Europäische Adventisten mit eigener Homepage

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 30.06.2008/APD Mit www.adventists.eu gibt es jetzt auch eine Homepage der europäischen Adventisten. Sie wurde von der Internetabteilung des Medienzentrums der Siebenten-Tags-Adventisten, „Stimme der Hoffnung“, (Alsbach-Hähnlein) entwickelt und programmiert. Die Internetseite entstand aus einer Kooperation mit den adventistischen europäischen Freikirchenleitungen mit Sitz in Bern sowie St. Albans bei London und dem Medienzentrum. Auch das Hosting der Website übernimmt die „Stimme der Hoffnung“ in ihrem Rechenzentrum.

Die Internetseite ist zur Zeit in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar. Sie informiert über das Selbstverständnis, den Glauben und das Wirken der Adventisten. Links führen zu den Homepages nationaler adventistischer Kirchenleitungen. Außerdem gibt es ein Kontaktformular. In Europa leben 374.781 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 5.393 Gemeinden.
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Südafrikas Adventisten öffnen Kirchen für Flüchtlinge

Bloemfontein/Südafrika, 29.06.2008/APD Während der fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika haben die Siebenten-Tags-Adventisten über 30 Kirchen zur Aufnahme von illegalen Einwanderern geöffnet, um sie vor Gewalt zu schützen. In Zusammenarbeit mit den Behörden und der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe wurden die Flüchtlinge verpflegt und mit dem Lebensnotwendigsten versorgt.

Die südafrikanische Freikirchenleitung der Adventisten gab zu den Ausschreitungen eine Stellungnahme heraus. Darin heißt es: „Die adventistische Kirche ruft nachdrücklich zu gegenseitigem Verständnis und zur unbedingten Beachtung der Menschenrechte auf. Nur auf dieser Grundlage können die dringendsten Nöte beseitigt und an der Versöhnung zwischen den nationalen, ethnischen und religiösen Gruppen gearbeitet werden. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten wendet sich entschieden gegen die Anwendung von jeglicher Gewalt, um Konflikte zu lösen.“ In Südafrika gibt es 76.780 erwachsen getaufte Adventisten in 680 Gemeinden.
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Ungarische Christen begehen "Jahr der Bibel 2008"

Budapest/Ungarn, 28.06.2008/APD Unter dem Bibelwort „Freude ohne Ende ist dem gewiss, der dieses Buch liest“ aus Offenbarung 1,3 begehen die ungarischen Christen 2008 ein „Jahr der Bibel“. Die Hauptträger des Bibeljahres sind die Ungarische Bibelgesellschaft (UBG), die römisch-katholische Kirche und die evangelisch-lutherische Kirche.

Das „Jahr der Bibel“ ist das größte Projekt der Ungarischen Bibelgesellschaft in ihrer fast 60-jährigen Geschichte. Mit zahlreichen Aktionen von verschiedenen Kirchen und kirchlichen Organisationen soll das Bibeljahr dazu beitragen, den Menschen zu helfen, die Heilige Schrift und deren Botschaft wiederzuentdecken. Neben vielen Veranstaltungen in Kirchengemeinden finden auch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen statt: ein internationales Bibel-Symposium in Esztergom (23.-26.6.), eine fünf Monate dauernde Bibelausstellung in der Széchényi Nationalbibliothek in Budapest (November 2008 bis März 2009) sowie ein Orgel- und Chorkonzert mit auf der Bibel basierender Musik im Kunstpalast von Budapest (30.9.) Zusätzliche Medienkampagnen in Rundfunk und Fernsehen sollen ein größeres Publikum erreichen.

In einem Hirtenbrief der katholischen ungarischen Bischöfe zum Bibeljahr heißt es: „Die Bibel ist gemeinsamer Schatz der katholischen und protestantischen Kirche. Wir wollen uns in diesem Jahr darauf besinnen, dass die Bibel die Grundlage für unser Leben sein soll. Die Bibel gehört zu den Wurzeln jeder Kultur in Europa. Jede Nation verarbeitete dieses wertvolle Erbe auf ihre eigene Art, auf eigene geniale Weise – in Wort, Schrift, Musik, Bild und Kunst. Die Spuren der Bibel entdecken wir in unserer ganzen Kultur, sie lebt in unseren Redewendungen, Gebräuchen und in der Gesellschaft.“

Die Bischöfe betonen ferner, dass die Bibel den Menschen eine prägende Orientierung für das Leben vermittle, zum wahren Leben erziehe und zur Annahme von Christus führe. Es sei wichtig, regelmäßig in der Bibel zu lesen. Ebenso wichtig sei es, „darüber nachzudenken, was wir in der Bibel gelesen haben“. Die Christen sollten sich kleinere und größere Aufgaben vornehmen, um so, laut Hirtenbrief, auf Gottes Ruf zu antworten.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Ungarn beteiligt sich als Mitglied der Ungarischen Bibelgesellschaft mit verschiedenen Aktionen am „Jahr der Bibel“. So wird mit einer so genannten „Freien Bibel-Universität“ an verschiedenen Orten eine kostenlose je einstündige Studieneinführung in jedes der 66 Bücher der Bibel angeboten. Ferner sind eine mobile Bibelausstellung für die 109 Kirchengemeinden sowie ein Bibel-Wettbewerb der Adventjugend geplant.

Weitere Informationen zum Bibeljahr gibt es im Internet in ungarischer und englischer Sprache unter www.bibliaeve.hu.
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Apostel Paulus wäre heute in 20 Ländern ein Märtyrer

Frankfurt/Main, 27.06.2008/APD Der Völkerapostel Paulus hätte in mindestens zwanzig Ländern mit Gefängnis oder Tod zu rechnen, würde er wie zu seinen Lebzeiten heute als Missionar tätig sein. Darauf wies die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) anlässlich des Paulus-Jahres hin, das am 28. Juni von Papst Benedikt XVI. zusammen mit dem orthodoxen Patriarchen Bartholomaios in der Paulusbasilika in Rom eröffnet wird und bis zum 29. Juni 2009 dauern soll. Die IGFM sieht in dem Jubiläumsjahr die Chance für ein Aufeinanderzugehen der Religionen und ein Aufbrechen der Abschottungspolitik durch Antimissionsgesetze. Insbesondere die Türkei, auf dessen Gebiet Paulus vor 2000 Jahren geboren wurde, sollte sich bemühen, eine den EU-Standards entsprechende Religionsfreiheit anzuerkennen und durchzusetzen.

In Ländern wie Nordkorea, Iran, Afghanistan oder Somalia würde Paulus wahrscheinlich getötet; in Ländern mit angewandter Anti-Missions-Gesetzgebung, wie Algerien oder Teilen Indiens, würde er für mehrere Jahre eingesperrt, so die IGFM. In Pakistan oder im Irak hätte er aufgrund aktueller Tendenzen die Wahl zwischen Aufgabe seines Glaubens oder seinem Verschwinden. Gefahren für missionierende Christen lauerten dort nach Angaben der IGFM durch die staatliche Gesetzgebung und durch nichtstaatliche religiöse Akteure.

Selbst in seinem Heimatland Türkei – Paulus wurde um das Jahr 8 n. Chr. in der Küstenstadt Tarsus geboren – wäre sein Überleben nicht gesichert. Als Hinweis führte die Menschenrechtsorganisation die nationalistisch-islamisch motivierten Morde seit 2006 an dem katholischen Priester Andrea Santoro, dem armenischen Zeitungsherausgeber Hrant Dink und den drei protestantischen Christen im Vorjahr in Malatya an. Immer wieder komme es vor, dass christliche Missionare und die christliche Mission in den Medien als Bedrohung des Türkentums schlecht gemacht würden.

Die IGFM sieht das Paulus-Jahr, für das auch Feiern in der Türkei ausgerichtet werden, als Chance, eine den EU-Standards entsprechende Religionsfreiheit durchzusetzen, wodurch entsprechend des Artikels 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Freiheit gewährleistet würde, „seine Religion oder Überzeugung zu wechseln“ sowie „seine Religion oder Überzeugung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehen von Riten zu bekunden“.

Nach Ansicht der IGFM sollte der türkische Staat deshalb die seit 1971 verwehrte orthodoxe Priesterausbildung wieder zulassen, wozu beispielsweise auch die Wiedereröffnung des Priesterseminars auf der Insel Chalki gehöre, sowie den Kirchen einen ordentlichen Rechtsstatus und damit Rechtssicherheit gewähren. Die befristete Zulassung eines als Museum genutzten Gebäudes in Tarsus als Kirche und Verbesserungen des „Christen-Bildes“ in Presseberichten und in Fernsehserien, wie dem „Tal der Wölfe“, seien in Europa positiv aufgenommen worden. Allerdings müssten auch die Schulbücher von historisch falschen und christenfeindlichen Passagen bereinigt werden.
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Jamaikas Premierminister besucht adventistischen Gottesdienst in London

London/Großbritannien, 26.06.2008/APD Bei seinem fünftägigen Staatsbesuch in Großbritannien nahm Jamaikas Premierminister Bruce Golding an einem Gottesdienst der Brixton Seventh-day Adventist Church in London teil. Begleitet wurde er von Ehefrau Lorna, die selbst Siebenten-Tags-Adventistin ist, dem Repräsentanten Jamaikas in Großbritannien, High Commissioner (Hochkommissar) Burchell Whiteman mit Ehefrau Joline, Außenminister Dr. Ronald Robinson und weiteren Persönlichkeiten. Die Pfadfindergruppe der Kirchengemeinde empfing den Premierminister und seine Delegation mit Trommelwirbeln. Pastor Hamilton Williams und rund 800 Gottesdienstbesucher hießen die Gäste willkommen.

In seinem Grußwort an die Gemeinde erläuterte der Regierungschef des Inselstaates, dass er aus einem adventistischen Elternhaus stamme und seine Frau der Freikirche angehöre. Er habe eine Reihe adventistischer Verwandte, darunter eine Familie, die Mitglied der Brixton Adventist Church in London sei. Deshalb hätte er von den 79 adventistischen Gemeinden in der britischen Hauptstadt gerade diese Kirche für seinen Gottesdienstbesuch gewählt.

In Großbritannien leben 27.321 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 241 Gemeinden. Von den 2,7 Millionen Bewohnern Jamaikas sind 227.093 Mitglieder der dortigen Freikirche in 597 Gemeinden.
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Mehr Kranke und Tote durch legale als durch illegale Drogen

Wiesbaden, 25.06.2008/APD Die sogenannten legalen Drogen wie Alkohol, Tabak und Medikamente verursachen weit mehr Krankheits- und Todesfälle in Deutschland als die illegalen Drogen. Dies teilte jetzt das Statistische Bundesamt (Destatis) im Hinblick auf den „Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch“ mit, der am 26. Juni 2008 begangen wird.

Nach Angaben von Destatis sind im Jahr 2006 insgesamt 534.622 Patientinnen und Patienten vollstationär infolge des Konsums von legalen Drogen wie Alkohol und Tabak sowie infolge des Missbrauchs pharmazeutischer und chemischer Produkte behandelt worden. Illegale Drogen wie unter anderem Heroin, Kokain, Opium und Cannabis waren hingegen in 38.164 Fällen für einen Krankenhausaufenthalt verantwortlich.

Darüber hinaus seien aufgrund von alkoholbedingten Krankheiten und an Krebserkrankungen, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden können, im Jahr 2006 insgesamt 57.900 Personen gestorben. Die Zahl der durch illegalen Drogenkonsum Verstorbenen belief sich 2006 auf insgesamt 1.466 Personen.

Die Vereinten Nationen haben im Jahre 1987 den 26. Juni zum „Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch“ erklärt. Als Antwort auf das ernsthafte weltweite Drogenproblem wurde von den UNO-Mitgliedsstaaten vor zehn Jahren eine Sondersitzung der Generalversammlung einberufen. Dabei haben sie sich auf einen entschiedenen Aktionsplan geeinigt, um sowohl die Nachfrage als auch die Verbreitung von Drogen einzudämmen.

Am 26. Juli startet das Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODC) mit der provozierenden Fragestellung „Kontrollieren Drogen Dein Leben?“ eine neue weltweite Anti-Drogenkampagne. Sie richtet sich an die Eltern, Kinder, Jugendlichen und die Schulen. Sie ruft diese Zielgruppen zu einem Leben und dazugehörenden Umfeld ohne Drogen auf.

In einer Erklärung zu diesem Tag schrieb UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: „Heute werden durch Drogen noch immer Leben zerstört, Gewalt erzeugt und nachhaltige Entwicklung unmöglich gemacht. Allerdings gibt es mittlerweile auch ein besseres Verständnis dafür, wie wir Drogenmissbrauch und -handel entgegentreten müssen. Entscheidungsträger können nun auf umfangreiches Wissen zu Drogenkonsum und dessen Entstehung zurückgreifen. Internationale Zusammenarbeit und technische Unterstützung führen zu besserer Strafverfolgung. Gestiegene Entwicklungshilfe trägt dazu bei, die Armut zu reduzieren und den Verkauf illegaler Pflanzen einzudämmen, indem Landwirten nachhaltige Alternativen geboten werden. Eine stärkere Konzentration auf Prävention und Heilung stellt den Gesundheitsaspekt in den Mittelpunkt des Kampfes gegen Drogen und verlangsamt die Verbreitung von HIV/Aids. Gesellschaften und Staaten haben erkannt, dass wir alle bei der Bekämpfung des weltweiten Drogenproblems Verantwortung übernehmen müssen.“

Mit Hinweis auf den 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der dieses Jahr begangen wird, mahnte der UNO-Generalsekretär alle Mitgliedsstaaten, „die Rechte aller Inhaftierten zu achten, die drogenabhängig sind oder ihre Strafe wegen Drogendelikten verbüssen“. Vor allem müssten ihr Recht auf Leben und ein faires Gerichtsverfahren geachtet werden. Menschen, die mit Drogenabhängigkeit zu kämpfen haben, müsse der Zugang zu Gesundheits- und Sozialeinrichtungen gewährleistet werden. Niemand solle gebrandmarkt werden, weil er drogenabhängig ist, so Ban Ki-moon.

Die UNO verweist auf einschlägige Studien, wonach fünf Prozent der Weltbevölkerung im Alter zwischen 15 und 64 Jahren zumindest einmal während der vergangenen zwölf Monate illegale Drogen konsumiert hätten. Hingegen gebe es für die Altersgruppe der Kinder kaum Datenmaterial. Deren unmittelbare Betroffenheit von Drogenmissbrauch und Drogenhandel sei jedoch unbestritten (Straßenkinder, Kinder von Drogensüchtigen oder suchtgiftbezogenen Todesopfern, suchtbedingte Gewaltentwicklung, Gruppendruck im Peer-Bereich).
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Barfuß aus dem Gottesdienst

Nassau/Bahamas, 24.06.2008/APD 277 Besucher der „Living Faith“ (Lebendiger Glaube) Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nassau auf den Bahamas verließen den Sabbatgottesdienst am Samstag, dem 7. Juni, ohne Schuhe. Pastor Barrington Brennen hatte in seiner Predigt deutlich gemacht, dass es weltweit Millionen Kinder und Erwachsene gebe, die barfuß laufen müssten, da sie kein Geld hätten, um sich Schuhe zu kaufen. Er forderte die Gottesdienstbesucher auf, ihre Schuhe einem dieser armen Menschen zu schenken und barfuß von der Kirche nach Hause zu gehen. Die zurückgebliebenen Schuhe wurden einer Wohlfahrtsorganisation zur Weitergabe an Bedürftige überreicht.

Pastor Brennen sagte nach dem Gottesdienst: „Mit unserem Barfuß-Sabbat verbanden wir zwei Ziele: Einmal ging es um Schuhe für Bedürftige. Aber es ging auch darum, deutlich zu machen, was es für einen Christen bedeutet, mit anderen zu teilen.“ Die dortige adventistische Kirchengemeinde möchte künftig jedes Jahr einen „Barfuß-Sabbat“ durchführen. Von den 323.000 Einwohnern der Bahamas sind 16.361 erwachsen getaufte Adventisten in 51 Gemeinden.
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Taburi Stamm bekennt Mord an adventistischem Missionar

Port Moresby/Papua-Neuguinea, 23.06.2008/APD Vor 100 Jahren, am 13. Juni 1908, kam der erste adventistische Missionar Peni Tavodi (1888-1918) von den Fidji Inseln nach Papua-Neuguinea, um auch dort die Evangeliumsbotschaft zu verkündigen. Er wurde von dem australischen Pastor der Siebenten-Tag-Adventisten, Septimus Carr und seiner Frau Edith, begleitet. Nach zehnjähriger Tätigkeit verfluchten Zauberer des Taburi Stammes nach ihren traditionellen Riten den Fidschianer Tavodi, worauf Nadina Kosiwa, ein Eingeborener, in dem Dorf Koiari mit einer Giftschlange den Missionar tötete, als dieser knieend betete.

Genau 100 Jahre nach dem Eintreffen des Missionars bekannten Angehörige des Taburi Stammes stellvertretend für jene, die Peni Tavodi ermordet hatten, ihre Schuld und baten Pastor Mitieli Nakasamai, einen Großneffen des Missionars, um Verzeihung. Karl Jack, einer der Ur-Urenkel von Ureki Kosiwa, dem Bruder des Missionarmörders, suchte für die Bewohner des Dorfes Koiari und für seinen Stamm um Vergebung und betonte: „Die Arbeit der Missionare Tavodi und Carr war nicht umsonst. Als sie mit der Bibel zu uns kamen, beteten unsere Vorfahren grausame Götter an, die Angst verbreiteten. Auch kam es immer wieder zu Stammeskämpfen. Durch den Einfluss der Missionare entstand eine christliche Gesellschaft, in der wir uns heute furchtlos und frei bewegen können.“

Die Versöhnungszeremonie fand im Rahmen der Jubiläumsfeier „100 Jahre Adventisten auf Papua-Neuguinea“ statt und wurde mit einem Laienspiel eingeleitet, in dem die Dorfbewohner von Koirari die Ankunft der Missionare in traditioneller Bekleidung nachspielten.

Von den 6,3 Millionen Einwohnern Papua-Neuguineas sind 60 Prozent Protestanten, 30 Prozent Katholiken und sechs Prozent gehören synkretistischen Religionen an. Auf der Insel leben über 236.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 858 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält eine Universität, eine Hochschule, drei Gymnasien, 77 Grundschulen, 38 Kliniken und Sanitätsstationen, einen Flying Doctor Service (Fliegende Ärzte), zwei mobile Kliniken sowie ein Medienzentrum zur Produktion von Radio- und Fernsehsendungen.
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Neuer Kirchenpräsident der Adventisten für Frankreich, Belgien und Luxemburg

Paris/Frankreich, 24.06.2008/APD Die Delegierten der Franko-Belgischen Union der Siebenten-Tags-Adventisten wählten in Rocheton bei Melun (Frankreich) eine neue Kirchenleitung. Präsident für die nächsten fünf Jahre wurde Pastor Jean-Claude Nocandy (38), Schatzmeister Pastor Patrick Lagarde. Generalsekretär Pastor Jean-Paul Barquon blieb in seinem Amt.

Neben den Delegierten aus 138 Adventgemeinden in Frankreich, Belgien und Luxemburg nahm als Gast auch Pastor Claude Baty, Präsident des Bundes Protestantischer Kirchen in Frankreich (FPF), teil. Baty eröffnete den zweiten Sitzungstag mit einer Bibelbetrachtung aus dem Lukas-Evangelium und wies unter Bezug auf das Tagungsmotto auf Jesus Christus als „Zeichen der Hoffnung“ hin.

In den drei Ländern der Franko-Belgischen Union leben rund 13.600 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten. Sie unterhalten das Schulzentrum Maurice Tièche (Kindergarten, Grund- und Mittelschule) in Collonges-sous-Salève (Frankreich), ein Alten- und Pflegeheim in Clapiers (Frankreich), drei Bibelstudien-Institute (IEBC) in Dammarie-les-Lys (Frankreich), Brüssel und Nivelles (Belgien) sowie ein Koordinationszentrum für die Lokalradioarbeit in Paris. Die nationalen Büros der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in Frankreich, Belgien und Luxemburg führen humanitäre Maßnahmen in aller Welt durch.

In Frankreich ist die Freikirche seit 2003 Mitglied im Bund Protestantischer Kirchen in Frankreich (FPF), und im Nachbarland besteht seit 2002 ein Partnerschaftsabkommen mit der Vereinigung Protestantischer Kirchen in Belgien (EPUB). Die Ausbildung der Pastoren erfolgt an der adventistischen Theologischen Hochschule im französischen Collonges-sous-Salève, in Nähe der Calvin-Stadt Genf.
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Durch Schulung größere Reisernten

Antananarivo/Madagaskar, 21.06.2008/APD Jean de Dieu Rakotonirina, ein von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA angeleiteter Bauer, gehört heute zu den zehn ertragreichsten Reisproduzenten Madagaskars. Pro Hektar erzielt er eine Reisernte von 13,5 Tonnen. Dafür erhielt er vom Landwirtschaftsministerium eine Auszeichnung.

Seit 2005 führt ADRA in den Moramanga und Anosibe An‘Ala Distrikten im Osten Madagaskars ein auf sechs Jahre angelegtes Nahrungsmittel-Sicherungsprogramm durch, das von der Internationalen Entwicklungshilfeorganisation der Vereinigten Staaten (USAID) gefördert wird. Dabei werden die Bauern mit neuen oder verbesserten Anbaumethoden vertraut gemacht. Sie erhalten die Möglichkeit, sich ertragreicheres Saatgut und landwirtschaftliche Geräte zu beschaffen. ADRA hilft auch bei der Vermarktung der Ernte durch den Aufbau von Absatzkooperativen. Für die Verbesserung der Infrastruktur werden Straßen wieder instand gesetzt. Außerdem sorgt ADRA für den Ausbau des Gesundheitssystems sowie die Unterweisung der Bevölkerung in Hygiene und gesunder Ernährung. Das Nahrungsmittel-Sicherungsprogramm hat inzwischen 26 von 31 Ortschaften des Moramanga Distriks erreicht und kommt damit über 120.000 Menschen zugute.
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Adventistische Jugendliche demonstrieren in London gegen Gewalt

London/Großbritannien, 20.06.2008/APD 5.000 Jugendliche und Pfadfinder der Siebenten-Tags-Adventisten zogen, von Trommlern begleitet, durch Londons Straßen, um gegen die Welle von Gewalt unter Teenagern und für positive Alternativen zu demonstrieren. Sie trugen Transparente mit Aufschriften, wie „Lebe!“, „Liebe praktizieren statt Kugeln verschießen“, „Familien gegen Verbrechen mit Waffen und Messern“, „Bete, bevor etwas passiert“ und „Legt die Waffen nieder!“. Vom Trafalgar Square ging der Weg am Parlamentsgebäude, an der Residenz des Premierministers in der Downing Street und an der Themse vorbei. Hintergrund der Demonstration ist die Tatsache, dass allein in der britischen Hauptstadt seit Beginn des Jahres bereits 16 junge Leute durch Schusswaffen und Messer getötet wurden.

Bei der Abschlusskundgebung im Kennington Park sagte Mark Prince ins Mikrofon: „Ihr seid die Antwort auf diese Verbrechen mit Messern – ihr, die jungen Leute.“ Damit bezog er sich auf seinen 15-jährigen Sohn Kiyan, der 2006 bei einer Messerstecherei ums Leben kam. Seitdem sei es ihm ein Bedürfnis, „zu lieben und zu vergeben“, betonte Prince. „Und wenn das bedeutet, dass ich dem Kerl vergeben muss, der meinen Sohn umgebracht hat, dann will ich genau das tun, weil ich möchte, dass auch mir Barmherzigkeit zuteil wird. Ja, ich selbst brauche auch Vergebung.“

Die Kundgebung und der Marsch seien nicht nur geplant worden, um Gewalt zu bekämpfen, sondern um positive Alternativen aufzuzeigen, hob Pastor Colin Stewart, Jugendabteilungsleiter der Freikirche im Süden Englands hervor. „Unsere Botschaft ist eindeutig: Lasst euch nicht hinreißen! Lebt bewusst!“ In Großbritannien gibt es 27.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 241 Gemeinden.
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Ausstellung "China und die Kirche im Olympiajahr 2008" in Stuttgart

Stuttgart, 19.06.2008/APD Vom 22. Juni bis 3. August wird in der Stuttgarter Leonhardskirche die Wanderausstellung „Gottes Wort in China“ über die Geschichte und Verbreitung der Bibel gezeigt.

Die von der Bibelgesellschaft in Hongkong, dem Chinesischen Christenrat (CCC) und der chinesischen „Patriotische Drei-Selbst-Bewegung“ (TSPM) konzipierte Ausstellung war bereits in Hongkong, Los Angeles, Atlanta, New York und zuletzt während des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2007 in Köln zu sehen. Sie kam auf Einladung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und mit Unterstützung des deutschen Auswärtigen Amtes nach Deutschland.

Besucherinnen und Besucher der Präsentation erfahren, dass die Geschichte der Bibel in China bis in die Zeiten des frühen Christentums zurückreicht. Es waren Anhänger der Nestorianischen Kirche, die 779 im westlichen China eine Stele errichteten, die von der neuen Botschaft kündete. Dieses früheste Indiz christlicher Missionstätigkeit in China bot anderen Missionaren einen willkommenen Anknüpfungspunkt.

Doch Schwerpunkt der Ausstellung sind die Entwicklungen rund um die Bibel in China im 19. und 20. Jahrhundert. Objekte, wie ein Neues Testament in traditionellem Chinesisch, das der amerikanische Baptist Josiah Goddard übersetzte und welches 1853 gedruckt wurde, sind nach Angaben der Aussteller im heutigen China rar. Einige wenige Hinweise machen deutlich, wie schwierig es für chinesische Christen war, während der Kulturrevolution die eigene Bibel oder das Neue Testament zu behalten.

Begleitet wird die Wanderausstellung von Vortragsveranstaltungen, bei denen auch das umstrittene Thema „Religionsfreiheit in China“ nicht ausgeklammert wird. Bei zwei Konzerten (27.6. und 26.7.) wird chinesische Kultur hörbar und in Gottesdiensten (22.6. und 3.8.) kommen Prediger aus China zu Wort.

Veranstalter der Präsentation in Stuttgart sind das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) und die gastgebende Evangelische Leonhardsgemeinde Stuttgart. Die Ausstellung ist von Montag bis Mittwoch und am Freitag von 10.00 – 16.00 Uhr; am Donnerstag von 10.00 – 18.00 Uhr sowie am Samstag von 10.00 – 13.00 Uhr geöffnet.
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Neue Ausstellung in der Bibelgalerie Meersburg

Meersburg, 19.06.2008/APD Eine neue Ausstellung zum Mitmachen und Ausprobieren ist ab Samstag, 21. Juni, in der Bibelgalerie Meersburg zu sehen. Die Erlebnisausstellung wird mit einem Festwochenende, bestehend aus Talk, Musik, einem Gottesdienst und einem Tag der offenen Tür eröffnet. Gleichzeitig feiert die Bibelgalerie unter dem Motto „mehr denn je mitten im Leben“ den 20. Geburtstag.

„Wir haben doppelten Grund zur Freude und Dankbarkeit“, sagte die Geschäftsführerin der Bibelgalerie Meersburg, Thea Groß. 1988 habe eine Vision Gestalt gewonnen. Und als es 2004 um Pläne zur Neugestaltung ging, „haben wir gewusst, dass das kein leichter Brocken ist“.

Im Erdgeschoss der Bibelgalerie sind nun die Gutenbergwerkstatt und der Raum der Stille neu gestaltet. Der aus dem 13. Jahrhundert stammende Brunnen im ehemaligen Dominikanerinnenkloster erzählt jetzt die Geschichte des Klosters. Neu sind ein Kinderbereich und ein Forum mit Panoptikum. Ebenso neu ist der Bereich Lebenswelt mit Informationen zum Thema Bibel im Alltag. Dazu gehören biblische Motive aus Musik, Kunst, Architektur und Werbung. Bedeutendes Exponat der „Schatzkammer“ ist das Antiphonar, eine mittelalterliche Pergament-Handschrift.

Im Obergeschoss entstand eine Szenographie mit Nomadenzelt, einem Lehmhaus und einem großen Buch. Im Zentrum des Rundgangs steht der Jesus-Raum. Zur Neugestaltung gehört auch der barrierefreie Zugang zu den Ausstellungsräumen. Für Sonderausstellungen bietet die Bibelgalerie jetzt mehr Platz.

Die Neugestaltung, Sanierung und Erweiterung kosteten 700.000 Euro, die überwiegend von der evangelischen Landeskirche, dem Kirchenbezirk Überlingen-Stockach, der Badischen Landesbibelgesellschaft, der Deutschen Bibelgesellschaft, der Stiftung Bibelgalerie Meersburg und Einzelspendern aufgebracht wurden.

Die alte Ausstellung haben über 400.000 Interessenten gesehen.
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Susanne Geske erhält Walter Künneth-Preis

Gießen, 18.06.2008/APD Susanne Geske, Witwe des in Malatya/Türkei im April 2007 ermordeten Verlagsmitarbeiters Tilmann Geske (45), bekommt den Walter-Künneth-Preis verliehen. Die von der Kirchlichen Sammlung in Bayern (KSBB) gestiftete Auszeichnung wird der Mutter von drei Kindern für ihren vorbildhaft praktizierten christlichen Glauben – ihre Vergebungsbereitschaft gegenüber den Mördern ihres Mannes – verliehen. Geske, deren Biografie „Susanne Geske: Ich will keine Rache“ im Brunnen Verlag Gießen erschienen ist, wird der Preis am 20. Juli in Nürnberg überreicht.

Träger der nach dem Erlanger Theologen Professor Walther Künneth (1901-1997) benannten Auszeichnung waren unter anderem der frühere Bundesminister Hans Apel für sein Buch „Volkskirche ohne Volk“ und der evangelische Altbischof in Österreich, Oskar Sakrausky, wegen seines Einsatzes für den Lebensschutz. Geske, die eigens zur Preisverleihung aus der Türkei anreist, will auch weiterhin mit ihren Kindern in Malatya wohnen bleiben und aktiv in der dortigen kleinen evangelischen Gemeinde mitarbeiten.

Am 18. April 2007 hatten fünf junge Muslime ihren Mann sowie die Türken Necati Aydin und Ugur Yuksel im Zirve-Verlag in Malatya brutal gefoltert und ermordet. Der Staatsanwaltschaft zufolge handelten die Täter aus Hass auf christliche Missionare. Sie sind wegen Mordes und der Bildung einer bewaffneten Vereinigung angeklagt. Ihnen drohen lebenslängliche Freiheitsstrafen.
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60 Jahre adventistisches Medienzentrum "Stimme der Hoffnung"

Aslbach-Hähnlein bei Darmstadt, 17.06.2008/APD „Die Wende in Deutschland brachte für das Medienzentrum eine einschneidende Veränderung“, sagte Pastor i. R. Arno Patzke, Leiter der „Stimme der Hoffnung“ von 1978 bis 1993. „Die Menschen konnten jetzt selbst überall hinreisen und brauchten nicht mehr die Kurzwellensendungen als Brücke in den Westen.“ Das Medienzentrum hätte deshalb nach neuen Wegen der Kommunikation suchen müssen. „Die Produktion von Videos begann, doch eigene Fernsehsendungen blieben ein Traum.“ Außerdem sei es möglich gewesen, Kurzbeiträge im westdeutschen Privatrundfunk über UKW zu senden. Die „Stimme der Hoffnung“ habe nach der Wende das adventistische Radiostudio in Warschau mit technischen Geräten ausgestattet.

Als Pastor Günther Machel von 1992 bis 2002 die Leitung der „Stimme der Hoffnung“ übernahm, habe sich für ihn die Frage nach der Nutzung der neuen Medien gestellt. 1996 sei das Medienzentrum für die technische Abwicklung der ersten Satellitenevangelisation der Freikirche im deutschsprachigen Raum verantwortlich gewesen. Die 26 Bibelvorträge von Pastor Mark Finley in Orlando/Florida wurden damals mit Simultanübersetzung in 114 Städte in Deutschland sowie 23 Orte in Österreich und drei in der Schweiz übertragen. Die dazu notwendigen Geräte seien erst wenige Monate vorher zur Verfügung gestanden. „Mit der Internetarbeit wurde begonnen und die ersten Fernsehproduktionen entstanden in einer Garage.“ Nicht nur am primitiven „Fernsehstudio“ habe sich gezeigt, dass die bisherigen Räumlichkeiten in Darmstadt für die gestiegenen Anforderungen nicht mehr ausreichten. Mit der Planung eines modernen Medienzentrums sei begonnen worden, das Machels Nachfolger, Pastor Matthias Müller, im März 2007 in Alsbach-Hähnlein einweihen konnte.

„Wir haben heute Möglichkeiten, von denen wir früher nur träumen konnten“, betonte Müller in seiner Predigt während des Jubiläumsgottesdienstes; „etwa ein tägliches 24-Stunden-Radioprogramm über Satellit und im Internet, für das die ‚Stimme der Hoffnung‘ eine eigene Sendelizenz hat, oder deutschsprachige Fernsehbeiträge über den adventistischen Satellitensender ‚Hope Channel‘.“ Die Gründer des Medienzentrums hätten zwar einen für heutige Verhältnisse ungewöhnlichen Namen gewählt, „aber Menschen, die es brauchen, sind froh, wenn sie eine Stimme der Hoffnung hören“. Das Medienzentrum wolle mit seinen zahlreichen Angeboten Lebenshilfe bieten sowie Menschen auf verständliche und zeitgemäße Weise zur persönlichen Beschäftigung mit der Bibel und dem christlichen Glauben anregen. Der Jubiläumsgottesdienst in Alsbach-Hähnlein wurde von den Kameraleuten der „Stimme der Hoffnung“ aufgenommen und live per Satellit in über 300 adventistische Gemeinden in Deutschland übertragen.

1948 begannen die Gründer der „Stimme der Hoffnung“ mit amerikanischer Unterstützung religiöse Sendungen über Radio Luxemburg auszustrahlen. Mangels eines geeigneten Studios wurden die Programme zunächst in Paris aufgezeichnet. Dann gelang Pastor Max Busch in einem Berliner Keller, ein „Studio“ mit einem einfachen Tonbandgerät und hektographierten Texten einzurichten. Die „Stimme der Hoffnung“ ist damit der älteste christliche private Radioanbieter Deutschlands.

In der DDR war eine freie christliche Radioarbeit wegen des totalitären Regimes nicht möglich, aber 1956 gründeten die dortigen Adventisten unter Leitung von Pastor Friedemann Malhus die Friedensauer Bildstelle. 1961 begann die Bildstelle eigene Sprach- und Musikproduktionen einschließlich verschiedener Hörspiele zu entwickeln. Sie belieferte die adventistischen Gemeinden in der DDR mit Diashows und Tonbandkassetten. Es entstand ein interaktiver Kassettendienst für Kinder. 1965 kamen die Blindenhörbücherei und die Friedensauer Bibellehrbriefe unter Pastor Wilhelm Czembor hinzu. Diese Einrichtungen wurden nach der Wende in die „Stimme der Hoffnung“ integriert.

1959 zog die „Stimme der Hoffnung“ von Berlin-Zehlendorf nach Darmstadt und 1968 in ein größeres Gebäude nach Darmstadt-Eberstadt. 1964 gründete Tristan Böttcher die Blindenhörbücherei. 1971 gab es die ersten Kurzwellensendungen über Radio Transeuropa (Sines/Portugal). 1984 konnten erste UKW-Sendungen über Privatradios in Deutschland ausgestrahlt werden. 1988 fand die erste Blindenfreizeit in Freudenstadt statt. 1990 wurde auch bei Radio Moskau über Kurzwellenantennen gesendet, die einige Jahre zuvor die adventistischen Programme aus Sines/Portugal gestört hatten.

1996 war das Medienzentrum erstmals für die technische Abwicklung einer Satellitenevangelisation zuständig, 1998 wurde die erste Radiosendung über Satellit ausgestrahlt und 2001 ein TV-Übertragungswagen angeschafft. Am 1. Oktober 2004 fand die erste deutschsprachige Fernsehsendung über „Hope Channel Europe“ beim Satelliten Eutelsat/Hotbird statt. Seit 2006 sind Fernsehsendungen der „Stimme der Hoffnung“ auch bei Kabel BW und seit März 2007 bei rheinmain-tv zu empfangen. Am 3. Mai 2007 wurde das neue Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein eingeweiht. Anfang 2008 erhielt die „Stimme der Hoffnung“ von der Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) die offizielle Zulassung zur Veranstaltung und Vertreibung ihres „Hope Channe“-Hörfunkprogramms per Satellit und Internet.

Im neuen Medienzentrum sind 38 Voll- und Teilzeitangestellte beschäftigt. Durch die moderne Infrastruktur ist ein breites Leistungsspektrum möglich. Für den „Hope Channel“ werden Rundfunk- und Fernsehprogramme produziert und ausgestrahlt. Für Großveranstaltungen wird die technische Betreuung im In- und Ausland durchgeführt. Die Blindenhörbücherei betreut etwa 3.500 Sehbehinderte mit über 50.000 Tonträgern jährlich. Das Internationale Bibelstudien-Institut bietet zehn verschiedene Kurse an, zwei weitere werden 2008 erscheinen, die von rund 5.000 Menschen jährlich genutzt werden. Die Internetangebote der „Stimme der Hoffnung“ weisen ständig wachsende Besucherzahlen auf. Der Shop bietet auf zwei Etagen und auch online hauseigene sowie Produkte anderer Verlage an. Die Bildagentur „Churchphoto.de“ rundet die Leistungspalette ab.
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Bei Kirchenaustritt keine Sperrung des Arbeitslosengeldes

Kassel, 16.06.2008/APD Wer aus der Kirche austritt und deshalb von seinem kirchlichen Arbeitgeber gekündigt wird, bekommt von Anfang an Arbeitslosengeld. In einem solchen Fall darf die Bundesagentur für Arbeit grundsätzlich keine Sperrzeit verhängen. In der mündlichen Verhandlung vom 29. Mai 2008 äußerten die Richter des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel, dass es gerechtfertigt sein könne, wenn kirchliche Einrichtungen einem Arbeitnehmer wegen eines Kirchenaustritts kündigen. Doch bei der Klägerin habe für ihr arbeitswidriges Verhalten durch ihre Berufung auf die Glaubens- und Gewissensfreiheit ein wichtiger Grund vorgelegen, der eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld ausschließe. Nach einem BSG-Urteil vom 23. Juni 1982 müsse in solchen Fällen Raum für eine Gewissensentscheidung bestehen. Hieran halte das Bundessozialgericht weiterhin fest (Aktenzeichen B 11a AL 63/06 R). Aufgrund dieses Hinweises zog die Bundesagentur ihre Berufung gegen die erstinstanzliche Entscheidung des Sozialgerichts Koblenz (Aktenzeichen S 13 AL 545/03) zurück, das damit rechtskräftig ist.

Die 1958 geborene, verheiratete Klägerin war seit 1992 als Stationshilfe in einem Krankenhaus an der Mosel beschäftigt, das dem Deutschen Caritas-Verband angeschlossen ist. Nachdem sie im Januar 2003 aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten war, kündigte der Arbeitgeber nach erfolgloser Aufforderung, den Austritt wieder rückgängig zu machen, mit sofortiger Wirkung, da die Angestellte die Loyalitätspflichten gegenüber der Kirche verletzt habe. Das sich anschließende Kündigungsschutzverfahren endete mit einem Vergleich. Die fristlose Kündigung wurde in eine ordentliche unter Wahrung der Kündigungsfrist umgewandelt.

Nachdem die Frau sich arbeitslos gemeldet hatte, verhängte die Bundesagentur für Arbeit auf die Zahlung des Arbeitslosengeldes eine zwölfwöchige Sperrzeit. Begründung: Die Stationshilfe habe gegen ihre arbeitsvertraglichen Pflichten verstoßen und dadurch ihre Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt. Das Sozialgericht Koblenz hob mit Urteil vom 24. März 2005 die Sperrzeit auf und wies darauf hin, dass die Klägerin einen wichtigen Grund für ihr Verhalten gehabt hätte. Sie habe nämlich durch ihren Austritt aus der römisch-katholischen Kirche von ihrer in Artikel 4 Absatz 1 Grundgesetz eingeräumten Religions- und Bekenntnisfreiheit Gebrauch gemacht. In der mündlichen Verhandlung habe die Klägerin glaubhaft erklärt, sich nach jahrelangem Bibelstudium von den katholischen Lehren entfernt zu haben, bis es schließlich mit ihrem Glauben nicht mehr vereinbar gewesen sei, weiterhin in der Kirche zu bleiben.

Gegen das Urteil legte die Arbeitsagentur Berufung beim Landessozialgericht (LSG) Rheinland-Pfalz in Mainz ein. Dieses Gericht war anderer Meinung und hob am 30. März 2006 das Urteil der Erstinstanz auf. Die Richter des LSG argumentierten, dass der Austritt der Klägerin aus der römisch-katholischen Kirche arbeitsvertragswidrig gewesen sei, sodass die Stationshilfe ihre Arbeitslosigkeit vorsätzlich herbeigeführt habe. Die Verhängung der Sperrzeit sei daher rechtens gewesen (Aktenzeichen: L 1 AL 162/05). Nachdem die Bundesagentur für Arbeit ihr Rechtsmittel gegen die Klägerin vor dem Bundessozialgericht zurückgezogen hat, ist das Urteil des Landessozialgerichts Mainz hinfällig.
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Vatikan startet neue Bibel-Offensive

Rom/Italien, 15.06.2008/APD Die römisch-katholische Kirche will mit einer Bibel-Offensive die Bedeutung der Heiligen Schrift für ihre Gläubigen und die katholische Kirche, aber auch für ihren Kontakt mit anderen Religionen und Kulturen aufwerten. Dabei müsse besonders die Rolle der Bibel als Quelle für Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Bewahrung der Schöpfung deutlich gemacht werden, heißt es im Arbeitspapier „Instrumentum laboris“ zur nächsten Weltbischofssynode, das am 12. Juni im Vatikan veröffentlicht wurde. Die XII. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode vom 5. bis 26. Oktober steht unter dem Motto „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“.

Das Arbeitspapier, das als Grundlage für die dreiwöchigen Beratungen im Oktober gilt, soll neben den bisherigen acht Sprachen auch auf Chinesisch und Arabisch erscheinen. Bisher liegt es auf Latein, Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch, Portugiesisch und Polnisch vor.

Nach Angaben des kroatischen Synoden-Sekretärs Erzbischof Nikola Eterovic warnt der über 90-seitige Text vor einer fundamentalistischen Bibelinterpretation, welche die geschichtliche Dimension der Offenbarung leugnet oder in eine engstirnige Wörtlichkeit flieht. Das Wort Gottes der ganzen Bibel müsse im Leben und der Sendung der Kirche den ersten Platz einnehmen. Dazu gehöre eine der Kultur, dem aktuellen Lebenskontext und den Erfordernissen der Zeit angemessene Pädagogik und Vermittlung. Denn letztlich richte sich das Heilswort Gottes an jeden Menschen.

Aufgabe der katholischen Kirche sei es, dieses Wort allen Völkern als „Gute Nachricht der Befreiung, des Trostes und des Heiles bekannt“ zu machen. Dies müsse im Dialog innerhalb der Kirchen und mit den anderen Religionen und darüber hinaus auch mit den anderen Kulturen geschehen.

Nach einer Umfrage bei allen katholischen Bischofskonferenzen und Ordensgemeinschaften registrierte die Synode in ihrem Vorbereitungspapier bei den Gläubigen eine „größere Vertrautheit“ mit der Bibel. Allerdings sei und bleibe die Kenntnis der Heiligen Schrift oft nur eine oberflächliche oder verkürzte. Auch lasse der Zugang zum Wort Gottes in der Liturgie oft zu wünschen übrig, heißt es in dem Text.

Mit Nachdruck unterstreicht das Papier die Verbindung von Tradition, Schrift und Lehramt. Letztlich sei es Aufgabe des Lehramtes der Kirche, das Wort Gottes „verbindlich zu erklären“.

Die Weltbischofssynode, an der im Herbst rund 300 von den Bischofskonferenzen gewählte und vom Papst bestimmte Bischöfe und Experten teilnehmen, erwartet von der „Wiederentdeckung des Wortes Gottes“ eine Erneuerung der Kirche. So könne sie mit „neuer Dynamik ihre Sendung der Evangelisierung und der Förderung des Menschen erfüllen“. Dazu sei auch die historisch-kritische Methode – ergänzt durch andere Zugangsweisen – erforderlich, macht das Papier mit Blick auf manche Polemik deutlich.

Dabei warnen die Autoren ausdrücklich vor „eigensinnigen und verkürzten“ Interpretationen und vor einer „ideologischen Bibel-Lesung“. Diese folge allzu leicht nur einem „engen geistlichen, sozialen oder politischen oder einfach einem menschlichen Vorverständnis“, ohne Blick auf den Glauben.

Die extreme Form eines fundamentalistischen Bibel-Umgangs finde sich etwa bei Sekten, führt das Papier aus: „Hier wird die Schrift dem dynamischen und belebenden Wirken des Geistes entzogen und die Gemeinschaft stirbt mehr und mehr ab“. Letztlich bleibe nur noch eine geschlossene Gruppe, die in sich selbst keine Unterschiede und Pluralität mehr zulasse und gegenüber anderen Denkweisen eine aggressive Haltung zeige.

Die kommende Bischofssynode wolle deutlich machen, dass die Bibel des Alten und Neuen Testaments die Offenbarung des Wortes Gottes ist und dass ihre Abfassung von Gott inspiriert ist. Die Interpretation dieses in menschlicher Sprache abgefassten Wortes Gottes erfolge „in Übereinstimmung mit literarischen, philosophischen und theologischen Kriterien, immer unter der einenden Kraft des Glaubens und unter Führung des Lehramtes“. Gleichzeitig müsse einer Indifferenz, Unkenntnis und Verwirrung über die Wahrheit des Glaubens im Hinblick auf das Wort Gottes gegengesteuert werden. Allerdings dürfe dabei nicht die Verbindung von Heiliger Schrift und Morallehre übersehen werden, heißt es unter Hinweis auf die Zehn Gebote, das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe oder die Bergpredigt.

Der kroatische Synoden-Sekretär Erzbischof Nikola Eterovic unterstrich bei der Vorstellung des Arbeitspapiers die hohe Bedeutung der Bibel für die Ökumene, für den Kontakt zum Judentum und zu den anderen Religionen. „Die Heilige Schrift ist ein wichtiges Band der Einheit mit den anderen Christen“, so Eterovic. Neben dem Sakrament der Taufe verbinde die Wertschätzung der Schrift alle diejenigen, die an den einen und dreifaltigen Gott glauben.

Weiter mahnte Eterovic eine stärkere biblische Gewichtung der Predigten in den katholischen Gottesdiensten ein. Entsprechend sollte die Aus- und Fortbildung der Priester verstärkt werden.

Laut Eterovic liege die Bibel bisher in 2.454 Sprachen ganz oder teilweise vor. Damit sei sie noch immer nicht in den 3.000 Hauptsprachen der Welt verfügbar, bedauerte der Synoden-Generalsekretär. Bei der im Oktober stattfindenden Versammlung müsse dieses Problem diskutiert werden. Schließlich gebe es weltweit rund 6.700 verschiedene Sprachen.
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Neue Internetseite von „Hope Channel“ International online

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 14.06.2008/APD Die neue Website von „Hope Channel“ International (www.hopetv.org) ist online. Sie wurde von der Internetabteilung des Medienzentrums der Siebenten-Tags-Adventisten „Stimme der Hoffnung“ (Alsbach-Hähnlein) entwickelt und programmiert. Die Internetseite entstand aus einer Kooperation mit der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) in Silver Spring, Maryland/USA, und dem Medienzentrum. Damit ist eine sieben Monate dauernde Programmierarbeit abgeschlossen. Auch das Hosting der Website übernimmt die „Stimme der Hoffnung“ im eigenen Rechenzentrum.

„Hope Channel“ ist der Fernsehsender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, eine weltweite Senderfamilie, die hauptsächlich per Satellit und Internet fast überall auf der Erde empfangen werden kann. Informationen über deutschsprachige adventistische Fernsehsendungen sind im Internet unter
www.hopechannel.de zu finden.
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Kriegsdienstverweigerer Bal in der Türkei erneut schwer misshandelt

Instanbul/Offenbach, 13.06.2008/APD Der am 8. Juni in Istanbul verhaftete Kriegsdienstverweigerer Mehmet Bal sei nach ersten Übergriffen bei der Militärpolizei in Besiktas erneut schwer misshandelt worden. Wie die Anwälte Gülseren Yoleri und F. Ahmet Tamer vom Menschenrechtsverein Istanbul mitteilten, habe „ein Offizier Bal zur Zelle begleitet. Dieser instruierte die anderen Gefangenen, zu ‚tun was notwendig ist. Ihr wisst, was Ihr zu tun habt. Erinnert ihn an die Gefängnisregeln.‘ Bal wurde daraufhin sofort von den anderen Gefangenen angegriffen, während sie ihn ausfragten, warum er keine Uniform trage und er sich weigere Soldat zu sein.“ Mehmet Bal sei mit einem 35 bis 40 Zentimeter langem Gegenstand geschlagen, sowie getreten und unter kaltes Wasser gehalten worden, „bis er halb bewusstlos war“.

Bal berichtete den Anwälten zudem, dass er „sowohl sein rechtes Bein, wie auch seine rechte Taille und Nacken nicht bewegen könne. Er spüre Zuckungen in diesen Bereichen und habe heftige Schmerzen in seinem Kreuz, das sich wie gebrochen anfühle. Er habe zudem Hörprobleme auf beiden Ohren.“

Die Anwälte konnten Mehmet Bal am 10. Juni im Militärkrankenhaus Gümüssuyu besuchen. Ihr Wunsch, ihren Klienten zu sehen, sei zunächst von den diensthabenden Soldaten abgelehnt worden. Erst nach intensivem Drängen wäre es ihnen gelungen, ihn aufzusuchen. Die Anwälte stellten Prellungen und Verletzungen am ganzen Körper fest. Am Abend, berichteten sie, wurde Bal erneut ins Militärgefängnis Hasdal gebracht. Sie sind in hohem Maße besorgt, dass „er weiteren Angriffen ausgesetzt“ werde.

Mehmet Bal habe aufgrund der Ereignisse einen Hungerstreik begonnen, um gegen die Gefängnisverwaltung zu protestieren, welche die Insassen gegen ihn aufgehetzt hätte.

Der Offenbacher Verein „Connection“, der sich für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer in Krisen- und Kriegsgebieten einsetzt, protestierte schärfstens gegen die Misshandlungen des Kriegsdienstverweigerers Mehmet Bal. Ein Sprecher des Vereins, Rudi Friedrich, forderte in einem Schreiben das türkische Verteidigungsministerium auf, „Mehmet Bal vor weiteren Angriffen zu schützen. Bal und andere Kriegsdienstverweigerer sind in Übereinstimmung mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte unverzüglich freizulassen, jede Strafverfolgung ist einzustellen.“

Zugleich rief „Connection“ zu Protestschreiben an das Verteidigungsministerium der Türkei (Fax: 0090-312-4251150), den Menschenrechtsausschuss des türkischen Parlaments (Fax: 0090-312-4205394) und den Staatspräsidenten Abdullah Gül (Fax: 0090-312-4271330) auf.

Ein Vorschlag für ein Protestschreiben ist im Internet unter www.Connection-eV.de/Tuerkei/bal.html zu finden.
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Fortbildung adventistischer Kirchenleiter zum Problem Missbrauch von Kindern

Wahroonga/Australien, 12.06.2008/APD Das Referat „Kinder“ der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien und im südlichen Pazifik hat in einer zweitägigen Fortbildung im australischen Wahroonga adventistische Kirchenleiter aus der Region über Möglichkeiten zur Vermeidung des Missbrauchs von Kindern informiert. Dabei wurden Ursachen, Probleme und Anzeichen des Missbrauchs erörtert, gesetzliche und juristische Sachfragen erläutert sowie der Umgang mit Tätern und Opfern besprochen. „Es waren zwei sehr informative Tage“, stellte die Direktorin des Kinderreferates, Julie Weslake, fest. „Die Leiter unserer Kirche haben die Verantwortung, alles zu tun, um Kinder vor Missbrauch zu schützen.“ Derartige Fachtagungen solle es in Australien und im südlichen Pazifik künftig auch für Vertreter von Kirchengemeinden und Pastoren geben.
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"Open Doors" ruft zur Solidarität mit Christen in Algerien auf

Kelkheim bei Frankfurt/Main, 11.06.2008/APD Das überkonfessionelle Hilfswerk „Open Doors“ in Kelkheim bei Frankfurt/Main ruft dazu auf, sich mit persönlichen Briefen und Unterschriftenlisten an die algerische Botschaft in Berlin und an politische Verantwortungsträger für einen Stopp der Maßnahmen gegen Christen in Algerien einzusetzen. Anregungen für derartige Schreiben sind auf der Internetseite www.opendoors-de.org zu finden.

Bei der Umsetzung des Anti-Missionsgesetzes aus dem Jahr 2006 gehe die Regierung im nordafrikanischen Algerien laut „Open Doors“ vehement gegen die christliche Minderheit im Land vor. Besonders Muslime, die Christen wurden, seien im Visier des Staates.

In Algerien ist der Islam Staatsreligion. Von den 33 Millionen Einwohnern sind schätzungsweise 10.000 evangelische Christen, zumeist ehemalige Muslime, und 1.500 katholische Christen. Mehr als die Hälfte der evangelischen Kirchen im Land wurden bereits geschlossen. 32 Kirchen sind der protestantischen Eglise Protestante d’Algérie angeschlossen, die zwar staatlich anerkannt ist, deren Mitgliedskirchen jedoch eine eigene Einzelregistrierung benötigen, um erlaubt zu sein. Ferner gibt es 20 freikirchliche Gemeinschaften. Die nun geschlossenen evangelischen Gemeinden hätten bislang erfolglos Registrierungsgesuche bei den Behörden eingereicht. Auch katholische Christen würden an der Religionsausübung wie Gottesdienste für ausländische Gastarbeiter außerhalb ihrer Kirchengebäude behindert. Bei einer Fortsetzung dieser Entwicklung werde es, so „Open Doors“, Ende 2008 keine staatlich anerkannte algerisch-protestantische Kirche mehr geben.

Ein algerisches Gericht in Tiaret habe Anfang Juni vier vom Islam konvertierte Christen zu Geld- beziehungsweise. Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt. Ihnen sei illegale Religionsausübung und das Verteilen von evangelistischen Schriften vorgeworfen worden. Die Konvertiten hätten bei einem Gebetstreffen in einem Privathaus in Tiaret im Westen des Landes einen Gottesdienst ohne staatliche Erlaubnis gefeiert. Laut Gesetz seien kirchliche Treffen nur in den von der Regierung genehmigten Orten erlaubt. Die Männer hätten laut „Open Doors“ den Vorwurf, religiöses Material verteilt zu haben, bestritten.

Vor Gericht habe sich auch die 37-jährige Lehrerin Habiba Kouider aus Tiaret verantworten müssen. Ihr drohe wegen „Ausübung nichtmuslimischer Bräuche ohne Genehmigung“ eine Haftstrafe von drei Jahren. Der Prozess sei verschoben worden. Laut ihrer Verteidigerin könne das am gewachsenen internationalen Interesse für diesen Fall liegen. Medien hätten berichtet, dass die ehemalige Muslima aufgrund ihrer Konversion vom Islam zum Christentum in ihrer Stadt verspottet und zur Rückkehr zum Islam aufgefordert worden sei. Die Lehrerin war am 29. März in einem Bus von der Polizei verhaftet worden, als diese in der Handtasche der Frau mehrere Bibeln und christliche Literatur fand. Der Staatsanwalt habe angeboten, die Anklage im Falle einer Rückkehr zum Islam fallen zu lassen. Habiba Kouider hätte dies abgelehnt.

Wie „Open Doors“ mitteilte, könne nach einer neuer Regelung der Druck und die Lagerung von Materialen, die darauf abzielten, den „Glauben eines Muslims zu erschüttern“ mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafen geahndet werden.
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Türkischer Kriegsdienstverweigerer Mehmet Bal erneut verhaftet

Offenbach, 10.06.2008/APD „Vor zwei Tagen wurde der türkische Kriegsdienstverweigerer Mehmet Bal auf offener Straße in Istanbul verhaftet“, teilte der Offenbacher Verein „Connection“, der sich für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus Krisen- und Kriegsgebieten einsetzt, mit. „Gegen ihn ist ein Verfahren wegen Fahnenflucht und zwei Verfahren wegen Befehlsverweigerung anhängig.“ Laut seinem Rechtsanwalt sei Bal im Militärgefängnis Hasdal drangsaliert und geschlagen worden. Am Morgen des 9. Juni sei versucht worden, ihn mit heißem Wasser zu übergießen.

Mehmet Bal habe, so „Connection“, im Oktober 2002, nachdem er bereits mehrere Monate Militärdienst abgeleistet hatte, seine Kriegsdienstverweigerung wie folgt begründet: „Neuneinhalb Monate Kriegsdienst haben mir klar gemacht, dass ich die Stimme meines Gewissens nicht weiter verleugnen kann. Ab jetzt werde ich mir von keiner militärischen oder zivilen Autorität Haltungen und Handlungen aufzwingen lassen, die im Widerspruch zu meinem Gewissen und meinem Willen stehen.“

Nach mehreren Monaten Haft sei er im Januar 2003 unter der Auflage in Heimaturlaub geschickt worden, sich nach drei Monaten im Militärkrankenhaus GATA zur Untersuchung einzufinden. Dieser Aufforderung wäre er aber nicht nachgekommen.

Die Türkei verfolge laut Rudi Friedrich, Pressesprecher von „Connection“, Wehrdienstverweigerer auf zweierlei Art. Zum einen werde das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nicht anerkannt. Kriegsdienstverweigerer wie Halil Savda, Osman Murat Ülke oder Mehmet Tarhan seien wegen Befehlsverweigerung beziehungsweise Ungehorsam bis zu sieben Mal verurteilt worden. Zum anderen würden öffentliche Äußerungen gegen das Militär, wie vor wenigen Tagen bei Halil Savda, unter Strafe gestellt.

Mit der Verfolgung der Kriegsdienstverweigerer verstoße die Türkei gegen ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 24. Januar 2006. Darin habe das Gericht festgestellt, dass wiederholte Anklagen gegen Kriegsdienstverweigerer in Verbindung mit der Möglichkeit einer lebenslangen Strafverfolgung „im Missverhältnis zu dem Ziel stehen, die Ableistung des Militärdienstes sicherzustellen“ und damit die Europäische Menschenrechtskonvention verletzten. Der Ministerausschuss des Europarates habe die Türkei zuletzt am 17. Oktober 2007 aufgefordert, „ohne weiteren Verzug eine Gesetzesreform zu verabschieden, die notwendig ist, um ähnliche Verletzungen der Konvention zu vermeiden“.

Friedrich betonte angesichts der aktuellen Ereignisse: „Mehrere Kriegsdienstverweigerer sind in den letzten Monaten in der Türkei verhaftet und misshandelt worden. Die türkische Regierung muss das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung umgehend anerkennen, die Strafverfolgung einstellen und die Inhaftierten sofort freilassen.“
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Wegweisende Luftfahrzeuge auf neuen Wohlfahrtsmarken

Köln/Berlin, 09.06.2008/APD Am 12. Juni 2008 erscheinen kurz nach der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin die neuen Wohlfahrtsmarken mit dem Titel „Luftfahrzeuge“. Die Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag zeigen in diesem Jahr die Dornier Do J Wal, die Junkers Ju 52, die Bölkow Bo 105 und den Airbus A 380 – allesamt wegweisende Entwicklungen der Luftfahrt. Wohlfahrtsmarken sind seit vielen Jahren ein wichtiges Finanzierungsinstrument für die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege. Der Zuschlagserlös aus ihrem Verkauf fließt in die soziale Arbeit von Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Paritätischem Wohlfahrtsverband, Deutschem Roten Kreuz, Diakonie und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Die Sondermarken sind bei allen Postämtern, Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und beim Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Straße 426, 30519 Hannover, Telefon (0511) 971 77-300, Telefax (0511) 971 77-399, E-Mail: mail@aww.info, erhältlich.
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Durch Wassertropfen ertragreiche Obst- und Gemüsegärten

Wien/Österreich, 08.06.2008/APD In vielen Regionen des westafrikanischen Landes Mali ist wegen der Trockenheit der Anbau von Obst und Gemüse kaum möglich. Dadurch sind viele Familien in ihrer Existenz bedroht. Hunger ist an der Tagesordnung. Mali liegt in der trockenen Sahelzone und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Analphabetenrate liegt bei etwa 75 Prozent. Kinder können die Schule oft aus finanziellen Gründen nicht besuchen. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich unterstützt deshalb in Mali Frauenkooperativen bei der Errichtung von Obst- und Gemüsegärten mit ausgeklügelten, aber einfach zu unterhaltenden Wassertropfsystemen. Da Wasser Mangelware ist, können die Beete nicht einfach mit großen Wassermengen gegossen werden.

Das Projekt „Green Life“ (grünes Leben) ist ein Beitrag zur Nahrungssicherheit und wirtschaftlichen Selbständigkeit der Bevölkerung in Mali. Durch erfolgreichen Gemüse- und Obstanbau sind die Frauen in der Lage, ihre Kinder zu ernähren. Der Überschuss, welcher nicht für den Eigenbedarf benötigt wird, kann auf dem Markt verkauft werden. Dadurch können kleine Beträge für die Reparatur des Wassertropfsystems oder zum Kauf von Saatgut zur Seite gelegt. Das Geld reicht sogar, damit die Frauen ihre Kinder in die Schule schicken können.
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Förderprogramm für junge Autoren durch Stiftung Christliche Medien

Holzgerlingen bei Stuttgart, 07.06.2008/APD Zum ersten Mal schreibt die Stiftung Christliche Medien (SCM) ein Förderprogramm für begabte junge Autoren aus. „Wir möchten mit diesem Programm die deutschsprachige christliche Literatur stärker in den Blickpunkt rücken. Unsere Verlagsgruppe hat die Möglichkeiten, junge Autoren zu unterstützen, sie zu begleiten und ihnen dabei zu helfen, sich mit ihrer Arbeit zu etablieren“, so Frieder Trommer, Geschäftsführer der SCM.

Das Förderprogramm beinhaltet eine bis auf zwei Jahre angelegte Stipendiats-Phase mit Schreibseminaren, Manuskriptveröffentlichungen und begleitender Pressearbeit. Die besten Nachwuchsautoren haben außerdem die Möglichkeit, einen mehrwöchigen Auslandsaufenthalt wahrzunehmen.

Bewerben können sich junge Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die maximal 35 Jahre alt sind und bisher noch keine Manuskripte bei Verlagen veröffentlich haben. Einsendeschluss ist der 15. Juli. Weitere Einzelheiten zur Bewerbung sind im Internet unter http://www.stiftung-christlichemedien.de/index.php?id=2671 zu finden.

Zur Stiftung Christliche Medien gehören die Verlage R. Brockhaus, Hänssler, ERF-Verlag, SCM Collection, Bundes-Verlag und das Dienstleistungsunternehmen ICMedienhaus.
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60 Jahre "Stimme der Hoffnung"

1948 begannen die Gründer der „Stimme der Hoffnung“ mit amerikanischer Unterstützung religiöse Sendungen über Radio Luxemburg auszustrahlen. Mangels eines geeigneten Studios wurden die Programme zunächst in Paris aufgezeichnet. Dann gelang es in einem Berliner Keller, ein „Studio“ mit einem einfachen Tonbandgerät und hektographierten Texten einzurichten. „Die Kurzwellensendungen stießen auf positive Resonanz, und die Bibelfernkurse fanden begeisterte Teilnehmer“, so Müller. Seitdem sei die „Stimme der Hoffnung“, das inzwischen „älteste private christliche Rundfunkwerk in Deutschland“, nicht mehr verstummt.

Was damals sehr einfach begann, habe sich im Laufe von 60 Jahren eindrucksvoll entwickelt. 1959 erfolgte der Umzug nach Darmstadt, 1962 in ein größeres Gebäude nach Darmstadt-Eberstadt und 2007 in ein neugebautes, modernes Medienzentrum nach Alsbach-Hähnlein. In den 1960er Jahren kam die Blindenhörbücherei hinzu, aus dem Verkauf von Tonbandkassetten wurde ein gut bestückter Shop, und 1992 begann die Produktion von Videos. Im gleichen Jahr schlossen sich laut Müller die „Stimme der Hoffnung“ (West) mit der „Bildstelle Friedensau“ (Ost) zusammen. Beide Einrichtungen hätten schon während der Zeit der deutschen Teilung engen Kontakt gehalten.

„Am 50. Geburtstag vor zehn Jahren studierten rund 800 Kursteilnehmer beim Internationalen Bibelstudien-Institut der ‚Stimme der Hoffnung‘. Diese Zahl hat sich inzwischen verfünffacht“, berichtete Pastor Müller. „Als wir mit unseren ersten Rundfunksendungen begannen, waren wir für 30 Kurzwellen-Minuten pro Tag dankbar. Heute läuft unser Rundfunkprogramm täglich 24 Stunden, und neun Stunden deutschsprachiges TV-Programm pro Woche im ‚Hope Channel‘ spricht Fernsehzuschauer in aller Welt an.“ Ergänzt würde das breite Spektrum der Arbeit durch die öffentlich zugängliche adventistische Bildagentur www.churchphoto.de sowie die rasante Entwicklung der EDV- und Internetabteilung und den Bereich Internetevangelisation, die seit 2006 ganz neue Perspektiven der Medienarbeit eröffneten.

Der Gottesdienst zum 60-jährigen Jubiläum der „Stimme der Hoffnung“ wird live per Satellit in über 300 adventistische Gemeinden in Deutschland übertragen. Er ist auch beim adventistischen „Hope Channel“ über den Satelliten Eutelsat Hotbird 6, bei Kabel Baden-Württemberg und im Internet zu sehen.
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Deutschsprachige Brüder-Unität hat neues Gesangbuch

Herrnhut, 05.06.2008/APD Die Evangelische Brüder-Unität, auch unter dem Namen Herrnhuter Brüdergemeine bekannt, hat ein neues deutschsprachiges Gesangbuch mit 1.054 Liedern herausgegeben. Es löst das bisherige Gesangbuch aus dem Jahr 1967 ab.

Ein neunköpfiger Gesangbuch-Ausschuss der Brüder-Unität arbeitete mehr als zehn Jahre an diesem Projekt und hat knapp 10.000 Lieder beziehungsweise Liedstrophen aus zehn aktuellen Gesang- und Liederbüchern der deutschsprachigen Landes- und Freikirchen sowie aus weiteren Liedsammlungen geprüft. Entstanden ist ein neues Gesangbuch, in dem im Vergleich zu seinem Vorgänger etwa 50 Prozent neue Lieder enthalten sind und das mit einer weiteren Neuerung aufwartet: Es ist seit 1727 das erste Gesangbuch der Brüdergemeine mit Noten.

Das im Basler Friedrich Reinhardt Verlag erschienene neue mehrsprachige Gesangbuch enthält Lieder, die in der Ökumene entstanden sind – in anderen Kirchen, auf Kirchentagen, bei ökumenischen Versammlungen – in der von der Arbeitsgemeinschaft ökumenisches Liedgut (AÖL) erarbeiteten Fassung.

Die Brüder-Unität, deren Anfänge auf den Grafen Nikolaus Ludwig von Zinzendorf (1700-1760) zurückgehen, ist heute eine weltweite Kirche, deren Mitglieder auf fünf Kontinenten leben und mehr als 35 Sprachen sprechen. Das neue Gesangbuch enthält Lieder der Herrnhuter Tradition in mehreren Sprachen (zum Beispiel Schwedisch, Estnisch, Niederländisch, Surinamisch, Suaheli oder Miskitu). Es enthält aber auch Lieder, die in den jeweiligen Kulturkreisen selbst entstanden sind.

Die Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine weist eine reiche Gesangbuch-Tradition auf. Das Singen als gemeinsamer, verbindender Ausdruck des christlichen Glaubens gehört seit den Anfängen der Brüder-Unität im 15. Jahrhundert zu ihrem Selbstverständnis dazu. Bereits 1501 brachten die Böhmischen Brüder mit ihrem ersten tschechischen Gesangbuch das älteste gedruckte Gesangbuch Europas heraus. Auch das erste deutschsprachige evangelische Gesangbuch (1531, von Michael Weisse) entstand in der Brüder-Unität. Unter Nikolaus Ludwig von Zinzendorf kam es nach der Neugründung der Brüder-Unität in Herrnhut im 18. Jahrhundert zu einer ganzen Reihe von neuen Gesangbüchern (1725, 1735, 1754 und andere). Auch nach seinem Tod erschienen in der Brüder-Unität weitere neue und überarbeitete Gesangbücher (1778, 1870/1893). Die beiden Gesangbücher des 20. Jahrhundert (1927, 1967) griffen neue Lieder aus anderen Kirchen, aber auch die alten böhmischen Lieder wieder auf.

Verlagsinfo:Gesangbuch der Evangelischen Brüdergemeine
Friedrich Reinhardt Verlag Basel,
1.426 Seiten, Hardcover, Preis: 30 CHF / 20 EURO
ISBN 978-3-7245-1486-2
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Vatikan für Atomenergie

Rom/Italien, 05.06.2008/APD Der Vatikan begrüßt die friedliche Nutzung der Atomenergie. Zugleich kritisiert der Heilige Stuhl den derzeitigen Umgang mit Energie in den reichen Ländern. Die Rohstoffpreise würden steigen und vor allem die Staaten der Dritten Welt hätten immer mehr Mühe, ihre Völker zu ernähren, geschweige denn, ihnen eine gesicherte Zukunft zu garantieren, sagte der Sekretär des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, Bischof Giampaolo Crepaldi, gegenüber Radio Vatikan.

Die internationale Gemeinschaft sollte den UNO-Umwelttag am 5. Juni zum Anlass nehmen, um über die künftige weltweite Energienutzung zu diskutieren. Man dürfe aber an keine Utopien glauben, sondern müsse realistisch bleiben, betonte Crepaldi. „Es wäre undenkbar, dass heutzutage allein mit alternativen Energien die Weltwirtschaft existieren könnte. Ohne genügend Energiezufuhr leiden nämlich vor allem die ärmeren Länder dieser Welt. Und wenn wir von unterentwickelten Länder reden, dann sprechen wir über Millionen von Menschen, die arm oder hungrig sind“, so der Bischof. Deshalb komme nicht von ungefähr die zivile Nutzung der Atomenergie wieder ins Gespräch, wenn es um umweltschonende Stromerzeugung geht.

„Der Heilige Stuhl hat eine klare Position in Bezug auf die Atomenergie. So verurteilt die römisch-katholische Kirche jegliche militärische Nutzung der Atomtechnologien. Die Nutzung zur Stromerzeugung für zivile Zwecke wird hingegen gutgeheißen – es gibt keinen Grund, dagegen zu sein. Dennoch muss man vorsichtig sein, denn es kann vorkommen, dass Staaten behaupten, sie würden Atomenergie nur für zivile Zwecke einsetzen, und wenn man genauer hinschaut, merkt man, dass diese Länder die Atomtechnik für militärische Ziele verwenden möchten“, sagte Bischof Crepaldi.

In einer Stellungnahme zum UNO-Ernährungsgipfel, der noch bis zum 5. Juni in Rom tagt, hat der Vatikan die Industrieländer zum Überdenken ihrer Bioenergie-Politik aufgerufen. Das „grundlegende Recht auf Nahrung“ dürfe nicht durch die Produktion von Biokraftstoffen eingeschränkt werden, erklärte der für entwicklungspolitische Fragen zuständige Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden. Das Vatikan-Gremium unter Leitung von Kurienkardinal Renato Raffaele Martino forderte die G8-Staaten auf, bei ihrem nächsten Gipfel in Japan „die Angemessenheit der Bioenergie-Produktion angesichts der Verknappung von Agrarprodukten“ zu prüfen, so Radio Vatikan.
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Hilfsorganisationen bekämpfen Frauenarmut

Washington D.C./USA, 04.06.2008/APD Delegierte von mehr als 70 überkonfessionell arbeitenden Hilfsorganisationen und Vertreter der amerikanischen Regierung kamen in Washington zusammen, um über die Bekämpfung der Armut von Frauen zu beraten. Es sei kein Zufall, so die Delegierten, dass etwa 70 Prozent der 1,2 Milliarden Menschen, die pro Tag mit nur einem US-Dollar auskommen müssten, aus Frauen und Mädchen bestünden.

Diese Verhältnisse zu verändern sei ein moralischer Imperativ, meinten die Teilnehmer, zu denen auch die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright und Dr. Ella Simmons, Vizepräsidentin der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten, gehörten. „Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Armut unabänderlich zum menschlichen Dasein gehört“, betonte Albright. Die in Washington vertretenen Organisationen hätten bereits eine Milliarde US-Dollar (645 Millionen Euro) zur Bekämpfung der Armut eingesetzt. Laut Simmons habe auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International 1,5 Millionen US-Dollar (967.000 Euro) zur Verfügung gestellt, damit Frauen lesen und schreiben lernten und Mädchen eine Schule besuchen könnten.
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Orientierungshilfe über Neuapostolische Kirche

Stuttgart, 03.06.2008/APD Seit 2001 gab es regelmäßige Gespräche zwischen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Baden-Württemberg (ACK) und der Neuapostolischen Kirche in Süddeutschland. Zum Abschluss der Begegnungen im letzten Jahr empfahlen die Beteiligten einen weiteren Gedankenaustausch auf der Ebene der ACK Deutschland. Den bislang erzielten Gesprächsstand dokumentiert ein Faltblatt, das die ACK Baden-Württemberg herausgegeben hat. Es befasst sich unter anderem mit Taufanerkennung, Auftritte neuapostolischer Chöre, Nutzung von kirchlichen Räumen, Teilnahme an gottesdienstlichen Handlungen sowie Trauungen von konfessionsverschiedenen Paaren. Das Faltblatt ist im Internet unter www.ack-bw.de/lila/nak.htm zu finden oder kann bei der Geschäftsstelle der ACK in Baden-Württemberg angefordert werden.
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Medienpreis für "Die Stille Stunde"

Nashville, Tennessee/USA, 02.06.2008/APD „The Quiet Hour“, eines der ersten adventistischen Radioprogramme, erhielt beim diesjährigen Kongress der National Religious Broadcasters (NRB) in Nashville den „Milestone Award“. Die Anerkennung für die Verbreitung des Evangeliums während des 70-jährigen Bestehens der „stillen Stunde“ ging an Pastor Bill Tucker, der das Medienwerk seit 1993 in der dritten Generation leitet.

Sein Großvater, J. L. Tucker, gründete „The Quiet Hour“ 1937 mit Rundfunksendungen bei KEX Radio in Portland, Oregon. Das Programm begleitete den Gemeindepastor bei seinen Umzügen nach Kalifornien und Michigan. Als Tucker in Oakland arbeitete und die „Quiet Hour“ über KGO Radio ausgestrahlt wurde, gab es 1949 den Schritt ins Fernsehen mit einer wöchentlichen Sendung bei KGO Television. Seit 1959 ist die Zentrale in Redlands, Kalifornien. In den siebziger Jahren übernahm J. L. Tucker’s Sohn LaVerne die Leitung. in den neunzigern der Enkel Bill Tucker. Die „Quiet Hour“ ist inzwischen nicht nur in Hörfunk, Fernsehen und Internet (www.TheQuietHour.org) aktiv, sondern unterstützt auch evangelistische und soziale Projekte im In- und Ausland.
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"Rentnerband die jüngste Errungenschaft der Posaunenarbeit"

Leipzig, 01.06.2008/APD „Der Deutsche Evangelische Posaunentag in Leipzig möchte Zeichen setzen, dass Gott auch heute noch zu loben ist“, sagte Pastor Jörgen Zschunke (Hamburg), Bundesbläser-Posaunenwart des Advent-Posaunenwerkes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, in seiner Predigt am Samstag-Vormittag im Sabbat-Gottesdienst der Adventgemeinde Leipzig. An dem vom Evangelischen Posaunendienst in Deutschland (EPiD) am 30. Mai und 1. Juni veranstalteten Großereignis in Leipzig mit rund 20.000 Musikanten nahmen 100 adventistische Blechbläserinnen und -bläser des Advent-Posaunenwerkes als Mitgliedsverband des EPiD teil. Darunter befand sich auch ein seit Jahren musizierendes Ehepaar aus Nürnberg, welches das größte Bläserereignis aller Zeiten nutzte, um seine Goldene Hochzeit zu feiern. Ein Auswahlensemble des Advent-Posaunenwerkes spielte zusammen mit der Orgel im Gottesdienst der adventistischen Gemeinde.

„Im Evangelischen Posaunendienst in Deutschland befindet sich ein ‚buntes Volk‘“, stellte Zschunke in seiner Predigt fest. Der Freigeist der Hanseaten und der württembergische Pietismus seien auch innerhalb der evangelischen Landeskirchen Gegensätze. Dazu kämen die Freikirchen mit ihren Besonderheiten. Doch das Musizieren führe zusammen. Ein „Fis“ erfordere von einem adventistischen Trompeter dieselbe Griffhaltung wie bei einem evangelischen. Gegenseitige Toleranz gehöre zur Arbeit der Posaunenchöre. Jugendliche würden sich nicht weigern, einen mittelalterlichen Choral zu blasen, und 60-Jährige seien sich nicht zu schade, ein Musikstück in Swing zu erlernen. Untersuchungen hätten ergeben, dass musizierende Kinder ein besseres soziales Verhalten als Kinder, die kein Instrument erlernen, haben. Daher müsse sich auch eine Kirche nach ihren musikalischen Angeboten fragen lassen. Doch es gehe nicht nur um junge Menschen. Auch Senioren, Frustrierte und Arbeitslose könnten musizieren. Die jüngste Errungenschaft der Posaunenarbeit sei die Rentnerband.

Nach dem Gottesdienst nahmen die adventistischen Bläserinnen und Bläser an der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Evangelischen Posaunentages auf dem Leipziger Augustusplatz teil. Anschließend spielte ein Auswahlchor des Advent-Posaunenwerkes in Barthels Hof in der Innenstadt, um sich dann mit Tausenden anderer Blechbläser zur Serenade auf dem Augustusplatz zu vereinen. Den Höhepunkt bildete der festliche Abschlussgottesdienst mit rund 20.000 Musizierenden im Leipziger Zentralstadion.

Am Samstag-Abend lud die Adventgemeinde Leipzig zum Konzert mit dem Blechbläserensemble „con Licenza“ ein. Die sieben Musiker aus verschiedenen Ecken Deutschlands begeisterten die Zuhörer mit Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Heinrich Schütz, Edvard Grieg, Enrique Crespo, Edward Gregson und anderen Komponisten. Da die meisten dargebotenen Werke nicht für Bläser gedacht waren, wurden sie eigens für das Blech arrangiert. „Con Licenza bedeutet“, so der 1. Trompeter der Gruppe, Sebastian Haase, in seiner Einführung in den musikalischen Abend, „frei, hemmungslos durch die Musikgeschichte wandeln, hier und da eine Stilblüte zu pflücken und den Zuhörern einen bunten Blumenstrauß an Blechbläserklängen zu präsentieren.“ Manch musikalisches Meisterwerk erhalte durch das neue Blechgewand einen ganz besonderen Reiz, „anderes scheint wie für uns komponiert zu sein“. Der etwas ungewöhnliche Name „con Licenza“ bedeute im musikalischen Sinne so viel wie interpretatorische und satztechnische Freiheit.

Laut dem Bundesbläser-Obmann des Posaunenwerkes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Hans-Joachim Scheithauer (Wiesbaden), feiert das im Mai 1958 gegründete Advent-Posaunenwerk in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. 1948 gründete Paul Bromba, der das Trompetenspiel von einem Mitglied des CVJM in seiner Heimat Ostpreußen erlernt hatte, als junger Pastor den ersten deutschen adventistischen Nachkriegsposaunenchor in Detmold. Da die adventistische Bläserbewegung zur Zeit der Weimarer Republik nicht organisiert war und in Instrumentarium und Noten unterschiedliche Wege gegangen wurden, gab es bis dahin kein gemeinsames Musizieren. Bromba versuchte deshalb die nach 1945 entstandenen Chöre zu vernetzen, in Instrumentarium und Notenmaterial zu vereinheitlichen und vor allem durch Lehrgänge und Ausbildung die Qualität der Gruppen zu verbessern. Das gelang erst in größerem Umfang, als er 1953 nach Nordhessen versetzt wurde und in Kontakt zum Evangelischen Posaunenwerk von Kurhessen-Waldeck kam. Zusammen mit dessen Obmann, dem Posaunenmeister und Diakon Philipp Reuse, damals Wirtschaftsdirektor der Anstalten Hephata der Inneren Misson, legte Bromba mit dem ersten, 1958 offiziell von der adventistischen Freikirche getragenen Posaunenlehrgang die Grundlage für das Advent-Posaunenwerk.

In Ostdeutschland gab es seit Anfang der 1950er Jahre wieder Bläserchöre in einigen Adventgemeinden. 1964 wurde Pastor Jörgen Zschunke mit der Leitung der adventistischen Blechbläser in der damaligen DDR beauftragt. Heute umfasst das Advent-Posaunenwerk in Deutschland 65 Chöre mit 650 Musizierenden.
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