Adventistisch-islamisches Studienzentrum unter neuer Leitung

Berrien Springs, Michigan/USA | 29. Dezember 2009 | APD |

Berrien Springs, Michigan/USA, 29.12.2009/APD   Dr. Lester Merklin (61), Dozent für Weltmission an der Andrews Universität der Siebenten-Tags-Adventisten in Berrien Springs, Michigan/USA, ist neuer Direktor des Studienzentrums für adventistisch-muslimische Beziehungen, das seinen Sitz in Strovolos auf Zypern hat. Er tritt die Nachfolge von Dr. Jerald Whitehouse an, der im Juni letzten Jahres sein Amt zur Verfügung stellte.

Die 1990 in Indianapolis/USA tagende Generalkonferenz-Vollversammlung (Weltsynode) der Adventisten beschloss das Programm "Globale Mission". Da zwei Drittel der Weltbevölkerung keiner christlichen Konfession angehörten, wollte die Freikirche auch mit diesen Menschen ins Gespräch kommen. Ziel sei es, den Glauben anderer besser zu verstehen und die Dialogpartner zu informieren, wer die Adventisten seien und welche Werte sie vertreten würden. Dazu richtete die Freikirche Studienzentren ein, um sich intensiv mit den verschiedenen Religionen und Weltanschauungen vertraut zu machen. Neben dem Zentrum für adventistisch-muslimische Beziehungen auf Zypern, gibt es das "Jüdisch-Adventistische Freundschaftszentrum" in Jerusalem, um das weltweite Judentum näher kennenzulernen. Weitere Studienzentren befinden sich für den Hinduismus in Hosur/Indien, für den Buddhismus in Nakhon Luang/Thailand und für den postmodernen sowie säkularen Menschen in St. Albans/England.

Merklin hat als Pastor und Dozent an theologischen Seminaren in den USA, in Belize, Pakistan und auf den Philippinen gewirkt. Er war auch Direktor des Instituts für Weltmission der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz). Er schloss sein Studium an der Andrews Universität mit dem Master der Religionswissenschaft ab und promovierte in Theologie an der Evangelical Divinity School in Deerfield, Illinois/USA. Seine Lehrtätigkeit an der Andrews Universität will er beibehalten.

"Das Zentrum auf Zypern spielt eine wichtige Rolle, um Adventisten zu helfen, den Islam besser zu verstehen", erläuterte Dr. Merklin. "Wir sind in der besonderen Lage, Anknüpfungspunkte für das Gespräch mit unseren muslimischen Freunden zu haben, denn auch für Adventisten ist es wichtig, Gottes Willen zu tun, wie die Muslime erwarten wir die Wiederkunft Jesu und wir glauben an ein Gericht Gottes." Da die Adventisten die biblischen Gesundheitsratschläge befolgten, gebe es auch hier manche Übereinstimmung. Der Islam sei mit etwa 1,5 Milliarden Gläubigen nach dem Christentum die zweitgrößte Weltreligion. Er ist nicht nur die vorherrschende Religion in etlichen afrikanischen und asiatischen Staaten, sondern gewinne auch in Europa und Nordamerika immer mehr Anhänger. Deshalb sollten sich Christen mit dem Islam vertraut machen, empfahl Merklin.
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