Längerer Einsatz in Indien notwendig

Weiterstadt bei Darmstadt | 5. Oktober 2008 | APD |

Weiterstadt bei Darmstadt, 05.10.2008/APD   Erneut wird der indische Bundesstaat Bihar von einer Überschwemmungskatastrophe heimgesucht. Genau vor einem Jahr bat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland für die Menschen am Fuße des Himalaya-Gebirges um Hilfe; und bis vor kurzem arbeiteten hier die Wasseraufbereitungsanlagen von ADRA, um sauberes Trinkwasser zu erzeugen. Zudem laufen noch immer Programme für den Aufbau von Tierzuchtprojekten. Außerdem werden Brunnen und Handpumpen saniert. ADRA setzt aufgrund der neuerlichen Überschwemmungen seine Maßnahmen direkt fort, denn offensichtlich ist über eine Million Menschen obdachlos und bedarf dringend der Hilfe. ADRA Deutschland stellt seine Wasseraufbereitungsanlagen wieder zur Verfügung. Eine Mitarbeiterin befindet sich im Land, um die Arbeiten zu unterstützen.

Thomas Petracek, Projekt-Koordinator von ADRA Deutschland, rechnet mit noch größeren Problemen als vor einem Jahr: Erstens habe durch den Dammbruch in Nepal eine riesige Wassermenge das Land großflächig überflutet. Zweitens werde der Abfluss der Wassermassen Monate andauern. Drittens sei dadurch die Ernte zerstört und ein erneuter Anbau unmöglich. Viertens bestehe durch verschmutztes Wasser eine bedrohliche Seuchengefahr. Fünftens seien die natürlichen Brunnen überflutet und ebenfalls kontaminiert. Folglich hätten die Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser. Deshalb werde ADRA an dieser Stelle mit der Hilfe einsetzen. Die REDO-Aufbereitungsanlagen des Hilfswerkes könnten pro Stunde je Anlage 5.000 Liter Trinkwasser bereitstellen.

Die Wiederaufbaumaßnahmen seien laut Petracek allerdings während der Regenzeit, die bis etwa Ende Oktober dauere, kaum oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Daher stelle sich ADRA auf einen längeren Einsatz ein. Die Regierung von Bihar hat einen Hilferuf an die internationale Gemeinschaft gerichtet. Bihars Katastrophenschutzminister Nitish Mishra ließ erkennen, die Regierung allein könne der Katastrophe mit rund einer Million Obdachloser nicht Herr werden: "Was immer zur Verfügung steht, wir brauchen es."

ADRA Deutschland bittet deshalb unter dem Stichwort "Indien" um Spenden auf das ADRA-Konto 2000 702 09 bei der Dresdner Bank in Darmstadt (BLZ 508 800 50).
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