Washington, D.C./USA, 01.07.2008/APD Der Neurochirurg am John Hopkins Hospital in Baltimore/Maryland, Professor Dr. Benjamin S. Carson, erhielt von US-Präsident George W. Bush die Presidential Medal of Freedom. Er ist damit der erste Siebenten-Tags-Adventist, dem diese hohe Auszeichnung verliehen wurde. In seiner Laudatio im Weißen Haus in Washington hob Bush die Leistungen von Carson als Mediziner und seinen positiven Einfluss auf Amerikas Jugend hervor. Der Präsident würdigte auch den von dem Professor und seiner Frau Candy gegründeten „Carson Scholars Fund“, eine Stiftung, die an begabte Studenten Stipendien vergibt. 2004 berief Bush den Mediziner in das von ihm gegründete nationale Ethikgremium „The President‘s Council on Bioethics“.

Die Presidential Medal of Freedom ist neben der Goldenen Ehrenmedaille des Kongresses die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. Gestiftet wurde sie 1945 von Präsident Harry S. Truman für herausragende Verdienste während des Krieges. 1963 wandelte John F. Kennedy die Auszeichnung in eine Ehrung für zivile Dienste in Friedenszeiten um.

Dr. Ben Carson, wie er genannt wird, stammt aus einem Ghetto in Detroit/Michigan. Als er acht war, verließ sein Vater die Familie. Mutter Sonya, lange von Depressionen geplagt, erzog Ben und seinen Bruder allein. In der Schule war Ben der schwächste Schüler der Klasse, der von anderen als Dummkopf bezeichnet wurde. Seine Mutter schickte ihn jede Woche in die Bibliothek und ermutigte ihn mit den Worten: „Wenn du lesen kannst, kannst du lernen was du wissen willst. Die Türen der Welt stehen offen für den, der lesen kann.“ So wurde er einer der besten Schüler seiner Klasse. Bereits mit zehn Jahren war er sich sicher, dass er Arzt werden wollte.

Er absolvierte ein Psychologie-Studium an der Yale Universität (1973) und ein Studium an der medizinischen Fakultät der Universität von Michigan (1977). Im Anschluss daran bekam er die Möglichkeit, am berühmten John-Hopkins-Hospital an einem Ausbildungsprogramm als Assistenzarzt in der Neurochirurgie teilzunehmen. 1984 wurde er dort, 32-jährig, zum Chef der Neurochirurgie gewählt. Er war damit der jüngste Chefarzt in den USA. Weltruhm erlangte der heute 57-Jährige, als er im September 1987 mit einem 70-köpfigen Team in einer 22-stündigen Operation die am Kopf zusammengewachsenen Binder-Zwillinge aus Ulm erfolgreich trennte. Dr. Carson erhielt in der Zwischenzeit 38 Ehrendoktortitel und Dutzende nationaler Auszeichnungen. Heute operiert der Neurochirurg im Jahr über 300 Kinder im John Hopkins Kinderkrankenhaus in Baltimore. Außerdem ist er weltweit ein gefragter Fachmann bei der Trennung siamesischer Zwillinge.

Der Arzt lebt mit seiner Frau Candy, seinen drei Söhnen und seiner Mutter im US-Bundesstaat Maryland. Sein Wahlspruch lautet „Think Big!“ (Nimm dir Großes vor!). Dazu gehören für ihn auch Begabung, Ehrlichkeit, Einsicht, Freundlichkeit, Kenntnisse, Bücher, Fleiß und der Glaube an Gott.
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