Volkszählung: Starke Zunahme bei Katholiken und Religionslosen in Australien

Canberra/Australien, 31.01.2009/APD   Die australische Volkszählung, deren Ergebnisse am 29. Januar vom Australischen Amt für Statistik (ABS) in Canberra vorgestellt wurden, hat einen starken Anstieg der Zahl der Katholiken und der Religionslosen ergeben. Fast jeder fünfte (19 Prozent) der rund 20 Millionen Australier gab an, keiner Religion anzugehören. Das war der höchste Wert seit Aufnahme der Möglichkeit, in Volkszählungen „No Religion“ (Keine Religion) anzugeben. Damals, 1971, gaben 6,7 Prozent an, ohne religiöses Bekenntnis zu sein.

Bei der aktuellen Zählung, die im Jahr 2006 durchgeführt wurde, ist ein deutlicher Unterschied zwischen den Generationen erkennbar. Unter den 15- bis 34-Jährigen bezeichnete sich fast jeder Vierte (23,5 Prozent) als religionslos. Dagegen gehören laut den vorliegenden Daten nur 7,9 Prozent der Australier über 65 Jahre keiner Religion an.

Seit 1911 sei die Zahl der Christen im Land deutlich zurückgegangen, hieß es: von damals rund 96 Prozent der Bevölkerung auf 64 Prozent im Jahr 2006. Gleichzeitig sei der Anteil der Katholiken im selben Zeitraum aufgrund von Einwanderung von 22 auf 26 Prozent gestiegen. Die Zahl der Anglikaner habe sich hingegen von 38 auf 19 Prozent halbiert.

Auch die Zahl von Nicht-Christen habe sich wegen der Zuwanderung von 600.000 im Jahr 1996 auf 1,1 Millionen 2006 fast verdoppelt. 91 Prozent der Nicht-Christen wurden in überseeischen Ländern (Asien, Nordafrika und Mittlerer Osten) geboren oder haben wenigstens einen aus Übersee stammenden Elternteil.

Dem Buddhismus gehören den Ergebnissen zufolge 2,1 Prozent (419.000) der Bevölkerung an, dem Islam 1,7 Prozent (340.000) und dem Hinduismus 0,7 Prozent (148.000).
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Erstmals das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung

Berlin, 30.01.2009/APD   Legenden sind hartnäckig. So wird erzählt, dass im antiken Alexandria 72 jüdische Gelehrte die hebräische Bibel in 72 Tagen auf wundersame Weise gleichlautend ins Griechische übersetzt hätten. Bis heute erinnert der Name „Septuaginta“ (das bedeutet: „siebzig“) an diese Legende. Die altgriechische Übersetzung des hebräischen Alten Testaments entstand um das Jahr 250 v. Chr. Sie ist die älteste bekannte Bibelübersetzung überhaupt.

Für das hellenistische Judentum und die Christen der ersten Jahrhunderte war die Septuaginta die Bibel, die sie in der Regel benutzten. Eine Reihe von theologischen Aussagen, so auch die von der Geburt Jesu durch eine Jungfrau (Matthäus 1,23), ist nur verständlich, wenn man die griechische Version des Alten Testaments kennt. Zudem ist die Septuaginta bis heute die Heilige Schrift der Orthodoxen Kirche.

Trotzdem wurde sie bislang noch nie ins Deutsche übersetzt. Die Lutherbibel und alle ihre Nachfolger bis zur vieldiskutierten „Bibel in gerechter Sprache“ hielten sich maßgeblich an den hebräischen Text. Das hebräische Alte Testament bildet die Grundlage der Verständigung von Christentum und Judentum. Dennoch sollte nicht übersehen werden, dass die Übersetzung der Schriften Israels ins Griechische ebenfalls im antiken Judentum entstand.

Bei der Deutschen Bibelgesellschaft, Stuttgart, erschien jetzt die erste deutsche Übersetzung der Septuaginta. Sie trägt den Titel „Septuaginta Deutsch“ und ist damit nicht mehr nur Fachleuten vorbehalten, sondern einem breiten deutschsprachigen Publikum zugänglich. An dem Übersetzungsprojekt, das seit 1999 von einer eigenen Arbeitsstelle koordiniert wurde, waren zeitweise bis zu 80 Personen beteiligt. Zu den Übersetzern gehörten evangelische, katholische und orthodoxe Christen, die ihre Übersetzungsfragen auch mit jüdischen Gelehrten diskutierten. So entstand ein die christlichen Konfessionen untereinander und mit dem Judentum verbindendes Projekt. Den in Deutschland lebenden orthodoxen Christen steht erstmals eine Ausgabe ihres Alten Testaments in deutscher Sprache zur Verfügung. Der „Septuaginta Deusch“, die immerhin 1.500 Seiten umfasst, soll ein Doppelband mit wissenschaftlichen Erläuterungen zur griechischen Bibel folgen.

Bei der Vorstellung der „Septuaginta Deutsch“ in Berlin betonte der evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), dass mit der Übersetzung des griechischen Alten Testaments ins Deutsche es allen Interessierten möglich sei, „jüdische Dokumente aus der Zeit um die Geburt Jesu herum kennenzulernen, die für das beginnende Christentum von hoher Bedeutung waren“. Der Griechisch-Orthodoxe Metropolit von Deutschland und Exarch von Zentraleuropa, Augoustinos (Bonn), hob hervor, dass die Septuaginta der Text des Alten Testaments gewesen sei, den Jesus und die Apostel benutzt hätten. Durch die nun vorliegende deutsche Übersetzung könnten hier lebende orthodoxe Christen einen neuen Zugang zur Heiligen Schrift ihrer Kirche gewinnen.

Bischof Dr. Joachim Wanke (Erfurt), Vorsitzender der Pastoralkommission der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, sprach von einer „großen Übersetzungsleistung“. Er forderte auf, darüber nachzudenken, wie die Septuaginta in den Unterricht und das theologische sowie geisteswissenschaftliche Studium eingeführt werden könnte. Der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Dr. Jan-A. Bühner (Stuttgart), erinnerte daran, dass es in seinem Haus eine Tradition in der Herausgabe wissenschaftlicher Bibelausgaben gebe. So sei bereits 1898 das griechische Neue Testament erschienen. Später wären als Urtextausgaben das Alte Testament in Hebräisch, die griechische Septuaginta und die Vulgata, die lateinische Übersetzung der Bibel, gefolgt. „Mit der Septuaginta Deutsch kam eine weitere schöne Perle hinzu.“

„Ohne die großzügige Förderung vor allem der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Deutschen Bibelgesellschaft hätten wir die Übersetzung nie abschließen können“, betonte Professor Wolfgang Kraus (Saarbrücken), einer der beiden Hauptherausgeber.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Bundesverdienstkreuz für adventistischen Unternehmer

Magdeburg, 29.01.2009/APD   Der Geschäftsführer des DE-VAU-GE Gesundkostwerkes, Lüneburg, Michael Makowski, erhielt am 28. Januar im Palais am Fürstenwall in Magdeburg von Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, das Bundesverdienstkreuz am Bande im Rahmen eines Empfangs überreicht. Damit werden die Verdienste des Diplom-Kaufmanns und Unternehmers bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in Sachsen-Anhalt, sein ehrenamtliches Engagement in der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten sowie die langjährige Unterstützung der Hilfsorganisation ADRA mit Sachspenden für Notleidende in der Dritten Welt gewürdigt.

Bundespräsident Horst Köhler hatte die Auszeichnung auf Vorschlag des Ministerpräsidenten bereits am 14. November 2008 verliehen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Jehovas Zeugen in Österreich kurz vor Anerkennung als Religionsgemeinschaft

Wien/Österreich, 28.01.2009/APD   Die Jehovas Zeugen in Österreich stehen nach jüngsten Medienberichten kurz vor der staatlichen Anerkennung als Religionsgemeinschaft. Am 26. Januar ging ein vom Kultusamt ausgearbeiteter Entwurf mit der entsprechenden Verordnung in Begutachtung. Innerhalb von acht Wochen haben nun Ministerien, Kirchen und Religionsgemeinschaften die Möglichkeit, Einwände gegen diese Verordnung zu erheben. Gibt es keine Einsprüche – und damit wird im Kultusamt gerechnet – würde dies eine rechtliche Gleichstellung der Jehovas Zeugen mit den 13 gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften in Österreich bedeuten.

Die Begutachtungsfrist von acht Wochen habe laut Anton Stifter vom Kultusamt lediglich „formalen Charakter“. Auch der Sprecher der Jehovas Zeugen in Österreich, Johann Zimmermann, rechne mit einer Anerkennung und betrachte diese als „Signal zur Wahrung der Religionsfreiheit“. „Wir warten seit 30 Jahren auf diesen Moment und glauben, nun endlich einen Schlusspunkt in diesem Kapitel setzen zu können“, so Zimmermann.

Seit Juli 1998 sind die Jehovas Zeugen in Österreich eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft. Sie sind mit über 21.000 Glaubensangehörigen die fünftgrößte Religionsgemeinschaft in Österreich. Seit den späten 1970er Jahren bemühen sie sich um eine staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft.

In Österreich besteht eine sogenannte „hinkende“ Trennung von Staat und Kirche. Die Gesetzgebung verbindet eine institutionelle Trennung von Staat und Kirche unter Anerkennung der gegenseitigen Eigenständigkeit im jeweiligen Aufgabenbereich mit dem Willen zur Koordination und Kooperation auf den die Kirchen und den Staat angehenden Gebieten (beispielsweise Erziehung und Unterricht). Den Religionsgemeinschaften ist nicht nur die Betätigung in der institutionell kirchlichen Sphäre, sondern auch in der Öffentlichkeit garantiert. Nach diesem „hinkenden“ Modell werden religiöse Organisationen in Österreich heute in drei Kategorien gegliedert (hier absteigend nach Status aufgelistet), von denen jede andere Rechte, Privilegien und Pflichten mit sich bringt: Staatlich anerkannte Religionsgesellschaften, staatlich eingetragene Bekenntnisgemeinschaften und religiöse Vereine.

Die Jehovas Zeugen wurden Ende des 19. Jahrhunderts von dem US-Amerikaner Charles Taze Russell als Verlagsgesellschaft der Bibelforscher gegründet. Grundlage ihrer Lehre ist der aus der Bibel abgeleitete „Plan Gottes mit der Menschheit“. Jehova oder Jahwe, dem „allmächtigen Gott und Schöpfer“, sind seine Zeugen zu unbedingtem Gehorsam verpflichtet. Als „wahre Christen“ müssen sie Zeugnis für Gott ablegen und die Botschaft von seinem Königreich predigen. Bekannt sind die Jehovas Zeugen vor allem wegen ihrer stark ausgeprägten Missionstätigkeit, bei der sie von Haus zu Haus ziehen und ihre Zeitschriften „Der Wachtturm“ und „Erwachet!“ an den Mann bringen wollen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Metropolit Kyrill zum neuen Patriarchen von Moskau gewählt

Moskau/Russland, 28.01.2009/APD   Fast zwei Monate nach dem Tod von Patriarch Alexij II. hat ein Kirchenkonzil der Russischen Orthodoxen Kirche am 27. Januar in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale den Metropoliten Kyrill von Smolensk und Kaliningrad zum neuen Patriarchen, Kyrill I. von Moskau und ganz Russland, gewählt.

Auf den 62-Jährigen Metropoliten entfielen bei der geheimen Abstimmung im Landeskonzil, bestehend aus Bischöfen, Geistlichen und Laien, 508 Stimmen. Gegenkandidat Kliment kam auf 169 Stimmen. Der zunächst vom Bischofskonzil nominierte Metropolit Filaret hatte vor der Wahl zugunsten Kyrills verzichtet.

Die Glocken der Christus-Erlöser-Kathedrale gaben die Wahl des neuen Patriarchen mit 16 schweren Glockenschlägen bekannt. Nachdem Kyrill die Wahl angenommen hatte, erhielt er den Stab des Patriarchen überreicht und legte die Amtskleidung des Patriarchen an. Das Konzil erhob sich mit Psalmengesängen und feierte die Neuwahl mit einem Dankgottesdienst.

Kyrill betonte, dass der Patriarch ein schweres Kreuz zu tragen habe. „Ich nehme aus Ihren Händen diese Gnade Gottes an; ich bitte, meine menschlichen Schwächen zu verzeihen; ich bitte Sie um Ihre Hilfe beim Dienst für Gott. Beten Sie um Gottes Hilfe“, sagte das neue Kirchenoberhaupt.

Der neue Patriarch Kyrill I., mit bürgerlichem Namen Wladimir Michailowitsch Gundjajew, wurde am 20. November 1946 im damaligen Leningrad geboren. Nach dem Schulbesuch trat er in ein Priesterseminar ein, besuchte anschließend die geistliche Akademie, die er mit Auszeichnung abschloss. Das Mönchsgelübde legte er 1969 ab und erhielt den Namen Kyrill. Schon ein Jahr später wurde er zum persönlichen Sekretär des Metropoliten von Leningrad ernannt. Seit 1970 lernte er als Vertreter russisch-orthodox-sowjetischer Jugendorganisationen die USA und verschiedene Länder Westeuropas kennen. Von 1971 bis 1974 amtierte er als Vertreter des Moskauer Patriarchats beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf. In der Nachrüstungsdebatte in Westeuropa Anfang der 80er Jahre trat er als Kirchensprecher gegen das atomare Wettrüsten auf. Seit 1983 übernahm er ein Lehramt in der Moskauer Geistlichen Akademie. In der Phase der „Perestroika“ von Michael Gorbatschow zählte Kyrill zu den Autoren des neuen russischen Gesetzes über Religionsfreiheit. 1988 wurde er Erzbischof, 1991 Metropolit.

Seit November 1989 war Kyrill Leiter des Amtes für Außenbeziehungen des Patriarchats und damit sozusagen „Außenminister“ der Russischen Orthodoxen Kirche und damit gleichzeitig ständiges Mitglied des Heiligen Synod der Kirche. Die Inthronisation des neuen Patriarchen von Moskau und ganz Russland, wie er offiziell heißt, wird erst am 1.Februar in der Christus-Erlöser-Kathedrale stattfinden. Bis dahin setzt das Kirchenkonzil seine Arbeit fort.

Der Russischen Orthodoxen Kirche gehören mit 150 Millionen Mitgliedern mehr als die Hälfte der rund 250 Millionen orthodoxen Christen weltweit an. Gegenwärtig bekennen sich schätzungsweise zwischen 70 und 80 Prozent der Russen zum orthodoxen Glauben.
_____________________________________________________________________________

Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




"Die Wurzel unserer Finanzkrise"

Lüneburg, 27.01.2009/APD   Die Gewinnsucht von Managern, Börsenhändlern und Privatanlegern gilt als eine Ursache der gegenwärtigen Finanzkrise. Mit dieser Thematik befasst sich die neueste Ausgabe (1/2009) der Zeitschrift „Zeichen der Zeit“. Geiz und Habsucht seien kein unabänderliches Schicksal. Wie wird man geizig? Wie wirkt sich Habsucht auf die Persönlichkeit aus? Wie wird man großzügig? Mit diesen Fragen befasst sich Dipl.-Psychologe Matthias Dauenhauer im Hauptbeitrag des Heftes.

In weiteren Artikeln geht es unter anderem um die neue Welt Gottes, die Jesus Christus für alle vorbereitet, die ihm ihr Vertrauen schenken (Elí Diez-Prida), um „Menschsein heißt verantwortlich sein“ (Josef Butscher) sowie um „Jubeljahre“, in denen viele kleine Neuanfänge möglich sind (Titus Müller).

Die Zeitschrift „Zeichen der Zeit“ wird von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten herausgegeben und erscheint vierteljährlich im Advent-Verlag Lüneburg in einer Auflage von 110.000 Exemplaren.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Friedensau auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Hochschule

Friedensau bei Magdeburg, 26.01.2009/APD   Eine Kindertagesstätte sei in den vergangenen Jahren der Traum vieler Studierender und Mitarbeiter der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg gewesen, betonte Wolfgang Stammler, Leiter der Studentenwohnheime. Doch trotz vieler Initiativen, wie Krabbel- und Spielgruppen sowie gegenseitiges Aushelfen in der Kinderbetreuung, seien alle Bemühungen in einer Sackgasse gelandet. Erst die Stadt Möckern, zu der die Kommune Friedensau gehört, habe das Schild „Sackgasse“ entfernt.

Seit dem 1. Oktober 2008 gibt es in Friedensau eine kommunale Kindertagesstätte mit einem christlichen Konzept. Die Stadt Möckern als kommunaler Träger habe sich verpflichtet, so Stammler, der Besonderheit von Friedensau Rechnung zu tragen und einen Kindergarten zu eröffnen, der nach christlichen Werten und Konzepten geführt werde. „Die Hochschule stellte Räume zur Verfügung, die Stadt Möckern schaffte die Rahmenbedingungen für eine kindgerechte Betreuung und erhielt die Betriebserlaubnis vom Landesjugendamt Sachsen-Anhalt in Halle.“

Die Hochschule habe mit der Stadt vereinbart, dass die Kindertagesstätte Friedensau nicht nur das Kita-Bildungsprogramm von Sachsen-Anhalt, „Bildung elementar – Bildung von Anfang an“, umsetze, sondern ihre pädagogische Arbeit auf der Grundlage christlicher Werte aufbaue, informierte Stammler. „So ist zum Beispiel das Gebet, der Umgang mit der Bibel, der Glaube an die Schöpfung, das Feiern christlicher Feste, das Bewusstsein gesunder Ernährung integraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit in der Kita Friedensau.“ Außerdem würden die idyllische Lage Friedensaus, die Kinderspielplätze auf dem Campus und die Turnhalle der Hochschule zu Sport und naturnaher Bewegung einladen. Ergänzt werde das Ganze „durch die schmackhafte vegetarische Ernährung aus der Mensa der Hochschule“.

Für die Theologische Hochschule Friedensau sei die Eröffnung der Kita ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Hochschule, wie es sich auch die Ministerien Sachsen-Anhalts für alle Hochschulen im Land wünschten, unterstrich Stammler. „Studieren mit Kind soll keine Utopie bleiben, sondern eine reale Möglichkeit, die eigene Zukunft zu gestalten.“ Er würdigte dabei den Einsatz der berufserfahrenen Leiterin der Kita Friedensau, Elke Wolf, ihrer kompetenten Mitarbeiterin Ulrike Lilie und der Volontärin Stefanie Bull. In der Anfangsphase würden von dem Erzieherinnen-Team zwölf Kinder betreut. Es seien Kinder von Studierenden, Angestellten der Hochschule und des Seniorenheimes Friedensau sowie von Eltern aus der Region. Die Kita ist für bis zu 20 Kinder von 0 bis 6 Jahren genehmigt.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Nur noch eine adventistische Freikirchenleitung in Bayern

Augsburg, 25.01.2009/APD   Die 125 Abgeordneten aus den Gemeinden und der Pastorenschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern haben am 25. Januar in Augsburg anlässlich ihrer alle vier Jahre stattfindenden Delegiertentagung als oberstes Organ der Freikirche in dem Bundesland eine Verwaltungsreform beschlossen. Danach soll es in dem Freistaat künftig nur noch eine Freikirchenleitung geben. Bisher unterhielten die Adventisten eine Leitung für Nordbayern mit Sitz in Nürnberg und eine weitere für den Süden des Bundeslandes mit Sitz in München. Im Nordbereich gibt es 2004 erwachsen getaufte Mitglieder in 34 Gemeinden und im Südbereich 2.600 Adventisten in 35 Gemeinden. Der Sitz der neuen Freikirchenleitung soll in München sein. Sie wird am 17. Mai von der Abgeordnetenversammlung bei einer weiteren Tagung gewählt.

Die Delegierten beschlossen außerdem mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit eine Namensänderung. Künftig heißt es „Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bayern“ und nicht mehr „Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten“. Die Abgeordneten folgten damit dem Nord- und Süddeutschen Verband der Adventisten sowie der Freikirchenleitung in Deutschland, die bereits 2007 die Namensänderung vornahmen. In der deutschsprachigen Schweiz heißt die Glaubensgemeinschaft seit 1993 Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In Österreich trägt sie ebenfalls seit 1993 den Namen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In englischsprachigen Gebieten lautet die Bezeichnung Seventh-day Adventist Church.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Adventisten an Feierlichkeiten zur Amtseinführung von Obama beteiligt

Washington D.C./USA, 24.01.2009/APD An den Feierlichkeiten anlässlich der Amtseinführung des 44. Präsidenten der USA, Barack Obama, waren am 20. und 21. Januar zwei bekannte Siebenten-Tags-Adventisten beteiligt: der Chaplain des US-Senats, Barry C. Black, und der Solist Wintley Phipps.

Beim traditionellen Lunch im Capitol nach der Vereidigung von Barack Obama sprach Pastor Barry C. Black das Eröffnungsgebet. An diesem Mittagessen, seit 1953 fester Bestandteil der Feierlichkeiten zum Amtsantritt eines neuen US- Präsidenten, nehmen unter anderem ehemalige US-Präsidenten und Vizepräsidenten teil.

Dr. Barry Black ist seit Juni 2003 der 62. Chaplain (Hausgeistliche) des US-Senats. Mit ihm übernahm erstmals Mal ein Militärpfarrer, Afro-Amerikaner und Siebenten-Tags-Adventist dieses Amt. 27 Jahre lang diente Black als Militärseelsorger in der US-Marine, wo er zuletzt als Konteradmiral die Leitung von etwa 1.000 Geistlichen aus über 190 Religionsgemeinschaften hatte, bis er 2003 in den Ruhestand ging.

Hauptaufgabe eines Chaplains des US-Senats ist die seelsorgerliche Begleitung der Mitglieder des Senats sowie deren Mitarbeiter und Familien. Er eröffnet auch jede Sitzung des Senats mit Gebet. Wie Barry Black in einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender 11Alive.com sagte, betrachte er die Senatoren als Schwestern und Brüder. Ihnen zu dienen, sei ein besonderes Vorrecht. Dass er an diesem Platz arbeiten dürfe, wo Geschichte gemacht wird, sei für ihn ein Wunder, für das er Gott immer wieder danke. Durch seine Arbeit als Seelsorger im Senat habe sich eine freundschaftliche Beziehung zu Barack Obama entwickelt.

Pastor Black, in Baltimore (Maryland) geboren, erhielt seine theologische Ausbildung am Oackwood College und an der Andrews University der Siebenten-Tags-Adventisten. Er besitzt außerdem den Magistergrad in Rechtsberatung der North Carolina Central University sowie in Management der Salve Regina University, erwarb den Doktor der Theologie an dem East Baptist Seminary und den Doktor der Psychologie an der United States International University. Black ist verheiratet und hat drei Söhne.

Ein weiterer Adventist war am Tag nach der Amtseinführung an den Feierlichkeiten beteiligt, und zwar am Gebetsgottesdienst in der Washington National Cathedral, zu dem der neue Präsident und der Vizepräsident hohe Persönlichkeiten und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften eingeladen hatten. Wintley Phipps sang das Lied „Amazing Grace“.

Der aus dem Karibikstaat Trinidad und Tobago stammende Solist und Pastor der Siebenten-Tags-Adventisten trat bereits für die früheren US-Präsidenten Carter, Reagan, Bush sen., Clinton und Bush jun. auf. Er war leitender Pastor verschiedener adventistischer Gemeinden in Washington D. C. und ist zurzeit Pastor der Adventgemeinde in Palm Bay/Florida. 1998 gründete Phipps die U. S. Dream Academy, in der er sich vor allem um Kinder kümmert, von denen ein Familienangehöriger im Gefängnis war oder dort noch einsitzt.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Zehnter Jahrestag der Ermordung des Missionars Staines in Indien

IGFM: Seit zehn Jahren verstärkt Übergriffe gegen Christen

Neu Dehli/Frankfurt am Main, 23.01.2009/APD   Aus Anlass des zehten Jahrestages der Ermordung des australischen Missionars Graham Staines und seiner beiden Söhne am 22. Januar 1999 sowie des bevorstehenden indischen Verfassungsfeiertages am 26. Januar weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf die Bedrohung indischer Christen durch Extremisten und durch die in verschiedenen Bundesstaaten bestehenden Antikonversionsgesetze hin. Auch in diesen Tagen würden Christen in Indien von militanten Hindu-Milizen bedroht. Im vergangenen Jahr sei es immer wieder zu Ausschreitungen gegen die Christen, begleitet von Zerstörung von Kirchen, Mord und Niederbrennen ihrer Häuser, gekommen.

Weltweites Aufsehen habe 1999 der Mord an dem evangelikalen australischen Missionar Graham Staines im ostindischen Bundesstaat Orissa erregt. Die hindu-nationalistischen Täter verbrannten am 22. Januar den 58-jährigen Leiter einer Leprastation zusammen mit seinen beiden 7- und 10-jährigen Söhnen bei lebendigem Leibe in einem Jeep. Der Haupttäter Dara Singh, der zunächst zum Tode, dann zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, wollte Bekehrungen zum Christentum verhindern.

Auch heute, zehn Jahre nach diesem Mord, seien laut IGFM Christen vor allem in Orissa Opfer zahlreicher Angriffe. Indisch-evangelische Organisationen führten die Namen von 67 Christen auf, die zwischen August bis Dezember 2008 bei Pogromen umgebracht worden seien. Der Gesamtindische Christenrat spreche von rund 200 Opfern. Wie der Präsident der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Osten Indiens, Pastor Choudampalli John (Hyderabad), berichtete, seien während der Christenverfolgung seit August letzten Jahres allein im Bundesstaat Orissa mindestens 27 adventistische Christen, darunter auch der Pastor der Adventgemeinde in Bakingia, M. Samuel Naik, getötet und 36 adventistische Kirchengebäude zerstört worden.

Der für den besonders betroffenen Bezirk Kandhamal zuständige katholische Erzbischof Raphael Cheenath beklage unzureichenden Polizeischutz und dürftige Entschädigungen für die überwiegend noch in Flüchtlingslagern lebenden Christen. Zwar verbietet das seit 1967 in Orissa bestehende Antikonversionsgesetz in Artikel 3 den Zwang zur Annahme einer Religion, doch gebe es Berichte, wonach mehrere hundert Christen dort unter Androhung ihrer Ermordung zum Hinduismus zwangskonvertiert worden seien.

Zunahme christenfeindlicher Antikonversionsgesetze seit dem Staines-Mord

Vier der in sieben Bundesstaaten bestehenden Antikonversionsgesetze sind nach dem Staines-Mord in Kraft getreten und bedrohen einseitig die Hinwendung zur christlichen Religion oder zum Islam. Zum indischen Verfassungs- und Nationalfeiertag am 26. Januar und anlässlich des 10. Todestages von Staines wäre endlich die Abschaffung dieser verfassungsfeindlichen Gesetze angebracht, betonte die IGFM. Indien habe sich als Ratifikationsstaat des Internationalen Pakts für bürgerliche und politische Rechte verpflichtet, Religionsfreiheit zu garantieren. Auch die indische Verfassung kenne keine religiöse Diskriminierung. Allen Religionsgruppen gebühre laut Verfassung ausreichender Schutz und angemessene Entschädigung nach Ausschreitungen und Morden, so die IGFM.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




"Evangelikal" keine Selbstbezeichnung für evangelische Freikirchen

Wustermark-Elstal bei Berlin, 23.01.2009/APD   Der Vorstand der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) ist besorgt , dass Asylbewerber aus islamischen Ländern, die Christen geworden sind, von deutschen Gerichten einer Glaubensprüfung unterzogen werden. Für völlig inakzeptabel hielten es die Freikirchen, wenn solchen Christen empfohlen werde, ihren Glauben für sich zu behalten, um einer möglichen Bedrohung im Heimatland zu entgehen. Das Urteil des Freiburger Verwaltungsgerichtes zum Fall eines iranischen Flüchtlings vom November 2008 werde dagegen ausdrücklich begrüßt, betonte die Vorsitzende der VEF, die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche, Rosemarie Wenner, während der Sitzung des VEF-Vorstandes im Zentrum des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Wustermark-Elstal. Das Urteil, in dem das Verwaltungsgericht eine Abschiebung verhinderte und keine Geheimhaltung des Glaubens erwartet, wurde erst jetzt bekannt.

Aufgrund aktueller Diskussionen in den Medien beschäftigte sich der Vorstand auch mit der Frage, ob sich seine Mitgliedskirchen und -bünde als „evangelikal“ bezeichneten. Da dieser Begriff unterschiedlich definiert und eingesetzt werde, könne er laut Bischöfin Wenner nicht pauschal als Selbstbezeichnung für die VEF-Mitglieder gebraucht werden. Weiteres Nachdenken zur eigenen Positionsbestimmung und einer klareren Kommunikation in die Öffentlichkeit hinein sei notwendig.

Zur VEF gehören derzeit 14 Mitglieds- und Gastkirchen, die nach eigenen Angaben in Deutschland insgesamt etwa 275.000 Mitglieder haben, mit ihren Gottesdiensten und Versammlungen aber rund eine Million Menschen kontinuierlich erreichen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Deutsche Freikirchen gratulieren Obama zur Amtseinführung

Frankfurt/Main, 22.01.2009/APD   Im Namen der Mitgliedskirchen der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) gratulierte die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche, Rosemarie Wenner, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, zu seiner Amtseinführung. Mit Bezug auf seine Antrittsrede schrieb sie: „Unserer Sehnsucht, jedem Menschen, gleich welcher Herkunft, Hautfarbe, welchen Glaubens oder welchen Standes, in Würde und Respekt zu begegnen gaben Sie Worte.“ Zusammen mit den Mitgliedern der amerikanischen Schwesterkirchen, zu denen intensive Kontakte bestünden, wollten die evangelischen Freikirchen in Deutschland Präsident Obama im Gebet begleiten

Zur VEF gehören derzeit 14 Mitglieds- und Gastkirchen, die nach eigenen Angaben in Deutschland insgesamt etwa 275.000 Mitglieder haben, mit ihren Gottesdiensten und Versammlungen aber rund eine Million Menschen kontinuierlich erreichen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Neuer Generalgouverneur Jamaikas ist Adventist

Kingston/Jamaika, 21.01.2009/APD   Zum ersten Mal in der 47-jährigen Geschichte Jamaikas wird ein Siebenten-Tags-Adventist das höchste Amt des Inselstaates innehaben. Pastor Dr. Patrick Allen (57), Mandeville/Jamaika, Präsident der Freikirche auf den karibischen Inseln der Bahamas, Cayman, Jamaika, Turks und Caicos, soll Ende Februar sechster Generalgouverneur werden. Der jamaikanische Premierminister Bruce Golding verkündete am 13. Januar in einer Parlamentssitzung die Ernennung von Allen. Dieser tritt die Nachfolge von Sir Kenneth Hall an, der seit 2006 amtiert und aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt.

Jamaika erlangte 1962 die Unabhängigkeit von Großbritannien und ist eine parlamentarische Monarchie, die dem Britischen Commonwealth angehört. Staatsoberhaupt ist Königin Elizabeth II., die durch den Generalgouverneur vertreten wird.

Patrick Allen erhielt 2006 für „hervorragende Dienste“ den Kommandeursorden (Commander of the Order of Distinction) Jamaikas. Er meinte, es sei auf die Arbeit der adventistischen Gemeinden zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Inselstaat zurückzuführen, dass die Verantwortlichen auf ihn aufmerksam geworden seien und ihn in das Amt des Generalgouverneurs gewählt hätten. Allen ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Er studierte an der adventistischen Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, erwarb einen Mastergrad in Systematischer Theologie und promovierte dort in „Educational Administration and Supervision“ (Schulleitungstätigkeit und Supervision). Als ordinierter Pastor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten wurde Allen im Jahr 2000 zum Kirchenpräsidenten berufen und 2005 wiedergewählt. Dieses Amt wird er niederlegen.

Der Geistliche ist der zweite Adventist, der als Generalgouverneur auf einer Karibikinsel wirken wird. Von 1993 bis 2007 war der Adventist Sir James Carlisle Generalgouverneur im mittelamerikanischen Inselstaat Antigua und Barbuda. Drei Mitglieder der Freikirche gehören gegenwärtig dem 60 Abgeordnete umfassenden Parlament (Repräsentantenhaus) Jamaikas an.

Knapp zwei Drittel der 2,8 Millionen Einwohner Jamaikas sind Protestanten. Elf Prozent der Inselbewohner zählen zu den Adventisten, darunter 230.000 erwachsen getaufte Mitglieder und weitere 70.000 Gottesdienstbesucher in 602 Gemeinden. Die dortige Freikirche unterhält 17 Grundschulen, sieben weiterführende Schulen, eine Universität, ein Krankenhaus und drei Kliniken.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Blindenhörbücherei betreut 3.390 Sehbehinderte

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 20.01.2009/APD   Rund 42.300 Tonbandkassetten und 12.700 CDs hat die Blindenhörbücherei der „Stimme der Hoffnung“, Alsbach-Hähnlein, als Einrichtung der Siebenten-Tags-Adventisten an 3.390 Sehbehinderte im vergangenen Jahr versandt. Laut Hörbüchereileiter Pastor Andre Thäder sank die Zahl der mit Tonträgern belieferten Interessenten um 42. Regelmäßig werden zehn Zeitschriften und 424 Buchtitel auf Kassette und CD ausgeliehen. Ungeachtet der Zugehörigkeit zu einer Kirche oder einem Blindenverein kann jeder Sehbehinderte oder Blinde die gewünschte Literatur kostenlos beziehen. Auch im Vorjahr führte die seit über 40 Jahren bestehende Hörbücherei ihre alljährliche Blindenfreizeit in Landschlacht/Schweiz am Bodensee mit 37 Teilnehmern und zehn Betreuern durch. Die diesjährige Freizeit findet vom 4. bis 18. Juni auf der Insel Borkum statt.

Die Blindenhörbücherei arbeitet mit einer Voll- und einer Teilzeitkraft. Zwei Kriegsdienstverweigerer kümmern sich um das Kopieren und den Versand der Kassetten und CDs. Zwei Aushilfskräfte lesen Zeitschriften und Bücher. Bücher werden auf CDs im MP3- und DAISY-Format umgestellt. Bei den Zeitschriften ist ein schrittweiser Umstieg von Kassette auf DAISY-CD geplant. DAISY bedeutet „Digital Accessible Information System“ (Digitales System für den Zugang zu Informationen) und ist ein vorwiegend für Blinde und Sehbehinderte entwickeltes Hilfsmittel. Es erleichtert den Hörern beispielsweise das Finden von Kapiteln und ermöglicht auch das Blättern in einem Buch oder einer Zeitschrift.

Die Hörbücherei kopiert und versendet auch das alle zwei Monate erscheinende „Hessen-Echo“ des Blinden- und Sehbehinderten-Bundes Hessen e. V. als Kassette beziehungsweise DAISY-CD. Ein Katalog mit allen Angeboten kann bei der Blindenhörbücherei der „Stimme der Hoffnung“, Sandwiesenstraße 35, 64665 Alsbach-Hähnlein, Telefon (06257) 506 53-35, Telefax (06257) 506 53-84, E-Mail: andre.thaeder@stimme-der-hoffnung.de, angefordert werden. Anfragen sind auch in Braille-Schrift möglich.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Adventisten beten für US-Präsident Obama

Washington D.C./USA, 19.01.2009/APD   In einem „Offenen Brief“ an den künftigen Präsidenten der USA, Barack Hussein Obama, sichert ihm Pastor Dr. Jan Paulsen, Präsident der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Fürbitte von über 25 Millionen adventistischen Christen zu.

„Wir bitten Gott darum, dass er Ihnen Kraft und Weisheit verleiht, um die noch nie da gewesenen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen“, schreibt Paulsen. Er wünscht dem designierten Präsidenten der USA, dass er täglich die Gegenwart und Nähe Gottes spüren möge, und sichert ihm die Unterstützung der in 201 Ländern vertretenen christlichen Weltgemeinschaft zu. Die Adventisten hofften insbesondere auf die Umsetzung seiner Pläne in den Bereichen Gesundheitswesen und Bildung.

Durch den „Offenen Brief“ wendet sich der Freikirchenleiter zum zweiten Mal direkt an einen Präsidenten der USA. Im Jahr 2006 besuchte Pastor Paulsen (74) US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus, um ihn über das Engagement der Siebenten-Tags-Adventisten für religiöse Freiheit und humanitäre Hilfe zu informieren.

Der Präsident der nordamerikanischen Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Don C. Schneider, nannte die Wahl von Barack H. Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten „einen historischen Meilenstein in der amerikanischen Geschichte“. Das sei nicht der erste Schritt gewesen, um die Verweigerung der Chancengleichheit für Menschen anderer Hautfarbe zu unterbinden, „und ich bete, dass es nicht der letzte ist“.

Die Wahl Barack Obamas habe Millionen Amerikanern Hoffnung auf eine Zukunft gegeben, die besser als das sei, was sie bisher kannten. Es handele sich um ein Ereignis, von dem viele Menschen annahmen, dass sie es nicht mehr erleben würden. „Wir können nur erahnen, welche Herausforderungen auf den neuen Präsidenten bei der Führung dieses großen Landes warten“, so der Präsident der Adventisten in den USA und Kanada. Für Christen sei es deshalb selbstverständlich, darum zu beten, dass Gott ihn beschütze und bei seinen Entscheidungen leite, unterstrich Pastor Schneider.

In den USA gibt es über eine Million Adventisten. Im neu gewählten 111. US-Kongress gehören zwei adventistische Abgeordnete dem Repräsentantenhaus an. Zur weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zählen 15,7 Millionen erwachsen getaufte Mitglieder und rund 25 Millionen Gottesdienstbesucher.

Die Amtseinführung von Barack H. Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und Nachfolger des derzeitigen Amtsinhabers George W. Bush erfolgt am 20. Januar um 11.30 Uhr Ortszeit. Barack Obama hat ausdrücklich auf der Nennung seines zweiten Vornamens Hussein bestanden. Zur Ablegung des Eides wird Obama dieselbe Bibel verwenden wie einst sein Vorbild Abraham Lincoln (1809-1865). Die Bibel gehört zur umfangreichen Sammlung der Kongressbibliothek. Obama wird damit der erste Präsident seit Lincoln sein, der gerade diese Bibel für den Amtseid verwendet.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




"Kein perfektes, aber ein ehrliches Leben"

Fernsehgottesdienst der Adventisten in Deutschland

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 18.01.2009/APD   „Die Menschen um uns herum brauchen Christen als Dolmetscher zwischen Gott und sich“, hob der Präsident des Norddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Klaus van Treeck (Hannover), am 17. Januar während eines Gottesdienstes im adventistischen Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ in Alsbach-Hähnlein hervor. Ohne Christen könnten die Menschen Gott nicht sehen, hören und erleben. „Verständlich über Gott reden wir, wenn wir in dieser Welt zuhause sind.“

Im Mittelpunkt der Predigt stand das Jahresmotto 2009 der Siebenten-Tags-Adventisten, das der Aussage Jesu aus dem Johannesevangelium (17,18) entnommen ist: „Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt“. Menschen, die ständig von Werbebotschaften bombardiert würden, ließen sich nur von Christen überzeugen, die vorlebten, was sie glaubten, betonte van Treeck. „Dabei geht es nicht um ein perfektes, sondern um ein ehrliches Leben.“ Auch Gottesdienste wären nur dann ansprechend, wenn sie nicht von der Alltagswirklichkeit entfernt seien.

Der Gottesdienst wurde in über 300 adventistische Gemeinden Deutschlands übertragen. Er war erstmals über den Satelliten ASTRA zu empfangen und konnte auch über den Satelliten Eutelsat-Hotbird und als Live-Stream im Internet verfolgt werden.

Auch der Präsident des Süddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Günther Machel (Ostfildern bei Stuttgart), wies im Satellitengottesdienst darauf hin, dass in der heutigen Zeit Menschen benötigt würden, „die Werte nicht nur vertreten, sondern auch ausleben“. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Aktion „Follow the Bible“ (wörtlich: Folge der Bibel; deutsches Motto: „Lies die Bibel“) der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung). Damit sollte die Wichtigkeit des täglichen Bibelstudiums betont werden.

Dazu wurde im Oktober letzten Jahres eine besondere Bibel auf eine zweijährige Reise gesandt. Das in Leder gebundene, 30 mal 45 Zentimeter große Werk ist in 66 Sprachen gedruckt, nämlich jedes einzelne Buch der Bibel in einer anderen Sprache: die Genesis am Anfang der Bibel in Spanisch und die Offenbarung des Johannes als letztes Buch der Heiligen Schrift in Koreanisch. Die vielsprachige Bibel reist durch alle Kontinente und soll im Sommer 2010 zur Weltsynode der Adventisten in Atlanta/USA eintreffen. Kürzlich kam sie nach Deutschland und wurde während des Satellitengottesdienstes gezeigt. Sie befand sich schon im adventistischen Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, und wird auch in der Theologischen Hochschule der Freikirche in Friedensau bei Magdeburg ausgestellt.

Pastor Machel erinnerte daran, dass nach einer Studie nur 51 Prozent der Adventisten in den USA täglich in der Bibel lesen würden. Eine ähnliche Umfrage unter adventistischen Jugendlichen in Europa hätte noch weniger regelmäßige Bibelleser ergeben. „Den entscheidenden Sinn der Bibel kann jeder begreifen.“ Das sei keine Sache des Intelligenzquotienten oder eines Theologiestudiums, so Machel. „Lies die Bibel und sag die Botschaft weiter.“ Da Wissen allein nicht genüge, müsse aus dem Lesebuch ein Lebensbuch werden. Es gehe dabei nicht um die Frage „Wer ist der Frömmste unter uns?“, sondern ob ein Christ das Verlangen habe, Menschen die Botschaft der Liebe Gottes zu vermitteln, betonte der Freikirchenpräsident.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Reformierter Weltbund mit neuer Kommunikationsleiterin

Genf/Schweiz, 16.01.2009/APD   Seit Anfang Januar hat der Reformierte Weltbund (RWB), die Dachorganisation von übers 200 kongregationalistischen, presbyterianischen, reformierten und unierten Kirchen mit Sitz in Genf, eine neue Leiterin der Kommunikationsabteilung. Die Kanadierin Kristine Greenaway, Mitglied der Vereinigten Kirche von Kanada (United Church of Canada), übernahm diese Verantwortung in der Genfer Zentrale des Weltbundes von John P. Asling. Der Kanadier Asling gehörte ebenfalls der United Church of Canada an und amtierte als RWB-Exekutivsekretär für Kommunikation bis Ende Dezember 2008.

Kristine Greenaway hat einen akademischen Mastergrad in Erwachsenenbildung und spezialisierte sich in Kommunikationswissenschaften. Neben ihrer Muttersprache Englisch spricht sie Französisch und Spanisch und verfügt über Erfahrungen als Produzentin von Fernsehsendungen, als Drehbuchautorin und Redakteurin. Ab 1989 arbeitete sie bei der Weltvereinigung für Christliche Kommunikation (WACC) als Verantwortliche für die Programmentwicklung und war Mitglied im WACC-Zentralausschuss. Von 1999 bis 2002 leitete Greenaway die Kommunikationsabteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf (ÖRK). Später war sie für das kanadische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationalen Handel in Ottawa tätig.

„Wir freuen uns, dass Kristine Greenaway gerade jetzt zum Weltbund-Team in Genf stößt“, betonte der Generalsekretär des RWB, Setri Nyomi. „Die geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 500. Geburtstags des Reformators Johannes Calvins in diesem Jahr und die Generalversammlung zur Gründung einer neuen ‚Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen‘ (WRK) im Jahre 2010 bieten den Kommunikationsverantwortlichen im Weltbund die einmalige Gelegenheit, eine neue Vision der reformierten Kirchen im 21. Jahrhundert zu präsentieren.“ Der Reformierte Weltbund (RWB) und der Reformierte Ökumenischen Rat (REC) wollen sich im Juni 2010 zur „Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen“ (WRK) zusammenschließen.

Der RWB hat nach eigenen Angaben in 107 Ländern rund 75 Millionen Mitglieder in 214 Kirchen, die ihre Wurzeln in der von Johannes Calvin, John Knox und anderen eingeleiteten Reformationsbewegung des 16. Jahrhunderts haben.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Gottesdienst per Satellit

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 15.01.2009/APD   Am 17. Januar findet wieder ein Gottesdienst der Siebenten-Tags-Adventisten statt, der per Satellit in rund 300 adventistische Gemeinden in Deutschland übertragen wird. Die Predigt zur Jahreslosung 2009 „Wie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt“, ein Wort Jesu aus dem Johannesevangelium (17,18), halten die Präsidenten des Nord- und Süddeutschen Verbandes der Freikirche, die Pastoren Klaus van Treeck und Günther Machel, gemeinsam. Der Gottesdienst findet im adventistischen Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ in Alsbach-Hähnlein statt und ist im „Hope Channel“ der Freikirche über die Satelliten Eutelsat/Hotbird und ASTRA sowie als Live-Stream im Internet zu empfangen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Anglikanische Kirchengemeinschaft ruft Krisengipfel ein

Canterbury/Großbritannien, 15.01.2009/APD   Vom 1. bis 5. Februar findet in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria ein Gipfeltreffen der Anglikanischen Kirchengemeinschaft (Anglican Communion) statt, an dem die Oberhäupter der 38 anglikanischen Kirchenprovinzen teilnehmen.

Geleitet wird das Krisentreffen in Alexandria von Erzbischof Rowan Douglas Williams. Der walisische Theologe und Erzbischof von Canterbury ist von Amts wegen Ehrenprimas der anglikanischen Weltgemeinschaft. Er hat aber keine rechtlichen Befugnisse, in die kirchenpolitischen Entscheidungen der Einzelkirchen einzugreifen.

Verschiedene innerkirchliche Entwicklungen führten seit dem späten 20. Jahrhundert innerhalb der Anglikanischen Gemeinschaft zu starken inneren Spannungen und Kontroversen. Zentraler Streitpunkt ist heute der Kurs der anglikanischen Kirche in den USA (Episcopal Church in the United States of America), die durch die Bischofsweihe des bekennenden Homosexuellen Gene Robinson 2003 weltweit innerkirchliche Proteste und eine anhaltende Krise in der „Anglican Communion“ ausgelöst hat. Scharfe Kritik gab es auch an der Einführung von Segnungsriten für gleichgeschlechtliche Paare in den USA und Kanada sowie an der Wahl einer Bischöfin zum „Presiding Bishop“ der US-Episkopalkirche.

Nach Angaben von Kathpress wird dem Spitzentreffen der 38 Erzbischöfe der anglikanischen Kirchenprovinzen von Anfang Februar in Alexandria ein Treffen der Kirchenführer aus Asien und Afrika („Global South“) vorausgehen, an dem auch Primas Williams auch teilnimmt.

Das im Zwei-Jahres-Rhythmus abgehaltene Treffen der Oberhäupter der Kirchenprovinzen ist eines der drei Schlüssel-Gremien der anglikanischen Kirchengemeinschaft. Die weiteren beiden wesentlichen Gremien sind die Lambeth-Konferenz (alle 10 Jahre; zuletzt 2008) sowie die Anglikanische Beratende Versammlung (ACC). Die Beratende Versammlung ist jene Einrichtung, in der verbindliche kirchenpolitische Entscheidungen getroffen werden. Die innere Krise der anglikanischen Gemeinschaft stand im Zentrum aller wesentlichen Treffen in den vergangenen sechs Jahren. Eine Kirchenspaltung konnte zwar verhindert, ein tatsächlicher Ausweg aus der Kirchenkrise wurde jedoch bisher nicht gefunden.

Zuletzt kündigten traditionstreue Gemeinden in den USA und Kanada an, sich zu einer nordamerikanischen Provinz zusammenschließen zu wollen. Sie verabschiedeten dazu eine vorläufige Verfassung. Bei einer Versammlung im Sommer 2009 in Bedford (Texas) wollen sie die Verfassung endgültig absegnen. Die neue „Anglikanische Kirche in Nordamerika“ würde nach eigenen Angaben 100.000 Mitglieder umfassen.

Inwieweit die Bildung einer eigenen Provinz innerhalb der anglikanischen Weltgemeinschaft Zustimmung findet, ist allerdings unklar. Um als Kirchenprovinz anerkannt zu werden, braucht sie die Zustimmung von zwei Dritteln der Oberhäupter der 38 Kirchenprovinzen.

Laut dem Lambeth Palace würde ein solches Verfahren, wenn es eingeleitet wird, mehrere Jahre dauern. In den vergangenen Jahren hatten sich bereits Gemeinden in den USA von der Episkopalkirche entfernt und sich traditionstreuen Bischöfen im Ausland unterstellt.

Die Vorsitzende Bischöfin der US-Episkopalkirche, Katharine Jefferts Schori, erklärte, jene Gemeinden, die sich zu der neuen Provinz zusammengeschlossen haben, seien nicht länger „Episkopale“. Repräsentanten der abtrünnigen Gemeinden meinten dazu, sie seien nicht mehr „Episkopalianer“, aber weiterhin „Anglikaner“.

Der jüngste Versuch einer Lösung der inneranglikanischen Krise war im Juni 2008 in Jerusalem mit der anglikanischen Zukunftskonferenz (GAFCON) unternommen worden, zu der traditionstreue anglikanische Bischöfe geladen hatten. Sie erteilten jedoch dem von Primas Williams beim Gipfeltreffen im tanzanischen Dar-es-Salam im Februar 2007 vorgelegten Projekt eines innerkirchlichen Grundlagenvertrages („Anglican Covenant“) auf dem kleinsten Nenner eine Absage. Ein solcher Grundkonsens sollte die unverbrüchlichen Bestandteile der anglikanischen Lehre in einem verbindlichen theologischen und rechtlichen Rahmen festschreiben, um künftig „schismatische Handlungen“ zu verhindern, hieß es damals.

Dieser Versuch zur Versöhnung der „Anglican Communion“ weise schwerwiegende Mängel auf, hatten die Erzbischöfe wichtiger Kirchenprovinzen betont. Der von Williams vorgelegte Entwurf eines „Anglican Covenant“ konzentriere sich zu sehr auf die Kirche als Institution und vernachlässige die Lehren der Heiligen Schrift.

Die traditionstreuen Bischöfe kritisierten vor allem die „Autonomie“, die Williams einzelnen Kirchenprovinzen wie der US-amerikanischen Episkopalkirche oder der anglikanischen Kirche von Kanada zugestehe. Diese Kirchen stünden im Bereich der Sexualmoral im Widerspruch zur Heiligen Schrift.

Die Anglikanische Kirche ist, nach der römisch-katholischen und den orthodoxen Kirchen, die drittgrößte christliche Kirche. Weltweit zählt die Anglikanische Kirchengemeinschaft etwa 80 Millionen Christen, davon etwa 42 Millionen im Vereinigten Königreich (größtenteils in England – Church of England –, da die selbständigen anglikanischen Landeskirchen in Schottland und Wales weder Staatskirchen sind, noch die Mehrheit der Bevölkerung zu ihren Mitgliedern zählt). Die Church of England ist besonders in englischsprachigen Gebieten und in Gebieten des Commonwealth of Nations vertreten.

Die Anglikanische Kirchengemeinschaft ist Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und steht darüber hinaus durch gegenseitige Anerkennung in Kirchengemeinschaft mit den Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union und der indischen Mar-Thoma-Kirche.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Fernsehsendelizenz für "Stimme der Hoffnung"

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 14.01.2009/APD   Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) hat am 13. Januar dem Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein die Zulassung für seinen neuen Fernsehsender „Hope Channel TV Deutschland“ zur digitalen Verbreitung über den Satelliten ASTRA und im Internet erteilt. Die „Stimme der Hoffnung“ hatte die Lizenz für eine bundesweite Ausstrahlung seines TV-Spartenprogramms bei der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) beantragt. Bereits im letzten Jahr erhielt das Medienzentrum von der LPR Hessen die Zulassung zur Veranstaltung und Vertreibung seines „Hope Channel“-Hörfunkprogramms per Satellit und Internet, das rund um die Uhr zu empfangen ist.

„Wir freuen uns sehr, zusätzlich zu unseren Radiosendungen nun auch mit einem täglichen 24-stündigen TV-Programm vielen Menschen Lebenshilfe anzubieten und den Zugang zum christlichen Glauben zu erleichtern“, teilte Pastor Matthias Müller, Geschäftsführer der „Stimme der Hoffnung“, mit. In den letzten vier Jahren habe das Medienzentrum regelmäßig Sendungen zum mehrsprachigen „Hope Channel Europa“ zugeliefert und dabei Erfahrungen im Bereich Fernsehen gesammelt. Mit dem Start eines eigenen Fernsehkanals solle der Schwerpunkt auf deutschsprachigen Programmen liegen, die in den hauseigenen Studios von der eigenen Redaktion in Alsbach-Hähnlein produziert und verantwortet würden. Die Akzeptanz und das Interesse an den Produktionen seien durch mehrjährige Kooperationen mit BibelTV und regelmäßige Zulieferungen von Sendungen für rheinmaintv erprobt worden.

Laut Gabi Pratz, Chefredakteurin von „Hope Channel TV Deutschland““, solle mit Testsendungen über den Satelliten ASTRA im Februar begonnen werden. „„Ab März werden wir dann 24 Stunden täglich und sieben Tage pro Woche christliche Fernsehprogramme ausstrahlen.“

Die „Stimme der Hoffnung“, eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, gibt es seit mehr als 60 Jahren. Sie ist der älteste christliche private Rundfunkanbieter in Deutschland. Das Medienzentrum der „Stimme der Hoffnung“ befindet sich seit 2007 in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt. Dort werden für den „Hope Channel“ Rundfunk- und Fernsehprogramme produziert und über Satellit sowie im Internet verbreitet.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Herrnhuter Losungen erstmals in Koreanisch

Herrnhut, 13.01.2009/APD   Im Jahr 2009 sind erstmals die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine in Koreanisch erschienen. Der Theologe Ju-Min Hong, (Cheongju, Südkorea), der 2003 an der Universität Heidelberg promovierte, übersetzte gemeinsam mit Woo-Jung Huh die Losungen in seine Landessprache. Die Erstauflage betrug 1.000 Exemplare. In den nächsten Jahren ist eine Auflagensteigerung um jeweils 500 Stück geplant.

Die Losungen sind das am weitesten verbreitete Andachtsbuch in Deutschland. Sie werden von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine seit 1731 herausgegeben. Für 2009 liegt die 279. Ausgabe in ununterbrochener Reihenfolge vor. Die Losungen werden jeweils zweieinhalb Jahre im Voraus aus einer rund 1.850 alttestamentliche Sprüche umfassenden Sammlung für jeden Tag des Jahres gezogen („ausgelost“). Dem Losungsvers wird ein Wort aus dem Neuen Testament zugeordnet. Beide Bibelworte (Losung und Lehrtext) werden mit einem Liedvers oder einem Gebet ergänzt. Das Andachtsbuch erscheint weltweit in etwa 50 Sprachen.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Heilung und Glaube im Fokus des 2. Christlichen Gesundheitskongresses 2010

Kassel, 12.01.2009/APD   Der 2. Christliche Gesundheitskongress findet vom 21. bis 23. Januar 2010 erneut in Kassel statt, teilte der Trägerkreis der Veranstaltung heute mit. Die Thematik des 1. Kongresses vom März 2008 „Beauftragt zu heilen in Beruf, Gemeinde und Gesellschaft“ mit rund 1.100 Teilnehmern soll weiter vertieft werden.

„Wir wollen noch stärker die wissenschaftliche Diskussion fördern, wenn es um den Zusammenhang von Glaube und Heilung geht“, erklärte der Vorsitzende von „Christen im Gesundheitswesen“, der Hamburger Arzt Dr. Georg Schiffner. Außerdem planen die Veranstalter die Angebote für Mitarbeiter in Pflegeberufen stärker herauszustellen. Unter den Hauptreferenten sind der Benediktiner-Pater Anselm Grün, der Präsident des Diakonischen Werkes, Klaus-Dieter Kottnick, sowie der Schweizer Wissenschaftler Dr. René Hefti.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Allianz-Gebetswoche: "Gebet gibt Hoffnung in der Krise"

Bern/Berlin, 12.01.2009/APD   Unter dem Leitwort „Durch den Glauben“ begann die weltweite Bewegung der Evangelischen Allianz am Sonntag ihre 163. Gebetswoche, an der sich auch Christen aus Landes- und Freikirchen in der Schweiz und in Deutschland beteiligen.

In der Deutschschweiz leisten nach Angaben der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) die 66 Allianz-Ortsgruppen sowie zahlreiche Kirchgemeinden jedes Jahr viel Einsatz für die Gebetswoche und stellen Programme zusammen, bei denen das Beten zum Erlebnis und zum Höhepunkt werden soll. „Vertrauen auf Jesus Christus macht stark, hilft in so vielen Situationen und bereichert unser Leben“, betonen die Veranstalter.

Auch in Deutschland werden zu den traditionellen Gebetstreffen in den etwa 1.100 örtlichen Allianzgruppen rund 350.000 Teilnehmer erwartet, teilte die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) mit.

Die 1846 gegründete Allianz von Christen unterschiedlicher Kirchenzugehörigkeit in 127 nationalen Zusammenschlüssen gilt als konservativ geprägte Bibel- und Gebetsbewegung und zählt schätzungsweise rund 420 Millionen Protestanten. Die Gebetswoche wird seit Bestehen der Evangelischen Allianzdurchgeführt. Vorrangiges Ziel der Veranstaltung ist, das Miteinander evangelischer Christen am Ort zu stärken und das Bewusstsein der weltweiten Verbundenheit zu fördern.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Neue Hörsäle für Theologische Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 11.01.2009/APD   Fünf neugestaltete und modern eingerichtete Lehrräume konnten die Studierenden, Dozenten und Mitarbeiter der Theologischen Hochschule der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg in Betrieb nehmen. Die umgestalteten Räumlichkeiten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als Mensa genutzt, bis die Hochschulbibliothek 1993 einzog. Mit der Errichtung des neuen Bibliotheksgebäudes im Mai 2008 standen neue Nutzungsmöglichkeiten offen, so dass nun dort die Lehrveranstaltungen des Sozialwesens stattfinden. Der neue Komplex besteht aus zwei großen Hörsälen, drei kleineren Seminarräumen, einem Foyer, einem Lehrerzimmer sowie dem Büro des Zulassungsamtes. Zur Technik der Hörsäle zählen Whiteboards als interaktive Tafeln sowie eine Videokonferenzanlage, die der Kommunikation mit Partnereinrichtungen und dem Fernunterricht dient.

Die 1899 gegründete Theologische Hochschule Friedensau bietet im Zuge des Bologna-Prozesses europaweit vergleichbare Bachelor- und Masterstudiengänge an. Ein Studium beginnt in der Regel mit einem dreijährigen Bachelorstudiengang in Sozialer Arbeit oder in Theologie. Anschließend können die Studierenden in zweijährigen Masterstudiengängen ihre Qualifikation in Internationalen Sozialwissenschaften, Beratung, Sozialer Arbeit, Sozial- und Gesundheitsmanagement oder Theologie erweitern. Ein Teil der Studiengänge wird in englischer Sprache durchgeführt.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




"Adventisten auf einen Blick"

Ostfildern bei Stuttgart, 10.01.2009/APD   Die für das Jahr 2009 erschienene Kurzinformation „Siebenten-Tags-Adventisten – Auf einen Blick“ enthält neben Angaben über Glaube, Herkunft und Lebensstil ihrer Mitglieder die wichtigsten statistischen Zahlen und Erläuterungen zu den umfangreichen Aktivitäten der weltweiten evangelischen Freikirche. In der Rubrik „Fakten“ sind mit Stand vom 1. Januar 2008 insgesamt 15.660.347 erwachsen getaufte Gemeindeglieder in 201 Ländern bei einer jährlichen Zuwachsrate von 3,7 Prozent beziehungsweise 554.541 neuen Mitgliedern innerhalb von zwölf Monaten verzeichnet. Die Adventisten unterhalten weltweit 7.442 Schulen und Hochschulen, 601 Krankenhäuser und Kliniken sowie 163 Alten-, Kinder- und Waisenheime. Die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ (ADRA) arbeitet derzeit in 108 Ländern. Ihre Projekte kamen 2007 über 45,3 Millionen Menschen zugute. Das Faltblatt kann kostenlos bei der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Presse- und Informationsstelle, Postfach 42 60, 73745 Ostfildern, Telefon (0711) 4 48 19 38, Telefax (0711) 4 48 19 60, E-Mail info@adventisten.de, bezogen werden. In Deutschland zählt die Freikirche 36.000, in der Schweiz 4.400 und in Österreich 3.800 erwachsen getaufte Mitglieder.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Innerkirchliche Rechtsakte sind der staatlichen Gerichtsbarkeit entzogen

Karlsruhe, 09.01.2009/APD   Innerkirchliche Maßnahmen könnten von staatlichen Gerichten nicht auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden. Das hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des deutschen Bundesverfassungsgerichts in einem am 8. Januar in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss (AZ: 2 BvR 717/08 vom 9. Dezember 2008) entschieden. Die „Unabhängigkeit der kirchlichen Gewalt“ würde geschmälert, wenn der Staat seinen Gerichten das Recht einräumen würde, innerkirchliche Rechtsakte auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz zu prüfen, hieß es zur Begründung.

Das Bundesverfassungsgericht hat eine von einem evangelischen Pfarrer aus dem Rheinland erhobene Verfassungsbeschwerde mangels Zulässigkeit nicht zur Entscheidung angenommen. Die Versetzung eines Pfarrers in den Ruhestand wie auch Fragen, die mit der Festsetzung seines Ruhegehalts zusammenhingen, seien keine Akte der „öffentlichen Gewalt“, in die der Staat durch seine Rechtsprechung korrigierend eingreifen dürfe. „Diese Rechtsakte betreffen vielmehr die Ausgestaltung des Dienst- und Amtsrechts der Evangelischen Kirche und unterliegen damit ihrem Selbstbestimmungsrecht.“

Nach dem kirchenpolitischen System des deutschen Grundgesetzes ordne und verwalte jede Religionsgesellschaft ihre Angelegenheiten innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes selbständig. Ferner verleihe sie ihre Ämter ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinde (Art. 140 GG i. V. m. Art. 137 Abs. 1 und Abs. 3 WRV). Damit erkenne der Staat die Kirchen als Institutionen mit dem Recht der Selbstbestimmung an, die ihrem Wesen nach unabhängig vom Staat seien und ihre Gewalt nicht von ihm herleiten würden. Die Folge sei, dass der Staat in ihre inneren Verhältnisse nicht eingreifen dürfe. 
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Christliche Friedensstifter in Israel und Palästina unterwegs

Bammental bei Heidelberg, 08.01.2009/APD   Dr. James Jakob Fehr, Mitarbeiter beim Deutschen Mennonitischen Friedenskomitee in Bammental bei Heidelberg, ist mit einer Gruppe von 13 „Friedensstiftern“ im Nahen Osten unterwegs. Die Delegation trifft sich mit israelischen und palästinensischen Friedens- und Menschenrechtsaktivisten, um deren Sicht zur dortigen politischen und sozialen Situation zu erfahren. Sie will außerdem den Alltag der im Westjordanland lebenden Palästinenser dokumentieren. Besucht werden sollen deshalb auch palästinensischen Familien, deren Land, Haus und wirtschaftiche Existenz durch die Erweiterung israelischer Siedlungen und den Bau des sogenannten Sicherheitszauns gefährdet sind.

„Durch das Fernsehen erhalten wir Einblicke in erschreckende Gewaltausbrüche in Israel und Palästina. Wenn in den Medien über mögliche Lösungen für dieses Problem diskutiert wird, geht es meist um Abschreckung und Gegengewalt. Dadurch wird aber die Spirale der Gewalt nicht unterbrochen“, beklagte Fehr. Der Weg zum Frieden sei anders zu finden. Er werde durch kleine Taten beschritten und an kleinen Schritten sichtbar. Friedensarbeit beginne mit vertrauensbildenden Maßnahmen. Daher sei es wichtig, dass Menschen in ihrem Bemühen um eine friedliche Lösung des Konflikts sich um die Lebensbedingungen der Einwohner in Jerusalem, Bethlehem und Hebron kümmerten.

Die Palästinareise wird durch die Christian Peacemaker Teams (Christliche Friedensstifter Teams, CPT) organisiert, eine christliche Initiative, die von Mennoniten, Brethren in Christ, Quäkern und weiteren Friedensgruppen unterstützt wird. Das Motto von CPT lautet: „Getting in the Way“ – „Sich in den Weg stellen“. Gemeint ist, dass die bloße Gegenwart von Menschen, die der Gewalt absagen, Gutes bewirken könne. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von CPT beobachten mögliche Menschenrechtsverletzungen und begleiten gefährdete Menschen. Seit 1993 sendet CPT gewaltmindernde Teams in Konfliktgebiete im Nahen Osten, auf Haiti, in Lateinamerika, Europa und Nordamerika. Im Westjordanland unterhält CPT seit Juni 1995 eine ständige Präsenz.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Ab März adventistische Fernsehsendungen rund um die Uhr

„Hope Channel“-Programme 24 Stunden täglich über Satellit ASTRA

 Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 07.01.2009/APD   „In den ersten vier Jahren von ‚Hope Channel TV‘ haben wir uns über einen Zuwachs an deutschsprachiger Fernsehsendezeit von einer Stunde pro Woche auf elf Stunden gefreut. Ab März explodiert unsere Sendezeit auf 168 Stunden in der Woche“, hob Gabi Pratz, Chefredakteurin von „Hope Channel TV“ Deutschland, hervor. „Wir werden 24 Stunden täglich und sieben Tage pro Woche adventistische Fernsehprogramme über den Satelliten ASTRA ausstrahlen.“

Den Februar wolle das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt als Testmonat nutzen; aber ab März gehe es dann richtig los, so Pratz. Es gebe bereits viele Ideen für neue Sendereihen, die nach und nach umgesetzt würden. Geplant seien Programme für Jugendliche und Kinder. Das Thema Gesundheit sei schon immer ein fester Bestandteil adventistischer Radio- und Fernsehsendungen gewesen. Daher würden weitere Sendereihen über Prävention, Sport und Fitness produziert. Außerdem werde der „Kräuterdoktor“ Eberhard Glänzer auf seinen Wanderungen begleitet, um mehr über die Heilkraft von Wildpflanzen zu vermitteln. Vorgesehen seien auch Kurz-Reportagen über Veranstaltungen der Adventisten, Projekte der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA sowie über Initiativen örtlicher Kirchengemeinden nach dem Motto „Suchet der Stadt Bestes“. Auch Gottesdienste seien bei „Hope Channel TV“ zu finden.

Die „Hope Channel“ Fernsehsendungen über den Satelliten Eutelsat Hotbird würden laut Gabi Pratz im bisherigen Umfang von zehn Stunden wöchentlich vorerst weiter gesendet. „Hope Channel: Lichtblicke“ gebe es dagegen bei rheinmaintv ab März nur noch am Samstag von 16 bis 16.30 Uhr.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




"Stimme der Hoffnung" mit neuem Programmheft

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 06.01.2009/APD   Früher gab das adventistische Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ ein Mitteilungsblatt im Zeitungsdruck und dann eine vierfarbige Programmzeitschrift heraus. Seit Januar gibt es ein handliches, 28seitiges Programmheft, das monatlich erscheint. Es informiert über die „Hope Channel“ TV-Sendungen, die derzeit an zehn Stunden pro Woche über den Satelliten Eutelsat Hotbird ausgestrahlt werden. Außerdem gibt es „Hope Channel: Lichtblicke“ bei rheinmaintv an jedem Samstag von 16 bis 16.30 Uhr und am Sonntag von 15.30 bis 16 Uhr.

„Hope Channel Radio“ ist 24 Stunden täglich über den Satelliten ASTRA zu hören. Von Sonntag bis Freitag gibt es von 6 bis 20 Uhr stündlich Nachrichten. Als Radio mit „Lokalkolorit“ werden UKW-Sendungen im privaten Rundfunk in Ulm, Nürnberg, Lüneburg, Uelzen, Bochum, Duisburg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop, im Märkischen Kreis und in Österreich ausgestrahlt. Das neue Programmheft enthält außerdem Gedanken zur Besinnung, Antworten auf Bibelfragen und Anregungen zur Lebensgestaltung.

Die „Stimme der Hoffnung“, eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, gibt es seit mehr als 60 Jahren. Sie ist der älteste christliche private Rundfunkanbieter in Deutschland, und auch die kostenlosen Bibelkurse gehören von Beginn an zu ihrem Angebot. Das Medienzentrum der „Stimme der Hoffnung“ befindet sich seit 2007 in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt. Dort werden für den „Hope Channel“ Rundfunk- und Fernsehprogramme produziert und über Satellit ausgestrahlt. Zum Medienzentrum gehören außerdem das Internationale Bibelstudien-Institut, die Blindenhörbücherei und „Adventist Media Services“ mit Medienshop und Internetportal.

Das „Hope Channel“ Programmheft ist kostenlos bei der „Stimme der Hoffnung“, Sandwiesenstraße 35, 64665 Alsbach-Hähnlein, Telefon (06257) 506 53-0, Fax (06257) 506 53-69, E-Mail: hoererbetreuung@stimme-der-hoffnung.de und Internet: www.stimme-der-hoffnung.de/Infoblatt/, erhältlich.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Feuer zerstört Verwaltungsgebäude der Adventisten im Nordwesten der USA

Spokane, Washington/USA, 05.01.2009/APD   Ein Großfeuer hat kurz vor dem Jahresende am 28. Dezember etwa zwei Drittel des Verwaltungssitzes der Upper Columbia Conference der Siebenten-Tags-Adventisten in Spokane (US-Bundesstaat Washington) zerstört. Die übrigen Räume des Gebäudes, in dem die Büros der regionalen Kirchenleitung, eine adventistische Buchhandlung und Aufnahmestudios untergebracht sind, wurden durch Rauch und Löschwasser erheblich beschädigt.

Das Feuer brach gegen fünf Uhr morgens aus. Als der von der Einbruchs- und Feueralarmanlage geweckte Hausverwalter 30 Minuten später das Gebäude erreichte, bekämpfte die Feuerwehr bereits die Flammen in der Buchhandlung. Insgesamt beteiligten sich über 20 Löschfahrzeuge von acht Feuerwehren an der Brandbekämpfung. Trotzdem gelang es ihnen nicht, die Ausbreitung des Feuers auf weitere Gebäudeteile zu verhindern. Erst gegen 16.30 Uhr konnten die Flammen gelöscht werden. Die Ursache des Brandes ist noch nicht geklärt.

Die Telefon-, Fax- und Internetverbindung konnten umgeleitet werden. Dagegen musste der Betrieb der Radiostation „Positive Life Radio“ und des Fernsehsenders „He‘s Alive TV“ der Adventisten vorerst eingestellt werden, da die Aufnahmestudios nicht mehr benutzbar sind. Die Suche nach einem Ausweichquartier hat begonnen, der Wiederaufbau wird zwölf bis 18 Monate in Anspruch nehmen.

Pastor Max C. Torkelson, Präsident der Upper Columbia Conference, äußerte sich dankbar darüber, dass bei dem Brand und den Löscharbeiten niemand zu Schaden kam. Die regionale Kirchenleitung ist für rund 25.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 117 Gemeinden sowie 30 adventistische Schulen in Teilen der US-Bundesstaaten Washington, Idaho und Oregon zuständig.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Ernten in der Wüste

Um Jawasir/Sudan, 04.01.2008/APD   Der rund 30.000 Personen umfassende nubische Wüstenstamm Hawawir im Norden Sudans litt 1980 schwer unter der Dürre. Die meisten Brunnen trockneten aus und viele Herdenbesitzer verloren ihre Tiere. Die sudanesische Regierung bat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA um Beistand. ADRA Norwegen begann mit finanzieller Unterstützung der staatlichen Norwegischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (NORAD) die ersten vier Brunnen bis zu einer Tiefe von 200 Metern zu bohren. Inzwischen gibt es 16 Brunnen. In den vergangenen 18 Jahren konnten trotz Sandstürme mit Hilfe von ADRA 336 Hektar Land durch Bewässerungsprojekte urbar gemacht werden. Dort wachsen jetzt Weizen, Bohnen, Bockshornklee, Zwiebeln und Okras (Gemüsepflanze).

„Die früher schüchternen Hirten sind inzwischen in der Lage, Maschinen zu warten, die Brunnen instand zu halten und ihre eigenen Geräte zu schweißen“ berichtete der Direktor von ADRA Sudan, Llewellyn Juby. Die geschulten Bauern könnten jetzt trotz Hitze und Sand mit den Ernten ihre Familien ernähren. Für Kinder gebe es eine Grundschule. „Mädchen werden bei den Hawawirs traditionell früh verheiratet, sodass Bildung für sie überflüssig erschien. Doch nun gehen auch sie zur Schule, und die ersten vier besuchen bereits ein Gymnasium in der Hauptstadt.“
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Seit 60 Jahren Wohlfahrtsmarken

Köln, 03.01.2009/APD   Als der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Monsignore Kuno Joerger, das Sozialwerk Wohlfahrtsmarken 1949 ins Leben rief, konnte niemand absehen, welche Erfolgsgeschichte damit in Gang geriet. Heute, 60 Jahre später, sind Sonderbriefmarken zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege geworden; denn die Erlöse aus dem Verkauf der jährlich neu erscheinenden Marken fließen in ihre soziale Arbeit.

Die Idee mit Briefmarken zu helfen, ist älter als die Wohlfahrtsmarken. Bereits 1919, kurz nach Beendigung des Ersten Weltkriegs, wurden zwei Briefmarken mit dem Aufdruck „5 Pf für Kriegsbeschädigte“ herausgegeben. Vielen Kriegsversehrten konnte damals mit dem Verkaufserlös dieser „Germania-Marke“ geholfen werden. In den 20er und 30er Jahren erschien dann eine Reihe von „Nothilfemarken“, deren Verkaufserlös ebenfalls in verschiedene soziale Einrichtungen und deren Hilfsaktionen floss.

Als Motto legte Monsignore Joerger „Helft und schenkt Freude, kauft Wohlfahrtsmarken“ dem Sozialwerk zugrunde. Zu einer der ersten Maßnahmen zählte 1949 die Organisation von Erholungsreisen für Kinder im Nachkriegsdeutschland. Heute betreuen AWO, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland insgesamt fast vier Millionen Menschen in bundesweit nahezu 100.000 Einrichtungen. Das Spektrum ihrer Arbeit reicht von Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, Gesundheits- und Familienhilfe über soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke bis hin zur internationalen Katastrophenhilfe. In den letzten 60 Jahren haben fast vier Milliarden verkaufte Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken, letztere erschienen erstmals 1969, bis heute einen Erlös von über 590 Millionen Euro erbracht.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!




Himmelserscheinungen auf neuen Wohlfahrtsmarken

Köln, 02.01.2009/APD    Regenbogen, Sonnenuntergang, Nordlicht und Blitz sind die Motive der neuen Wohlfahrtsmarken, die seit 2. Januar zu den Werten 45, 55 und 145 Cent mit Zuschlägen zwischen 0,20 und 0,55 Euro erhältlich sind. Aus den Zuschlagserlösen werden alle Bereiche gefördert, in denen die Wohlfahrtsverbände tätig sind. Schwerpunkte sind die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, die Gesundheits- und Familienhilfe sowie soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke. Die Sonderbriefmarken sind bei allen Postfilialen, Vertriebsstellen der Freien Wohlfahrtspflege und beim Advent_Wohlfahrtswerk e.V., Hildesheimer Straße 426, 30519 Hannover, Telefon (0511) 971 77-300, Telefax (0511) 971 77-399, E-Mail: mail@aww.info, erhältlich.
_____________________________________________________________________________
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Veröffentlichung nur mit Quellenangabe „APD“ gestattet!