ADRA verstärkt Hilfe trotz schwieriger Lage in Myanmar

Weiterstadt bei Darmstadt | 13. Mai 2008 | APD |

Weiterstadt bei Darmstadt, 13.05.2008/APD Seit Freitag verteilt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Reis an etwa 20.000 Menschen in der zerstörten Stadt Labutta im Irrawaddy-Delta von Myanmar (Birma), um eine erste Grundversorgung zu bieten. Doch laut dem aus der Schweiz stammenden Direktor von ADRA Myanmar, Marcel Wagner (Rangun), könne diese Hilfe angesichts der vielen Sturmopfer nur ein Anfang sein. Jetzt hänge alles davon ab, ob es dem Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen gelinge, den täglichen Nachschub zu liefern. Ein erster Überblick in der zu 80 Prozent zerstörten Stadt zeige ein niederschmetterndes Ergebnis: Insgesamt müssten 160.000 Menschen versorgt werden. Dabei könne es keinen Unterschied zwischen Einwohnern und aus anderen Orten in Labutta Schutz Suchenden geben. Alle wären von Hilfe abhängig, da ihre Existenzgrundlagen nicht mehr vorhanden seien.

So lebten 15.000 Menschen in 36 provisorischen Lagern, etwa 25.000 bei Freunden und Verwandten. Weitere 15.000 seien nicht bereit, ihre verwüsteten Grundstücke zu verlassen, teilte Wagner mit. "Die Nahrungsmittel werden in Labutta auf kleine Lieferwagen umgeladen, die zu den Verteilstellen und Lagern fahren." Eine Registrierung der Empfänger werde erst in den nächsten Tagen beginnen können, wenn die Versorgung der Menschen sichergestellt sei. "Zu diesem Zweck wurde inzwischen das Material für 54 Suppenküchen nach Labutta gebracht und an die künftigen Standorte verteilt." Jede dieser Suppenküchen könne etwa 100 Menschen versorgen.

Noch immer schwierig gestalte sich laut Heinz-Hartmut Wilfert (Weiterstadt), Pressesprecher von ADRA Deutschland, die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Hier wirke sich die gute Zusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen der "Aktion Deutschland Hilft" (ADH) sehr positiv aus. Dringend benötigte Medikamente habe die Johanniter Unfall-Hilfe an ADRA übergeben.

In Myaungmya träfen täglich 3.000 Sturmopfer aus dem Süden ein. Hier gebe es zwar Trinkwasser aber es mangele an Nahrungsmitteln. Die einheimische Bevölkerung helfe und teile mit den Neuankömmlingen, betonte Wilfert. Sie sei aber dem Ansturm nicht gewachsen. „Die letzte Schätzung belief sich hier auf 13.000 Hilfesuchenden; mit steigender Tendenz. "Vom adventistischen Schulzentrum in Myaungmya, wo auch ADRA sein Büro unterhält, wurde ein Motorboot bereit gestellt, das 30 Personen befördern kann." Zwei Ärzte aus dem ADRA-Team unternähmen damit Fahrten in die umliegenden Gebiete, um medizinische Hilfe zu leisten und Schwerkranke zu transportieren.

ADRA Deutschland ist Mitglied der "Aktion Deutschland Hilft" (ADH) und ruft gemeinsam mit dem Aktionsbündnis zu Spenden für die Opfer des Zyklons auf: ADH-Spendenkonto 10 20 30 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00), Stichwort: „Zyklon Birma".
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