Berlin, 17.07.2009/APD   Das Krankenhaus „Waldfriede“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Zehlendorf baut seine Auslandsaktivitäten weiter aus: Nach dem Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der „Florida-Hospital-Gruppe“ in Orlando, Florida/USA, im vergangenen Jahr, wurde nun ein Kooperationsabkommen mit Syrien unterzeichnet. Zu diesem Anlass besuchte der Botschafter der Arabischen Republik Syrien, Dr. Hussein Omram, in Begleitung seines Attachés und des Präsidenten der Deutsch-Arabischen Medizinischen Gesellschaft, Dr. Ali Maarouf, das Krankenhaus „Waldfriede“.

Der Botschafter berichtete, dass derzeit etwa 6.000 aus Syrien stammende Ärzte in Deutschland praktizierten. „Darauf aufbauend, sind engere syrisch-deutsche Beziehungen im Gesundheitswesen ein viel versprechender, weiterer Schritt.“ Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages habe bewusst zeitnah zum erstmaligen Besuch des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier in Syrien stattgefunden, um die Bedeutsamkeit der Beziehung zwischen Syrien und Deutschland zu unterstreichen.

Bernd Quoß, Geschäftsführer des Krankenhauses „Waldfriede“, wies auf die geschichtlichen Bezüge der Bibel hin, die viele Mitarbeiter des adventistischen Krankenhauses mit dem Land Syrien verbinden würden.

Zur Vertragsunterzeichnung war auch Jürgen Hardt, der Präsident des Berliner Auslandsnetzwerks NBMC (Network for Better Medical Care), anwesend, zu dem das Krankenhaus „Waldfriede“ seit September 2008 gehört. Im NBMC haben sich einige renommierte Berliner Kliniken zusammengeschlossen, um Spitzenmedizin aus Berlin und nach Berlin zu vermitteln, die internationale Zusammenarbeit in der Aus- und Fortbildung von Gesundheitsfachkräften zu fördern und die medizinische Betreuung internationaler Patienten optimal auf deren Bedürfnisse abzustimmen. „Das Krankenhaus ‚Waldfriede‘ sieht dieser neuen Herausforderung spannungsvoll entgegen“, betonte Quoß bei der Vertragsunterzeichnung, die im Jugendstilpark des Krankenhauses stattfand und mit einem arabischem Büffet endete.

Das seit 1920 bestehende Akutkrankenhaus „Waldfriede“ verfügt über 170 Betten und versorgt mit den Fachabteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie, Radiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe jährlich 9.000 Patienten stationär und 12.500 ambulant. Im letzten Jahr kamen dort 926 Babys zur Welt. Die Gesundheitseinrichtung ist eines von sieben Brustzentren in Berlin und besitzt Zentren für Hand- und Fußchirurgie, Darm- und Beckenbodenchirurgie, Minimal-invasive-, Endokrine- und Viszeralchirurgie, Diabetes Mellitus sowie Diabetischer Fuß. Zur Klinik gehören eine Krankenpflegeschule, eine Sozialstation zur Nachsorge und häuslichen Pflege für entlassene Patienten, Kurzzeitpflegeeinrichtungen sowie ein Gesundheitszentrum zur Förderung der medizinischen Prävention und einer gesunden Lebensführung. Außerdem gibt es dort eine ambulante Physiotherapie und niedergelassene Arztpraxen.

„Waldfriede“ ist Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband sowie Teil des weltweiten „Adventist Health System“ der Siebenten-Tags-Adventisten.
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