Hannover/Brüssel, 20.02.2009/APD   Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Kommission der römisch-katholischen Bischofskonferenzen in der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) und die Kirche von England begrüßen die Initiative einiger Mitglieder des Europäischen Parlaments, eine schriftliche Erklärung „zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags als tragendem Element des europäischen Sozialmodells und Teil des europäischen Kulturerbes“ zur Entscheidung zu bringen. Die von fünf Europaparlamentariern am 2. Februar eingebrachte überparteiliche Resolution gilt als angenommen, wenn die schriftliche Erklärung bis zum 7. Mai von der Mehrheit der 785 Abgeordneten des Europaparlaments unterschrieben wurde.

In den vergangenen Jahren sei der Schutz des Sonntags in zahlreichen Mitgliedstaaten mit dem bloßen Verweis auf Möglichkeiten der Konsumsteigerung weiter verringert worden, beklagen die Kirchen. Arbeitnehmer würden mit einer Zersplitterung ihres Privatlebens konfrontiert, Unternehmen mit einer Umlenkung der Kaufkraft weg von klein- und mittelständischen Betrieben, die ununterbrochene Öffnungszeiten nicht gewährleisten könnten. Daher fordert die von den Europaabgeordneten eingebrachte Erklärung die Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen auf, „den Sonntag in künftigen einzelstaatlichen und EU-Rechtsvorschriften zur Arbeitszeit als wöchentlichen Ruhetag zu schützen, um den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer und die Vereinbarkeit von Arbeits- und Familienleben zu fördern“.
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