Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 06.06.2008/APD Am 14. Juni feiert das Medienzentrum der Siebenten-Tags-Adventisten „Stimme der Hoffnung“ in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt das 60-jährige Jubiläum. Zum Feiern gebe es reichlich Grund, betonte der Leiter des Zentrums, Pastor Matthias Müller. „Bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft fanden sich Adventisten aus Deutschland und den Vereinigten Staaten unter der gemeinsamen Vision zusammen, den vielen durch den Zusammenbruch orientierungslos gewordenen Menschen per Rundfunk und in Form von schriftlichen Bibelfernkursen Gottes Wort nahe zu bringen.“

1948 begannen die Gründer der „Stimme der Hoffnung“ mit amerikanischer Unterstützung religiöse Sendungen über Radio Luxemburg auszustrahlen. Mangels eines geeigneten Studios wurden die Programme zunächst in Paris aufgezeichnet. Dann gelang es in einem Berliner Keller, ein „Studio“ mit einem einfachen Tonbandgerät und hektographierten Texten einzurichten. „Die Kurzwellensendungen stießen auf positive Resonanz, und die Bibelfernkurse fanden begeisterte Teilnehmer“, so Müller. Seitdem sei die „Stimme der Hoffnung“, das inzwischen „älteste private christliche Rundfunkwerk in Deutschland“, nicht mehr verstummt.

Was damals sehr einfach begann, habe sich im Laufe von 60 Jahren eindrucksvoll entwickelt. 1959 erfolgte der Umzug nach Darmstadt, 1962 in ein größeres Gebäude nach Darmstadt-Eberstadt und 2007 in ein neugebautes, modernes Medienzentrum nach Alsbach-Hähnlein. In den 1960er Jahren kam die Blindenhörbücherei hinzu, aus dem Verkauf von Tonbandkassetten wurde ein gut bestückter Shop, und 1992 begann die Produktion von Videos. Im gleichen Jahr schlossen sich laut Müller die „Stimme der Hoffnung“ (West) mit der „Bildstelle Friedensau“ (Ost) zusammen. Beide Einrichtungen hätten schon während der Zeit der deutschen Teilung engen Kontakt gehalten.

„Am 50. Geburtstag vor zehn Jahren studierten rund 800 Kursteilnehmer beim Internationalen Bibelstudien-Institut der ‚Stimme der Hoffnung‘. Diese Zahl hat sich inzwischen verfünffacht“, berichtete Pastor Müller. „Als wir mit unseren ersten Rundfunksendungen begannen, waren wir für 30 Kurzwellen-Minuten pro Tag dankbar. Heute läuft unser Rundfunkprogramm täglich 24 Stunden, und neun Stunden deutschsprachiges TV-Programm pro Woche im ‚Hope Channel‘ spricht Fernsehzuschauer in aller Welt an.“ Ergänzt würde das breite Spektrum der Arbeit durch die öffentlich zugängliche adventistische Bildagentur www.churchphoto.de sowie die rasante Entwicklung der EDV- und Internetabteilung und den Bereich Internetevangelisation, die seit 2006 ganz neue Perspektiven der Medienarbeit eröffneten.

Der Gottesdienst zum 60-jährigen Jubiläum der „Stimme der Hoffnung“ wird live per Satellit in über 300 adventistische Gemeinden in Deutschland übertragen. Er ist auch beim adventistischen „Hope Channel“ über den Satelliten Eutelsat Hotbird 6, bei Kabel Baden-Württemberg und im Internet zu sehen.
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