Moskau/Russland, 01.07.2009/APD   Das russische Justizministerium habe laut der Osloer Menschenrechtsorganisation „Forum 18“ sein Expertengremium für die Beziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften reorganisiert und mit umfassenden Untersuchungskompetenzen ausgestattet. Dass „Sektenbekämpfer“ und umstrittene Islamgelehrte in den Rat berufen worden seien, führte bei Religionsgemeinschaften und Bürgerrechtlern zu Protesten.

Eine Theologengruppe der Altgläubigen sehe in der Reorganisation „einen direkten Angriff auf die verfassungsmäßigen Rechte der russischen Bürger, nämlich die Bekenntnisfreiheit“. Die Altgläubigen, welche nicht direkt betroffen zu sein scheinen, befürchteten Streit unter den Glaubengemeinschaften, sodass eine Kampagne gegen Andersgläubige und deren Unterdrückung folgen könnte. Auch Vertreter der Baptisten, Pfingstler, Siebenten-Tags-Adventisten und Muslime sowie Bürgerrechtler hätten protestiert und hofften, dass die Regierung Medwedjew die Kompetenzen des Rates eindeutig begrenze.
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