"Adventist Media" – zentrale Anlaufstelle für adventistische Medien

Lüneburg, 30.04.2009/APD   Mit „Adventist Media“ gibt es jetzt eine zentrale Bestellannahme für adventistische Medien in Deutschland. Es geht dabei um Print- und Digitalprodukte folgender adventistischer Institutionen: Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“, Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, (Musik, Videos und DVDs), Advent- und Saatkorn-Verlag, Lüneburg, (Bücher und Zeitschriften), Advent-Verlag Schweiz, Zürich, sowie Wegweiser-Verlag, Spiller/Österreich, (Bücher und Zeitschriften), Deutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG), Ostfildern bei Stuttgart, (Gesundheitsliteratur), und Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg (theologische Fachbücher).

Bestellungen können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 238 36 80 und ab 1. Mai auch im Internet-Shop (www.adventist-media.de) getätigt werden. Die zentrale Bestellannahme befindet sich beim Saatkorn-Verlag in Lüneburg.
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Ein Jahr nach dem Zyklon in Birma – "Aktion Deutschland Hilft" weiter aktiv

Bonn, 29.04.2009/APD   „Neue Hütten, neue Felder, neu gegründete Existenzen – die Nothilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen der letzten zwölf Monate sind in den Dörfern des Irrawaddy-Deltas überall zu sehen“, teilte Moritz Wohlrab, Pressereferent der „Aktion Deutschland Hilft“ (ADH), mit. Er war vor wenigen Wochen in jenen Regionen unterwegs, die am 2./3. Mai 2008 von dem Zyklon „Nargis“ heimgesucht wurden. Mindestens 130.000 Menschen kamen damals ums Leben. „Trotz aller sichtbaren Fortschritte bleibt noch unendlich viel zu tun. Sauberes Trinkwasser gehört dabei noch immer zu den drängendsten Problemen der Menschen“, betonte Wohlrab. Unzählige Teiche und Brunnen seien vor einem Jahr versalzen worden und müssten entweder gereinigt oder komplett neu errichtet werden. „Diese Arbeiten sind bei weitem noch nicht abgeschlossen.“

Die Bündnispartner von ADH, die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, CARE, Malteser International und World Vision, hätten vor einem Jahr zu jenen Organisationen gehört, die dank ihrer langjährigen Präsenz im Land und trotz der zeitweiligen Blockadehaltung der Militärjunta schnell und effektiv helfen konnten. Der Arbeiter-Samariter-Bund ASB, die Johanniter, action medeor, HELP, arche noVa und Handicap International wären wenig später hinzu gekommen. In der Folgezeit hätten die Bündnispartner vielfach zusammengearbeitet: So errichteten die Johanniter gemeinsam mit ADRA Gesundheitsstationen, arche noVa brachte per Boot Medikamente von action medeor in abgelegene Dörfer, und der ASB baute zusammen mit ADRA neue Brunnen auf.

In dem Zwischenbericht „Zyklon Birma/Myanmar – Ein Jahr danach“ sind einige dieser Hilfsmaßnahmen dokumentiert. Das 24-seitige Magazin kann bei der „Aktion Deutschland Hilft“ (www.aktion-deutschland-hilft.de) angefordert werden.
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Sänger-Bundestreffen der Adventisten in Hannover

Hannover, 29.04.2009/APD   Rund 300 Sängerinnen und Sänger sowie ein 45 köpfiges Orchester nehmen am 4. Sänger-Bundestreffen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten vom 30. April bis 3. Mai in Hannover teil. Am Freitag, 1. Mai, findet um 19.30 Uhr ein geistliches Konzert mit Werken von Melchior Franck („Festliche Intrade für Bläser“) , Antonio Vivaldi („Gloria in D-Dur“ – Ausschnitt), Georg Friedrich Händel (Oratorium „Saul“ – Ausschnitt) und Johann Sebastian Bach (Kantate „Erschallet, ihr Lieder“) statt.

Am Samstag, 2. Mai, gibt es um 10 Uhr einen Festgottesdienst. Die Predigt hält Dr. Bernhard Oestreich, Dekan des Fachbereichs Theologie der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg. Ab 17 Uhr führen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Chor- und Orchesterkonzert mit Beiträgen von Richard Strauß („Feierlicher Einzug“) , Felix Mendelssohn Bartholdy („Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für“) , Gerd Peter Münden („Sprich nur ein Wort, Gott tröste mich“), William Byrd („The Earl of Oxford´s March“), Georg Friedrich Händel („Messias“ – Ausschnitt) und Felix Mendelssohn Bartholdy („Psalm 115 – Nicht unserm Namen, Herr“) auf. Veranstaltungsort ist jeweils die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in Hannover.

Die bisherigen Sänger-Bundestreffen der Adventisten fanden 1992 in der Nürnberger Meistersingerhalle, 1998 in der Erfurter Lutherkirche und 2003 in der Tübinger Stiftskirche statt.
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Vorsteher der Adventisten in Baden-Württemberg im Amt bestätigt

Stuttgart, 28.04.2009/APD   Pastor Erhard Biró (53) ist auch in den nächsten vier Jahren Vorsteher der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg. Die am 26. April in Stuttgart tagenden Delegierten aus den Ortsgemeinden und der Pastorenschaft wählten ihn mit 104 Ja- und 31 Nein-Stimmen bei acht Enthaltungen. Der Geistliche nimmt das Amt seit 1996 wahr. Sein Stellvertreter, Pastor Michael Walter (50), wurde in seinen Aufgabenbereichen als Sekretär (Geschäftsführer), Schatzmeister und Abteilungsleiter für Bildung (Schulen) ebenso bestätigt, wie Pastor Bernd Sengewald (41) als Abteilungsleiter für Heimatmission.

Neu in der baden-württembergischen Freikirchenleitung sind Pastor Marc Engelmann (33), bisher Seelsorger in Nürnberg, als Verantwortlicher der Abteilung Kinder, Pfadfinder und Jugend, sowie Pastor Reinhard Gelbrich (58), der Seelsorger in Ludwigsburg war und künftig für die Abteilung Predigtamt zuständig ist.

In seinem Rechenschaftsbericht stellte Vorsteher Biró fest, dass in den letzten vier Jahren die Zahl der erwachsen getauften Mitglieder in Baden-Württemberg von 6.137 auf 6.258 stieg. Neue Adventgemeinden wurden in Filderstadt, Kornwestheim, Markdorf, Isny und Philippsburg gegründet. Die Gemeinde Schwenningen und die aus Südslawen (Jugoslawen) bestehende Gemeinde Heilbronn beschlossen ihre Auflösung, sodass es in dem Bundesland jetzt 86 adventistische Gemeinden gibt, die von 46 Pastoren und Pastorinnen betreut werden.

Die Freikirche ist außerdem Träger der adventistischen Bekenntnisschulen in Murrhardt („Daniel-Schule“/Grund- und Realschule), Herbolzheim-Tutschfelden („Elisa-Schule“/Grund- und Realschule) und Isny/Allgäu („Josia-Schule“/Grund- und Hauptschule). Die Gründung der „Salomo-Schule“ in Rastatt und der „Joel-Schule“ in Stuttgart-Bad Cannstatt ist in Vorbereitung. Weitere Elterninitiativen und Schulgründungsprojekte gibt es derzeit in Heilbronn, Überlingen und Schorndorf.

Die Delegierten beschlossen außerdem mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit eine Namensänderung. Künftig heißt es auch bei den Adventisten in Baden-Württemberg „Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten“ und nicht mehr „Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten“. Die Abgeordneten folgten damit dem Nord- und Süddeutschen Verband der Adventisten sowie der Freikirchenleitung in Deutschland, die bereits 2007 ihren Namen änderten. Ein Antrag, die Amtszeit der adventistischen Freikirchenleiter in Baden-Württemberg auf ein- oder zweimalige Wiederwahl zu begrenzen, fand dagegen keine Mehrheit.
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Bündnispartner der "Aktion Deutschland Hilft" unterstützen Flüchtlingen in Sri Lanka

Bonn, 28.04.2009/APD   Zehntausende Menschen flüchten derzeit aus den umkämpften Gebieten im Nordosten Sri Lankas in die südlicher gelegenen Regionen Mannar und Vavuniya. Trotz schwieriger Umstände leisten die Bündnispartner der „Aktion Deutschland Hilft“ humanitären Beistand. So hat der Arbeiter-Samariter-Bund in Vavunja 700 Notunterkünfte errichtet und World Vision verteilt Lebensmittel sowie Trinkwasser. CARE unterstützt das UNO-Flüchtlingshilfswerk bei der Errichtung von Zelten für fast 30.000 Vertriebene und baut Notunterkünfte sowie Latrinen für weitere 3.000 Menschen, während Malteser International die Betroffenen über eine Partnerorganisation mit Nahrung versorgt. Auch „action medeor“, die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA und SODI International planen Hilfsmaßnahmen.

„Der Bedarf ist immens, denn viele Flüchtlingslager sind mittlerweile überfüllt“, teilte Manuela Roßbach, Geschäftsführerin der „Aktion Deutschland Hilft“, mit. „An vielen Stellen fehlt es in erster Linie an sauberem Trinkwasser.“ Die „Aktion Deutschland Hilft“ prüfe derzeit, inwieweit der Zugang zu den noch unversorgten Menschen möglich sei. Roßbach: „Unser Ziel ist, mit einem umfassenden Einsatz des Bündnisses den Betroffenen die nötige Hilfe zukommen zu lassen.“

Die „Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten.
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Religion in Berlin weiterhin kein reguläres Schulfach

Berlin, 27.04.2009/APD   In der Bundeshauptstadt Berlin wird Religion weiterhin kein reguläres Schulfach sein. Ein Volksentscheid zur Aufwertung des bislang freiwilligen Religionsunterrichts scheiterte.

Für die Initiative „Pro Reli“ stimmten nur 14,2 Prozent der Berliner Wahlberechtigten, wie der Landeswahlleiter mitteilte. Für einen Erfolg hätten aber 25 Prozent der Wahlberechtigten mit Ja stimmen müssen.

48,5 Prozent der Wahlgänger antworteten auf die Frage „Sind Sie für Religion als ordentliches Schulfach?“ mit JA, dagegen sprachen sich 51,3 Prozent aus. Insgesamt beteiligten sich 29,2 der Wahlberechtigten an der Abstimmung.

Die Initiative „Pro Reli“ wollte erreichen, dass der bislang auf freiwilliger Basis und von den Kirchen erteilte Religionsunterricht in Berlin wie in den meisten anderen Bundesländern zum regulären Schulfach wird. Nun bleibt es beim Pflichtfach Ethik für alle Schüler ab der 7. Klasse.

Offenbar hätten es die Kirchen nicht geschafft, ihre Mitglieder für ihr Anliegen zu mobilisieren, so Landeswahlleiter Andreas Schmidt von Puskás. Die Mitgliederzahlen der Kirchen geben ihm recht: 981.000 Berliner gehören der evangelischen oder römisch-katholischen Kirche an. Für einen Wahlpflichtbereich Ethik/Religion stimmten am Sonntag aber nur 346. 119 wahlberechtigte Bürger.

Nach dem Scheitern der Initiative „Pro Reli“ strebt der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin–Brandenburg, Wolfgang Huber, neue Gespräche mit dem Berliner Senat an. Die tiefe Kluft, die sich zwischen Befürwortern und Gegnern aufgetan habe, habe ihn „in dieser Massivität überrascht“, betonte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Er sei für Verständigung offen.

Huber erinnerte daran, dass die Kirchen selbst einen Ethikunterricht vorgeschlagen hätten, als der Berliner Senat noch dagegen gewesen sei. Zugleich betonte er, dass die regierenden Parteien einen echten Werteunterricht im Fach Ethik zugesichert hätten. Das gelte es kritisch zu analysieren.

Der Vorsitzende der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat die Niederlage der Berliner Initiative „Pro Reli“ bedauert. Er appellierte an den Berliner Senat nach einem Modell religiös-weltanschaulicher Bildung zu suchen, „das der Religionsfreiheit besser Rechnung trägt und von einem breiten Konsens in der Gesellschaft getragen wird“. Dies sollte gemeinsam mit der Bürgerinitiative, den christlichen Kirchen, der Jüdischen Gemeinde und den muslimischen Verbänden geschehen. Allerdings seien niemals zuvor Glaube und Religion so ausdrücklich präsent in den Straßen und in den Debatten der Stadt gewesen, wie in den vergangenen Monaten, erklärte Zollitsch.
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UNO-Generalsekretär für weitere Zusammenarbeit mit römisch-katholischer Kirche

New York/USA, 26.04.2009/APD   Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UNO), Ban Ki-moon, hat eine weitere Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche zugesichert, um „eine Welt von bleibender Gerechtigkeit und Frieden“ zu schaffen.

Die Vereinten Nationen mit ihren 192 Mitgliedsstaaten vertreten keine Religion, sagte UN-Generalsekretär Ban bei einer Veranstaltung zum ersten Jahrestag der Rede Papst Benedikts XVI. vor den Vereinten Nationen in New York. Trotzdem teile er viele gemeinsame Werte mit dem Papst, allen voran den Glauben an die angeborene Würde und die gleichen Rechte für jedes menschliche Wesen, so Ban Ki-moon.

Gemeinsame Anliegen von UNO und römisch-katholischer Kirche seien auch der Kampf gegen Armut und Ungleichheit, der Einsatz für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit sowie zur Konfliktprävention und gegen Kernwaffen, betonte der UN-Chefbeamte. Papst Benedikt sprach 2008 als dritter Papst vor der UNO. In seiner Rede bekräftigte er die Bedeutung der Menschenrechte und betonte zugleich, dass diese Rechte der „Offenheit auf Gott“ verpflichtet seien.

Als erster Pontifex besuchte Papst Paul VI. im Oktober 1965 die Vereinten Nationen. Papst Johannes Paul II. sprach 1979 und 1995 vor der Staatengemeinschaft. Der Heilige Stuhl, wie der Vatikan völkerrechtlich heißt, ist auf eigenen Wunsch hin kein UN-Mitglied, hat aber seit 1964 einen permanenten Beobachterstatus.

Der südkoreanische Diplomat und Politiker Ban wurde im Dezember 2006 als Generalsekretär der Vereinten Nationen vereidigt und trat sein Amt offiziell am 1. Januar 2007 an. Von 2004 bis 2006 war Ban der Außenminister Südkoreas.
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Katholischer Moraltheologe kritisiert evangelischen Profilierungstrend

Freiburg, 25.04.2009/APD   Der römisch-katholische Theologe Eberhard Schockenhoff, Professor für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, befürchtet eine Schwächung des christlichen Standpunktes in ethisch-gesellschaftlichen Debatten. Als Grund nannte er Kathpress zufolge am 23. April in Karlsruhe die evangelischerseits forcierte „Ökumene der Profile“. Das Beharren auf unterschiedlichen evangelischen und römisch-katholischen Ethik-Positionen und wechselseitige Sich-Abgrenzen führe zur „Marginalisierung der christlichen Stimme“, befürchtet der Theologe.

Nach Ansicht Schockenhoffs, der Mitglied im Deutschen Ethikrat ist, vertreten die beiden großen christlichen Kirchen seit einigen Jahren in wichtigen ethischen Fragen keine gemeinsamen Positionen mehr. Das gelte etwa auf dem Gebiet der Bioethik und in der Bewertung alternativer Lebensformen zur Ehe.

Vor allem evangelische Theologen sprächen von angeblichen ethischen Grunddifferenzen zwischen beiden Großkirchen. Diese Behauptung sei historisch falsch. Es bestehe vielmehr eine Verpflichtung, auch in konfessioneller Verschiedenheit eine gemeinsame christliche Position zu den Problemen der Gegenwart zu finden und zu vertreten, sagte Schockenhoff.

Der Theologe wandte sich gegen evangelische Strömungen, welche die protestantische Ethik als eine im Vergleich zur katholischen Ethik liberalere, modernitätsfähigere Variante des Christentums darstellten. Eine solche Arbeitsteilung könne es vom Selbstverständnis beider Kirchen her nicht geben. Beide Kirchen seien aufgerufen, christliche ethische Positionen so zu verkünden, dass die Menschen daraus eine verlässliche Orientierung in moralischen Konflikten schöpfen könnten.

Eberhard Schockenhoff wurde 2001 von der Bundesregierung in den Deutschen Ethikrat berufen. Er ist ferner Geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift für Medizinische Ethik und seit 1995 Mitglied der Gemeinsamen Römischkatholischen/Evangelisch-lutherischen Kommission für die Einheit, die vom Lutherischen Weltbund (LWB) und dem Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen getragen wird.
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Herrnhuter Losungen: Bibelsprüche für 2012 ausgelost

Herrnhut, 25.04.2009/APD   Nach einer über 280 Jahre alten Tradition wurden am 23. April in Herrnhut (Oberlausitz) die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine für das Jahr 2012 gezogen. Erstmals war neben Mitgliedern der Kirchendirektion mit Pfarrer Klaus-Dieter K. Kottnik, Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ein Gast der Herrnhuter Brüdergemeine aktiv am Ziehen der Losungen beteiligt

Die Losungen werden etwa zweieinhalb Jahre im Voraus aus einer 1.829 alttestamentliche Sprüche umfassenden Sammlung für jeden Tag des Jahres gezogen. Diesem Losungsvers wird ein Wort aus dem Neuen Testament zugeordnet. Beide Bibelworte (Losung und Lehrtext) werden mit einem Liedvers oder einem Gebet ergänzt.

Das Losungsziehen geschieht jeweils einmal im Jahr in der Nähe des Tages (3. Mai), an dem 1728 erstmals eine Losung in Herrnhut herausgegeben wurde. Die Losungen werden traditionell von den Mitgliedern der Direktion (Kirchenleitung) beziehungsweise Mitgliedern der Herrnhuter Brüdergemeine gezogen. Erstmals wurde in diesem Jahr ein Gast aktiv am Losungsziehen beteiligt: der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Pfarrer Klaus-Dieter K. Kottnik.

Die Herrnhuter Losungen sind das am weitesten verbreitete Andachtsbuch im deutschen Sprachraum. Sie werden von der Evangelischen Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine seit 1731 herausgegeben. Für 2009 liegt somit die 279. Ausgabe in ununterbrochener Reihenfolge vor. Die Losungen erscheinen in deutscher Sprache in verschiedenen Ausgaben mit einer Gesamtauflage von etwa einer Million Exemplaren. Weltweit erscheinen sie in rund 50 Sprachen.
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Generalkonferenz der Adventisten will sprachliche Stilanleitung herausgeben

Silver Spring, Maryland/USA, 24.04.2009/APD   Der Exekutivausschuss der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten beschloss während seiner Frühjahrstagung in Silver Spring, Maryland/USA, eine sprachliche Stilanleitung herauszugeben. Da viele von Mitgliedern der adventistischen Kirche verwendete Begriffe und Redewendungen nicht nur veraltet seien, sondern auch Andersgläubige verletzen könnten, sollten sie aus dem Sprachgebrauch entfernt werden, wenn Adventisten mit Angehörigen anderer Religionen kommunizierten.

Der Vorsitzende der Abteilung Weltmission (Global Mission) der Generalkonferenz, Bruce L. Bauer, legte dem Ausschuss den Entwurf einer „Stilanleitung für die adventistische Mission“ vor. Er war von den Studienzentren für die adventistischen Beziehungen zu den Muslimen (Zypern), Buddhisten (Bangkok/Thailand), Hindus (Hosur/Indien), Juden (Jerusalem) und postmodernen sowie säkularen Menschen (St. Albans/Großbritannien) erarbeitet worden und listet Begriffe sowie Redewendungen auf, die im Gespräch mit Angehörigen dieser Gruppen vermieden werden sollten. Laut Bauer benutzten zu viele Adventisten gegenüber Andersgläubigen Predigt- und Bibelstudienreihen, die ursprünglich für einen anderen kulturellen Rahmen ausgearbeitet worden wären, ohne die örtlichen Bedürfnisse und Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Im Gespräch mit Muslimen sollte laut Stilanleitung Mohammed nicht als „falscher Prophet“ bezeichnet werden, denn so könnten keine Brücken für das gegenseitige Verstehen gebaut werden. Ebenso sollten Adventisten vermeiden, die christliche Gemeinde als „geistliches Israel“ zu bezeichnen, wenn sie mit Juden sprechen. „Als Christen haben wir es nicht nötig, Israel seiner Identität zu berauben, um die eigene Existenzberechtigung zu begründen“, betonte Bauer. Hindus und Buddhisten könnten mit vielen Ausdrücken der westlich geprägten christlichen Terminologie, wie „Sünde“, „Erlösung“ und das „Blut Christi“, nichts anfangen. Diese Begriffe müssten umschrieben und erläutert werden, gab Bauer zu bedenken. Formulierungen, wie „Ungläubiger“ oder „Ketzer“, sollten laut Stilanleitung nie im Gespräch gegenüber Personen ohne Kirchenzugehörigkeit verwendet werden. Obwohl säkulare und postmoderne Menschen keine Religion darstellten, gebe es auch in der Begegnung mit ihnen Empfehlungen. So werde beispielsweise davon abgeraten, von der „Wahrheit“ zusprechen, wenn damit der christliche Glaube gemeint sei.

Bei der Aussprache über die vorgelegte Stilanleitung meinte Michael R. Ryan, einer der Vizepräsidenten der Generalkonferenz, dass nicht nur Begriffe aufgeführt werden sollten, die es zu vermeiden gelte. Es wäre angebracht, auch eine Liste von Ausdrücken hinzuzufügen, die für manche traditionelle Adventisten ein Tabu beinhalteten, etwa im Gespräch mit Muslimen das Wort „Allah“ für Gott zu verwenden. „Wenn wir mit anderen reden, sollten wir das nicht nur mit einer klaren Sprache, sondern auch mit Fingerspitzengefühl tun“, bemerkte Rajmund Dabrowski, Direktor der Kommunikationsabteilung der Weltkirchenleitung.

Änderungsvorschläge zum Entwurf der sprachlichen Stilanleitung werden von den Studienzentren der Kirche geprüft und dem Exekutivausschuss der Generalkonferenz zur Freigabe vorgelegt, damit das Dokument veröffentlich werden kann.
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Christlich-islamischer Dialog zwischen offenem Gespräch und missionarischem Zeugnis

Bensheim, 22.04.2009/APD   Mit den Perspektiven des christlich-islamischen Dialogs in den protestantischen Kirchen Europas beschäftigte sich die 46. Jahrestagung des Evangelischen Arbeitskreises für Konfessionskunde in Europa vom 16. bis 19. April in Antwerpen (Belgien).

Schon im Anspruch des christlich-islamischen Dialogs an sich liege nach Meinung der drei Referenten der Tagung eine Spannung. Weder seien einzelne christliche Konfessionen repräsentativ für alle Kirchen, noch biete sich auf islamischer Seite in den Ländern Europas ein autorisierter Gesprächspartner an. Selbst die formale Autorität der Al-Azar-Universität in Kairo sei im Islam letztendlich genauso wenig verbindlich für alle Beteiligten des Dialogs wie Stellungnahmen einer einzelnen Kirche für andere christliche Konfessionen. So habe sich der Grundsatz herausgebildet, mit dem jeweils direkten Nachbarn in den Dialog einzutreten – in Deutschland vorrangig mit dem sunnitischen Islam türkischer Prägung.

Die Vielfalt des Dialogs stelle nach Ansicht von Dr. Jochen Kramm (Wien) eine wünschenswerte Erweiterung dar. Der Referent der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) unterschied dabei zwischen einfachen Gesprächsmodellen und einem ergebnisoffenen und die Wahrheitsfrage offen lassenden Dialog. Gleichzeitig werde ein interreligiöser Dialog, so Kramm, unter dem Kennzeichen des Zeugnisgebens immer auch einen einladenden Charakter haben müssen.

Alternative Dialogkonzepte stellten der baptistische Dozent Dr. Peter F. Penner aus Prag und Dr. Jaap Hansum vom Bijbelhuis Antwerpen dar. In den missionarisch ausgerichteten Dialogkonzepten stehe das Zeugnis an erster Stelle. Das schließt aber keineswegs eine hohe soziale Verpflichtung dem Einzelnen gegenüber aus. Der missionarische Dialogansatz sei dabei eher typisch für Minderheitskirchen. Die großen Konfessionskirchen betrieben aus ihrer zivilgesellschaftlich stabilisierenden Funktion heraus weitgehend offenere Formen des Dialogs.

An der 46. Jahrestagung des Evangelischen Arbeitskreises für Konfessionskunde in Europa (EAKE) nahmen Delegierte aus zwölf europäischen Ländern teil, die 21 Kirchen, Freikirchen und ökumenische Institutionen repräsentierten. Der EAKE begleitet seit 1962 ökumenische Dialogprozesse der protestantischen europäischen Kirchen und gilt als einer der Wegbereiter der Leuenberger Konkordie von 1973, ein grundlegendes Dokuments der innerprotestantischen europäischen Einheit. Der EAKE wird getragen vom Evangelischen Bund in Deutschland und Österreich, dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Ungarn und dem Maatschepej van Welstrant (Niederlande) in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).
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Steinmeier lobt effektiven Einsatz von Spendengeldern bei "Aktion Deutschland Hilft"

Berlin, 22.04.2009/APD Die „Aktion Deutschland Hilft“, ein Bündnis von zehn Hilfsorganisationen, hat für sein Kuratorium weitere acht Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Medien und Wissenschaft gewinnen können. Vorsitzender des Kuratoriums ist Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.

Anlässlich der Sitzung des Gremiums am 21. April in Berlin unter der Leitung von Ruprecht Polenz (Mitglied des Bundestages – MdB) wurden als neue Kuratoriumsmitglieder begrüßt: Volker Beck, MdB, menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, Prälat Dr. Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei Bundestag, Bundesregierung und Europäischer Union, Holger Haibach, MdB/CDU, stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Kerstin Müller, MdB, außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, Dr. h.c. Fritz Pleitgen, ehemaliger Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR), Christoph Strässer, MdB, Sprecher für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der SPD_Bundestagsfraktion, Dr. h.c. Wolfgang Thierse, MdB/SPD, Vizepräsident des Deutschen Bundestages sowie Prof. Dr. Siegfried Weischenberg, Medien_Wissenschaftler, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg

Damit besteht das Kuratorium nun aus insgesamt 16 Mitgliedern aus allen gesellschaftlich relevanten Bereichen.

Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier sagte vor dem Treffen in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen: „Ich setze mich als Kuratoriumsvorsitzender für die ‚Aktion Deutschland Hilft‘ ein, weil es wichtig und sinnvoll ist, dass die Organisationen zusammenarbeiten, um nach Katastrophen gemeinsam schneller zu helfen. Dieses koordinierte Vorgehen sorgt für optimale Hilfe und einen besonders effektiven Einsatz von Spendengeldern.“

Die Kuratoriumsmitglieder wurden im Beisein von Vertretern der Mitgliedsorganisationen von der „Aktion Deutschland Hilft“ über aktuelle Projekte in Birma/Myanmar ein Jahr nach dem verheerenden Zyklon „Nargis“ informiert und sagten dem Hilfsbündnis ihre Unterstützung bei den bevorstehenden Herausforderungen zu.

Neben den genannten neuen Mitgliedern engagieren sich folgende Persönlichkeiten im Kuratorium von der „Aktion Deutschland Hilft“: Dr. Frank-Walter Steinmeier (Vorsitzender/Außenminister), MdB Ruprecht Polenz (stellvertretender Vorsitzender/ZDF-Fernsehrat), Peter Clever (BDA-Vorsitzender), Dr. h.c. Renate Jaeger (Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte), MdB Jürgen Koppelin, Carl A. Siebel (Unternehmer), Regine Sixt (Unternehmerin, Gründerin der „Kinderhilfe“) und Michael Sommer (DGB-Vorsitzender).

Zur „Aktion Deutschland Hilft“ gehören action medeor, Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, Arbeiterwohlfahrt, CARE, HELP, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, Paritätischer Wohlfahrtsverband und World Vision.
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"Mr. Zehn-Prozent" seit 40 Jahren ein Vorbild für viele

Stuttgart/Wiesbaden, 21.04.2009/APD   Erfolgreich abgeschlossen wurde die 40. Jubiläumsaktion „Mr. Zehn-Prozent“. Wieder war es möglich, das gesteckte Ziel des „großen Unbekannten“ zu erreichen. 514 Menschen beteiligten sich und spendeten über 214.000 Euro.

Die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“ und die „Mr. Zehn-Prozent-Aktion“ verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Als der erste „Mr. Zehn-Prozent“ 1968 beschloss, nicht länger untätig dem Hunger und Elend in den armen Ländern zuzusehen, startete er seine Zehnprozent-Aktion zugunsten von „Brot für die Welt“. Den zehnten Teil seines Einkommens stellte er für Bedürftige und Benachteiligte unter der Bedingung zur Verfügung, dass noch zehn weitere Menschen es ihm gleich tun würden.

Dabei will „Mr. Zehn-Prozent“ völlig anonym bleiben, denn ihm liegt nichts an Lob und Dank. Es reicht ihm, wenn durch sein Vorbild eine Vervielfältigung seiner eigenen Spende erreicht wird. Jedem ist freigestellt, wovon er die zehn Prozent nehmen will: vom Haushaltsgeld, vom Taschengeld, vom Weihnachtsgeld oder vom Einkommen.

Die eingehenden Spenden werden an verschiedene Projekte im In- und Ausland verteilt. Auch engagierte Initiativen zugunsten benachteiligter oder hilfsbedürftiger Menschen in Deutschland erhalten Unterstützung aus der Zehn-Prozent-Aktion.

In diesem Jahr wird ein „Brot für die Welt“-Projekt in Tansania unterstützt. Die Partnerorganisation „Migesado“ versucht dort, den Raubbau an der Natur zu stoppen. Erreicht werden soll dies durch den Bau von Biogasanlagen und energiesparenden Lehmöfen. Die Biogasanlagen werden mit Kuhdung befeuert. Einheimische Maurer, die zuvor von „Migesado“ ausgebildet wurden, stellen pro Jahr rund einhundert solcher Anlagen her.
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Einblick ins Klosterleben mit goldenem "WebFish" belohnt

Hannover, 20.04.2009/APD   Den goldenen „WebFish“ erhält in diesem Jahr das katholische Benediktiner-Kloster Nütschau (Travenbrück in Schleswig-Holstein) für seine Internetseiten. Der silberne „WebFish“ geht an die Blogseite Pastor Buddy, den „WebFish“ in Bronze gewinnt die landeskirchliche Gemeinschaft Eben-Ezer in Berlin für ihre Webseiten zur Gottesdienstvorbereitung. Der EKD-Internet-Award „WebFish“ wird in diesem Jahr zum dreizehnten Mal von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) vergeben.

Beim Online-Auftritt www.kloster-nuetschau.de, dem diesjährigen Gewinner des mit 1.500 Euro dotierten goldenen „WebFish“, überzeugte die Jury der ästhetische Gesamteindruck der Website, deren Fotoauswahl die spirituelle Gemeinschaft eines Lebens im Koster auch im Netz fühlbar werden lässt. Mit www.pastorbuddy.de hat die Jury erstmalig ein Blog prämiert. Der mit 1.000 Euro dotierte silberne „WebFish“ belohnt ein Projekt, dessen Autorenteam aus Theologen und Laien verschiedener christlicher Traditionen pointiert Themen setzt und zu Kommentaren einlädt. Der „WebFish“ in Bronze (500 Euro) würdigt das Angebot der Eben-Ezer Gemeinschaft in Berlin. Unter www.gottesdienstexperiment.de stellt sie im Internet Ideen für themenbezogene Gottesdienste zur Diskussion und lädt Interessierte zur Gottesdienstvorbereitung und -gestaltung ein.

Den mit 500 Euro dotierten Innovationspreis erhält das Fundraisingprojekt Himmlische-Paten.de. Die evangelische St. Anna Kirchengemeinde in Augsburg bindet das Internet gezielt in ihr Fundraisingkonzept ein und ermöglicht so den Spendern online nachzuvollziehen, an welcher Stelle ihr Geld bei den Sanierungsmaßnahmen eingesetzt wird. Ebenfalls 500 Euro Preisgeld als „WebFish“-Förderpreis erhält Menschjesus.de. Die Jury hält die Idee, mit grafisch gestalteten Jesus-Zitaten neue Schlaglichter auf die biblische Botschaft zu werfen, für interessant und ausbaufähig.

Über 140 christliche Internetangebote von Gemeinden, Werken und Einzelteilnehmern hatten sich für den diesjährigen Internetpreis der evangelischen Kirche beworben.
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Neue Freikirchenleitung für Mittelrheinische Vereinigung der Adventisten

Darmstadt, 19.04.2009/APD   Pastor Christian Molke (44) ist neuer Vorsteher der Mittelrheinischen Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Darmstadt. Die dort am 19. April tagenden 147 Delegierten aus den Ortsgemeinden und der Pastorenschaft in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland wählten ihn für die nächsten vier Jahre. Molke war zuvor stellvertretender Vorsteher und Sekretär (Geschäftsführer) der über 4.500 erwachsen getauften Adventisten in den drei Bundesländern. Sein Vorgänger, Pastor Frieder Schmid (63), trat bereits im Oktober letzten Jahres in den Ruhestand und hatte das Amt elf Jahre inne. Er kümmert sich jetzt seelsorgerlich um das „Haus Odenwald“, eine adventistische Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen in Groß-Umstadt bei Darmstadt.

Zum stellvertretenden Vorsteher und Sekretär der Mittelrheinischen Vereinigung wählten die Delegierten Pastor Thomas Thilo Pohl (46), der zuvor Schatzmeister und Jugendabteilungsleiter war. Neuer Schatzmeister und Abteilungsleiter für Kinder, Pfadfinder und Jugend ist Pastor Mircea Riesz (31), bisher Seelsorger in Korbach. Helga Kürbiß wurde als Leiterin der Abteilung Frauen in ihrem Amt bestätigt.

In seinem Rechenschaftsbericht wies Pastor Molke darauf hin, dass die Mitgliederzahl in den letzten vier Jahren konstant geblieben sei. Sorge bereite die finanzielle Entwicklung. Parallel zur Wirtschaftskrise in Deutschland wären die Spenden gegen Ende letzten Jahres rückläufig gewesen, sodass gegenüber 2007 Mindereinnahmen von rund 43.000 Euro entstanden seien. „Realistischerweise muss damit gerechnet werden, dass sich die wirtschaftlich angespannte Situation auch in diesem Jahr in den Spenden niederschlagen wird“, teilte Molke mit.

Die Delegierten beschlossen außerdem eine Namensänderung mit der erforderlichen Dreiviertel-Mehrheit. Künftig heißt es auch bei den Adventisten in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland „Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten“ und nicht mehr „Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten“. Die Abgeordneten folgten damit dem Nord- und Süddeutschen Verband der Adventisten sowie der Freikirchenleitung in Deutschland, die bereits alle die Namensänderung 2007 vornahmen. In der deutschsprachigen Schweiz heißt die Glaubensgemeinschaft schon seit 1993 Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In Österreich trägt sie ebenfalls seit 1993 den Namen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In englischsprachigen Gebieten lautet die Bezeichnung Seventh-day Adventist Church.
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Neues Internetportal der AWW Altenhilfe

Hannover, 18.04.2009/APD   Die Altenhilfe des Advent-Wohlfahrtswerkes (AWW) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Ostdeutschland hat seinen Internetauftritt neu gestaltet. Unter www.aww-altenhilfe.de werden Informationen zum Thema Altenhilfe, Nachrichten aus unterschiedlichen Fachportalen und Berichte aus den Pflegeeinrichtungen veröffentlicht. Außerdem finden sich dort Informationen zu Partnerorganisationen des AWW sowie zu adventistischen Senioreneinrichtungen in Europa.

Zur AWW Altenhilfe gehören die Seniorenheime Neandertal bei Düsseldorf, Uelzen, Friedensau bei Magedburg und Berlin-Steglitz. Außerdem unterhält die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland das Seniorenheim „Haus Wittelsbach“ in Bad Aibling, zwei Einrichtungen „Betreutes Wohnen“ in Mölln und Friedensau sowie in Berlin zwei Einrichtungen Kurzzeitpflege und ein Seniorenwohnhaus.
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Spatenstich für neues adventistisches TV-Medienzentrum

Silver Spring, Maryland/USA, 16.04.2009/APD   Der erste Spatenstich für ein neues Medienzentrum für TV-Produktionen fand auf dem Gelände der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA, statt. Als die Freikirche 2003 begann, das weltweite Fernsehnetz „Hope Channel“ aufzubauen, wurde im Verwaltungsgebäude der Generalkonferenz ein kleines Fernsehstudio eingerichtet. Dieses reiche jedoch schon längst nicht mehr aus, teilte der Vizepräsident der Weltkirchenleitung, Pastor Mark Finley, mit.

Es dauere einen halben Tag, bis das kleine Studio für eine neue Produktion mit Kulissen versehen und entsprechend ausgeleuchtet wäre. Laut Finley stehe im Neubau ein 280 Quadratmeter großes Studio zur Verfügung, sodass sechs Kulissen gleichzeitig aufgebaut werden könnten, was die Produktionszeit erheblich verringere. Das neue Medienzentrum habe eine Nutzfläche von 2.230 Quadratmetern. Es soll per Internet und Satellit mit den 50 anderen adventistischen Medienzentren verbunden sein. Die Baukosten bezifferte Finley auf fünf Millionen US-Dollar (3,76 Millionen Euro). Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2010 vorgesehen.

Fernsehsendungen des „Hope Channel“ werden in zahlreichen Sprachen über elf Satelliten weltweit ausgestrahlt und sind auch im Internet zu empfangen. Deutschsprachige Programme werden im Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt produziert und rund um die Uhr als „Hope Channel Deutsch“ über den Satelliten Astra sowie zehn Stunden wöchentlich bei „Hope Channel Europa“ über den Satelliten Eutelsat/Hotbird ausgestrahlt.
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Fünf ausländische Christen aus Marokko wegen Proselytismus ausgewiesen

Rabat/Marokko, 15.04.2009/APD   Die marokkanischen Behörden haben fünf evangelische Christen wegen „Proselytismus“ (Abwerbung von Gläubigen) ausgewiesen. Es handele sich um vier Spanierinnen und eine Deutsche. Die Christinnen befanden sich unter 23 ausländischen Touristen und Einheimischen, die bei einer Polizeirazzia in Casablanca festgenommen wurden. In dem Versammlungslokal wurden Bibeln, christliche Literatur, Videokassetten und weitere „Kultgegenstände“ beschlagnahmt, heißt es in einer Mitteilung des marokkanischen Innenministeriums. Regierungssprecher Khaled Naciri erklärte, Marokko garantiere die Religionsfreiheit, Proselytismus und Evangelisierung seien aber nicht möglich.

Der katholische Erzbischof von Rabat, Vincent Landel, und der Präsident der Evangelischen Kirche in Marokko (EEAM), Pastor Jean-Luc Blanc, erklärten übereinstimmend, dass die Kirchen in Marokko „jegliche Aktivität des Proselytismus“ ablehnten. Es gebe keine Verbindungen zwischen den offiziellen Kirchen und den ausgewiesenen Christinnen. Erzbischof Landel betonte, die Aufgabe der römisch-katholischen Kirche in Marokko bestehe darin, den Christen zu helfen, ihren Glauben zu leben, ihnen aber auch bewusst zu machen, dass sie sich in einem muslimisch geprägten Land aufhielten. Es gehe darum, mit den Muslimen einen Dialog aufzunehmen und sie zu respektieren. Dieser Dialog schließe aber „alle Arten von Proselytismus“ auf intellektueller oder theologischer Ebene aus.

Der Vorsitzende des marokkanischen Zentrums für die Menschenrechte, Khalid Cherkaoui Semouni, begrüßte die Ausweisung der Christinnen. So wie die westlichen Länder die Laizität und den christlichen Glauben gegen die islamistische Propaganda verteidigen würden, habe auch Marokko das Recht, seine Religion vor christlichen Missionaren zu schützen.

Die Angaben der marokkanischen Behörden stünden allerdings in krassem Widerspruch zu den tatsächlichen Gegebenheiten. Nach gut informierter Quelle hätten sich in dem Versammlungslokal ausschließlich Christen zum Bibelstudium getroffen. Viele der als „Kriminelle“ verhafteten Frauen gehörten zudem der gleichen Familie an. Die Ausübung des christlichen Glaubens sei nach marokkanischem Verfassungsrecht ausdrücklich gewährleistet, so die Nachrichtenagentur „Compass Direct News“.

Die über einhundert Jahre alte Evangelische Kirche in Marokko, die früher Evangelisch-Reformierte Kirche von Frankreich hieß, ist heute eine „bunte Kirche“, in der sich in Marokko lebende Protestanten verschiedener Länder und unterschiedlichster Konfessionen versammeln.

Das Königreich Marokko zählt rund 32 Millionen Einwohner. Fast 99 Prozent sind Muslime, davon 90 Prozent Sunniten. Ferner gibt es etwa 69.000 Christen und 8.000 Juden.
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Nach dem Tsunami erwirtschaften Frauen ihr eigenes Geld

Weiterstadt bei Darmstadt, 15.04.2009/APD   Die Bewohner des auf einer Insel gelegenen Dorfes Anjalapuram in Vakadu Mandal im indischen Nellore Distrikt standen Ende 2004 unter Schock, als die Riesenwelle des Tsunami ihre Boote, Geschäfte und Häuser unter sich verschlang. In wenigen Minuten war ihre Existenzgrundlage vernichtet. Die Überlebenden flohen mit den unbeschädigt gebliebenen Booten zum Festland. Dort kümmerte sich eine buddhistische Organisation um sie und errichtete direkt an der Küste in Tupilipalem ein Auffanglager. So hatten die Menschen wenigstens ein Dach über dem Kopf. Doch nun mussten sie Arbeit finden, um für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Indien begann mit finanzieller Unterstützung der „Aktion Deutschland Hilft“, den Frauen eine Ausbildung anzubieten, um kunsthandwerkliche Gegenstände aus Seemuscheln herzustellen. Es fanden sich alsbald sieben Selbsthilfegruppen mit jeweils zehn Frauen, die nicht nur das Kunsthandwerk erlernten, sondern auch wie man handelt und wie Verkauf, Etikettierung und Preisbildung funktionieren.

Mastanamma, eine 18-jährige junge Frau, hatte die Schule in ihrem Inseldorf nach der Mittelstufe verlassen und nahm an der ADRA-Ausbildung teil. Heute ist sie die erfahrenste Kunsthandwerkerin unter allen bisherigen Teilnehmerinnen. Sie kann sogar die Selbsthilfegruppe in Tupilipalem im Fach „Handel“ unterrichten und hat ihren Ausbildungsgang erfolgreich abgeschlossen. Sie verdient über 3.000 Rupien (45 Euro) im Monat, wenn die traditionellen Festivals Saison haben.

„ADRA hat mir Hoffnung und die Gelegenheit gegeben, meinen persönlichen Bedarf zu decken und meine Familie zu unterstützen. Und dies in einer Situation, wo ich nicht wusste, was ich ohne eine ordentliche Ausbildung mit meinem Leben anfangen sollte“, betonte die Kunsthandwerkerin.
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180. Geburtstag des Heilsarmee-Gründers William Booth

Köln, 14.04.2009/APD   Einen besonderen Gedenktag feierte die weltweite Heilsarmee am 10. April 2009: An diesem Tag wurde William Booth, der Gründer der Freikirche, vor 180 Jahren geboren. Er erblickte 1829 in Nottingham (Mittelengland) das Licht der Welt und wurde schon in seiner Kindheit mit Armut konfrontiert. Erschüttert durch die soziale und geistliche Not seiner Mitmenschen und motiviert durch seinen tiefen christlichen Glauben, fing er an, auf den Straßen Ost-Londons zu evangelisieren. „Sozialarbeit und Seelsorge“ lautete das Motto der Heilsarmee, seit William Booth erkannte, dass man „einem hungrigen Magen nicht predigen kann“. Doch es ging dem Gründer der Heilsarmee nicht um kurzfristige MiIdtätigkeit. Seine sozialen Projekte waren zukunftsweisend und geradezu revolutionär.

Da eine straff organisierte Bewegung ihre Arbeit effektiver durchführen konnte, nahm die von William Booth und seiner Frau Catherine gegründete Missionsgesellschaft nach und nach militärische Züge an. 1878 erhielt sie den Namen „Die Heilsarmee“. Die Gemeindestationen nannte man nunmehr „Korps“, die hauptamtlichen Mitarbeiter „Offiziere“ und die Mitglieder „Soldaten“.

Catherine Booth, ebenfalls im Jahr 1829 geboren (am 17. Januar), unterstützte ihren Mann William in allen Bereichen, selbst – damals äußerst ungewöhnlich – im Predigdienst. Durch ihr Wirken wurde in den Satzungen der Heilsarmee die Gleichberechtigung der Frau in allen Ämtern und Führungspositionen festgelegt.

Die Bewegung breitete sich rasch über die ganze Welt aus. Als William Booth im Jahr 1912 starb, arbeitete die Heilsarmee bereits in 58 Ländern. 1886 hatte sie ihre Arbeit in Deutschland (Stuttgart) durch Fritz Schaaff aufgenommen. Heute zählen etwa drei Millionen Gläubige zur Heilsarmee, darunter 1.082.166 Heilssoldaten, 25.974 Offiziere (Geistliche) und 190.215 Angehörige. Die Heilsarmee leistet in 117 Ländern eine umfangreiche geistliche und soziale Arbeit in rund 15.000 Gemeinden und mehr als 4.000 Sozialzentren. In Deutschland gibt es rund 4.000 Mitglieder, 45 Gemeinden und 42 soziale Einrichtungen.
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Ottheinrich-Bibel im Erlebnismuseum Frankfurt/Main

Frankfurt/Main, 13.04.2009/APD   Die Ottheinrich-Bibel, das älteste illustrierte Neue Testament in deutscher Sprache, ist noch bis zum 10. Mai im Frankfurter Bibelhaus Erlebnismuseum zu sehen. Erstmals wird die 1532 fertiggestellte Bilderhandschrift in einer Erlebnisausstellung unter dem Titel „Prachtvoll. Die kostbarste Illustrierte der Welt“ präsentiert. Die Bibel ist eine Leihgabe der Bayerischen Staatsbibliothek und wird aus konservatorischen Gründen nur für wenige Wochen bis 2010 öffentlich gezeigt. Die Ausstellung bietet weitere Exponate, Filmsequenzen und Inszenierungen.

Die Ottheinrich-Bibel gilt als außergewöhnlich wertvolles und kulturhistorisch höchst bedeutendes Buchzeugnis des Spätmittelalters und der Renaissance. Die Prachthandschrift wurde um 1430 von Ludwig VII. dem Bärtigen von Bayern-Ingolstadt in Auftrag gegeben und hundert Jahre später auf Betreiben des Pfalzgrafen Ottheinrich vollendet. Wichtigster Illustrator der Bibel war der Maler Mathis Gerung aus Lauingen. Bezeugt ist seine Beauftragung durch den Regenten durch zwei Verträge von 1530 und 1531. Gerung ergänzte in zwei Jahren die 29 alten Miniaturen um insgesamt 117 neue.

Die achtbändige Bibel ist erst seit kurzem wieder komplett an einem Ort. Mit Hilfe von Stiftungen, privaten, kirchlichen und öffentlichen Geldgebern kaufte der Freistaat Bayern fünf Bände, welche die „Herzog von Sachsen Coburg & Gotha’sche Kunststiftung“ sonst beim Auktionshaus Sotheby’s in London hätte versteigern lassen. Drei weitere Bände hatte die Bayerische Staatsbibliothek bereits 1950 erworben.

Das Bibelhaus Erlebnismuseum wurde im Januar 2003 eröffnet. Träger ist die Frankfurter Bibelgesellschaft. Sie wurde 1816 im Frankfurter Römer gegründet und ist der älteste kirchliche Verein Frankfurts. Bisher besuchten mehr als 130.000 Menschen das Museum. Weitere Informationen zur Sonderausstellung gibt es im Internet unter www.ottheinrich-bibel.de.
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Fast jeder zweite Österreicher glaubt an Gott

Linz/Österreich, 12.04.2009/APD   Gemäß einer am Karfreitag in Linz veröffentlichten Meinungsumfrage zum Thema „Ostern zwischen Brauchtum und Gläubigkeit“ glaubt knapp die Hälfte der Österreicher an die Existenz Gottes. Ostern wird hingegen mehr als Brauchtum und weniger als religiöses Fest gesehen.

Wie das Linzer Institut für Markt- und Sozialanalysen (IMAS) mitteilte, bekannten sich 47 Prozent der eintausend repräsentativ für die Gesamtbevölkerung befragten Personen zum Glauben an Gott. 42 Prozent beziehungsweise 34 Prozent sind überzeugt, dass es Wunder und ein Leben nach dem Tod gibt. Für jeweils 28 Prozent ist es glaubhaft, dass Jesus als Gottessohn geboren wurde, dass es Engel gibt und dass Jesus von den Toten auferstanden ist. 23 Prozent sind der Meinung, dass es einen Himmel gibt, in den man kommen kann.

22 Prozent der Österreicher glauben laut IMAS an Geisterscheinungen, jeweils 16 Prozent an eine Wiedergeburt, bei der man als eine andere Person neu auf die Welt kommt, und dass die Astrologie über das Schicksal von Menschen Auskunft geben kann. Die IMAS-Umfrage ergab ferner, dass jeweils 15 Prozent von der Existenz des Teufels sowie der Hölle überzeugt sind. Für 14 Prozent ist es plausibel, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde. Für elf Prozent existieren UFOs. Dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat, beziehungsweise daran, dass es Hexen gibt, glauben jeweils neun Prozent. Die IMAS-Umfrage weist auch auf den Aspekt hin, dass die Urknall-Theorie von 30 Prozent der Österreicher als Ausgangspunkt der Entwicklungsgeschichte akzeptiert wird, ohne dass der Gottesglaube dadurch rückläufig wurde.

Das Institut erkundigte sich auch nach der Bedeutung des Osterfestes. Für die Mehrheit von 48 Prozent stellt es nur ein Brauchtum dar. Lediglich 43 Prozent, unter ihnen überdurchschnittlich viele Ältere, empfinden es als religiöses Fest. Der christliche Hintergrund ist dabei aber noch stärker als beim Weihnachtfest vorhanden, das schon für 52 Prozent Brauchtum und nur für 36 Prozent ein religiöses Fest darstellt.
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Bibeltexte weltweit in 2.479 Sprachen

Stuttgart, 10.04.2009/APD   Die ganze Bibel, das Neue Testament oder einzelne Bücher der Heiligen Schrift liegen jetzt in 2.479 Sprachen vor. „Das sind 38 mehr als im Jahr 2007“, teilte die Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, mit. Eine vollständige Bibelübersetzung gebe es jetzt in 451 Sprachen; das seien 13 mehr als im Jahr zuvor. Das Neue Testament sei in weiteren 1.158 Sprachen verfügbar. Hinzu kämen einzelne Evangelien oder andere Teile der Heiligen Schrift in 870 Sprachen. „Experten schätzen, dass es weltweit rund 6 900 Mundarten gibt.“ Die Bibel bleibe damit das am häufigsten übersetzte und am meisten verbreitete Buch in der Menschheitsgeschichte.

Spitzenreiter unter den Kontinenten sei Afrika mit 718 Übersetzungen. In Europa gebe es Übersetzungen in 212 Sprachen. Nach Angaben der Deutschen Bibelgesellschaft hätten zwar 95 Prozent der Weltbevölkerung die Bibel in einer Sprache zur Verfügung, die sie verständen, aber gerade beim Bibellesen könne der Text die Leser in seiner ganzen Tiefe nur dann erreichen, wenn sie ihn in ihrer Muttersprache verstehen könnten. Die Botschaft der Bibel in allen Sprachen zugänglich und verständlich zu machen, sei deshalb die zentrale Aufgabe der Bibelgesellschaften weltweit seit mehr als 200 Jahren. Unter den neu übersetzten Sprachen befänden sich zum Beispiel die Mundart Sar im Tschad, Dioula in Burkina Faso, Lari in der Republik Kongo und Kono in Sierra Leone.

Im Weltbund der Bibelgesellschaften in Reading/England arbeiten 145 nationale Bibelgesellschaften zusammen. Zurzeit führen sie über 650 Übersetzungsprojekte durch.
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ADRA schult die ersten Mentoren für "Weltwärts" in Mexiko

Weiterstadt bei Darmstadt, 09.04.2009/APD   „Weltwärts“ ist der Name eines neuen Programms, das vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vor einem Jahr gestartet wurde. Der neue entwicklungspolitische Freiwilligendienst ermöglicht jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren, sich mit finanzieller Unterstützung für sechs bis 24 Monate ehrenamtlich in Entwicklungsländern zu engagieren.

Eine Bedingung dieser Auslandseinsätze ist die Begleitung der Jugendlichen durch Mentoren, welche die Freiwilligen im Einsatzland empfangen und ihnen eine Einführung in das Land und seine kulturellen Eigenarten geben. Sie halten die Verbindung zur deutschen Botschaft und zum Büro der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland und sind während der gesamten Einsatzzeit Ansprechpartner für die Freiwilligen, um eventuelle Schwierigkeiten zu klären.

Die erste überregionale ADRA-Schulung von Mentoren fand in Mexiko statt. Sie wurden mit den Anforderungen des Programms „Weltwärts“ bekannt gemacht und tauschten Erfahrungen über bisherige Auslandseinsätze von Jugendlichen aus. ADRA Deutschland führt in acht Ländern „Weltwärts“-Projekte durch: in Argentinien, Mexiko, Honduras, Nicaragua, Moldau, Kirgistan, Tansania und Kenia. In diese Staaten hat das Hilfswerk zurzeit 16 Freiwillige entsandt.

Wie beliebt diese Auslandseinsätze bei Jugendlichen seien, ist laut dem Geschäftsführer von ADRA Deutschland, Erich Lischek (Weiterstadt), an der Nachfrage erkennbar. „In diesem Jahr sind bereits über 50 Bewerbungen eingegangen. Nach einer Vorauswahl werden 41 junge Menschen zu einem Info-Wochenende eingeladen, und von diesen können wir dann 16 entsenden.“ ADRA würde gern mehr Jugendliche „Weltwärts“ schicken, versicherte Lischek. Doch dazu bedürfe es mindestens einer weiteren Planstelle, die nur dann eingerichtet werden könne, wenn die entsprechenden finanziellen Mittel dafür eingingen. 
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Über 60 adventistische Bildungsstätten in Rumänien

Bukarest/Rumänien, 08.04.2009/APD   „Seit der Revolution in Rumänien im Jahr 1989 haben die Siebenten-Tags-Adventisten damit begonnen, Bildungsstätten im Land zu gründen“, teilte Pastor Valeriu Petrescu (Bukarest), Abteilungsleiter für Bildung der dortigen adventistischen Kirche, mit. Gegenwärtig gebe es 52 Kindergärten, vier Grund- und vier höhere Schulen sowie eine Krankenpflegeschule in Braila. Hinzu komme das Theologische Institut in Cernica.

Der Anteil von Kindern und Jugendlichen aus adventistischen Elternhäusern sei in den Bildungsstätten unterschiedlich. Beim Gymnasium in Bukarest hätten 90 Prozent der Schüler Adventisten als Eltern, bei der höheren Schule in Craiova seien es nur 40 Prozent. Wenn es nach Petrescu geht, sollte die Freikirche ihr Theologisches Institut als Hochschule mit weiteren Fachbereichen ausbauen, sodass dort bis zu 1.000 Studenten an zwei oder drei Standorten ihre Studien aufnehmen könnten. Gegenwärtig seien am Institut 320 Studenten in Theologie und Pädagogik eingeschrieben. Sie könnten ihr Studium mit dem Master of Arts abschließen. „Es müsste außerdem möglich sein, dass unsere Kirche in unserem Land zwischen 200 und 300 Kindergärten sowie 30 Grund- und 20 höhere Schulen unterhält“, meinte Petrescu.

In Rumänien leben 70.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 1.085 Gemeinden.
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1,1 Millionen Besucher bei "ProChrist" 2009

Chemnitz, 07.04.2009/APD   Rund 1,1 Millionen Besucher verfolgten zwischen dem 29. März und dem 5. April das Programm von „ProChrist“, welches aus der Chemnitz Arena per Satellit an über 1.300 Orte in Deutschland und 17 Länder Europas übertragen wurde. Mehr als 56.000 Menschen nutzten laut Veranstalterangaben allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Angebot von „ProChrist“-Leiter, Pfarrer Ulrich Parzany, und suchten das Gespräch mit Seelsorgern am jeweiligen Übertragungsort. „ProChrist“ stand diesmal unter dem Motto „Zweifeln und Staunen“ und fand bereits zum siebten Mal statt.

Durch „ProChrist“ sollen Menschen angeregt werden, sich mit grundsätzlichen Fragen des Lebens und des christlichen Glaubens auseinanderzusetzen. „Ich staune, auf welche Resonanz unser Angebot insbesondere im angeblich so unchristlichen Ostdeutschland gestoßen ist“, sagte Pfarrer Ulrich Parzany. Während der „ProChrist“-Woche hätten die Organisatoren am zentralen Veranstaltungsort in Chemnitz mehrmals die Messehalle wegen Überfüllung schließen und weitere Besucher in zusätzlich herangeschafften Zelten unterbringen müssen.

Die Menschen seien auf der Suche nach einer klaren Antwort auf die Frage, ob es Gott gebe oder nicht, betonte Pfarrer Parzany. „Es ist fantastisch, dass wir in Deutschland so frei und ungehindert über diese Frage reden und streiten können. Denn wo Zweifel verboten sind, wird auch das Staunen unmöglich.“ Jetzt sei es nötig, dass Christen Klartext redeten und Profil zeigten.

Das Großereignis hätte auch in diesem Jahr Christen aller Glaubensrichtungen vereint. „Neben der evangelischen Landeskirche und landeskirchlichen Gemeinschaften haben sich unterschiedliche Freikirchen an Organisation und Durchführung beteiligt“, informierte Raimund Utsch, erster Vorsitzender von ProChrist e. V.. Die an „ProChrist“ beteiligten Gemeinden würden in den kommenden Monaten eigene Glaubenskurse anbieten.
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Ostergottesdienste im Internet finden

Hannover, 06.04.2009/APD Für alle, die in diesem Jahr nach Gottesdiensten in der Osterwoche suchen, bieten die evangelische und die katholische Kirche wieder den ökumenischen Gottesdienstservice an. Unter der Internet-Adresse www.ostergottesdienste.de haben bundesweit katholische und evangelische Kirchengemeinden sowie Freikirchen ihre Andachten, Gottesdienste und Messfeiern eingetragen. Der Online-Dienst ist übersichtlich gestaltet und leicht zu bedienen. Für die Suche geben die Internetnutzer den Namen der Gemeinde, den Ort oder eine Postleitzahl ein und erhalten so einen Überblick über die vielfältigen Angebote zwischen Gründonnerstag und Ostermontag (9. bis 13. April).
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"ProChrist" bei den Leipziger Adventisten

Leipzig, 05.04.2009/APD   Schon in den Leipziger Straßenbahnen wurden die Fahrgäste auf die Veranstaltungsreihe „ProChrist“ vom 29. März bis 5. April aufmerksam gemacht. Auf den Monitoren war neben Fahrgastinformationen und Werbung auch ein kurzer Film über die speziellen Gottesdienste und die vier Veranstaltungsorte in der Messestadt zu sehen.

Im Adventhaus, dem Gemeindezentrum der Leipziger Siebenten-Tags-Adventisten in der Karl-Heine-Straße 8, begann jeder Abend um 19 Uhr mit einem Imbiss, bestehend aus Suppe, belegten Brötchen und Getränken. „Manche Besucher kommen direkt von der Arbeit und hatten noch keine Gelegenheit, etwas zu essen“, meinte der Seelsorger der Adventgemeinde Leipzig, Pastor Norbert Gelke. „Niemand soll bei uns mit knurrendem Magen laut dem ProChrist-Motto zweifeln und staunen.“

Um 19.30 Uhr erlebten die jeweils rund 100 Besucher ein viertelstündiges Vorprogramm. Darin stellten die Adventisten ihre Aktivitäten in der Stadt kurz vor; unter anderem das Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen, die Kleiderkammer für Bedürftige, das Nachbarschaftszentrum „Die Tür“, den Suchthilfekreis, Vollwertkost kennenlernen durch die Leipziger Gruppe des Deutschen Vereins für Gesundheitspflege (DVG) sowie die Aktivitäten der Pfadfinder, der Jugendgruppe und des Seniorenkreises.

Ab 19.45 Uhr wurde im Adventhaus auf einer großen Leinwand die „ProChrist“-Zentralveranstaltung aus der Chemnitz Arena übertragen. Sie begann mit dem temperamentvollen „ProChrist“-Lied. Nach weiteren Musikstücken, Interviews, Theaterszenen oder Pantomime zum jeweiligen Abendthema, trat als Hauptredner der evangelische Pfarrer Ulrich Parzany in Chemnitz ans Podium. Seine Botschaft war leicht verständlich, mit zahlreichen Beispielen illustriert und eindeutig.

So sprach er beispielsweise am dritten Abend über die Frage, ob man Gott beweisen könne. Parzany: „Ich bin froh, dass wir in einem Land leben, in dem weder Staat noch Kirche vorschreiben, was ein Mensch zu glauben hat.“ So stehe es jedem frei, an Gott zu glauben oder nicht zu glauben. Die Existenz Gottes könne mit wissenschaftlichen Methoden nicht bewiesen werden. Doch es könne auch niemand beweisen, dass es keinen Gott gebe. „Wer sagt, dass es nur das gibt, was man wissenschaftlich erforschen und nachweisen kann, der trifft eine willkürliche Glaubensentscheidung und macht sich selbst zum Maßstab aller Wirklichkeit“, betonte der Geistliche. Gott könne nicht als Forschungsobjekt wie Kunststoff behandelt werden. Ob er existiere, müsse er selbst zeigen, „sodass jeder herausfinden kann, was an seiner Liebe dran ist“. Grundlage von Parzanys Predigt war der Bibeltext aus Johannes 6, 66-69: „Wir reden über die leidenschaftliche Liebe Gottes, der uns geschaffen hat.“ Der Pfarrer forderte die Menschen an diesem und allen anderen Abenden auf, sich auf Jesus Christus, den Gott in die Welt sandte, einzulassen, um Gewissheit über Gott und Lebenssinn zu erhalten.

Gegen 21 Uhr endeten die Übertragungen aus Chemnitz. Viele der Besucher im Leipziger Adventhaus nutzten anschließend die Möglichkeit zum Gespräch und einem weiteren Imbiss. Wer wollte, konnte auch das Taschenbuch „Gute Nachricht für Leipzig“, das Neue Testament in einem modernen, leicht verständlichen Deutsch, mitnehmen. Der Band enthält auch Bekenntnisse von Leipziger Bürgern über die Bedeutung der Bibel für sie persönlich. Darunter befindet sich der frühere Gewandhauskapellmeister Herbert Blomstedt, ein Adventist, für den die Heilige Schrift „der größte Schatz“ sei.

Zu den „ProChrist“-Veranstaltungen luden in Leipzig auch die Freie Evangelische Gemeinde „Ring-Café“, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schiebestraße und die Evangelische Gemeinde „HoffnungsZentrum“ ein.
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Leiter der adventistischen Weltkirche in Rumänien herzlich willkommen

Silver Spring, Maryland/USA, 03.04.2009/APD   Die Präsenz von 100.000 Siebenten-Tags-Adventisten in Rumänien sei ein „Beweis“ für den positiven Beitrag dieser Kirche für sein Land, sagte der rumänische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Adrian Vierita, anlässlich eines Mittagessens im Verwaltungsgebäude der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) in Silver Spring, Maryland/USA. Er würdigte deren Einsatz für die Religionsfreiheit in Osteuropa.

Pastor Jan Paulsen, Präsident der Generalkonferenz der Adventisten, erinnerte daran, dass die Wurzeln der Freikirche in Rumänien bis ins Jahr 1868 zurückreichten. Nach der Revolution von 1989 hätten die Adventisten in dem Land verstärkt Unterstützung seitens der Behörden erfahren. Paulsen dankte dem Botschafter für die Anerkennung des Rechtes auf Religionsfreiheit in Rumänien.

Der Generalkonferenz-Präsident teilte mit, dass die Freikirche in dem Balkanland über 60 Bildungseinrichtungen, vom Kindergarten bis zur höheren Schule, unterhalte. „Bildung hat schon immer einen hohen Stellenwert für unsere Kirche gehabt“, betonte Paulsen. „Wir wollen mehr sein, als nur eine auf uns selbst bezogene Glaubensgemeinschaft. Wir wollen Partner beim Bau der Nation und des Gemeinwesens sein.“

Pastor John Graz, Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Weltkirchenleitung, schätze es, dass die Adventisten in Rumänien vom Staat als Kirche anerkannt seien. „Wir sind in Rumänien für unseren Beitrag zur Religionsfreiheit bekannt; einem Land, das unter dem Kommunismus schwere Menschenrechtsverletzungen erlebte.“

„Ich schätze Ihre Kirche sehr“, sagte Botschafter Vierita. „Sie hat auch bei unseren Behörden einen guten Ruf.“ Viele leitende Mitarbeiter der Generalkonferenz hätten bereits sein Land besucht. „Sie haben es sicher schon selbst erlebt: Sie sind herzlich in meinem Land willkommen.“

Adrian Vierita war vor seinem Amtsantritt im Januar 2008 als Botschafter in den USA Staatssekretär für Europäische Angelegenheiten im rumänischen Außenministerium. Von 2002 bis 2006 amtierte er als Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland.
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100 Jahre Berliner Erklärung zur Pfingstbewegung

Symposium des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) und des Interdisziplinären Arbeitskreises Pfingstbewegung (Heidelberg)

Erzhausen bei Darmstadt, 02.04.2009/APD   Die diesjährige Frühjahrstagung des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) beschäftigte sich am 27. und 28. März am Theologischen Seminar „Beröa“ des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Erzhausen mit einem Thema der jüngeren deutschen Kirchengeschichte: der Berliner Erklärung, die 1909 auf die Kasseler Ereignisse von 1907 und somit auf den Beginn der deutschen Pfingstbewegung reagierte und in dieser den „Geist von unten“ am Wirken sah. Durch die Berliner Erklärung kam es zu einer tiefen und lange andauernden Distanzierung zwischen pfingstlichen Freikirchen und den anderen evangelischen Freikirchen sowie den landeskirchlichen Gemeinschaftsverbänden. Erst in jüngerer Zeit sind vermehrte Anstrengungen unternommen worden, diesen Graben zu überwinden, unter anderem mit der Kasseler Erklärung von 1996.

Wie die Situation nach 100 Jahren aussieht, erfuhren die rund 100 Teilnehmer der Tagung, welche der Verein für Freikirchenforschung zusammen mit dem Interdisziplinären Arbeitskreis Pfingstbewegung an der Universität Heidelberg durchführte. 14 Referate und eine Podiumsdiskussion gaben einen Einblick in den Stand der Dinge, nicht nur in Deutschland, sondern über die Grenzen hinaus.

Dr. Paul Schmidgall, Rektor des Europäischen Theologischen Seminars der Gemeinde Gottes in Freudenstadt-Kniebis, skizzierte die entstehende Pfingstbewegung als „ihrer Zeit voraus“ und somit zwangsläufig auf Unverständnis im Deutschland des beginnenden 20. Jahrhunderts treffend. Die Pfingstbewegung habe durch Glossolalie, Erfahrungstheologie und Globalisierung Menschen der Spätmoderne ansprechen können.

Richard Krüger (Erzhausen) vom Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) blickte als Zeitzeuge auf die gemeinsame Kasseler Erklärung von 1996 zwischen dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz und dem Präsidium des BFP zurück. Bezeichnend sei, dass es hierbei um eine Reaktion auf die Ereignisse in Toronto („Torontosegen“) und weniger um einen Widerruf der Berliner Erklärung gegangen wäre. Krüger betonte, auch vor der Kasseler Erklärung habe der BFP kein zweistufiges Heilsmodell vertreten. Die Geistestaufe sei keine weitere Stufe auf dem Heilsweg, sondern eine von der Bekehrung zu unterscheidende Erfahrung. Zudem wäre die Berliner Erklärung von 1909 keine Reaktion auf die Pfingstbewegung gewesen, sondern auf einen pfingstlich-charismatischen Aufbruch in der Gemeinschaftsbewegung, der nicht in vernünftige Bahnen gelenkt worden sei.

Werner Bayer (Bad Blankenburg), früherer Seminardirektor der Deutschen Evangelischen Allianz, gab einen facettenreichen Einblick in die Quellenlage rund um die Berliner Erklärung. Schon vor den Ereignissen in Kassel (1907) habe es in verschiedenen landeskirchlichen Gemeinschaften pfingstliche Aufbrüche gegeben. Bayer betonte, dass der Gnadauer Gemeinschaftsverband an der Berliner Erklärung eine „Mitschuld“ trüge, da diese vor allem vom Gemeinschaftsverband angestrengt worden sei und hauptsächlich Ereignisse im eigenen Verband behandelt habe. Eine Pfingstkirche im klassischen Sinne hätte es 1909 noch nicht gegeben; „diese wurde aber später in Haftung genommen und hatte noch lange unter der Berliner Erklärung zu leiden“.

Der Präses des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden, Ekkehart Vetter (Mülheim/Ruhr), bezeichnete das gegenwärtige Selbstverständnis des Mülheimer Verbandes als „Freikirche zwischen den Stühlen“. Zentral sei der Dreiklang aus Erweckung, Evangelisation und Heiligung. Erst das Ungleichgewicht zwischen diesen drei Komponenten hätte zu Schieflagen in der Kirchengeschichte geführt.

Professor em. Dr. Erich Geldbach (Marburg) fasste die Reaktionen der Freikirchen auf die Kasseler Ereignisse von 1907 zusammen. Nach den geistlichen Aufbrüchen 1904 und 1905 in Wales habe das Gros der Freikirchen trotz starker Erweckungssehnsucht schroff und teilweise brutal ablehnend reagiert. Geldbach bezeichnete diese Ablehnung als einen Reflex der Freikirchen, welche die Pfingstchristen als Teil der Landeskirchen und damit, wie es der baptistische Theologe Gieselbusch formulierte, einer „Zwangskirche“ verstanden.

Professor Dr. Terry Cross von der Lee-Universität in Cleveland/USA fragte, ob die Pfingstchristen Evangelikale seien. Seine Antwort: Ja und Nein. Sie entstammten nicht dem historischen Strom der Fundamentalisten, hätten sich aber der evangelikalen Bewegung angeschlossen. Trotzdem sei die Pfingstbewegung nicht deckungsgleich mit den Evangelikalen. Unterschiede gebe es zum Beispiel im Bibelverständnis, das bei den Evangelikalen rein verstandesmäßig definiert sei, während bei den Pfingstlern auch die Erfahrung mit dem Wort Gottes eine Rolle spiele. Cross betonte, dass bei beiden Gruppen die Ekklesiologie wegen der starken Betonung der persönlichen Bekehrung nur schwach ausgeprägt sei.

Ergänzt wurden die Vorträge durch Kurzreferate über das Leben und die Fragestellung der Pfingstbewegung in Chile, Südafrika, Tansania und den Niederlanden.

Den Abschluss der Tagung bildete unter der Moderation von Professor Dr. Michael Plathow (Universität Heidelberg) eine Podiumsdiskussion mit Professor Dr. Michael Bergunder (Universität Heidelberg), Dr. Reinhard Hempelmann (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin), Dr. Rolf Hille (Deutsche Evangelische Allianz, Tübingen), Günter Karcher (Vizepräses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Erzhausen) und Ekkehart Vetter (Präses des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden). Sie bedauerten die Verwerfungen und Verletzungen, welche die Berliner Erklärung hervorgerufen habe. Hempelmann forderte auf, die Pfingstbewegung nicht zu pathologisieren, aber auch seitens der Pfingstler eine Konzentration auf Wunder und Ekstase zu vermeiden. Auf allen Seiten sollten die „Ränder“ des Meinungsspektrums in die Schranken gewiesen werden. Hille betonte, er wünsche sich mehr überprüfbare Geistwirkungen in der Pfingstbewegung: mehr Wunder und Heilungen, die nachweislich geschehen – das würde überzeugen.
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156.248 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung im Jahr 2008

Bonn, 01.04.2009/APD   Im Jahr 2008 wurden laut Angaben des Bundesamts für Wehrverwaltung 156.248 Anträge auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gestellt. Auch wenn die Zahl gegenüber 2007 (161.438) leicht rückläufig sei, zeige sie dennoch, dass die Gewissensfreiheit zur Kriegsdienstverweigerung (KDV) bei Wehrpflichtigen einen hohen Stellenwert behalte, gab Günter Knebel (Bonn), Geschäftsführer der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK), zu bedenken. Die anhaltende Diskussion um Wehrgerechtigkeit führe dazu, dass viele mit ihrer Antragstellung warteten, bis ihnen der Einberufungsbescheid zur Bundeswehr zugegangen sei.

„Zehntausende Nachfragen des Bundesamts für den Zivildienst zu den KDV-Anträgen lassen die Antragsteller auch weiterhin kirchliche Beratungsstellen aufsuchen“, informierte Knebel. Die Zahl der beratungsintensiven Anträge von Vorbenachrichtigten und Einberufenen sei 2008 auf 10.925 (2007: 9.611) gestiegen; 3.493 Anträge (2007: 3.119) hätten Soldaten und 201 (2007: 251) Reservisten gestellt.

Die Zahl der Zivildienstleistenden (ZDL) betrug 2008 laut Bundesamt für den Zivildienst (BAZ) im Jahresdurchschnitt 63.344; 85.101 ZDL seien zu einem Dienst von neun Monaten Dauer einberufen worden. Für 2009 und die Folgejahre würden ähnliche Zahlen erwartet.

Nach Knebel gaben im letzten Jahr 37 Prozent der Zivildienstleistenden „evangelisch“ als Konfession an, sodass sie kostenlos die Zeitschrift „zivil – für Frieden und Gewaltfreiheit“ (www.zivil.de) erhielten. Die EAK setze sich dafür ein, den Zivildienst zu einem friedensethischen Lerndienst weiter zu entwickeln, in dem junge Menschen für gewaltfreie Konfliktaustragung sensibilisiert würden und diese einüben könnten.
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