"Christen sollen segnen, nicht belehren"

Friedensau bei Magdeburg | 15. März 2009 | APD |

Fachtagung an Theologischer Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 15.03.2009/APD "Christen sollen segnen und nicht belehren", forderte Axel Noack, Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, am 14. März in seinem Hauptreferat zur Eröffnung des Seelsorgetages an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg.

Bischof Noack ermutigte, vom Segnen nicht zu eng zu denken. Segnen würden Christen überall dort, wo sie Anteil an der Situation anderer Menschen nehmen und ihnen die Zuwendung Gottes weiterreichen, die sie selbst empfangen haben. Segensangebote würden Menschen gern in Anspruch nehmen, unabhängig davon, ob sie einen kirchlichen Hintergrund haben oder nicht. Weil das Segnen eine Brücke zum Menschen sei, dürften Pfarrer und kirchliche Mitarbeiter nach den Worten des Bischofs nicht nur an diejenigen denken, die zu ihnen kommen. Vielmehr stelle sich die Aufgabe, Menschen in ihren Situationen aufzusuchen, Anteil zu nehmen und ihnen den Segen Gottes zuzusprechen. Weil die persönliche Begegnung beim Segnen im Mittelpunkt stehe, könnten nach evangelischem Verständnis nur Menschen gesegnet werden, aber keine Dinge.

Die Fachtagung wurde vom Gemeinschaftsverband Sachsen-Anhalt, einem gemeinnützigen Verein innerhalb der Landeskirche, in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung veranstaltet, um Christen in Seelsorge, Beratung und Therapie ein Gesprächspodium zu bieten und ihnen Motivation und Kompetenz für das professionelle Arbeiten zu vermitteln. In Arbeitskreisen beleuchteten die Teilnehmer Rituale des Segnens und nahmen Segenshandlungen in Ehe und Familie in den Blickpunkt. Mit einem Segnungsgottesdienst fand der Seelsorgetag seinen Abschluss.
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