Neuer freikirchlicher Politikbeauftragter in Nordrhein-Westfalen

Mettmann | 21. Dezember 2008 | APD |

Mettmann, 21.12.2008/APD   Pastor Stefan Adam nimmt ab Januar die Aufgaben des freikirchlichen Politikbeauftragten beim nordrhein-westfälischen Landtag und der dortigen Landesregierung wahr. Der Sekretär (Geschäftsführer) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Mettmann ist Jahrgang 1962, verheiratet und hat drei Kinder. Adam tritt die Nachfolge des früheren Baptistenpastors Joost Reinke an, der sein Amt zum Jahresende aus persönlichen Gründen aufgibt.

"Die Religions- und Gewissensfreiheit ist mir als Adventist und Mitglied einer Freikirche zu einem Herzensanliegen geworden", äußerte er gegenüber dem Adventistischen Pressedienst (APD). Seit rund 15 Jahren arbeite Adam in der Landesgruppe der Deutschen Vereinigung für Religionsfreiheit (DVR) in Nordrhein-Westfalen mit. Freikirchen bewegten in Bezug auf Staat und Gesellschaft ähnliche Fragen und Nöte. "Durch das Amt des freikirchlichen Politikbeauftragten beim Landtag gelingt es, direkt mit den landespolitischen Verantwortungsträgern über die für Freikirchen relevanten Themen ins Gespräch zu kommen." Verantwortung vor Gott und der Welt könne auch mit diesem Amt wahrgenommen werden. "Oberstes Ziel muss bleiben, dass der einzelne Gläubige seine Überzeugung frei und unbeeinträchtigt ausleben kann", betonte Adam.

Zum Arbeitskreis freikirchliche Politikbeauftragung, der den Politikbeauftragten stellt, gehören in Nordrhein-Westfalen fünf Freikirchen: der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), der Bund Freier Evangelischer Gemeinden, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, der Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden und der Mühlheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden. Zu ihnen gehören in dem größten Bundesland Deutschlands rund 50.000 Mitglieder.

Ziel des Arbeitskreises ist es, die Freikirchen in Nordrhein-Westfalen bekannter zu machen sowie freikirchliche Wertvorstellungen und freikirchliches Selbstverständnis in die Öffentlichkeit einzubringen. Dazu zählen unter anderem das Eintreten für Glaubens- und Gewissensfreiheit, das Recht auf Leben, Ehe und Familie, das Engagement in Menschenrechtsfragen, der verantwortliche Umgang mit den Ressourcen der Erde und die Förderung von Wahrhaftigkeit und Transparenz in Politik und Kirche.
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