Kiew/Ukraine, 23.12.2008/APD   Eine Kirche mit 600 Sitzplätzen haben die Siebenten-Tags-Adventisten in Kiew eingeweiht. Jahrelang wäre eine behördliche Genehmigung für eine adventistische Kirche in der ukrainischen Hauptstadt nicht möglich gewesen, teilte Pastor Vladimir A. Krupskyi (Kiew), Präsident der Freikirche in der Ukraine, mit. Nur Wohn- und Geschäftsgebäude hätten zu Gemeindezentren umgebaut werden können. An der Einweihungsfeier nahm auch der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Adventisten, Pastor Jan Paulsen (Silver Spring, Maryland/USA), teil. Während seines Aufenthalts hatte er auch eine Unterredung mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Ivan V. Vasiunyk und dem Büroleiter des Staatspräsidenten, Yuriy Bogutskyi.

Die neue Kirche im Regierungs- und Geschäftsviertel der Hauptstadt ist eine von drei der Freikirche gehörenden Gebäuden in Kiew. Die anderen 23 adventistischen Gemeinden in der 2,7-Millionen-Stadt feiern ihre Gottesdienste in gemieteten Räumlichkeiten. In der Ukraine leben 61.150 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 906 Gemeinden, die von 186 Pastoren betreut werden. Die dortige Freikirche unterhält das Ukrainische Institut für Künste und Wissenschaften, eine staatlich anerkannte Hochschule in Bucha bei Kiew mit fast 2.000 Studierenden, eine Grundschule, eine englische Sprachschule, ein Medienzentrum sowie ein Verlagshaus. Ferner ist die international tätige Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA mit einem nationalen Büro in Kiew vertreten.
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