ZDF überträgt erstmals Gottesdienst einer Pfingstkirche

Mainz/Hamburg | 12. Mai 2008 | APD |

Mainz/Hamburg, 12.05.2008/APD Im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) wird am 18. Mai erstmals ein Sonntags-Gottesdienst von 9.30 bis 10.15 Uhr aus einer Pfingstgemeinde, dem Christus Centrum Tostedt bei Hamburg, live übertragen.

Die Vorbereitungsgruppe um Pastor Ingolf Ellssel stellt eine neutestamentliche Wundergeschichte in den Mittelpunkt der Predigt. "Sie soll ermutigen, im Alltag, auch in scheinbar ausweglosen Krisen, mit dem Wirken Gottes zu rechnen", teilte der Senderbeauftragte für ZDF-Gottesdienste, Pfarrer Stephan Fritz (Frankfurt am Main), mit. Der Gottesdienst ist Bestandteil der Reihe evangelischer ZDF-Fernsehgottesdienste im Jahr 2008. Diese steht unter dem Motto "Auf den Zweiten Blick" und nimmt die Erfahrung auf, dass der erste Eindruck zuweilen täuschen kann. Die Reihe möchte zu einem zweiten Blick ermutigen und festgefahrene Sichtweisen verändern.

Die freie Christengemeinde Tostedt hat jeden Sonntag rund fünfhundert Gottesdienstbesucher aus allen Altersgruppen, darunter über 100 Kinder. Die Besucher hätten eins gemeinsam: Die Begegnung mit Jesus Christus habe ihr Leben verändert. "Fromm und lebensnah, lebendig und fröhlich sind hier die Gottesdienste, die nie nach 'Schema F' ablaufen", so Fritz.

Das Christus Centrum Tostedt (CCT) ist Mitglied im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP). Nach der Luther-Reformation im 16. Jahrhundert entstanden die evangelischen Kirchen. Neben den Staatskirchen entwickelten sich auch die vom Staat unabhängigen evangelischen Freikirchen, zum Beispiel die Adventisten, Baptisten, Methodisten, Mennoniten, Freie evangelische Gemeinden und Pfingstgemeinden. Weltweit ist die Pfingstbewegung die größte Konfessionsfamilie evangelischer Prägung. In Deutschland gibt es im BFP inzwischen rund 650 Pfingstgemeinden mit insgesamt 42.700 Mitgliedern.

Gottesdienste aus evangelischen und römisch-katholischen Kirchengemeinden werden seit 25 Jahren im ZDF live übertragen. Die Aufteilung der Gottesdienste auf die beiden deutschen Volkskirchen erfolgt zu je 50 Prozent, wobei die besonderen christlichen Feiertage der römisch-katholischen Kirche vorbehalten sind.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) steht seit Jahren im Dialog mit der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Diese umfasst zurzeit 14 Freikirchen als Mitglieds- und Gastkirchen. Dazu gehören unter anderem der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten), die Evangelisch-methodistische Kirche, die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der Bund Freier evangelischer Gemeinden und der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP), der die zweitgrößte Freikirche in Deutschland ist.

Die EKD hat an die VEF pro Jahr zwei bis drei ZDF-Gottesdienste aus ihrem Anteil abgetreten. Der amtierende Präses des BFP, Pastor Ingolf Ellssel, ist seit 2003 im Vorstand der VEF und hat nun das Vorrecht, einen ZDF-Gottesdienst in seiner Heimatgemeinde, dem Christus Centrum Tostedt, abzuhalten.

Die ZDF-Gottesdienste haben im Durchschnitt etwa 900.000 Zuschauer. Das Zweite Deutsche Fernsehen bietet nach den Gottesdiensten eine telefonische Zuschauerberatung an. Sie vermittelt auch den direkten Kontakt zur jeweiligen Gemeinde, aus welcher der Gottesdienst übertragen wurde. Insgesamt rufen bis zu 800 Zuschauer nach einer Gottesdienstübertragung an. Auch die Gemeinden erhalten nach solch einer Ausstrahlung viele Anrufe und Briefe.
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