Weiterstadt bei Darmstadt, 10.07.2008/APD Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt hat im letzten Jahr Projekte mit Fördermitteln von drei Millionen Euro sowie Spenden und sonstigen Erträgen von 4,4 Millionen Euro durchgeführt. Wie aus dem Jahresbericht 2007 hervorgeht, waren die Geldgeber unter anderem das Amt für Humanitäre Hilfe der Europäischen Union ECHO, das Auswärtige Amt der Bundesregierung, das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, das Amt für Zusammenarbeit der Europäischen Kommission EuropeAid und die „Aktion Deutschland Hilft“ (ADH). ADRA Deutschland hat im Jahr 2007 erstmals das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) beantragt und erhalten. Die ADRA-Verwaltungskosten mit 7,6 Prozent werden vom DZI als niedrig eingestuft.

Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu kümmerte sich ADRA in 42 Flüchtlingslagern um die Sanitäranlagen und die Trinkwasserversorgung für 30.800 Tamilen aus Sri Lanka. In Laos begann ADRA ein bis 2009 laufendes Projekt, zu dem in zwölf Dörfern und sieben Schulen Gesundheitserziehung sowie die Errichtung von 14 Trinkwasserbrunnen und 545 Latrinen gehören. Im Nordosten Somalias errichtete das Hilfswerk 21 Grundschulen und sorgte die für Aus- und Fortbildung von Lehrern. In Uganda half ADRA nach Überschwemmungen mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Dingen des täglichen Bedarfs. In Indien ging es um die Bekämpfung der Tuberkulose, und in Mosambik konnte die wirtschaftliche Situation von 7.500 Bauernfamilien durch den Anbau von Cashew-Nüssen verbessert werden.

Im letzten Jahr fand wieder die Aktion „Kinder helfen Kindern“ statt. Fast 39.000 Weihnachtspakete gingen an Waisen- und Heimkinder in acht Länder Osteuropas. Bereits 1997 begann ADRA Deutschland Jugendliche ins Ausland zu entsenden; damals nur Zivildienstleistende im Rahmen von „Andere Dienste im Ausland“. Ab dem Jahr 2000 wurden aufgrund der großen Nachfrage auch Freiwillige entsandt. 2007 schickte ADRA insgesamt 14 Jugendliche nach Argentinien, Honduras, Kirgisien, Mexiko und Tansania.

ADRA-Vertretungen gibt es zur Zeit in 111 Ländern. ADRA Deutschland ist unter anderem Mitglied der „Aktion Deutschland Hilft“, bei „Gemeinsam für Afrika“, im Koordinierungsausschuss für humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes und im Verband Entwicklungspolitischer Nicht-Regierungs-Organisationen in Deutschland (VENRO). Als kirchliche Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten hilft ADRA Menschen, unabhängig ihrer politischen und religiösen Anschauung oder ethnischen Herkunft.
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