180. Geburtstag des Heilsarmee-Gründers William Booth

Köln | 14. April 2009 | APD |

Köln, 14.04.2009/APD   Einen besonderen Gedenktag feierte die weltweite Heilsarmee am 10. April 2009: An diesem Tag wurde William Booth, der Gründer der Freikirche, vor 180 Jahren geboren. Er erblickte 1829 in Nottingham (Mittelengland) das Licht der Welt und wurde schon in seiner Kindheit mit Armut konfrontiert. Erschüttert durch die soziale und geistliche Not seiner Mitmenschen und motiviert durch seinen tiefen christlichen Glauben, fing er an, auf den Straßen Ost-Londons zu evangelisieren. "Sozialarbeit und Seelsorge" lautete das Motto der Heilsarmee, seit William Booth erkannte, dass man "einem hungrigen Magen nicht predigen kann". Doch es ging dem Gründer der Heilsarmee nicht um kurzfristige MiIdtätigkeit. Seine sozialen Projekte waren zukunftsweisend und geradezu revolutionär.

Da eine straff organisierte Bewegung ihre Arbeit effektiver durchführen konnte, nahm die von William Booth und seiner Frau Catherine gegründete Missionsgesellschaft nach und nach militärische Züge an. 1878 erhielt sie den Namen "Die Heilsarmee". Die Gemeindestationen nannte man nunmehr "Korps", die hauptamtlichen Mitarbeiter "Offiziere" und die Mitglieder "Soldaten".

Catherine Booth, ebenfalls im Jahr 1829 geboren (am 17. Januar), unterstützte ihren Mann William in allen Bereichen, selbst – damals äußerst ungewöhnlich – im Predigdienst. Durch ihr Wirken wurde in den Satzungen der Heilsarmee die Gleichberechtigung der Frau in allen Ämtern und Führungspositionen festgelegt.

Die Bewegung breitete sich rasch über die ganze Welt aus. Als William Booth im Jahr 1912 starb, arbeitete die Heilsarmee bereits in 58 Ländern. 1886 hatte sie ihre Arbeit in Deutschland (Stuttgart) durch Fritz Schaaff aufgenommen. Heute zählen etwa drei Millionen Gläubige zur Heilsarmee, darunter 1.082.166 Heilssoldaten, 25.974 Offiziere (Geistliche) und 190.215 Angehörige. Die Heilsarmee leistet in 117 Ländern eine umfangreiche geistliche und soziale Arbeit in rund 15.000 Gemeinden und mehr als 4.000 Sozialzentren. In Deutschland gibt es rund 4.000 Mitglieder, 45 Gemeinden und 42 soziale Einrichtungen.
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