Neue Bibliothek der Theologischen Hochschule Friedensau eröffnet

Friedensau bei Magdeburg | 15. Mai 2008 | APD |

Friedensau bei Magdeburg, 15.05.2008/APD "Bibliotheken sind ein Schatz, den man immer neu erschließen kann", sagte Professor Dr. Erich Pollmann, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt, in seiner Festansprache zur Eröffnung der neuen Bibliothek der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg. Eine Bibliothek sei nicht nur ein Haus für Bücher, sondern auch ein Kommunikationszentrum mit Internetanschluss. Allerdings sehe er nicht die Gefahr, dass Bücher durch elektronische Datenträger verdrängt würden, denn sie gehörten zum kulturellen Gedächtnis eines Volkes.

Das für 3,5 Millionen Euro errichtete, dreistöckige Bibliotheksgebäude bietet auf 2.750 Quadratmetern Nutzfläche rund 230.000 Medieneinheiten Platz. Neben zahlreichen Arbeitsplätzen im Lesesaal stehen bei Forschungsprojekten sieben Einzelkabinen zur Verfügung, die durch räumliche Trennung ein effektives Arbeiten ermöglichen sollen. Für Arbeitsgruppen sind zwei Seminarräume vorgesehen. Ein Gespräch in entspannter Atmosphäre ermöglicht ein Lesecafé.

Zur Zeit umfasst die Hochschulbibliothek 85.000 Bücher sowie 400 Cds und Videos, 15.000 Partituren und Gesangbücher, 3.000 Bände der Freikirchenbibliothek, 320 Zeitschriften im Abo und 6.500 Online-Zeitschriften. Die Sammelschwerpunkte sind Theologie und Religionswissenschaften, Sozial- und Gesellschaftswissenschaften, Kirchen- und Popularmusik. Was nicht vorhanden ist, kann online per Fernleihe bestellt werden. Die Bibliothek ist wöchentlich 74 Stunden geöffnet, zumeist bis 22 Uhr. Nutzung und Leihe von Medien sind kostenlos. Neben der Hochschulbibliothek befindet sich in dem Gebäude auch das Historische Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, welches als wissenschaftliches Zentralarchiv 1980 in Darmstadt gegründet wurde und seit 1997 in Friedensau angesiedelt ist.

Die 1899 gegründete Friedensauer Bildungsstätte umfasst die beiden Fachbereiche Sozialwesen und Theologie mit insgesamt elf wissenschaftlichen Instituten. An der Hochschule sind etwa 150 Studierende in den Studiengängen Soziale Arbeit, Internationale Sozialwissenschaften, Beratung, Theologie und Kirchenmusik eingeschrieben.
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