Kunstausstellung zum Motto des Kirchentages

Bremen | 21. Mai 2009 | APD |

Bremen, 21.05.2009/APD   Zum Motto "Mensch, wo bist Du?" des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Bremen zeigt die Adventgemeinde Bremen-Findorff der Siebenten-Tags-Adventisten eine Kunstausstellung, deren Exponate von den Mitgliedern der Gemeinde gearbeitet wurden. Laut dem Künstler Heinz Ottschoffsky wolle die rund 60 Mitglieder zählende Gemeinde dadurch ihrem Glauben, den von ihr vertretenen Werten sowie den Fragen an sich selbst und an die Gesellschaft Ausdruck verleihen.

Bei der jetzigen 7. Ausstellung sollen Bilder, Fotos, Skulpturen und Installationen den Betrachter nachdenklich stimmen, in Frage stellen und anrühren. Die auf Holz und mit Acryl gearbeitete Collage "Wir sind die Herren" von Claudia Ottschoffsky stelle die ethische Anfrage "Mensch, wo bist du hingekommen?". Angesichts der "Unverfrorenheit", dass 0,25 Prozent der Weltbevölkerung so viel Vermögen besitze, wie die anderen 99,75 Prozent zusammen, würde die Künstlerin ihr Werk gern an einen Konzern oder eine Großbank verkaufen, notfalls auch verschenken, um die Herren im Vorstand zum Nachdenken zu bewegen.

Bei zwei Bildern von Marianne Sfalanga gehe es um die Frage "Mensch, wer bist Du?". Das eine Gemälde zeigt anhand einer Makrofotografie die 500-fache Vergrößerung einer menschlichen Eizelle im Eileiter, das andere stellt die Sombrero Galaxie dar, die 800 Milliarden Sterne umfasst und 28 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist.

Doch die Künstler versuchten auch Antworten zu finden. Rainer Schmidt mache durch seine Fotografie einer Wüste in Mauretanien deutlich, dass der Mensch sich nicht auf Dauer verstecken könne. Und ein Fries aus 13 Bildern von neun Künstlerinnen und Künstlern zeige, dass Gott dem Menschen nachgehe. "Er sucht, findet und entdeckt, was sich versteckt hat." Mit diesen Worten beschließt Heinz Ottschoffsky den Rundgang durch die 57 Werke umfassende Ausstellung. Sie ist noch bis zum 1. Juni im Zentrum der Adventgemeinde Bremen-Findorff, Plantage 22, zu sehen.

Während des Kirchentages ist dort auch von 18 bis 24 Uhr das "Gute-Nacht-Café" geöffnet. Besucher der Großveranstaltung können in gemütlicher Runde den Tag ausklingen lassen sowie eine Kleinigkeit essen und trinken.
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