Freie evangelische Gemeinden mit eigener Pfadfinderschaft

Witten | 26. Juni 2009 | APD |

Witten,26.06.2009/APD   4.000 Gäste erlebten im Rahmen des Kongresses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (BFeG) in Bochum den offiziellen Startschuss der Pfadfinderschaft der Freikirche. Rund 110 Pfadfinder aus verschiedenen Stämmen nahmen an der Gründungsfeier teil. Walfried Luft (Witten) und Detlev Günter (Hamburg), die zu der zukünftigen Bundesführung gehören, erklärten die Chancen, welche sie mit der neuen Jugendarbeit verbinden. "Eine christliche Pfadfinderschaft", so Luft, "erscheint uns als Gebot der Stunde." In einer Zeit, wo die staatlich geförderte Jugendarbeit auf dem Rückzug sei und junge Menschen nach Werten und Orientierung suchten, böten die Pfadfinder eine wertvolle Alternative. Dabei sollten die Pfadfinder keine Konkurrenz zu den bestehenden "Jungscharen" sein, sondern deren Anliegen ergänzen.

Eine im Jahr 2000 geschlossene Kooperation mit der "Baptistischen Pfadfinderschaft" (BPS) kam damit zu Ende. Detlef Günter dankte in einer internen Feier dem stellvertretenden Bundesführer der BPS, Jörg Paudtke, für die guten Jahre der Zusammenarbeit. Sie hätten es ermöglicht, dass die anfangs vereinzelten Gruppen der Freien evangelischen Gemeinden zunächst ein organisatorisches Dach finden konnten. "Wir sind", so Günter, "dafür sehr dankbar." Im Laufe der Jahre habe es aber den Wunsch gegeben, eine eigene Pfadfinderschaft mit eigener Identität ins Leben zu rufen. Im Bereich der Schulungen und Materialbeschaffung wolle man weiter zusammen arbeiten.

Zum Bund Freier evangelischer Gemeinden zählen 440 Freikirchengemeinden mit etwa 38.000 Mitgliedern. Rund 300 Pfadfinder gehören derzeit zu der neu gegründeten Pfadfinderschaft.
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