategorie „Beste Predigt aus Caritas und Diakonie“. Erwartet werden Predigten, wie die biblische Botschaft in diakonischen und caritativen Einrichtungen verkündigt wird.

Mit dem 2000 erstmals vergebenen „Predigtpreis“ will der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG die Redekunst in den Kirchen fördern. Ausgezeichnet wurden bislang unter anderem der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch (Köln), der Erfurter katholische Bischof Dr. Joachim Wanke, der Rhetorik-Professor Walter Jens (Tübingen), Schwester Isa Vermehren RSCJ (Bonn), der Theologe Dr. Jörg Zink (Stuttgart), der Schweizer Pfarrer Kurt Marti, der Professor für Systematische Theologie Dr. Eberhard Jüngel (Tübingen), der Pastoraltheologe und Homiletiker Prof. Dr. Rolf Zerfaß, die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, der katholische Religionspädagoge Dr. Thomas Meurer (Münster), der mennonitische Pfarrer Dr. Fernando Enns (Hamburg), Pfr. i. R. Hans Uwe Hüllweg (Münster), Pfarrerin Sylvia Bukowski (Wuppertal) und der Dominikaner-Frater Manuel Merten (Walberberg).
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Aus adventistischer Kirche wird eine Moschee

Drammen/Norwegen, 03.04.2008/APD Die adventistische Gemeinde im norwegischen Drammen hat ihre Kirche für 7,2 Millionen Kronen (923.000 Euro) an eine türkisch-islamische Gemeinschaft verkauft. Das Gebäude wird in eine Moschee umgewandelt. Die türkische Religionsgemeinschaft ist mit über 1.000 Mitgliedern die größte muslimische Gruppe in der Stadt. Die dortigen Adventisten wollen zusammen mit der adventistischen Gemeinde in Hokksund ein neues Gotteshaus in Nedre Eiker bauen,

Laut Leo Swenson, Leiter der Adventgemeinde in Drammen, setze sich seine Freikirche für die Bewahrung der Religionsfreiheit ein. Dazu gehöre die Begegnung mit anderen Religionen und die Bereitschaft, auch einen ersten Schritt zu wagen, wie es mit dem Verkauf der Kirche geschehen sei. Der Präsident der norwegischen Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Tor Tjeransen, gab zu bedenken, dass Christen in der Türkei mit vielerlei Problemen konfrontiert würden. Er wünsche sich, dass der Kirchenverkauf in Drammen Muslime bewegen könnte ähnlich zu handeln. Auch in islamischen Ländern sollte es für Christen möglich sein, Kirchen zu errichten. Wie die Muslime in Norwegen sollten dort die Christen ebenfalls in Freiheit nach ihrem Glauben leben können. In dem skandinavischen Land gibt es 4.680 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 69 Gemeinden.
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Bereits 21.000 Teilnehmer zum Katholikentag angemeldet

Osnabrück, 02.04.2008/APD 21.000 Dauerteilnehmer haben sich bereits Anfang April für den 97. Deutschen Katholikentag in Osnabrück vom 21. bis 25. Mai 2008 angemeldet. Damit sei die Planzahl von 20.000 Anmeldungen bereits sieben Wochen vor Veranstaltungsbeginn überschritten. „Das ist schon jetzt ein großer Erfolg für alle, die den Katholikentag vorbereiten“, sagt Dr. Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Es deute sich an, dass man mit dem Leitwort „Du führst uns hinaus ins Weite“ viele Menschen anspreche.

Am 21. Mai werden die Glocken aller Osnabrücker Innenstadtkirchen die Eröffnung des 97. Deutschen Katholikentags einläuten. Ein Programm mit mehr als 1.200 Veranstaltungen locke Menschen aller Altersgruppen zum größten Treffen katholischer Laien in Deutschland, so Vesper. Beim Katholikentag würden sie die Vielfalt und Lebendigkeit der katholischen Kirche erfahren. Menschen aller Konfessionen und Religionen seien eingeladen, sich hier zu begegnen, gemeinsam zu beten, zu feiern und an aktuellen gesellschaftlichen und theologischen Fragen zu arbeiten.

Weitere Informationen und Anmeldung sind unter www.katholikentag.de und über das Servicetelefon 0541/ 330 90 330 möglich.
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Methodistischer Friedenspreis für Einsatz gegen Todesstrafe in den USA

New Orleans, Louisiana/USA, 02.04.2008/APD Mit dem Friedenspreis 2008 des Weltrates methodistischer Kirchen (World Methodist Council/WMC) wurde heute in New Orleans (USA) die römisch-katholische Nonne Schwester Helen Prejan für ihren jahrzehntelangen Kampf gegen die Todesstrafe und ihren Einsatz in der Gefangenenseelsorge ausgezeichnet.

Die Nonne ist in den Vereinigten Staaten zu einem Symbol für den Widerstand gegen die Todesstrafe geworden. Die heute 68-jährige schloss sich im Jahr 1957 den Schwestern von „St. Joseph of Medaille“ an und arbeitete als Lehrerin und Direktorin für religiöse Bildung in New Orleans. Nachdem sie 1981 ihr Leben dem Dienst für die Armen geweiht hatte und in der Gefangenenseelsorge tätig war, begann sie, mit dem damaligen Häftling Patrick Sonnier zu korrespondieren. Dieser war für schuldig befunden worden, zwei Teenager getötet zu haben. Helen Prejean wurde Sonniers Seelsorgerin und begleitete ihn bis zur Hinrichtung im Jahr 1984. Ihr inzwischen in zehn Sprachen übersetztes Buch „Dead Man Walking – ein Augenzeugenbericht über die Todesstrafe in den USA“ diente 1995 als Grundlage für den preisgekrönten Kinofilm „Dead Man Walking“ mit Susan Sarandon und Sean Penn in den Hauptrollen. In ihrem zweiten Buch „Der Tod von Unschuldigen – ein Augenzeugenbericht über unrechtmäßige Exekutionen“, das 2004 erschien, schrieb sie anhand der Geschichte zweier Männer, die sie ebenfalls bis zur Hinrichtung begleitete und von deren Unschuld sie überzeugt war, über das System der Todesstrafe in den USA.

Ihr heutiges Engagement gilt nicht nur der Begleitung von Häftlingen, die zum Tod verurteilt worden sind, und dem Dienst für die Familien von Mordopfern. Schwester Helen Prejean kämpft auch für die Abschaffung der Todesstrafe in den USA und setzt sich als Ehrenvorsitzende der Gruppe „Moratorium Campaign“ für einen weltweiten Aufschub der Todesstrafe ein.

Der Generalsekretär des Methodistischen Weltrates, Pfarrer George Freeman, bezeichnete Prejeans Einsatz für die Abschaffung der Todesstrafe in den USA, ihren Dienst für Häftlinge und deren Angehörige sowie ihren Dienst für die Familien der Opfer als „Schlüsselfaktoren“ für die Wahl zur diesjährigen Preisträgerin des methodistischen Friedenspreises.

Der Friedenspreis des Weltrates methodistischer Kirchen wird seit 1977 jährlich an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen, welche auf eine besondere Weise einen Beitrag zu Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung geleistet haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Anwar Sadat, Jimmy Carter, Michail Gorbatschow und Nelson Mandela.

Dem Weltrat methodistischer Kirchen gehören 74 Methodistenkirchen mit rund 75 Millionen Mitgliedern und Freunden in über 130 Ländern an.
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