Weltkonferenz über Gesundheit und Lebensstil tagt in Genf

Genf/Schweiz | 5. Juli 2009 | APD |

Genf/Schweiz, 05.07.2009/APD   In Genf findet vom 6. bis 11. Juli eine "Globale Konferenz über Gesundheit und Lebensstil in der Basisgesundheitsversorgung (Primary Health Care/PHC)" statt. Die sechstägige internationale Großveranstaltung befasst sich mit dem physischen, psychischen und sozialen Wohlergehen der Menschheit. Über 140 internationale Experten berichten in Fachvorträgen, interaktiven Lehrveranstaltungen und Diskussionsforen über die neuesten Entwicklungen in Primary Health Care.

Am ersten Konferenztag (6. Juli) finden die Veranstaltungen auf Einladung der Weltgesundheitsorganisation am Genfer Hauptsitz der WHO statt. Danach tagen die Gesundheitsexperten im Uni-Mail-Gebäude der Universität Genf.

Zu den Hauptreferenten der Gesundheitskonferenz zählen: Dr. Anarfi Asamoa-Baah, stellvertretender Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO); Professor Dr. David Williams, Harvard Universität; Dr. Albert Reece, Dekan der Maryland University School of Medicine; Alex Ross, Direktor für Partnerschaft der WHO; Professor Dr. Gary Fraser, Loma Linda Universität; Charles Sandefur, Präsident der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA International; Jan Paulsen, Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, sowie Dr. Allan Handysides, Direktor der Gesundheitsabteilung der adventistischen Generalkonferenz.

Nach Angaben des Kongresskoordinators Dr. Handysides gehörten zur Primary Health Care die Zusammenarbeit der staatlichen Stellen mit den direkt Betroffenen. "Die Menschen sollen die Initiative ergreifen und ihre Gesundheitsbelange selbst formulieren und sich dafür einsetzen“, so Handysides.

Die Globale Gesundheitskonferenz in Genf wurde in enger Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Nichtregierungsorganisationen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen geplant. Zu den wichtigsten Sponsoren zählen, neben dem Büro für Partnerschaft der WHO, die Internationale Kommission zur Verhütung von Alkoholismus und Drogenmissbrauch (ICPA), das Institut zur Verhütung von Abhängigkeiten (IPA), der Fachbereich für Volksgesundheit an der Loma Linda Universität (USA), ADRA International, das Berliner Krankenhaus "Waldfriede" und die Klinik "La Lignière" in Gland am Genfersee – beide Einrichtungen gehören dem Netz gesundheitsfördernder Krankenhäuser der WHO an – sowie die Gesundheitsabteilung der weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Sliver Spring (Maryland/USA ), die auch als Koordinationsstelle des Weltkongresses tätig ist.

"Es ist ein großes Vorrecht für die Freikirche der Adventisten Teil einer Pilotgruppe zu sein, welche die Arbeitsbeziehungen zwischen den Organisationen mit einem Glaubensfundament (faith-based organisations/FBOs) und der Weltgesundheitsorganisation untersucht," so Dr. Peter Landless, stellvertretender Direktor der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung.

"Neben einer ausgewogenen Ernährung wird die Gesundheit auch durch Bewegung, Rauchen, Alkohol und Stress beeinflusst. Alle diese Faktoren sind ausschlaggebend für unseren individuellen Lebensstil ", so Landless. Die weltweit rund 16 Millionen erwachsen getauften Siebenten-Tags-Adventisten pflegten deshalb einen gesunden Lebensstil, zu dem eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf schädliche Drogen, einschließlich Alkohol und Tabak, gehörten. Sie setzten sich weltweit auch für die Volksgesundheit ein. So verfüge die evangelische Freikirche gegenwärtig über 168 Krankenhäuser sowie 433 Gesundheitseinrichtungen mit mehr als 94.000 Ärzten, Krankenschwestern und weiterem Personal. Ferner habe die Freikirche mit ADRA-International eine eigene weltweite Hilfsorganisation, die im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe in 108 Ländern tätig sei. Die Nichtregierungsorganisation ADRA gewähre ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft.

Nach der Definition der WHO besteht die "Primäre Gesundheitspflege" aus acht Elementen: Aufklärung über die überwiegenden Gesundheitsprobleme und über die Methoden, sie zu verhindern bzw. zu kontrollieren (Grundbedürfnisse); Förderung der Lebensmittelversorgung und der angemessenen und richtigen Ernährung (Primäre Prävention); adäquate Versorgung mit sauberem Wasser und Schaffung von grundlegenden hygienischen Verhältnissen; Gesundheitspflege für Mütter und Kinder, einschließlich der Familienplanung (Präventivmedizin integriert oder in vertikalen Programmen); Immunisierung gegen die wichtigsten infektiösen Krankheiten; Prävention und Kontrolle von örtlichen, einheimischen Krankheiten; angemessene Behandlung von alltäglichen Krankheiten und Verletzungen (Kurative Medizin auf Dorfebene mit Referenzsystem) und Bereitstellung von den wichtigsten
Medikamenten.

Link zum Weltkongress: http://www.healthlifestyleconf.com/
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