Ernten in der Wüste

Um Jawasir/Sudan | 4. Januar 2009 | APD |

Um Jawasir/Sudan, 04.01.2008/APD   Der rund 30.000 Personen umfassende nubische Wüstenstamm Hawawir im Norden Sudans litt 1980 schwer unter der Dürre. Die meisten Brunnen trockneten aus und viele Herdenbesitzer verloren ihre Tiere. Die sudanesische Regierung bat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA um Beistand. ADRA Norwegen begann mit finanzieller Unterstützung der staatlichen Norwegischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (NORAD) die ersten vier Brunnen bis zu einer Tiefe von 200 Metern zu bohren. Inzwischen gibt es 16 Brunnen. In den vergangenen 18 Jahren konnten trotz Sandstürme mit Hilfe von ADRA 336 Hektar Land durch Bewässerungsprojekte urbar gemacht werden. Dort wachsen jetzt Weizen, Bohnen, Bockshornklee, Zwiebeln und Okras (Gemüsepflanze).

"Die früher schüchternen Hirten sind inzwischen in der Lage, Maschinen zu warten, die Brunnen instand zu halten und ihre eigenen Geräte zu schweißen" berichtete der Direktor von ADRA Sudan, Llewellyn Juby. Die geschulten Bauern könnten jetzt trotz Hitze und Sand mit den Ernten ihre Familien ernähren. Für Kinder gebe es eine Grundschule. "Mädchen werden bei den Hawawirs traditionell früh verheiratet, sodass Bildung für sie überflüssig erschien. Doch nun gehen auch sie zur Schule, und die ersten vier besuchen bereits ein Gymnasium in der Hauptstadt."
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