Neues Gesangbuch für deutschsprachige Adventisten in Vorbereitung

Hannover | 10. August 2008 | APD |

Hannover, 10.08.2008/APD Die Leitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland hat beschlossen, ein neues Liederbuch für den Gottesdienst herauszugeben, das auch für die Gemeinden in der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich gedacht ist. Wie Pastor Friedbert Hartmann (Hannover), stellvertretender Präsident und Sekretär des Norddeutschen Verbandes der Freikirche, erläuterte, sei das jetzige Gesangbuch "Wir loben Gott" inzwischen rund 25 Jahre alt und nahezu vergriffen.

"Als es 1982 erschien, galt es als eines der besten Kirchengesangbücher und war das erste, welches im Notensatz digital hergestellt wurde", betonte Hartmann. Einige Lieder aus dem Gesangbuch hätten jedoch nicht den Weg in die Gemeinden gefunden. Andere erschienen heute sprachlich oder theologisch überholt. Außerdem bleibe die Zeit nicht stehen, und es entstünden immer wieder gute, neue Lieder, oder Perlen der Vergangenheit würden neuentdeckt. Deshalb habe die Freikirche 2004 das Liederbuch "Leben aus der Quelle" als Ergänzung für "Wir loben Gott" herausgegeben. "Schon damals stand fest, dass die Arbeit an einem neuen, großen Gesangbuch bald beginnen muss", so Hartmann.

Nach einem entsprechenden Beschluss der Freikirchenleitung könne nun mit den Arbeiten begonnen werden. Diese würden mehrere Jahre in Anspruch nehmen, denn ein qualitätsvolles Liederbuch benötige Zeit. Für dessen Erstellung gebe es einen musikalischen Arbeitskreis, zu dem die Musikbeauftragten der sechs regionalen deutschen Freikirchenleitungen (Vereinigungen) sowie des Nord- und Süddeutschen Verbandes, der Theologischen Hochschule Friedensau und Vertreter aus Österreich und der Schweiz gehörten. Außerdem existiere ein Arbeitskreis, der die theologischen Aussagen der Liedtexte genauer prüfe, teilte Pastor Hartmann mit. "Ebenso wurde eine kleine Gruppe berufen, die sich mit textlichen Ergänzungen im Rahmen des Liederbuches beschäftigen wird."

Damit diese Arbeitskreise wirkungsvoll und zeitlich straff tätig sein könnten, sei aus dem Kreis der Musikbeauftragten ein kleines, aus einem Kirchenmusiker, Jugendmusiker und Musikwissenschaftler bestehendes Team gebildet worden, das die Vorarbeiten leisten solle. "Sie sind bereits an der Arbeit, um zunächst eine Liedauswahl aus den verschiedenen Quellen zu treffen", informierte Hartmann. Zur Unterstützung dafür seien über 60 Gemeindemitglieder unterschiedlichen Alters aus ganz Deutschland gebeten worden, ihre Liedvorschläge einzubringen, die entsprechend berücksichtigt würden. Darüber hinaus hätten auch alle anderen Mitglieder der Freikirche die Möglichkeit, sich durch ihre Vorschläge an der Erstellung eines Stimmungsbildes über das religiöse Liedgut zu beteiligen.
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