Bruno Vertaillier neuer Präsident der europäischen Adventisten

Silver Spring, Maryland/USA, 30.11.2008/APD   Der am 25. November in Silver Spring, Maryland/USA, tagende Exekutiv-Ausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten hat Pastor Bruno Vertallier (60) als Präsident der Euro-Afrika Abteilung der Generalkonferenz mit Sitz in Bern gewählt. Er war bereits Anfang November von den rund 50 Vertreterinnen und Vertretern der überregionalen Kirchenleitungen sowie der angeschlossen kirchlichen Einrichtungen der Euro-Afrika Abteilung während ihrer Herbstsitzung im schweizerischen Jongny (Waadt) einstimmig für das Amt vorgeschlagen worden.

Vertallier ist seit 2004 Direktor für das Predigtamt der Euro-Afrika Abteilung. Davor war er sechs Jahre Präsident der Adventisten in Südfrankreich und fünf Jahre Dozent für praktische Theologie an der adventistischen Theologischen Hochschule im französischen Collonges-sous-Salève in der Nähe von Genf. Vertallier, der seit 1974 als Pastor der Freikirche tätig ist, hat einen Doktorgrad in praktischer Theologie (D.MIN) der Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA. Er spricht Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch, ist mit Ehefrau Christiane verheiratet und hat drei erwachsene Töchter sowie vier Enkel. Der neue Präsident besitzt die französische und Schweizer Staatsbürgerschaft. Er tritt die Nachfolge von Pastor Ulrich Frikart (67) an, der zum 31. Dezember 2008 in den Ruhestand geht.

Die Euro-Afrika Abteilung ist eine von drei adventistischen europäischen Kirchenleitungen und umfasst mit 2.501 Gemeinden rund 176.200 erwachsen getaufte Adventisten in 19 Staaten Mittel-, West- und Südeuropas sowie in Nordafrika, der Türkei, im Iran und Afghanistan. In der Schweiz gibt es 4.400, in Österreich 3.800 und in Deutschland 36.000 Mitglieder.
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Schulzeitung für adventistisches Schulzentrum Marienhöhe

Darmstadt, 29.11.2008/APD   Das adventistische Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, hat mit der „Marienhöher Allgemeine Zeitung“ eine neue Publikation für Schüler, Mitarbeiter und Förderer des Schulzentrums. In der Ausgabe Nr. 1 der dreimal im Jahr erscheinenden Zeitschrift geht es unter anderem um den Entwicklungshilfe-Einsatz von Marienhöher Schülerinnen und Schülern im Sommer 2008 in Kambodscha, Berichte von Klassenfahrten nach Berlin und ins Elsass sowie die Erfahrungen einer Schülerin, die zunächst ohne ausreichende Sprachkenntnisse ein Jahr an einer Partnerschule in Frankreich verbrachte. Das Redaktionsteam besteht aus sechs Schülerinnen und Schülern, einer Lehrerin, einem Lehrer, einer Verwaltungsangestellten des Schulzentrums sowie einem Pastor.

Das adventistische Schulzentrum Marienhöhe mit Gymnasium und Realschule hat 697 Schülerinnen und Schüler. 60 wohnen im Internat. Nur 18 Prozent der Schüler stammen aus einem adventistischen Elternhaus. Von den 62 Lehrkräften sind 34 Siebenten-Tags-Adventisten.
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Lesung zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Menschenrechtserklärung

Friedensau bei Magdeburg, 28.11.2008/APD   In der Bibliothek der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg findet am 30. November um 17 Uhr eine Lesung zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Menschenrechtserklärung statt.

Die Generalversammlung der UNO verabschiedete am 10. Dezember 1948 die Allgemeine Menschenrechtserklärung. Die Deklaration hat seitdem eine Vielzahl von völkerrechtlichen Vereinbarungen prägend beeinflusst. Anlässlich des 60. Jahrestages der Erklärung gestaltet das Institut für Religionsfreiheit an der Theologischen Hochschule Friedensau unter Mitwirkung von Dr. theol. Johannes Hartlapp und Dr. jur. Harald Mueller einen Überblick über die menschenrechtliche Entwicklung seit 1948. Besonders berücksichtigt wird dabei das Recht auf Religionsfreiheit, wie es im Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgehalten ist.
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Christoffel-Blindenmission feiert 100-jähriges Bestehen

Bensheim/Berlin, 27.11.2008/APD   Die Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim blickt 2008 auf ihr 100-jähriges Bestehens zurück, wobei die Entwicklungsorganisation nach eigenen Angaben bisher rund 217 Millionen Menschen mit Behinderung weltweit helfen konnte.

Laut CBM-Direktor Martin Georgi „schauen wir dankbar auf hundert Jahre zurück, aber auch nach vorne, denn es gibt noch viel zu tun. Wir stellen uns gemeinsam mit den Betroffenen der Aufgabe, Behinderungen zu vermeiden oder zu heilen und die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung nachhaltig zu verbessern.“

Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der Festgottesdienst in Berlin, der am 27. November um 19 Uhr im Palais am Funkturm in Charlottenburg gefeiert wird. 2.000 Gäste haben sich angemeldet. Eva Luise Köhler, die Schirmherrin des CBM-Jubiläums, hält eine Ansprache, predigen wird Pfarrer Abbas Schah-Mohammedi, der letzte Täufling von CBM-Gründer Ernst Jakob Christoffel.

Im Jahr 2008 stellt sich die CBM einer großen Herausforderung: 100.000 zusätzliche Wunder für Menschen mit Behinderung will die Organisation wahr machen. „Ein Wunder ist“, so Georgi, „wenn ein am Grauen Star erblindeter Mensch nach einer Operation wieder sehen kann, wenn ein schwerhöriges Kind Dank eines Hörgerätes lernt sich zu verständigen oder wenn ein Mensch mit einer Körperbehinderung mit Hilfe eines Rollstuhls wieder mobil wird.“ Dazu seien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Entwicklungsorganisation von April bis Oktober mit ihrem Erlebnismobil durch 100 deutsche Städte gereist, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen und um Spenden zu werben. Mit Erfolg, wie CBM-Direktor Georgi betonte: „Rund 52.000 Wunder haben Spenderinnen und Spender in Deutschland bereits finanziert.“

Die 1908 gegründete Christoffel-Blindenmission folge auch heute noch den Zielen von Pastor Ernst Jakob Christoffel, allen Menschen mit Behinderungen ohne Ansehen von Nationalität oder Religionszugehörigkeit zu helfen.

Derzeit fördert die CBM rund 1.000 Projekte in über 100 Ländern. Im vergangenen Jahr wurden durch das Hilfswerk 21 Millionen Menschen mit Behinderungen behandelt, gefördert oder betreut. Die Unterstützung der CBM im medizinischen Bereich umfasst besonders Kliniken, Programme zur Vorsorge oder Behandlung von Blindheit und Gehörlosigkeit sowie orthopädische Abteilungen. In der Rehabilitation fördert die CBM Schul- und Berufsausbildung sowie Programme zur gemeindenahen Rehabilitation behinderter Menschen.
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Gewalt gegen Frauen: Einführung einer bundesweiten Notrufnummer gefordert

Düsseldorf, 26.11.2008/APD   Anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen fordern die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) die Bundesregierung auf, die im Aktionsplan vom September 2007 angekündigte bundeseinheitliche Notrufnummer einzurichten. Diese soll bedrohten Frauen den Weg zu Hilfsangeboten in ihrer Nähe weisen und Hemmschwellen abbauen.

Gewalt sei nach Ansicht der Verbände nicht privat und dürfe nicht verschwiegen werden. Sie mache krank und verursache langfristige körperliche und seelische Beeinträchtigungen. Betroffene litten oft ein Leben lang daran. Beispielsweise könnten sich zurückliegende Gewalterfahrungen dramatisch auswirken, wenn die Frauen pflegebedürftig würden. Denn dann seien sie körperlichen Eingriffen wieder hilflos ausgeliefert, so dass traumatische Erlebnisse lebendig würden. Gewalt gegen Frauen müsse deshalb auch in der Pflege thematisiert werden.

Vor diesem Hintergrund setzen sich die Verbände dafür ein, Gewalt gegen Frauen gesellschaftlich zu ächten. Sie wollen Frauen ermutigen, sich zu wehren und Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dies könne dauerhaft nur gelingen, wenn die bestehenden Hilfsangebote nachhaltig gesichert würden und die bundeseinheitliche Notrufnummer aufgebaut werde.

Die drei katholischen Frauenverbände engagieren sich auf unterschiedlichen Ebenen gegen Gewalt an Frauen. So bietet der SkF als Frauenfachverband und Träger von 36 Frauenhäusern im Jahr über 2.000 Frauen und ebenso vielen Kindern Schutz und Unterstützung. Darüber hinaus unterhält er an vielen Orten Interventionsstellen. Die kfd, mit rund 620.000 Mitgliedern der größte katholische Frauenverband, greift das Thema seit zwei Jahren mit ihrem Programm „Häusliche Gewalt ist kein Schicksal!“ immer wieder auf und weist auf örtliche Hilfsangebote hin. Sexualisierte Gewalt in kriegerischen Auseinandersetzungen spricht insbesondere der KDFB in Kooperation mit „medica mondiale“ an, der die aktuelle Situation von Frauen in den Krisengebieten der Welt beobachtet und die Bundesregierung zum Handeln auffordert.
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Adventistischer Kirchenpräsident nach acht Jahren wieder in Turkmenistan

Asgabat/Turkmenistan, 25.11.2008/APD   Nach acht Jahren durfte der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Pastor Artur Stele (Darmstadt), wieder mit einem Visum die mittelasiatische Republik Turkmenistan besuchen. Er hatte während seines fünftägigen Aufenthaltes eine Unterredung mit Regierungsvertretern, sprach mit örtlichen Adventisten und hielt öffentliche Vorträge über Gesundheits- und Familienthemen. Die Freikirche unterhält in der Hauptstadt Asgabat ein Gesundheitszentrum. Adventistische Freikirchenleiter werten den Besuch Steles als Zeichen einer beginnenden Entspannung der Lage gegenüber religiösen Minderheiten im Land.

Anfang der 1990er Jahre begann die turkmenische Regierung gegen religiöse Minderheiten vorzugehen. 1993 wurden die Bankkonten der Adventisten von den Behörden aufgelöst und der Stempel der Freikirche zur Beglaubigung von Dokumenten für ungültig erklärt. 1996 änderte die Regierung die gesetzlichen Grundlagen zur Registrierung von Religionsgemeinschaften. Seitdem wurden nur noch der sunnitische Islam, dem 90 Prozent der 4,8 Millionen Einwohner angehören, und die Russisch-Orthodoxe Kirche vom Staat anerkannt. Alle anderen Konfessionen galten als illegal.

Im November 1999 ließen die Behörden die mit staatlicher Genehmigung neuerbaute Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Hauptstadt Asgabad abreißen. Nach diesem Gewaltakt wurde der Freikirche ihre während der Sowjetzeit erlangte staatliche Anerkennung vom Justizministerium offiziell entzogen. Gottesdienste in Privatwohnungen wurden von den Behörden wiederholt unterbunden und Gemeindeglieder schikaniert. Pastor Pavel Fedotov befand sich im Oktober 2000 wegen Abhaltung eines privaten Gottesdienstes drei Tage in Haft. Ende 2001 löste die Polizei einen adventistischen Gottesdienst in einer Privatwohnung in Turkmenabad auf und enteignete die Wohnungsinhaberin, die das Land verlassen musste und bei Verwandten in Sibirien Aufnahme fand.

Am 1. Juni 2004 erlangten die Adventisten in Turkmenistan mit einer vom Justizministerium ausgestellten Registrierungsurkunde die staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft und können seitdem wieder offiziell Gottesdienste feiern. Da ihre Kirche nicht mehr existiert, versammeln sie sich in einem Gemeindesaal der Baptisten. In der mittelasiatischen Republik leben etwa 80 Siebenten-Tags-Adventisten.
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Fast 400.000 Adventisten in China

Hongkong, 24.11.2008/APD  „In der Volksrepublik China gibt es fast 400.000 Siebenten-Tags-Adventisten, die in über 3.000 Gemeinden Gottesdienst feiern“, teilte der Sekretär der China Mission der Freikirche, Pastor John W. Ash III. (Hongkong), mit. Manche Gemeinden würden mehrere tausend Mitglieder umfassen und ihren Sabbatgottesdienst in großen Kirchen durchführen, andere wären klein und versammelten sich in Privatwohnungen. Obwohl die Adventisten keine eigene Kirchenorganisation hätten, „sind sie nach ihrer Art und Weise gut organisiert“. Der Staat überwache die Religion nicht mehr so streng wie in der Vergangenheit. Wenn eine Gemeinde bei der staatlich kontrollierten, Patriotischen Protestantischen Drei-Selbst-Bewegung (TSPM) registriert sei, habe sie eine Reihe von Freiräumen.

Es gebe laut Ash verschiedene Richtungen im chinesischen Adventismus, wie „Alte“, „Neue“ oder „Untergrund Adventisten“. Die weltweit organisierte adventistische Kirche habe mit allen diesen Richtungen Kontakt, obwohl die Gruppen selbst miteinander Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit hätten. Es existierten in China auch extreme Einflüsse auf das Christentum, wie etwa die Bewegung „Licht vom Osten“, von denen selbst adventistische Ortsgemeinden nicht verschont geblieben seien. „Ein großes Problem für alle Adventisten in der Volksrepublik ist die Ausbildung des theologischen Nachwuchses“, betonte Pastor Ash. Es gebe zwar in China eine Reihe von theologischen Seminaren und Bibelschulen der Drei-Selbst-Bewegung, an denen auch Adventisten studierten, doch fehlten eigene theologische Ausbildungsstätten. Die Asienabteilung der adventistischen Griggs Universität in Hongkong bemühe sich, über das Internet Hunderte von Interessenten theologisch weiterzubilden. Evangelisation und Mission seien in der Volksrepublik untersagt, doch es fänden sich, so Ash, immer wieder Gelegenheiten, seinen Glauben zu bezeugen. Etliche Ortsgemeinden hätten inzwischen ihre eigene Homepage im Internet.

Als die Kommunisten nach dem Zweiten Weltkrieg in China die Herrschaft antraten, hätten die meisten Christen einschließlich der Siebenten-Tags-Adventisten ihrer Religion den Rücken gekehrt, berichtete Ash. Spätere Analysen der christlichen Mission in China ergaben, dass es sich dabei um sogenannte „Reis-Christen“ gehandelt habe, um Menschen, „die im Christentum lediglich eine Arbeitsstelle in einem Krankenhaus, einem Verlag oder einer Schule oder sonstige Vorteile sahen und sich daher bei Schwierigkeiten von ihrem Glauben verabschiedeten“. Nach der Kulturrevolution (1965-1975) hätten viele westliche Beobachter die Meinung von einer Vernichtung des religiösen Lebens in China vertreten. Wie groß wäre aber die Überraschung gewesen, als Pastor Ash und andere adventistische Leiter 1990 bei ihren Reisen in die Volksrepublik die Existenz von etwa 18.000 Adventisten feststellten. Das rasante Wachstum der letzten Jahre habe zwar nachgelassen, doch würden sich jährlich rund 10.000 Erwachsene durch Taufe der Freikirche anschließen.

Die China Mission der Siebenten-Tags-Adventisten in Hongkong akzeptiere laut Pastor Ash die Prinzipien der Drei-Selbst-Bewegung (Selbstunterhaltung, Selbstverwaltung und Selbstverbreitung). Sie verstehe sich deshalb nicht als Kirchenleitung der Adventisten in der Volksrepublik, sondern sei lediglich beratend tätig. „Andererseits ist die China Mission der größte Zulieferer von Radioprogrammen für die Asienabteilung von Adventist World Radio (AWR), die von der Pazifikinsel Guam aus über Kurzwelle auch nach China sendet.“

1902 kam mit Pastor Jacob Nelson Anderson (1867-1958) der erste von der Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten gesandte Missionar nach China. Er arbeitete zunächst in Hongkong und dann in Guangzhou (Kanton). 1903 fanden die ersten Taufen, die erste Gemeindegründung und die erste Ordination statt. Dass es sehr schnell zu Taufen kam, war der Vorarbeit des adventistischen Laienmissionars Abraham La Rue zu verdanken. Der Seemann, Holzfäller und Schafhirte belegte am adventistischen Healdsburg College in Kalifornien theologische Kurse und wollte nach China gesandt werden. Doch die Kirchenleitung lehnte ab, da der Amerikaner bereits 65 Jahre alt war. So traf La Rue auf eigene Kosten 1888 in Hongkong ein und verkaufte dort, wie in Kanton und ein Jahr später in Shangai, christliche Literatur in englischer Sprache. Da er kein Chinesisch konnte, ließ er 1891 zwei adventistische Broschüren übersetzen und verbreitete sie unter der einheimischen Bevölkerung.

1904 wurde in Kanton je eine Grundschule für Mädchen und für Knaben eröffnet. Fünf Jahre später folgte in Shanghai die Gründung der „China-Mission“ der Freikirche. Der bekannte adventistische Arzt Dr. Harry Miller ließ von 1928 bis 1950 15 Krankenhäuser in China errichten. Als 1949 die Kommunisten die Macht ergriffen, gab es im Land 21.168 erwachsen getaufte Adventisten in 278 Gemeinden, die von 347 Geistlichen betreut wurden. Sie unterhielten 14 Krankenhäuser, 112 Grundschulen, zwei Verlagshäuser und ein theologisches Seminar.

Seit 1951 wurden die Adventisten wie auch Christen anderer Konfessionen systematisch verfolgt, ihre Kirchenleitung aufgelöst und ihre Schulen, Krankenhäuser und Verlage verstaatlicht. Pastor David Lin leitete bis 1950 die chinesischen Adventisten als Sekretär (Geschäftsführer). 1958 wurde er konterrevolutionärer Umtriebe beschuldigt, weil er in Briefen an die adventistische Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) in den USA auch über Schwierigkeiten seiner Gemeindeglieder berichtete, die sie aufgrund der politischen Verhältnisse hatten. Zwanzig Jahre verbrachte Lin im Gefängnis. Anschließend wurde er zu einer Bergwerksgesellschaft verbannt und übersetzte technische Bücher aus dem Englischen. Nach fünfjähriger Arbeit bekam er Altersrente und kehrte 1983 nach Schanghai zurück, wo er wieder seinen Dienst als Pastor aufnahm. 1991 wurde er von einem Gericht rehabilitiert und lebt heute in Kalifornien.

1958 übernahm die sogenannte „Drei-Selbst-Bewegung“ für alle protestantischen Kirchen die Verantwortung, so dass die einzelnen Konfessionen ihre Eigenständigkeit verloren. Die chinesischen Adventisten feiern jedoch nicht wie andere Protestanten den Gottesdienst am Sonntag, sondern nach wie vor am Samstag, dem biblischen Sabbat, und behielten ihre Identität.

1980 wurde der Chinesische Christenrat (CCC) gegründet. Er gilt neben der Drei-Selbst-Bewegung als einzig zugelassene Vertretung der protestantischen Christen in China. Der Christenrat versteht sich als Dachorganisation und Dienstleistungseinrichtung für die Protestanten in der Volksrepublik einschließlich der drei evangelischen Denominationen die „Wahre Kirche Jesu“, die „Kleine Herde“ und die Siebenten-Tags-Adventisten, die sich nur partiell mit dem CCC verbunden fühlen. Diese drei Kirchen haben auch in der sogenannten „post-konfessionellen“ Einheitsphase weitgehend ihre theologische Unabhängigkeit bewahrt.

In der Sonderverwaltungsregion Hongkong gibt es 4.330 erwachsen getaufte Adventisten in 16 Gemeinden, die von sieben Pastoren betreut werden. Dort unterhält die Freikirche eine Hochschule, drei Gymnasien, eine Mittelschule und zwei Krankenhäuser. Zwei Gemeinden mit 208 Mitgliedern und eine Mittelschule befinden sich in der Sonderverwaltungsregion Macao. Auf Taiwan leben 5.400 Adventisten in 52 Gemeinden, die von 30 Pastoren betreut werden. Hier verfügt die Freikirche über eine Hochschule, zwei Mittelschulen, eine englische Sprachschule, eine Grundschule, ein Krankenhaus, ein Verlagshaus und ein Medienzentrum für die Produktion von Radio- und Fernsehprogrammen.
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Vietnamesische Adventisten wollen theologisches Seminar gründen

Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam, 24.11.2008/APD   Mit der Wahl ihrer Kirchenleitung und der Verabschiedung einer Verfassung ist die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Vietnam jetzt auch offiziell organisiert. Dazu waren rund 130 Delegierte nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, gereist. Der bisherige Leiter der vietnamesischen Adventisten, Pastor Tran Cong Tan, wurde satzungsgemäß zum Präsidenten der dortigen Freikirche gewählt. Sekretär (Geschäftsführer) ist Tran Thanh Truyen und Schatzmeister Nguyen Thi Bach Tuyet. Auch für die Abteilungen Kinder, Jugend, Frauen, Öffentlichkeitsarbeit/Verlagswesen und Haushalterschaft wurden Verantwortliche benannt.

Die vietnamesische Regierung hatte die Freikirche bereits im Dezember 2006 staatlich anerkannt. Doch erst mit der Verabschiedung einer Verfassung und der Wahl einer Kirchenleitung sind die vietnamesischen Adventisten auch rechtsfähig. Als vordringlichste Aufgabe nannte Pastor Tran Cong Tan die Gründung eines theologischen Seminars zur Ausbildung von Geistlichen. Durch die Rechtsfähigkeit seien jetzt der Druck und die Herausgabe christlicher Literatur, der Bau und die Erweiterung von Gemeindezentren sowie die Durchführung von Seminaren und religiösen Veranstaltungen möglich.

In Vietnam gibt es 9.077 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in sieben Gemeinden und etwa 100 staatlich registrierten Gruppen in Privatwohnungen (Hauskirchen), die von fünf Pastoren betreut werden. Die meisten Adventisten leben in Süd- und Zentralvietnam. Die adventistische Mission begann dort 1929. Mit der Wiedervereinigung Vietnams unter kommunistischer Herrschaft im Jahr 1976 wurden das Kranken- und Verlagshaus der Freikirche im früheren Saigon sowie die 16 Schulen im Süden des Landes verstaatlicht.1993 eröffnete die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA in der Hauptstadt Hanoi ein Landesbüro. Von den 84 Millionen Einwohnern sind 55 Prozent Buddhisten, fünf Prozent Katholiken und etwa 700.000 Protestanten.
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Methodisten mahnen zum gerechten Umgang mit Geld

Dresden, 23.11.2008/APD   Angesichts der weltweiten Finanzkrise hat die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland (EmK) zur Neubesinnung im Umgang mit Geld aufgerufen. Die aktuelle Krise erfordere, das Verhalten als Einzelne, als Kirche und als Gesellschaft im Umgang mit Geld und Kapital zu überdenken, erklärten die Delegierten der EmK-Zentralkonferenz am 22. November in Dresden. Ausgehend von den Beobachtungen der Vorgänge der letzten Wochen und Monate stelle sich die Frage nach den tieferen Ursachen der Finanzkrise und nach einer biblisch-theologischen Orientierung für das Handeln jedes Einzelnen, der Kirche und der Gesellschaft.

In der Erklärung wird betont, dass Geld keinen Mehrwert aus sich selbst hervorbringen könne. Das Finanzsystem habe dagegen die Illusion gestärkt, dass es möglich wäre, mit etwas Geschick sein Geld arbeiten lassen. „Das Vertrauen darauf ist Irrglaube, das Platzen der Spekulationsblase ist auch ein Platzen des Vertrauens auf Götzen“, heißt es in der Stellungnahme. Die massenhafte Ausbreitung immer riskanterer Geldgeschäfte sei eine Sucht, „mit der die Gierigen ihr eigenes Leben und das Leben vieler anderer zerstören“.

Die Kirche verpflichtet sich in der Erklärung, freies Vermögen nur nach ethischen Gesichtspunkten anzulegen sowie Geld für arme Menschen einzusetzen, etwa in Form von Mikrokrediten. Von der Bundesregierung fordern die Delegierten unter anderem ein Verbot von rein spekulativen Finanzanlagen, wie Leerkäufe. Diese Geschäfte sollten als Glücksspiel mit den entsprechenden Einschränkungen belegt werden. Zudem fordern die Delegierten die Einführung einer Börsenumsatzsteuer, um auch die Allgemeinheit an den Gewinnen teilhaben zu lassen.

Den Methodisten sei bewusst, dass die Kirche als Ganzes sowie die einzelnen Mitglieder sich auch in Zukunft mit ungerechten Verhältnissen befassen müssten. Es wäre deshalb immer wieder wichtig, die „Goldene Regel“ aus der Bibel zu beherzigen: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch“ (Matthäus 7,12).
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Dürer und Raffaello Santi auf neuen Weihnachtsmarken

Hannover, 22.11.2008/APD   Seit 13. November gibt es die diesjährigen Weihnachtsmarken welche die Werke „Geburt Christi“ und „Anbetung der Könige“ von Albrecht Dürer und Raffaello Santi, zwei der bedeutendsten Künstler der Renaissance, zu 45 und 55 Cent mit Aufschlag von 0,20 beziehungsweise 0,25 Euro. Aus den Zuschlagserlösen werden alle Bereiche gefördert, in denen die Wohlfahrtsverbände tätig sind. Schwerpunkte sind die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, die Gesundheits- und Familienhilfe sowie soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke. Die Sondermarken sind bei allen Postfilialen, Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und beim Advent_Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Straße 426, 30519 Hannover, Telefon (0511) 971 77-300, Telefax (0511) 971 77-399, E-Mail: mail@aww.info, erhältlich.
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Bischöfin Wenner wird deutsche Methodisten weitere acht Jahre leiten

Dresden, 21.11.2008/APD   Mit großer Mehrheit hat die Zentralkonferenz, das Kirchenparlament der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland (EmK), Bischöfin Rosemarie Wenner für weitere acht Jahre in ihrem Amt bestätigt. Das 53-jährige Kirchenoberhaupt wurde im Februar 2005 als erste Frau an die Spitze einer methodistischen Kirche außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.

Die Theologin absolvierte ihr Studium von 1975 bis 1979 am Theologischen Seminar der EmK in Reutlingen. Sie ist seit 1983 mit dem Diplom-Informatiker Tobias Wenner verheiratet und seit Mai 2008 auch Präsidentin der Vereinigung Evangelischer Freikirchen e.V. (VEF). Der 1926 gegründete Freikirchen-Dachverband zählt neun Mitglieds- und fünf Gastkirchen mit insgesamt über 260.000 Mitgliedern.

Die EmK-Zentralkonferenz tagt alle vier Jahre und hat rund 100 stimmberechtigte Delegierte aus den drei Konferenzgebieten der EmK in Deutschland (Norddeutsche, Ostdeutsche und Süddeutsche Konferenz). Die Abgeordneten sind zu gleichen Teilen Pastoren beziehungsweise Pastorinnen und Laienmitglieder. Neben der Bischofswahl befassen sich die Delegierten mit aktuellen Kirchenfragen, fassen Beschlüsse in den Bereichen der Lehre, Kirchenordnung sowie den Finanzhaushalt und legen Leitlinien für die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der Kirche fest. Die erste Amtszeit eines Bischofs beziehungsweise einer Bischöfin beträgt zunächst vier Jahre. Sie kann durch Wiederwahl um weitere acht Jahre verlängert werden.

Die Methodisten gehen auf das Wirken des anglikanischen Pfarrers John Wesley (1703-1791) zurück und kamen 1849/50 nach Deutschland. Zur EmK zählen heute in der Bundesrepublik rund 60.000 Kirchenglieder und -angehörige sowie 526 Gemeinden, die von 355 Pastoren und Pastorinnen betreut werden.
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Nur ein Konzil kann die Zölibatsvorschrift ändern

Stuttgart/Rom, 20.11.2008/APD    Nur ein weltweites Konzil kann nach den Worten des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, die Zölibatsvorschrift für die katholischen Priester des lateinischen Ritus ändern. Bei einer Diskussionsveranstaltung der Ulmer „Südwest Presse“ nannte es Zollitsch eine Illusion zu glauben, dass sich in dieser Frage in absehbarer Zeit etwas ändere. Da die römisch-katholische Kirche die ganze Welt umfasse, müssten Neuerungen auch auf dieser Ebene Bestand haben können.

Bereits im Januar 2008, wenige Tage nach seinem Amtsantritt, sprach sich Zollitsch „gegen Denkverbote“ beim Thema Zölibat aus. In einem SPIEGEL-Gespräch betonte der Erzbischof, dass die Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit „nicht theologisch notwendig“ sei.

In der römisch-katholischen Kirche wird der Zölibat vor der Weihe zum Diakon durch den Canon 277 des kirchlichen Gesetzbuchs „Codex Iuris Canonici“ vorgeschrieben. Er gehört zu den sogenannten Disziplinen, die keine Glaubensdinge, sondern theoretisch veränderbar sind. Gleichzeitig hat der Zölibat eine in die ersten Jahrhunderte der Kirche zurückgehende Tradition und in der heutigen Kirche hohes Ansehen.

In Ost- und Westkirche entstand allerdings über die Jahrhunderte eine unterschiedliche Praxis: Während in der Ostkirche Weltpriester meist verheiratet sind, hat sich in der Westkirche (lateinischer Ritus) der Zölibat auch für Diözesanpriester durchgesetzt. Für beide kirchliche Traditionen gilt jedoch, dass alle Bischöfe ehelos sein müssen und geweihte Priester nicht heiraten dürfen.

Die Regelung der verpflichtenden Ehelosigkeit wurde durch die gesamte Kirchengeschichte hindurch kontrovers diskutiert. Erfolglose Initiativen zur Aufhebung des Pflichtzölibats wurden bereits im 15. Jahrhundert sowohl auf dem Konzil von Konstanz als auch auf dem Konzil von Basel unternommen. In der Bischofssynode in Rom von 2005 wurde der Zölibat zwar thematisiert, aber eine Mehrheit zur Reform fand sich unter den Bischöfen nicht. Im Jahre 2006 bestätigte der Präfekt der Kongregation für den Klerus, Kardinal Claudio Hummes, dass der Zölibat kein Dogma sei.

Entschieden wies der Vorsitzende des deutschen Episkopats einen Zusammenhang zwischen der Verpflichtung zur Ehelosigkeit für Priester und Fällen von Kindesmissbrauch in der römisch-katholischen Kirche zurück. Pädophilie sei eine Krankheit, und sie habe mit der Frage von Ehelosigkeit „nichts zu tun“. Diese Einschätzung hätten ihm viele Psychologen bestätigt.

Ende Oktober hatte die Kongregation für das Katholische Bildungswesen „Leitlinien für die Anwendung der Psychologie bei der Aufnahme und Ausbildung von Priesterkandidaten“ veröffentlicht. Bei der Vorstellung des Dokuments erklärte der Präfekt der Kongregation, Kardinal Zenon Grocholewski, es sei wichtig, dass die Kandidaten den Zölibat und die sexuelle Enthaltsamkeit nicht nur als aufgezwungene Pflicht betrachteten. „Die Keuschheit um des Himmelreiches willen“ sei mehr als „das bloße Fehlen sexueller Beziehungen“. Hierbei könnten sich psychologische Beratungen in einigen Fällen als hilfreich erweisen. Es sei zu bedenken, dass der Kandidat den Zölibat nicht als eine so schwere Verpflichtung erleben dürfe, dass sein emotionales und beziehungsmäßiges Gleichgewicht gestört werde.

Die Psychologen, die bei der Priesterausbildung oder -auswahl tätig sind, sollten nach den Worten des Kardinals von einem Menschenbild geleitet sein, das die christliche Sicht vom Menschen, von der Sexualität, der Priesterberufung und vom Zölibat teile.
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Neue Kirchenfachmesse "pro communio" startet im März 2009

Köln, 20.11.2008/APD   Nachdem die Koelnmesse Mitte Oktober das Aus der Kirchenfachmesse „ecclesia“ erklärt hatte, startet im März 2009 in Dortmund die neue Fachausstellung „pro communio“. Sie findet vom 12.-14.03.2009 in der Halle 5 der Messe Westfalenhallen Dortmund statt.

Die neue Fachmesse für kirchliche Produkt- und Dienstleistungen soll künftig jährlich im Wechsel in Nordrhein-Westfalen und in Bayern stattfinden. Getragen wird sie von der KVI Initiative, einem Verband kirchlich engagierter Unternehmer. Die Messe wird neu ausgerichtet und sieht ihre Zielgruppe in den über 200.000 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in Kirche, Diakonie und Caritas, heißt es.

Weitere Informationen im Internet unter: www.procommunio.de
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ADRA mit neuem Freiwilligendienst "weltwärts"

Weiterstadt bei Darmstadt, 19.11.2008/APD   Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt entsendet seit 1997 junge Menschen in soziale Projekte im Ausland. Damals erhielt ADRA vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Trägerschaft für den „Anderen Dienst im Ausland“ (ADiA) und kann seitdem jungen Männern die Möglichkeit bieten, ihren Zivildienst in einem der ADRA-Projekte zu absolvieren.

Seit 2000 sendet ADRA Deutschland hauptsächlich junge Frauen, aber auch Männer, die keinen Zivildienst ableisten mussten, in ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), einen sogenannten ungeregelten Auslandsdienst, da eine staatliche Anerkennung nicht möglich war. Hinzu kam noch ein medizinischer Freiwilligendienst als sogenannter FAH (Freiwilliger Adventistischer Hilfsdienst). 39 Prozent der über 100 Freiwilligen haben bisher einen ADiA, 53 Prozent ein FSJ und acht Prozent einen FAH absolviert. Ihre Einsatzländer waren Argentinien, Bolivien, Brasilien, Honduras, Indien, Jemen, Kambodscha, Kirgisien, Mexiko, Moldawien, Nepal, Nicaragua, Rumänien und Tansania.

Im letzten Jahr hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine neue Initiative gestartet, bei der ADRA in der Konzeptfindung mitarbeitete. Im Juli 2008 wurde ADRA Deutschland offiziell anerkannte Entsendeorganisation für den neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“. Seitdem kann das Hilfswerk Freiwilligen durch diesen offiziell anerkannten Entsendemodus in andere Länder schicken. Zur Zeit befinden sich 16 junge Leute über den ADRA-Freiwilligendienst „weltwärts“ in Bolivien, Honduras, Mexiko, Tansania, Moldawien und Kirgisien.

Neben den Auslandsdiensten gibt es auch die Möglichkeit, den Zivildienst bei ADRA in Deutschland ebenso wie ein anerkanntes Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. ADRA Deutschland bietet drei Stellen für den Zivildienst (neun Monate) und zwei für das FSJ (zwölf Monate) in Weiterstadt an. Informationen zum ADRA-Freiwilligendienst im In- und Ausland sind im Internet unter http://live.adra.de zu finden.
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"Zeichen der Hoffnung"

Ostfildern, 18.11.2008/APD   Unter dem Motto „Zeichen der Hoffnung“ findet vom 22. bis 29. November die jährliche, weltweite Gebetswoche der Siebenten-Tags-Adventisten statt, an der sich die 578 deutschen Gemeinden der evangelischen Freikirche mit besonderen Gebetsversammlungen beteiligen. Die täglichen Lesungen befassen sich diesmal mit der Zusage Jesu, dass er wiederkommen werde. „Die Zeichen der Zeit, die mit der Zunahme von Gewalt zu tun haben, könnten uns unseren inneren Frieden rauben, doch indem wir darüber sprechen, werden sie unsere Gewissheit stärken, dass Gottes Gegenwart und Gnade uns auch inmitten von Gewalt und Angst nicht verlassen“, schreibt der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Jan Paulsen, im Vorwort zu den Gebetslesungen. Und er fügt hinzu: „Zeichen, die auf die Unterdrückung der Armen durch die Mächtigen hinweisen, sollten uns dazu motivieren, für die Unterdrückten einzutreten“.

Zum Abschlussgottesdienst am 29. November gehört auch die traditionelle Opfersammlung für die weltweite Mission der Freikirche. Im letzten Jahr betrugen die „Gebetstagsgaben“ der 36.000 Adventisten in Deutschland 718.834 Euro. Für Kinder gibt es ein eigenes Heft mit Gebetslesungen.
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"Brot für die Welt" wird 50

Berlin, 17.11.2008/APD   Unter dem Motto „Es ist genug für alle da“ startet „Brot für die Welt“ am 1. Advent (30. November) mit einem Festgottesdienst in Berlin ihre 50. Aktion. Wie die Direktorin der Hilfsinitiative der evangelischen Landes- und Freikirchen, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, betonte, sei es ein Skandal, dass mittlerweile über 930 Millionen Menschen weltweit hungern würden. Das liege an einer ungerechten Verteilung der Ressourcen. Mit dem Slogan der 50. Aktion solle dieser Skandal erneut thematisiert werden.

Füllkrug-Weitzel zog eine positive Jubiläumsbilanz. In den 50 Jahren seien rund 1,8 Milliarden Euro an Spenden gesammelt und mit ihnen weltweit über 20.000 Selbsthilfeprojekte in den Ländern des Südens finanziell unterstützt worden. „Hunderttausende Menschen haben durch unsere Arbeit eine Chance erhalten, ihr Leben in Würde und Stolz zu führen.“ Entwicklung brauche aber nicht nur Finanzmittel aus dem Norden, „sondern eine Änderung unserer Außenwirtschafts-, Handels- und Energiepolitik durch eine konsequente Orientierung aller politischen Handlungsfelder an der Armutsbekämpfung und den Rechten der Menschen“.

Die Hilfsaktion wurde 1959 in Berlin gegründet. Am 1. Advent riefen die Kirchen zum ersten Mal unter dem Motto „Brot für die Welt“ zu Spenden für Arme und Bedürftige in den Ländern des Südens auf. Anlass war eine Hungersnot in Indien, die etwa zwölf Millionen Menschen betraf. Am Ende der Aktion kam die für damalige Verhältnisse beeindruckende Summe von über 19 Millionen Mark zusammen, davon stammten fast 4,8 Millionen Mark aus der DDR. Zu keiner Zeit hatte eine kirchliche Opfersammlung ein besseres Ergebnis erzielt. Die Spendenaktion wurde schnell zu einer dauerhaften Einrichtung gemacht und unter dem Dach des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angesiedelt.

Der Vorsitzende der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Kirchen, Heilsarmee-Kommandeur Horst Charlet, erinnerte daran, dass der erste Aufruf 1959 gegen den Hunger von den evangelischen Freikirchen mit getragen worden sei. Viele Partnerorganisationen von „Brot für die Welt“ gehörten in den armen Ländern zu den Freikirchen. Das freikirchliche Engagement werde auch dadurch deutlich, dass „von dem bisherigen 1,8 Milliarden Euro Spendenaufkommen die insgesamt rund 250.000 Mitglieder umfassenden deutschen Freikirchen etwa 3,5 Prozent oder 63 Millionen Euro aufbrachten“. Eine einzelne Kirche oder Konfessionsfamilie hätte nicht so wirkungsvoll helfen können.

Angesichts weltweit zunehmender Armut wehrte sich der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, gegen die Behauptung, dass alle Bemühungen, dem Hunger zu begegnen, nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“ seien. „Die Größe der weltweiten Not darf uns nicht die Augen für das verschließen, was mit den Mitteln von ‚Brot für die Welt‘ bewirkt wird.“ Er würdigte, dass sich auch die Freikirchen an der Initiative beteiligten. Der dabei sichtbar werdende breite Konsens unter den evangelischen Christen in Deutschland sei „ein kostbarer Schatz“.

Der Festakt zur bundesweiten Eröffnung der 50. Aktion „Brot für die Welt“ findet am 29. November im Admiralspalast Berlin statt. Am 30. November überträgt die ARD den Festgottesdienst zur 50. Aktion aus der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg.
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Großfeuer zerstört Verwaltungszentrum der britischen Adventisten

Watford, Hertfordshire/Großbritannien, 17.11.2008/APD   Ein Großfeuer hat am Sonntag, 16. November, den Verwaltungssitz der Britischen Union der Siebenten-Tags-Adventisten in Watford nördlich von London fast völlig zerstört.

Die örtlichen Feuerwehren wurden kurz nach 14 Uhr alarmiert. Fünf Löschzüge kämpften den ganzen Nachmittag und Abend gegen die Flammen. Das Feuer hat das Hauptgebäude mit den Räumlichkeiten der Kirchenleitung für das Vereinigte Königreich und Irland weitgehend zerstört. Glücklicherweise forderte der Großbrand keine Toten oder Verletzten. Feuerwehreinheiten waren noch die ganze Nacht hindurch mit der Brandbekämpfung beschäftigt.

Die Verlagsmitarbeiterin Francis Brooks war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs als Einzige im Haus und im Verlagsladen am Ende des Gebäudekomplexes tätig. Sie verließ das Verwaltungszentrum sofort nach Ertönen des Feueralarms und erlitt einen leichten Schock, als sie mit ansehen musste, wie Feuer und Rauch aus dem Dach über dem Sitzungssaal stiegen und sich rasch ausbreiteten.

„Die Brandkatastrophe wird zu einer erheblichen Arbeitsunterbrechung führen,“ beklagte Victor Hulber, Kommunikationsdirektor der Britischen Union. „Aber wir sind vor allem erleichtert, dass niemand verletzt wurde.“ Jetzt gelte es, Abklärungen zu treffen, wie man am besten mit der Lage nach der Katastrophe fertig werden könne.

Erst wenn der Brand vollständig gelöscht und die Untersuchung der Brandruine möglich sei, könne das Schadensausmaß festgestellt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten zugesagt, so bald als möglich ihre normale Arbeit wieder aufzunehmen.

Der Präsident der Siebenten-Tags-Adventisten für das Vereinigte Königreich und Irland, Pastor Don McFarlane, hob hervor, dass das Feuer zwar das Verwaltungszentrum der Adventisten lahmgelegt habe, doch sei es beruhigend festzustellen, „dass die Arbeit der Freikirche nicht in erster Linie in einem Verwaltungsgebäude verrichtet, sondern durch Tausende Kirchenmitglieder in Großbritannien und Irland in ihren Städten und Dörfern getan wird“.

„Wir werden versuchen, aus der Brandruine zu retten was wir können und im Rahmen unserer Möglichkeiten rasch nach einer Ersatzlösung suchen. Der bedauerliche Zustand des nahezu fünfzig Jahre alten Gebäudes im Stanborough Park erinnert uns daran, dass es für von Menschen geschaffene Dinge keine wirkliche Sicherheit gibt. Unsere Sicherheit liegt in Gott und seinen Plänen für die Menschheit“, so McFarlane.

Die Büros der Britischen Union bleiben vorläufig geschlossen. Die Telefon- und E-Mail-Verbindungen sind bis auf Weiteres außer Betrieb. In dringenden Fällen kann die britische Kirchenleitung telefonisch über die südenglische Freikirchenleitung (South England Conference Office), die sich ebenfalls in Watford befindet, erreicht werden. In Großbritannien und Irland gibt es 27.300 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 241 Gemeinden.
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Wahl Obamas ein „historischer Meilenstein“

Silver Spring, Maryland/USA, 17.11.2008/APD   Die Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten „ist ein historischer Meilenstein in der amerikanischen Geschichte“, betonte der Präsident der nordamerikanischen Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Don C. Schneider (Silver Spring, Maryland/USA), in einer Stellungnahme. Das sei nicht der erste Schritt gewesen, um die Verweigerung der Chancengleichheit für Menschen anderer Hautfarbe zu unterbinden, „und ich bete, dass es nicht der letzte ist“. Das Wahlergebnis habe Millionen Amerikanern Hoffnung auf eine Zukunft gegeben, die besser als das sei, was sie bisher kannten. Es handele sich um ein Ereignis, von dem viele Menschen annahmen, dass sie es nicht mehr erleben würden. „Wir können nur erahnen, welche Herausforderungen auf den neuen Präsidenten bei der Führung dieses großen Landes warten.“ Für Christen sei es deshalb selbstverständlich, darum zu beten, dass Gott ihn beschütze und bei seinen Entscheidungen leite, unterstrich Pastor Schneider.
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Vereinigungsbemühungen innerhalb von Freikirchen

Leichlingen-Weltersbach, 16.11.2008/APD   Mit dem Thema „Unterwegs zur ‚Einheit der Kinder Gottes‘? – Freikirchliche Allianzen, Unionen und Bünde“ befasste sich der Verein für Freikirchenforschung (VFF) während seiner Herbsttagung vom 14. bis 15. November in Leichlingen-Weltersbach nördlich von Leverkusen im Begegnungszentrum des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden.

Karl Heinz Voigt (Bremen) informierte über die Kirchenunion der Methodisten, die „weltweit und freiwillig“ geschah. Im Gegensatz zu kongregationalistischen Freikirchen, die den Einzelgemeinden vor Ort eine weitgehende Autonomie einräumen und durch einen Bund oder eine Vereinigung mehr oder weniger lose zusammengehalten werden, ist bei den Methodisten jede Ortsgemeinde als Teil einer weltweiten Kirche mit bischöflicher Verfassung in ein Geflecht gegenseitiger Verantwortung mit Rechten und Pflichten eingebunden. Aus dem Methodismus, der auf das Wirken des anglikanischen Pfarrers und Universitätslehrers John Wesley (1703-1791) zurückgeht, entstanden unter anderem die Bischöfliche Methodistenkirche und die Evangelische Gemeinschaft, die seit 1849/50 auch in Deutschland missionarisch tätig wurden und Gemeinden gründeten. Nach vergeblichen Versuchen im 19. Jahrhundert gab es seit 1963 zwischen der Evangelischen Gemeinschaft und der Methodistenkirche intensive Verhandlungen, die am 23. April 1968 zu einem weltweit geltenden Zusammenschluss zur United Methodist Church führten. Für den deutschen Sprachraum einigte man sich auf den Namen Evangelisch-methodistische Kirche.

Um einen Beitrag der rheinischen Landesgeschichte zur Freikirchenforschung ging es Dr. Lothar Weiß (Frechen). Anhand von Statistiken belegte er, dass zwischen 1871 und 1987 die gesellschaftlich prägende Grundstruktur zwischen Katholiken und Evangelischen im Rheinland erhalten blieb. Lediglich der Anteil der Bevölkerung beider Großkirchen sank in diesem Zeitraum von 98 auf 86 Prozent. Die Säkularisierung machte sich besonders in den größeren Städten bemerkbar. Die Migration führte allerdings zu Veränderungen, sodass islamische Moscheen und orthodoxe Kirchen durch Gastarbeiter in industriellen Zentren entstanden. Außerdem bildeten russlanddeutsche Christen vorwiegend im ländlichen Raum eigene Freikirchen. Bei den einheimischen Freikirchen habe es in den letzten 100 Jahren wenig Veränderungen gegeben. Nur in Gegenden mit einem hohen evangelischen Bevölkerungsanteil fänden sich auch „Spuren von Freikirchen“.

Slawa Dreier (Erzhausen) stellte beispielhaft den 1990 gegründeten Bund Freier Evangeliums-Christengemeinden e. V. vor, der russlanddeutsche Pfingstgemeinden umfasst, deren Mitglieder hauptsächlich zwischen 1988 und 1992 in die Bundesrepublik eingewandert sind. Die vor allem im Rheinland vertretene Freikirche mit ihrem Hilfswerk „Stephanus“ umfasst rund 14.000 getaufte Mitglieder und 21.000 ungetaufte Kinder und Jugendliche aus 110 Gemeinden.

Über Geschichte, Identität und Wandlungsprozesse der Apostolischen Gemeinschaft sprach Apostel Detlef Lieberth (Pulheim). Am 23. Januar 1955 wurden die Apostel Peter Kuhlen, Siegfried Dehmel und Ernst Dunkmann ihrer Ämter enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Sie hatten sich geweigert zu predigen, dass der damalige neuapostolische Stammapostel Johann Gottfried Bischoff nicht sterben werde, bevor Jesus wieder kommt. Ihre vom Dienst suspendierten Bischöfe und Ältesten erklärten sich solidarisch und verließen gemeinsam mit den drei Aposteln die Neuapostolische Kirche, sodass einen Tag später die Apostolische Gemeinschaft in Deutschland gegründet wurde. Da die Heilige Schrift von Anfang an wieder zunehmende Bedeutung für Lehre und Leben der neuen Gemeinschaft erlangt habe, „setzte dies schon in den Jahren 1955/56 einen reformatorischen Prozess in Gang“, erläuterte Lieberth. Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre seien das Kirchenverständnis und von 1999 bis 2005 das Sakramentsverständnis reformiert worden. Die Apostolische Gemeinschaft verstehe sich heute als Teil der Christenheit „ohne irgendeinen Hauch von Exklusivität“. Sie sei auf dem Weg zur Freikirche. Die Gemeinschaft ist in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (ACK) meist im Gaststatus vertreten und arbeitet auf Ortsebene in der Evangelischen Allianz mit. Sie umfasst 5.800 Mitglieder in 87 Gemeinden mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen.

Unter dem Titel „Weder Baptisten noch Brüder“ befasste sich Dr. Andreas Liese (Bielefeld) mit der Entstehung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. In der Zeit des Nationalsozialismus veränderte sich das Erscheinungsbild des deutschen Baptismus wesentlich. 1938 gewährte der Bund den vom Verbot bedrängten pfingstlichen Elim-Gemeinden Unterschlupf. Noch entscheidender war der Zusammenschluss der Baptisten mit dem Bund freikirchlicher Christen (BfC), der aufgrund der politischen Verhältnisse 1937 entstand. Er umfasste Teile der Brüdergemeinden, die auf das Wirken von John Nelson Darby (1800-1882) und Carl Brockhaus (1822-1899) zurückgingen. Durch die Vereinigung im Jahr 1941 gaben beide Seiten ihren Namen auf und einigten sich auf die neue Bezeichnung Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG). Nach 1945 verließen im Westen 120 ehemalige BfC-Gemeinden den Bund wieder und gründeten einen Freien Brüderkreis, während etwa 80 Gemeinden im Bund verblieben. Auch die Elim-Gemeinden lösten sich mit der Zeit vom Bund und schlossen sich dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden an. Die „Brüder“ im BEFG bildeten mit der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden eine Parallelstruktur innerhalb des Bundes und machen etwa zehn Prozent der 86.000 Mitglieder des BEFG aus.

Professor Dr. Gilberto da Silva (Oberursel) referierte über die Entstehung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) im Jahr 1972, in der sich verschiedene lutherische Freikirchen vereinigten, die im 19. Jahrhundert entstanden. Damals wurden unter anderem in Preußen, Nassau, Baden und Hessen die „Union“ von Lutheranern und Reformierten eingeführt, sodass konservative Lutheraner die Bekenntnisgrundlage gefährdet sahen. Ludwig David Eisenlöffel (Schliersee) befasste sich mit der Arbeitsgemeinschaft der Christengemeinden in Deutschland (ACD), die sich 1982 in Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) umbenannte und eine pfingstkirchliche Sammlungsbewegung darstellt. Zum Abschluss der Tagung sprach Professor Dr. Erich Geldbach (Marburg) über die angelsächsische Föderaltheologie und ihre Auswirkungen auf Kirche und Gesellschaft. Die nächste Tagung des Vereins für Freikirchenforschung findet vom 27. bis 28. März zum Thema „100 Jahre Berliner Erklärung“ im Theologischen Seminar „Beröa“ des BFP in Erzhausen bei Darmstadt statt.
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Papst gegen Endzeit-Spekulationen

Rom/Italien, 15.11.2008/APD Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI., hat sich in Rom gegen Spekulationen über das Ende der Welt gewandt. Kalendarische Voraussagen gingen am Wesentlichen vorbei, sagte er bei der Generalaudienz vor 15.000 Pilgern auf dem Petersplatz. Die im Neuen Testament enthaltene Erwartung der Wiederkunft Christi verleihe dem irdischen Leben eine neue und entscheidende Perspektive. Die Gegenwart sei aus biblischer Sicht eine „Zwischenzeit“, sagte der Papst. In ihr sei die Erlösung durch Tod und Auferstehung Christi zwar schon bewirkt, das neue Leben müsse aber noch zur Vollkommenheit gelangen. Das verleihe der Existenz der Christen eine Spannung auf die Zukunft in der Hoffnung, „dass unser Leben nicht ins Leere geht“.

Ausgangspunkt war die Katechesereihe zu Leben und Lehre des Apostels Paulus. Zum Thema „Wiederkunft des Herrn und das ewige Leben“ sagte der Papst auf Deutsch: „Die Paulusbriefe spiegeln diesbezüglich die verschiedenen Haltungen unter den ersten Christen wieder: Für manche stand die Parusie, das Kommen Christi in Herrlichkeit, unmittelbar bevor, andere waren überzeugt, dass dazu zunächst eine Reihe von tragischen Ereignissen auftreten musste. Durch diese unterschiedlichen Interpretationen wollen wir uns aber nicht zu kalendarischen Voraussagen verleiten lassen, die am Wesentlichen, das heißt, an Christus und seinem Heilswerk in uns, vorbeigehen. Vielmehr sollen wir erkennen, dass wir in einer ‚Zwischenzeit‘ leben, in der die durch das Kreuz und die Auferstehung Christi bewirkte Erlösung bereits erfolgt ist, aber unser neues Leben in Christus erst zur Vollkommenheit gelangen muss. Das verleiht der Existenz der Christen eine Spannung auf die Zukunft, auf die Ewigkeit hin. Unser Leben geht nicht ins Leere. Das Ziel vor Augen, strecken wir uns vielmehr voll Hoffnung nach dem Siegespreis aus, den Gott uns in Jesus Christus schenkt (Phil 3,14).“

Im 1993 erschienenen „Katechismus der katholischen Kirche“ wird die Endzeit im Artikel 7/I im Kapitel „Er wird wiederkommen in Herrlichkeit…“ wie folgt beschrieben:

„Nummer 675: Vor dem Kommen Christi muss die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf der Erde begleitet, wird das ‚Mysterium der Bosheit‘ enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis des Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme. Der schlimmste religiöse Betrug ist der des Antichrist, das heisst eines falschen Messianismus, worin der Mensch sich selbst verherrlicht, statt Gott und seinen im Fleisch gekommenen Messias.

Nummer 677: (…) Das Reich wird also nicht in stetigem Fortschritt durch einen geschichtlichen Triumph der Kirche zustande kommen, sondern durch den Sieg Gottes im Endkampf mit dem Bösen. In diesem Sieg wird die Braut Christi vom Himmel herabkommen. Nach der letzten kosmischen Erschütterung dieser Welt, die vergeht, wird es in Gestalt des letzten Gerichts zum Triumph Gottes über den Aufstand des Bösen kommen.“
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Vier Jahre deutsche christliche Fernsehsendungen auf dem "Hope Channel"

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 14.11.2008/APD   Als erster christlicher Radiosender in Deutschland strahlte die „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten am 1. Oktober 2004 ihre erste Fernsehsendung über den „Hope Channel“ beim Satelliten Eutelsat/Hotbird aus. Damals begann die „Stimme der Hoffnung“ damit, jeden Freitag-Abend um 19 Uhr eine Stunde zu senden. Vier Jahre später wurden zehn Stunden wöchentlich daraus: jeden Tag von 19 bis 20 Uhr und zusätzlich jeden Dienstag-, Samstag- und Sonntag-Vormittag in der Zeit von 10 bis 11 Uhr.

Begonnen hat alles im Jahr 2004 in einer Werkstatt der „Stimme der Hoffnung“, die sich in einer Hinterhofgarage in Darmstadt befand. Später wurde die Produktion aus Platzgründen in das Schwimmbad eines für den Abbruch freigegebenen Hauses und anschließend in eine Lagerhalle verlegt. Heute verfügt das neue europäische Medienzentrum in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt über mehrere Fernseh- und Radiostudios.

„Trotz anfänglich großer Bedenken von vielen Seiten, zusätzlich mit der Produktion von Fernsehsendungen zu beginnen und den damaligen erschwerten Voraussetzungen, hätte niemand die heutige Entwicklung voraussehen können“, so Gabi Pratz, Chefredakteurin von „Hope Channel TV“ Deutschland. „Jetzt stehen wir vor dem Start eines zweiten deutschen Fernsehsenders beim Satelliten ASTRA, über den künftig christliche Sendungen rund um die Uhr ausgestrahlt werden sollen.“
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Projekt "Klimaneutraler Katholikentag Osnabrück" abgeschlossen

Bonn, 13.11.2008/APD   Mit dem Erwerb von zusätzlichen Zertifikaten zur Kompensation einer CO2-Mehrerzeugung von 115 Tonnen konnte in diesen Tagen das Projekt „Klimaneutraler Katholikentag Osnabrück“ abgeschlossen werden.

Da die Zahl der Teilnehmer mit rund 60.000 vom 21. bis 25. Mai in Osnabrück deutlich über den Erwartungen lag, hat der Katholikentag eine Nachberechnung der tatsächlichen CO2-Erzeugung durch die Firma First Climate (ehemals 3C Consulting) veranlasst. Die CO2-Mehrerzeugung wurde. wie schon das gesamte Projekt, durch den Ankauf von Zertifikaten aus dem Projekt „Reishülsen, Indien“ kompensiert. Insgesamt wurde vom Katholikentag die Erzeugung von 4.165 Tonnen CO2 ausgeglichen.

Durch präventive Maßnahmen konnte der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 beim Osnabrücker Katholikentag gegenüber Saarbrücken (2006) von 0,1 auf 0,07 Tonnen gesenkt werden.

Das Projekt „Klimaneutraler Katholikentag Osnabrück“ wird in einer eigenen Broschüre dokumentiert, die im kommenden Frühjahr erscheinen soll.
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Freikirchenforscher befassen sich mit freikirchlichen Allianzen und Bünden

Erzhausen bei Darmstadt, 12.11.2008/APD   Die diesjährige Herbsttagung des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) befasst sich vom 14. bis 15. November im Begegnungszentrum Weltersbach nördlich von Leverkusen mit der Frage „Unterwegs zur ‚Einheit der Kinder Gottes‘? Freikirchliche Allianzen, Unionen und Bünde“. Dabei wird Gilberto da Silva einen Einblick in die Entstehung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) und den Einfluss der lutherischen Missouri-Synode auf diesen Prozess geben. Andreas Liese referiert über die Entstehung des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden durch Zusammenschluss von Baptisten-, Brüder- und Elim-Gemeinden. Die angelsächsische Föderaltheologie wird in ihren Auswirkungen auf die Freikirchen im deutschsprachigen Raum Erich Geldbach in seinem Vortrag untersuchen. Ludwig Eisenlöffel richtet seinen Blick auf die Arbeitsgemeinschaft der Christengemeinden Deutschlands (ACD), die 1982 in Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) umbenannt wurde, als pfingstkirchliche Sammlungsbewegung im Zeitraum 1945-1985. Apostel Detlef Lieberth stellt die Apostolische Gemeinschaft vor, die als ökumenisch aufgeschlossene Gesprächspartnerin gilt. Informationen zur Herbsttagung finden sich im Internet unter www.freikirchenforschung.de.
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Keine größeren Verluste durch Finanzkrise bei Adventisten

Bern/Schweiz, 11.11.2008/APD   „Trotz der internationalen Finanzkrise kann ich ruhig schlafen“, betonte der Schatzmeister der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Robert E. Lemon, gegenüber den im schweizerischen Jongny (Waadt) tagenden europäischen Leitern der Freikirche. Es gelte der Grundsatz, dass Geld nur äußerst vorsichtig angelegt werden dürfe. Der jährliche Haushalt der Weltkirchenleitung umfasse rund 150 Millionen US-Dollar (117 Millionen Euro). Angelegt seien zur Zeit 297,5 Millionen US-Dollar (232 Millionen Euro). Davon habe die Generalkonferenz 258,2 Millionen US-Dollar (202 Millionen Euro), also 87 Prozent, im festverzinslichen Bereich und 13 Prozent oder 39,3 Millionen US-Dollar (30 Millionen Euro) in Aktien investiert. Ein Teil der Aktien hätte die Weltkirchenleitung als Spende erhalten. Zwar sei durch Kurseinbrüche ein buchmäßiger Verlust von 15 Millionen US-Dollar (11,7 Millionen US-Dollar) eingetreten, doch die Wertpapiere würden erst verkauft, wenn der Markt dafür günstig erscheine. „Die Investitionsstrategie unserer Kirche ist sehr langfristig angelegt“, teilte Lemon mit. Selbst wenn die Aktien jetzt verkauft würden, wäre das immer noch mit einem Gewinn gegenüber dem erworbenen Wert verbunden. Der Bericht des Schatzmeisters mit weiteren Einzelheiten zu den Finanzen der Generalkonferenz ist in englischer Sprache im Internet unter http://news.adventist.org/specials/2008/annual-council/treasury-report.pdf zu finden.

„Niemand von uns ist ein Prophet, denn wir wissen nicht, was kommt“, hob Lemon hervor. Selbst bei größter Vorsicht im Umgang mit den anvertrauten Spendengeldern könnte ein ganzes Wirtschaftssystem zusammenbrechen, sodass auch Staatsanleihen keinen Wert mehr hätten. „Wir beobachten die Finanzsituation, doch wir haben keine Angst, denn Jesus fordert uns auf: ‚Sorgt euch nicht um den morgigen Tag‘. Wir vertrauen darauf, dass sich Gott auch in der Finanzkrise um seine Gemeinde kümmert.“

Laut Peter R. Kunze, Schatzmeister der Euro-Afrika Abteilung der Generalkonferenz, lege die europäische Freikirchenleitung ihr Geld fast ausschließlich im festverzinslichen Bereich an. Nur zwei Prozent der Anlagen hätten aus Aktien bestanden. Diese seien inzwischen aber veräußert worden. Der Erlös habe trotz Kursrückgang höher gelegen als der damalige Kaufpreis. „Wir rechnen nicht mit größeren Verlusten und hoffen, dass sich der Finanzmarkt wieder stabilisiert“, sagte Kunze. Auch die Euro-Afrika Abteilung investiere langfristig. Zwar könnten festverzinsliche Anleihen während ihrer Laufzeit ebenfalls Kursverluste aufweisen, doch die lösten sich bei Fälligkeit und Rückzahlung der Wertpapiere wieder auf. Die Euro-Afrika Abteilung mit Sitz in Bern hat einen jährlichen Haushalt von 16 Millionen Schweizer Franken (10,6 Millionen Euro). Sie ist eine von drei adventistischen europäischen Kirchenleitungen und umfasst die Siebenten-Tags-Adventisten in 19 Staaten Mittel-, West- und Südeuropas sowie in Nordafrika, der Türkei, im Iran und Afghanistan.
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Weltweit 15,7 Millionen Adventisten

Silver Spring, Maryland/USA, 10.11.2008/APD   „Zum 30. Juni 2008 gab es weltweit genau 15.780.719 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 203 Ländern“, teilte der Generalsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung, Pastor Matthew A. Bediako (Silver Spring, Maryland/USA), mit. Von Juli 2007 bis Juni 2008 habe sich zum fünften Mal hintereinander über eine Million Menschen der Freikirche angeschlossen. Die Mitgliederzahl sei um 2,25 Prozent gestiegen. Bediako forderte die Freikirchenleitungen auf kontinentaler Ebene auf, mit der Überprüfung und Bereinigung der Mitgliederstatistik fortzufahren, um verlässlichere Zahlen zu bekommen. Nach einer solchen Prüfung verringerte sich 2007 die Mitgliederzahl in Südamerika um über 300.000 und im südasiatisch-pazifischen Raum 2005 um 400.000 Personen. Von den 15,7 Millionen Mitgliedern leben etwa 70 Prozent in Lateinamerika und Afrika sowie rund 18 Prozent in Asien. In Nordamerika, wo die Freikirche 1863 entstand, gibt es sieben Prozent der Adventisten und in Europa 2,5 Prozent.
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13. Wettbewerb um bestes christliches Internetangebot

Hannover, 09.11.2008/APD   Zum dreizehnten Mal startet der Wettbewerb um den EKD-Internet-Award „WebFish“ 2009. Mit dieser begehrten Trophäe prämieren die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gemeinsam die besten Online-Angebote in deutscher oder englischer Sprache, die den christlichen Glauben aktuell und kreativ umsetzen. Anbieter von christlichen Internetseiten können ihre Bewerbungen bis zum 31. Dezember online unter www.webfish.de einreichen.

Tausende von christlichen Websites sind im Internet erreichbar. Die besten unter ihnen werden seit 1996 mit dem Symbol des Wettbewerbes, dem augenzwinkernden Fisch, ausgezeichnet. Der Erstplatzierte erhält neben dem Goldenen WebFish einen Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro. Der zweite Gewinner bekommt einen Silbernen WebFish und 1.000 Euro, und für den dritten Sieger gibt es den Bronzenen WebFish und eine Siegerprämie von 500 Euro. Zusätzlich werden zwei weitere Preise ausgelobt: der WebFish „Innovation“ und der WebFish „Förderpreis“; beide sind mit einer Geldprämie von je 500 Euro dotiert.
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Komplexes Informations- und Kommunikationssystem für Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 08.11.2008/APD   Die Theologische Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg und T-Systems unterzeichneten eine Vereinbarung zur Installation eines komplexen Informations- und Kommunikationssystems, das eine Telefonanlage mit erweiterten Funktionen, Videokonferenzsystem und Betriebsdatenerfassung beinhaltet.

Die Technologie verwaltet nicht allein die über 30.000 Gesprächsminuten, die jeden Monat von den rund 400 Telefonen der Hochschule abgehen. Darüber hinaus ist es möglich, Anrufe direkt über den Computer zu steuern und Faxübertragungen ohne Papier durchzuführen. Beschäftigte der Hochschule können auf Dienstreisen von unterwegs Gespräche von ihrem Bürotelefon aus führen, was die Abrechnung erleichtert und Kosten reduziert. Eine Arbeitsdatenerfassung, die in das System integriert ist, gestattet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine einfache Registrierung ihrer Tätigkeiten.

Die Einrichtung einer Videokonferenzanlage stellt insbesondere für Studierende in berufsbegleitenden Studiengängen eine Erleichterung dar. Ihnen wird es nicht nur möglich sein, von ihrem heimischen PC aus an Lehrveranstaltungen teilzunehmen, sondern auch Rückfragen zu stellen und Diskussionsbeiträge einzubringen.
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Ohne Beten geht anscheinend nichts

Kommentar zur Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 2. bis 5. November 2008 in Bremen

Fast drohte das zentrale Thema „Klimawandel“ der Bremer EKD-Synode unter der Fülle aktueller Ereignisse unterzugehen. Da gibt es die weltweite Finanzmisere mit ihren noch unabsehbaren Folgen, zu der sich zahlreiche Kirchenparlamentarier unter den 120 Synodalen der 23 deutschen evangelischen Landeskirchen zu Wort meldeten. Da war allerdings viel Ehrlichkeit im Spiel. Hätten Christen hier bisher besser gehandelt, da auch deren Snäppchenjäger-Mentalität und die Gier nach mehr nicht unbekannt seien, war nur eine der Fragen. Wo blieb zum andern das Hören auf Gottes Stimme und die Kraftquelle des Gebets, über die man ja in der Hansestadt ursprünglich meditieren wollte. Zu weiteren Aktualitäten von Rang gehörte auch der allgemeine Wunsch der Synode, den 31. Oktober als Reformationsfest zum gesetzlichen Feiertag in allen 16 Bundesländern zu machen. Zum andern warf die im Vorjahr besprochene Kirchenreform der deutschen Lutheraner ihre Schatten am Rande voraus.

Demnach wollen sich die nordelbische, die mecklenburgische und die pommersche Kirche zu einer evangelischen Nordkirche mit insgesamt 2,4 Millionen Mitgliedern im Jahre 2012 vereinen. Nicht weniger überraschend kam die Nachricht über die Fusion vom Diakonischen Werk und Evangelischen Entwicklungsdienst zu einem neuen „Zentrum für Entwicklung und Diakonie“, das in Berlin bis spätestens 2013 entstehen soll. Die Synode begrüßte mit ihren Glückwünschen diesen Schritt, wobei der kritische Hinweis auf die dazugehörige Finanzierung ebenfalls nicht ausblieb.

Zum eigentlichen Thema „Klima-, Wasser-, Lebenswandel“ fiel den Hauptreferenten in erster Linie ein, dass die Kirchen auf den dramatischen Klimawandel mit seinen apokalyptischen Ausmaßen viel zu langsam reagieren. Um den Folgen des Klimawechsels wirkungsvoll zu begegnen, so wurde betont, gehöre vor allem eine Veränderung des Lebensstils. Alle diese Erkenntnisse sind nichts Neues und verrieten dazu über den gut gemeinten Kundgebungsentwurf als Kerninformation für die Gemeinden der 25 Millionen deutschen Protestanten letztlich Orientierungslosigkeit und Resignation gegenüber einem kaum lösbaren Problem.

Dr. Wolfgang Tulaszewski
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Billy Graham wird 90

Stuttgart, 06.11.2008/APD   Er hat einen Stern auf dem Walk of Fame in Los Angels. Er stand 2006 zum 50. Mal auf der Liste der zehn am meisten bewunderten Männer in den USA. Er erhielt die Goldmedaille des amerikanischen Kongresses, die höchste Auszeichnung, die eine Privatperson in den Vereinigten Staaten erlangen kann. Immer wieder wird er von den US_Medien als protestantischer Papst bezeichnet. Am 7. November feiert er seinen 90. Geburtstag. Billy Graham ist eine Legende und einer der wenigen Menschen, die schon zu Lebzeiten ein drei Meter hohes Denkmal in Nashville/Tennessee bekommen haben. Seine stille Seite zeigt er in dem Buch „Jedes Leben – eine Reise“ (ISBN 978-3-7751-4638-8). Ein Resümee und ein geistliches Vermächtnis an nachfolgende Generationen.

Früher sprach Billy Graham vor gefüllten Stadien, heute macht er durch Bücher auf die ewigen Dinge aufmerksam. Wie man es von ihm gewohnt ist, findet er dafür klare Worte, auch wenn er im Alter leisere Töne anschlägt: „Es ist tragisch, aber viele Menschen entdecken die Wahrheit nie, sei es, dass sie nie über sie nachdenken, sei es, dass sie die Antwort auf die Frage, warum sie da sind, in der falschen Richtung suchen. Sie leben ihr Leben, ohne je zu merken, wer sie eigentlich sind oder warum Gott sie in diese Welt gestellt hat.“

Der Mann, der in mehr als 185 Ländern gesprochen hat – vor Staatsmännern genauso wie vor Nomaden im Vorderen Orient – blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Billy Graham – eigentlich William Franklin – wurde am 7. November 1918 als ältestes von vier Kindern geboren. Frisch verheiratet begann er 1943 seinen Dienst als Pastor einer kleinen Baptistengemeinde in Western Springs. Seit seiner ersten großen Zeltevangelisation in Los Angeles im Jahr 1949 steht er im Licht der Weltöffentlichkeit. Zu einem nationalen Symbol machte ihn 1957 der „Feldzug“ in New York. Rund zwei Millionen Menschen kamen im Madison Square Garden zusammen und brachen alle Teilnehmerrekorde. Auch in Deutschland war Graham mit fünf Veranstaltungen aktiv. Am bekanntesten war die „Euro 70“, die von der Essener Gruga-Halle aus mit damals modernster Technik in viele Großstädte Deutschlands live übertragen wurde. Im Laufe seiner mehr als 60 Jahre dauernden aktiven Zeit sprach er vor rund 210 Millionen Menschen – das entspricht etwa der 2,5-fachen Einwohnerzahl Deutschlands. 2005 beendete der Evangelist und Berater vieler US-Präsidenten seinen aktiven Dienst.
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Lesung zum 70. Jahrestag der Pogromnacht

Friedensau bei Magdeburg, 05.11.2008/APD   Zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938 findet am 9. November, 17 Uhr, eine Lesung in der Bibliothek der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg statt. Dabei bringen Angehörige der Hochschule Dokumente und Augenzeugenberichte von Juden und Nichtjuden zu Gehör.

Die Reichspogromnacht bedeutete eine Radikalisierung der Judendiskriminierung und leitete die öffentliche Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung ein. Nahezu alle Synagogen im Deutschen Reich wurden zerstört oder erheblich beschädigt. Jüdische Bürger waren dem Pogrom schutzlos ausgeliefert und mussten um ihre nackte Existenz fürchten. 30.000 Juden wurden in Konzentrationslagern inhaftiert. Leo Jehuda Schornstein aus Dresden berichtet: „Mir wurde ein Gebetsmantel über den Kopf gestülpt, man gab mir zwei silberne Torakronen in die Hand, schob mich an das zur Straße führende Fenster und schaukelte mich mit Schlägen im Fenster hin und her, wobei die unten stehende Volksmenge in frenetisches Johlen ausbrach.“
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Der Mensch ist mehr als nur ein Wirtschaftsfaktor - Europäische Adventisten nehmen zur Finanzkrise Stellung

Bern/Schweiz, 04.11.2008/APD   Eine Stellungnahme zur weltweiten Finanzkrise hat der im schweizerischen Jongny (Waadt) tagende Ausschuss der Euro-Afrika Abteilung der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten zum Abschluss seiner Herbstsitzung verabschiedet. Darin heißt es, dass in den letzten 15 Jahren „der Glaube an ein unaufhaltsames Wirtschaftswachstum für alle Menschen“ sich immer mehr durchgesetzt habe und zu mehr Wohlstand hätte führen sollen. Doch durch einen globalen Wirtschaftsmarkt mit der Forderung, ihn staatlich nicht zu regulieren, sei der Mensch auf seine Rolle als Wirtschaftsfaktor reduziert worden.

Für die Mitglieder der Freikirche gebe es auch zum Thema Finanzkrise biblische Aussagen, die für sie richtungsweisend seien. Ein System, „das Gott nicht mehr ins Kalkül zieht“, sondern wirtschaftliche Güter als alleinige Basis für das Wohlbefinden anbiete, könne auf Dauer nicht erfolgreich sein. Das Streben der an den Finanzmärkten Beteiligten nach immer größeren Wertzuwächsen „war zum Teil getrieben von Gier nach Geldvermehrung, zunehmender Verantwortungslosigkeit der Finanzakteure auf dem Finanzsektor und blindem Glauben an ein unzerstörbares Finanzsystem“. Die Bibel verurteile nicht das Streben nach mehr Besitz oder Eigentum, wohl aber die Besitzvermehrung, die ohne Verantwortung gegenüber Gott und dem Mitmenschen geschehe. Die Gier werde durch verantwortliches Handeln gegenüber Gott und dem Nächsten eingedämmt. Der Christ sei aufgerufen, „sich nicht an den Exzessen der Finanzmärkte zu beteiligen bzw. sich jener Finanzinstrumente zu bedienen, die ethisch nicht verantwortbar sind“. Hochspekulative Anlagen sollten vermieden werden.

Übermäßiges Gewinnstreben und fehlende Förderung des Allgemeinwohls berge die Gefahr der Ausbeutung der Armen und Schwachen in sich. Bereits der alttestamentliche Prophet Amos habe die maßlose Bereicherung der Mächtigen angeprangert. Gott stelle sich auf die Seite derer, die unter denen litten, die in ihrem Egoismus nur den Vorteil für sich im Sinn hätten. Das Vertrauen zu Gott stehe im Mittelpunkt des Gläubigen. Ein Christ mache sich von Gott abhängig, nicht von dem, was er besitze.

Die Euro-Afrika Abteilung mit Sitz in Bern ist eine von drei adventistischen europäischen Kirchenleitungen und umfasst mit 2.501 Gemeinden rund 176.200 erwachsen getaufte Adventisten in 19 Staaten Mittel-, West- und Südeuropas sowie in Nordafrika, der Türkei, im Iran und Afghanistan.
 

Dokumentation: Der Text der Erklärung

Stellungnahme zur weltweiten Finanzkrise

Die weltweite Krise auf den Finanzmärkten hat die Staaten in den letzten Monaten außerordentlich erschüttert. Der Bankensektor ist erheblich ins Wanken geraten und konnte in vielen Ländern nur durch Aufnahme beträchtlicher staatlicher Kredite vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Die Angst vor einer lang anhaltenden wirtschaftlichen Rezession bewegt die Menschen. Wie sehen wir als Christen diese Krise?

Das Problem: In den letzten 15 Jahren setzte sich der Glaube an ein unaufhaltsames Wirtschaftswachstum für alle Menschen auf dieser Welt mehr und mehr durch. Die Steigerung der Produktivität sollte zu mehr Wohlstand führen. Ein globaler Wirtschaftsmarkt ohne Einschränkung bzw. staatlicher Regulierung wurde gefordert, um die Waren- und Finanzströme optimal zum Wohle für Produzenten und Konsumenten fließen zu lassen. Im freien Spiel der Kräfte sah man die Triebfeder zur Weltverbesserung. Der Mensch wurde auf seine Rolle als Wirtschaftsfaktor reduziert. Seine Glückseligkeit lag allein in seiner Wirtschaftskraft und der Möglichkeit zu konsumieren.

Aus biblischer Sicht sind die folgenden Punkte für uns richtungweisend:

1. Ein System, das Gott nicht mehr ins Kalkül zieht, sondern wirtschaftliche Güter als alleinige Basis für das Wohlbefinden anbietet, kann auf Dauer nicht erfolgreich sein. Im 1. Gebot sagt Gott uns eindeutig: „Ich bin der Herr, dein Gott… Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“ (2. Mose 20, 2-3).

2. Das Streben der an den Finanzmärkten Beteiligten nach immer größeren Wertzuwächsen war zum Teil getrieben von Gier nach Geldvermehrung, zunehmender Verantwortungslosigkeit der Finanzakteure auf dem Finanzsektor und blindem Glauben an ein unzerstörbares Finanzsystem. Die Bibel verurteilt nicht das Streben nach mehr Besitz oder Eigentum, wohl aber die Besitzvermehrung, die ohne Verantwortung gegenüber Gott und dem Mitmenschen geschieht. Gott schenkt Fähigkeiten, Zeit und Besitz. Wir haben sie als gute Haushalter einzusetzen: zum Allgemeinwohl, für die eigenen Bedürfnisse und die der Familie, für die Verkündigung des Evangeliums, für Gottes Gemeinde und unseren Nächsten. Unser Augenmerk sollte sich nicht auf die Anhäufung der Güter dieser Welt richten, um darin Glück und Zufriedenheit zu erlangen, sondern auf das Reich Gottes, das zukünftige himmlische Jerusalem. Die Entrichtung von Zehnten und Gaben führt uns immer wieder auf die wahren Grundlagen des Lebens zurück: Die Gier wird eingedämmt und Verantwortung Gott und dem Nächsten gegenüber wahrgenommen.

Der Christ ist aufgerufen, sich nicht an den Exzessen der Finanzmärkte zu beteiligen bzw. sich jener Finanzinstrumente zu bedienen, die ethisch nicht verantwortbar sind. Hochspekulative Anlagen sollten vermieden werden.

3. Übermäßiges Gewinnstreben und fehlende Förderung des Allgemeinwohls birgt die Gefahr der Ausbeutung der Armen und Schwachen in sich. Bereits der Prophet Amos prangert die maßlose Bereicherung der Mächtigen im Land an, wenn er gegen solche schreibt, welche „die Notleidenden treten und die Bedürftigen … vernichten …und die Armen wegen der Schuld eines Silberstückes oder eines Paars Sandalen versklaven“ (Amos 8, 4.6).

4. Gott stellt sich auf die Seite derer, die unter denen leiden, die in ihrem Egoismus nur den Vorteil für sich im Sinn haben: „Ja, die Zeit ist gekommen, der Tag ist da…All ihr Reichtum wird von meinem glühenden Zorn getroffen. … Denn an dem Tag, wenn der Zorn des Herrn losbricht, wird Geld und Gold ihnen nichts nützen. Ihre Gier werden sie nicht damit stillen und ihren Bauch nicht damit füllen können, denn es hat sie zur Sünde verführt“ (Hesekiel 7, 12.19).

5. Das Vertrauen zu Gott steht im Mittelpunkt des Gläubigen. Er macht sich abhängig von Gott, nicht von dem, was er besitzt. „Wenn ihr für Gott lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird er euch jeden Tag geben, was ihr braucht“ (Matthäus 6,33 NL).

Die Stellungnahme wurde am 4. November 2008 von dem in Jongny/Schweiz tagenden Ausschuss der Euro-Afrika Division (Abteilung) der Siebenten-Tags-Adventisten beschlossen.
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Studiengang "Evangelikale Theologie" staatlich anerkannt

Gießen, 03.11.2008/APD   Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat der Freien Theologischen Akademie (FTA) in Gießen den Hochschulstatus verliehen. Damit ist sie berechtigt, akademische Grade zu verleihen. Seit Oktober können dort Studierende in drei Jahren einen Bachelor- (B.A.) und in zwei weiteren Jahren einen Masterabschluss (M.A.) in „Evangelikaler Theologie“ erlangen. Die FTA nannte sich deshalb in Freie Theologische Hochschule (FTH) um. Sie war bereits im Mai vom Wissenschaftsrat in Köln akkreditiert worden. Die 1974 gegründete Bildungsstätte versteht sich als „bibeltreu, wissenschaftlich und praxisnah“. An ihr sind rund 140 Studentinnen und Studenten aus verschiedenen evangelischen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaftsverbänden eingeschrieben. An der jetzt staatlich anerkannten Hochschule lehren 22 Dozenten und Lehrbeauftragte.
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Präsidentenwechsel bei europäischen Adventisten

Bern/Schweiz, 02.11.2008/APD   Pastor Bruno Vertallier (60) soll neuer Präsident der Euro-Afrika Abteilung der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Bern werden. Das beschlossen einstimmig die rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der überregionalen Kirchenleitungen sowie der angeschlossen kirchlichen Einrichtungen der Euro-Afrika Abteilung während ihrer Herbstsitzung im schweizerischen Jongny (Waadt). Die Wahl des designierten Präsidenten findet Ende November durch den Exekutiv-Ausschuss der Generalkonferenz in Silver Spring, Maryland/USA, statt.

Vertallier leitet seit 2004 die Predigtamtsabteilung der Euro-Afrika Abteilung. Davor war er sechs Jahre Vorsteher der Adventisten in Südfrankreich und fünf Jahre Dozent für praktische Theologie an der adventistischen Theologischen Hochschule im französischen Collonges-sous-Salève, in Nähe der Stadt Genf. Vertallier, der seit 1974 für die Freikirche als Pastor tätig ist, hat einen Doktorgrad in praktischer Theologie (D.MIN) der Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA. Er war von 1980 bis 1985 Jugendabteilungsleiter seiner Kirche auf Madagaskar. Der designierte Präsident, der Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch spricht, ist mit Ehefrau Christiane verheiratet und hat drei erwachsene Töchter sowie vier Enkel. Er besitzt die französische und Schweizer Staatsbürgerschaft.

Der bis 2010 gewählte Präsident der Euro-Afrika Abteilung, Pastor Ulrich Frikart (67), hatte bereits im August aus Altersgründen seinen Rücktritt zum 31. Dezember 2008 angekündigt, um eine „optimale Übertragung der Leitungsaufgaben zu ermöglichen“. Der Schweizer Theologe und Pädagoge übt sein Amt seit 1995 aus. Die Euro-Afrika Abteilung ist eine von drei adventistischen europäischen Kirchenleitungen und umfasst mit 2.501 Gemeinden rund 176.200 erwachsen getaufte Adventisten in 19 Staaten Mittel-, West- und Südeuropas sowie in Nordafrika, der Türkei, im Iran und Afghanistan. In der Schweiz gibt es 4.400, in Österreich 3.800 und in Deutschland 36.000 Mitglieder.
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Rumänischer Staatspräsident bei adventistischen Landsleuten in Spanien

Madrid/Spanien, 01.11.2008/APD   Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu besuchte anlässlich seiner Teilnahme am „Forum Europa 2008“ der Föderation der Rumänen in Europa (FADERE) in Alcala de Henares bei Madrid auch orthodoxe, pfingstchristliche und adventistische Kirchengemeinden seiner Landsleute in Spanien. Begleitet von Außenminister Lazar Comanescu, der rumänischen Botschafterin in Spanien, Maria Ligor, einigen Staatsekretären sowie Mitgliedern des rumänischen und des Europäischen Parlaments nahm er an einem Abendgottesdienst der rumänischen adventistischen Eben-Ezer Gemeinde in Madrid teil. Sie ist eine von 14 rumänischen Gemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten im Großraum Madrids. Ihr neues Gotteshaus samt angeschlossener Grundschule haben ihre Mitglieder selbst finanziert.

Basescu wurde von über 2.000 adventistischen Landsleuten willkommen geheißen. In dem Gottesdienst ging es um Glaube und gesellschaftliches Engagement der Freikirche. In seinem Grußwort lobte der Staatspräsident die von den Adventisten vertretenen Werte und ihr soziales Handeln. Er besichtigte auch die Grundschule und betonte, dass er nicht zum ersten Mal eine adventistische Kirchengemeinde besuche.
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